Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More sommer2016 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle Sabaton festival 16

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 26. Februar 2013
Die vorliegende Biografie über die große Denkerin Hannah Arendt von Alois Prinz stammt ursprünglich aus dem Jahr 1998. Der Film von Margarethe von Trotta über die Philosophin hat wohl den Verlag dazu gebracht, eine Neuauflage herauszubringen. Prinz beleuchtet im Gegensatz zum Film Arendt gesamtes Leben, beginnend mit einem Einblick in ihre Herkunft, vor allem ein Kapitel zu ihren Eltern, über ihr Heranwachsen und ihren hindernisreichen Einstieg in die Wissenschaft.

Hannah Arendt wird in Königsberg geboren, ihre Familie ist alteingesessen, gebildet, wohlhabend. Und jüdisch. Bevor dies jedoch zum lebensbedrohlichen Thema wird, studiert Hannah in Marburg bei Martin Heidegger Philosophie. Und es entwickelt sich eine lebenslange Verbindung zwischen den beiden, nicht nur auf einer abstrakten, sondern auf einer sehr persönlichen, intimen Ebene. Neben Heidegger wird Arendt vor allem beeinflusst durch Karl Jaspers, zu dem sie ebenfalls über viele Jahrzehnte ein enges Verhältnis pflegt.

Die Schreckensherrschaft in Deutschland in den 30er Jahren zwingt Hannah Arendt und ihren Partner Heinrich Blücher zur Flucht nach Frankreich, wo sie beide getrennt voneinander in Internierungslager gesteckt werden und schließlich in die Vereinigten Staaten flüchten können. Dort baut sich Arendt dank ihres großen Verstands und ihrer Fähigkeit, andere für sich zu interessieren und zu begeistern, eine Position als Denkerin, Professorin und Autorin auf. Die beiden leben in New York, umgeben von vielen Freunden, darunter auch die berühmte Schriftstellerin und Feministin Mary McCarthy.

Arendts Hang zu klaren Positionen bringt sie in den 60er Jahren in eine nahezu isolierte Position, als sie für eine New Yorker Zeitung mehrmals nach Jerusalem reist, um dort von Prozessen gegen Adolf Eichmann zu berichten. Die Tatsache, dass ihr dieser eher lächerlich als grausam vorkommt, verarbeitet sie in entsprechenden Berichten und Artikeln, die auch in ein legendäres Buch, "Die Banalität des Bösen", münden. Mit dieser Haltung bringt sie weltweit die Juden gegen sich, die Jüdin, auf. Aber das kann ihren Mythos bis heute nicht verringern, im Gegenteil.

Die Biografie bleibt doch recht stark an der Oberfläche, was Lesern, die sich zwar für das Leben und die Person Hannah Arendts interessieren, das Studium vereinfacht, andererseits aber eben auch immer dort aufhört, wo es spannend wird. Ein guter erster Überblick in und über diese faszinierende Frau. Wer sich wirklich für sie interessiert, wird an Primär-, mindestens aber an Sekundärliteratur nicht vorbeikommen.
22 Kommentare| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2013
Hannah Arendt schöpft in ihren Werken aus ihren eigenen Lebenserfahrungen. Es empfiehlt sich also durchaus, sich mit ihrer Lebensgeschichte zu beschäftigen.
Diese ist hier verlagstypisch als leicht verdauliche Kost dargestellt. Sie liest sich so an einem Wochenende weg.
Dabei lässt sich erkennen, dass Arendt auch ohne ihre Bedeutung als Philosophin einfach ein spannender Mensch ist.
So gesehen kann man es bei der Lektüre dieser Biographie belassen oder man ist neugierig geworden und will sich nun auch mit ihren Abhandlungen beschäftigen. Das Buch kann (außerordentlich gut) Neugierde entfachen - kann (und will) sie aber nicht stillen.

Das Buch ist auch schon etwas für junge Leser ab 14 Jahre, sofern der Jugendliche sich schon ein wenig mit dem Thema Nationalsozhialismus auseinandergesetzt hat.
Gerade Arendts Lebensfreude trotz "beschissener politischer Lage" und drohenden Atomkrieg kann in dem Alter Mut machen.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2001
Dieses Buch schildert auf bemerkenswert packende Weise das schwere aber erfüllte Leben der Hannah Arendt. Sie wuchs in gutbehüteten Familienverhältnissen auf. Da sie jedoch Jüdin war, hatte sie es in der Schule nicht leicht. Ihre Mutter ermutigte sie immer und immer wieder und befahl ihr sogar, sofort die Schule zu verlassen und Heimzukommen, wenn der Lehrer etwas abfälliges über Juden sagte. So wurde sie zu einer selbstbewußten jungen Frau. Auf ihrem Weg und der Suche nach dem "Glück" erfährt sie, was Liebe ist, was es heißt, ausgenutzt zu werden, und was das Leben so lebenswert macht. Schließlich findet sie ihre große Liebe und das Diskutieren mit ihrem Mann wird zu einem Erlebnis. Es ist ein Buch, aus dem man viel lernen und für's Leben mitnehmen kann. "Heinrich ist während Hannahs Abwesenheit klar geworden, dass Einsamkeit etwas ganz anderes ist als Verlassenheit. Wenn er einsam sei, so schreibt er einmal in einem Brief, dann genieße er das. Unter seiner Verlassenheit aber leide er." [Seite 148, 1. Absatz] Es ist ein Buch, das nicht ganz einfach ist, weil es vieles gibt, bei dem "einfach nur lesen" eben nicht reicht. Man muß darüber nachdenken, man findet sich selbst wieder und man lernt NIE aus.
0Kommentar| 40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. April 2013
"Am Ende unseres Lebens wissen wir, dass nur das wahr war, dem wir bis zuletzt die Treue halten konnten."

Bewegende Geschichten großer Menschen sind eine der Errungenschaften der Literatur (und das meine ich nicht ironisch und nicht pathetisch, denn wenn Rührung und Anteilnahme aus der Lebensgeschichte selbst kommen und nicht aus der Darstellungs und Untermalung, kann man die Anerkennung und Würdigung eines Menschen wohl kaum als pathetisch bezeichnen). Sie führen uns vor Augen, dass Tugenden & Glück und Unglück anderer Meschen eine wesentlich größere Emotion in uns wecken können, als es unser ebenfalls nicht unbedeutendes Interesse für geschichtliche Zusammenhänge oder z.B. Kriege, Tyrannen und Politik vermag. Denn obgleich jeder von uns in einer anderen Welt lebt, haben diese Welten die verschiedensten Brücken, die sie verbinden; und die größten dieser Brücken entstehen nun einmal im Sinnbild bedeutender Persönlichkeiten.

Hannah Arendt war eine dieser Persönlichkeiten und mit dem Thema des "Gemeinsam" und "Einsam" sind wir auch schon beinahe bei den Thematiken, mit denen sie sich ein Leben lang beschäftigt. Unverkrampft, wenn auch sehr theoretisch, muten viele ihrer Systeme und Gedanken zu gesellschaftlichen und menschlichen Verhaltensmustern an und mit Begriffen wie "Banalität des Bösen" hat sie auch immer wieder Kontroversen der Sprache und Ansicht hervorgerufen. Dass sie diese Klippen des Lebens stehst mit einer einachen und unaufgsetzten Entschlossenheit und Bestimmtheit umschiffte, was manche ihr fälschlicherweise als Gleichgültigkeit attestierten, ist einer ihrer hervorstechendsten Charakterzüge. Nein, man weiß nicht, ob man sie gemocht hätte, dafür gibt uns Alois Prinz mit seiner Darstellung genug Unwägbarkeiten und Ambivalenzen ihres Charakters an die Hand. Aber zweifellos ist ihr Lebensweg, genauso wie ihre Idealität sehr interessant und in der Lektüre diese kleines Buches gut kennenzulernen, wenn auch nicht unbedingt zu vertiefen.

Neben den Stationen ihres Lebens und den Menschen mit denen sie viel verband und die immer wieder ebenso porträtiert werden wie sie selbst, geht das Buch häufig auch auf Einflüsse und Werke Arendst ein, was Prinz mit einem bemerkenswerten Drahtseilakt bewältigt, was das ganze Buch manchmal etwas unhomogen anmuten lässt, aber auch abwechslungsreich und vielschichtig. Viele, aber nicht übermäßig viele Zitate und Randgeschichten, machen das Buch insgesamt zu einem wirklich kompackten Ausgangspunkt, um sich der vielleicht bedeutendsten Philosophin dieses Jahrhunderts zu nähern.

"Sie war durchdrungen von einer merkwürdig ziellosen Sehnsucht. >>Ich meine nicht Sehnsucht nach einen bestimmten Was<<, erklärt sie in "Die Schatten",>>sondern Sehnsucht als das, was ein Leben ausmachen, für es konstitutiv werden kann.<<"

Wenn ein Buch es schafft, von Mensch zu Mensch zu sprechen (nicht unbedingt wortwörtlich, aber in seiner Stimme, seiner Auffassung), ist es meist ein gutes Buch und ein bereicherndes. Philosophen und Schriftsteller bringen uns das nahe, was uns alle angeht, auch wenn wir es noch nicht wissen oder nur unterbewusst erlebt haben, aber noch keine Form gefunden haben, um es auch als eine bewusste Tatsache, Empfindng oder Ansicht zu erkennen.
Und immer wieder schenken uns Bücher einen wirklichen Eindruck von der Wichtigkeit, zentrale Punkte menschlichen Wesens zu refklektieren und für sich selbst wiederzufinden. Zum Tod ihres Mannes schrieb Arendt so eine sehr bemerkenswerte Passage, mit der ich diese Rezension beenden will:

"Beklage dich nicht, wenn etwas genommen wird, dass dir gegeben war, das du aber nicht notwendigerweise besaßest. und vergiss nicht, um genommen zu werden, musste es erst gegeben werden. Wenn du zu besitzen glaubtest, wenn du vergessen hast, dass es gegeben war, dann ist es eben schlimm für dich."

P.S. Ein grober Fehler ist mir aufgefallen: Das Todesdatum Franz Kafkas wird hier mit 1928 angegeben, ist aber 1924 (Meine Ausgabe von 2002).
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2003
Einfühlsam, fesselnd, und doch am Leitfaden einer getreuen Sachlichkeit führt Alois Prinz die Lesenden durch das Leben einer beeindruckenden Frau, einer politischen Denkerin, die wie kaum eine Zweite, frei von Opfer-Hass und Ressentiment,
den philosophischen Blick auf die Geschehnisse des letzten Jahrhunderts bewahrt hat.
Dank klug gewählter Auszüge aus Arendts Briefverkehr mit Heinrich Blücher, Karl Jaspers oder Martin Heidegger bleiben die Schilderungen durchgehend lebendig. Auch stellt der Autor seine Fähigkeit unter Beweis, die komplexen philosophischen Strömungen des letzten Jahrhunderts als Reaktionen auf historische Kontexte zu deuten, was ihm ermöglicht Philosophie zu erzählen, wie man Geschichten erzählt - spannend, voll innerer Bewegung.
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. April 2016
Die Biographie von Hannah Arendt aus der Feder von Alois Prinz habe ich sehr gerne gelesen und kann sie gut weiterempfehlen.

Man bekommt nicht nur eine gute Vorstellung vom Leben dieser bemerkenswerten Frau im Sinne von geboren-studiert-gearbeitet-gestorben. Man bekommt v.a. einen aussagekräftigen Eindruck, wie diese Frau war, was sie bewegt hat, was sie zu dem einen oder anderen Thema des Zeitgeschehens gedacht und gesagt hat. Sie hat vieles schriftlich festgehalten. Nicht nur ihre Artikel, die in namhaften Zeitschriften veröffentlicht wurden, auch ihre Korrespondenz mit Freunden und Familie wurden oft zitiert und offenbaren uns Hannah Arend so, wie sie eigentlich war. Nach der Lektüre ist klar, weshalb der Titel dieser Biographie lautet 'Hannah Arendt oder die Liebe zur Welt.'

Was diese Biographie auch für die Jugendlichen qualifiziert, ist die knappe, treffende Zusammenfassung der damaligen politischen Verhältnisse zu dem jeweiligen Zeitpunkt, als das Schicksal von Hannah Arendt die eine oder die andere Wendung nahm. Da kamen manche Momente, die mir nicht gerade geläufig waren, z.B. die Rolle und Schicksal der Juden in Königsberg im 1914 zu Anfang des ersten Weltkrieges, oder die Befreiung der Stadt im 1919 vom 'bolschewistischen Terror', etc. Dadurch, dass die historischen Fakten so schlicht und zugänglich dargelegt wurden, nimmt man sie problemlos auf, und sie bleiben einem im Gedächtnis auch nach der Lektüre. Diese Biographie insgesamt hallt noch lange nach. Es ist schon einige Wochen her, als ich das Buch zugeklappt habe, aber die eine oder andere Idee, Ansicht Hannah Arendts kommen wieder hoch und laden zum Nachdenken ein. Und natürlich verleitet diese Biographie dazu, noch mehr über diese faszinierende Frau zu erfahren. Was macht sie so interessant? Einige Beispiele:

Sie sprach die Dinge direkt an und nannte sie beim Namen, egal ob es um ihren Eindruck von den Deutschen, oder die Rolle der Ex-Nazis im Weltgeschehen nach dem zweiten Weltkrieg ging, oder auch um ihre Haltung gegenüber der US Außenpolitik in Vietnam und dem damaligen US Präsidenten, Hannah Arendt sagte, was sie dachte, und nahm sich kein Blatt vor dem Mund. In ihrem Essay 'Die Lüge in der Politik' legte sie ihre Sicht der Dinge dar. Sehr aktuell auch heute noch, Jahrzehnte nach ihren Artikeln und Interviews. Dabei musste ich an das viel später geschriebenes Buch von Peter Scholl-Latour 'Fluch der bösen Tat denken'. Er sagt ähnliche Dinge über die Propaganda der 'image-maker' im Weißen Haus.

Hannah Arendt floh aus Nazi-Deutschland, lebte und arbeitete in den USA, und kam nach Deutschland in den Nachkriegsjahren zu Besuch. Was sie in einem Aufsatz später über ihren Besuch schrieb, S. 142-143, da musste ich unwillkürlich paarmal schmunzeln. Die Frau hatte nicht nur einen messerscharfen Verstand, sie hatte auch Humor und Schlagfertigkeit einer hochprofessionellen Unterhaltungskünstlerin. Vllt auch deshalb war sie unwahrscheinlich beliebt bei den Studenten. Ihre Vorlesungen, egal an welcher Hochschule sie unterrichtete, waren meist hoffnungslos überfüllt, dabei hieß ihr Fach Philosophie.

Auch ihre Beziehungen waren höchstinteressant. Sowohl ihre über Jahrzehnte gediehene und produktive Ehe mit Heinrich Blücher, als auch ihre langjährige Beziehung zu ihrem einstigen Lehrer in ihren Studentenzeiten Martin Heidegger (Rektor von Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Breisgau in 1933-1934), mit dem sie in jungen Jahren liiert war. Hannah Arendt hatte auch spannende Persönlichkeiten als Freunde, mit denen sie über viele Dinge diskutieren konnte, die sie wichtig und weltbewegend fand.

Es gibt noch viele Dinge, die man über Hannah Arendt schreiben könnte. Für mich steht fest: ich lese bestimmt noch einige ihrer Biographien anderer Autoren und auch einige ihrer Werke. So jemanden vermisst man heute, im öffentlichen Leben wie auch in der Politik.

Fazit: Ich habe sowohl die Kernpunkte aus dem Leben dieser herausragenden Person und Philosophin erfahren, als auch mich durch ihre Ideen, Ansichten und ihre Art, diese zum Ausdruck zu bringen, bestens unterhalten gefühlt. Daher vergebe ich gerne fünf Sterne und eine Empfehlung für Biographien Fans, als auch für junge und junggebliebene Leser, die vllt noch nicht den Zugang zum Biographienlesen gefunden haben. Dieses Buch von Alois Prinz, der u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für einige seiner Werke ausgezeichnet wurde, wäre ein guter Einstieg in dieses spannende Feld der Literatur. Eine sehr gut, zugänglich geschriebene Biographie von Hannah Arendt, die Lust auf mehr macht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2013
Wer sich mit ihrem Buch "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" 1951 beschäftigt hat, weiß welche starke Persönlichkeit hinter dieser Analyse des Nationalsozialismus und Stalinismus steht.
Hannah Arendt größte Philosophin der westlichen Welt des 20.Jahrunderts und auch heute, 1906 als Kind gutbürgerlicher Juden geboren, in Königsberg der Stadt Kant's aufgewachsen, galt schon in ihrer Kindheit als hochintelligent mit starkem wilden Character. Sie studiert nach ihrem Abitur bei Martin Heidegger und Karl Jaspers. Als die Judenverfolgung beginnt flieht sie zuächst nach Frankreich und erreicht später über Lissabon die USA. Sie erhält Lehraufträge an amerikanische Universitäten, begleitet für eine Zeitung den Eichmann Prozess und verfasst daraufhin ihr bemerkenswertes sehr umstrittenes Buch "Banalität des Bösen".
Diese sehr lesenswerte Biografie umfasst ihr vielschichtiges interessantes Leben, ihre Begegnungen mit herausragenden Persönlichkeiten von Politik und Kultur, weist ihre klaren Analysen zum Vietnamkrieg und zum 6-Tage-Krieg der Israelis aus und stellt immer wieder ihr Engagement und ihre Zivilcourage in den Mittelpunkt ihrer Altivitäten und es darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Autor sie nicht nur als Philosophin sieht sondern besonders auch als Frau sieht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2013
Alois Prinz vermittelt in seinem Buch über die grosse Denkerin ein umfassendes Bild ihrer Person und ihres Umfelds. Er bettet diese ein in das politische Umfeld der jeweiligen Zeit. Diese Vielfalt an Themen und Personen nebst Hintergrundinformationen zu allem lässt das Buch ab und an sprunghaft wirken, es behandelt sehr viele Nebenschauplätze und lässt vor allem am Anfang Hannah Arendt ein wenig kurz kommen. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass Hannah Arendt erst mit 44 ihr erstes prägendes Werk (The Origins of Totalitarianism) auf den Markt brachte. Da Hannah Arendt die Meinung vertrat, dass der Mensch sich in seinem und durch sein Umfeld entwickelt und auch kennen lernt, ist dieses Umfeld auch für das Verständnis dieser Person wichtig und nötig. So gesehen hat sich Alois Prinz in der Methode seiner Darstellung von Hannah Arendt an die Philosophin selber gehalten.

Alois Prinz gelingt es, kurz und knapp die wichtigen Ströme von Hannah Arendts Denken und Schaffen verständlich aber nicht simplifiziert darzustellen und dem Leser so einen Einblick in ihre Philosophie zu geben. Daneben zeichnet er durch Briefausschnitte, Selbstbeschreibungen und Beschreibungen anderer ein plastisches Bild einer menschenfreundlichen, liebenswerten und dabei auch ab und an kühlen, harschen und arrogant wirkenden Frau, die einen messerscharfen Verstand und eine grosse Liebe zur Wahrheit hatte.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2015
Alois Prinz präsentiert das Leben der Hannah Arendt interessant und berührend, nie sentimental oder unangenehm, manchmal mit ein bisschen Augenzwinkern.
Durch dieses Buch wurde mein Interesse an dieser Frau geweckt. Die Verbindung zu Heidegger und Jasper wird gut dokumentiert und mit Zitataten aus Briefen belegt.Ich bin nun gespannt auf die Bücher der Hannah Arendt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2013
Tolles Buch, interessant und lebendig geschrieben. Es gibt einen Einblick in das Leben und Denken der Philosophin ohne sich in der Thematik zu verlieren, dafür manchmal etwas oberflächlich. Insgesamt aber sehr gelungen
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden