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Kundenrezensionen

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am 16. Februar 2007
Ester, Putte und der Ich-Erzähler kommen eines Tages vor lauter Langeweile auf die Idee, ein Beerdigungsinstitut zu gründen und sogleich alle toten Tiere zu begraben. Natürlich jedes Mal mit einer anständigen Feier: dazu gehören Grab, Kreuz, Grabrede und Tränen. Diese Vorgehensweise haben sie sicher aus der Erwachsenenwelt abgeschaut, und doch geben sie jedem toten Tier besondere Gedanken mit auf den Weg.

Richtig nett finde ich, wer auf dem Friedhof begraben liegt, denn im Innendeckel des Buches findet man nicht nur die Gräber der toten Tiere, sondern auch den Opa neben Jesus. Die Bilder sind auch sehr gelungen, typisch schwedisch eben mit roten Scheunen im Hintergrund, schlicht, aber ausdrucksvoll die Gesichter.

So wird der Umgang mit dem Tod zum Spiel, das zwar die Langeweile vertreibt, doch wie Kinder so sind, sie knieen sich 'rein in dieses Spiel, betreiben ernsthaft ein Beerdigungsinstitut, sind wirklich traurig, wenn sie die kleinen Tiere beerdigen - doch alles nur für einen Tag. Danach machen sie eben etwas anderes. Toll. Fast möchte man sagen: so ist das Leben, so ist der Tod. Kann so einfach sein, denn - wie es an einer Stelle heißt - das Sterben geht schnell.

Ein wunderbares Bilderbuch mit einfachen Texten, die es durchaus in sich haben - nicht nur für Kinder geeignet.
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am 9. September 2006
habe im urlaub zufällig eine tv-rezension gesehen. nach hause gekommen war gerade der zwerghase meiner nichte gestorben, da fiel mir dieses buch ein, das dann von meiner nichte sehr aufmerksam und nachdenklich gelesen wurde. ein absolut empfehlenswertes, wunderschönes kinderbuch ohne jede falsche sentimentalität, sehr genau am schonungslosen fragen der kinder, was tod und sterben betrifft, etwas traurig, sehr heiter, wunderbar illustriert.
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am 4. Juni 2007
Die schönsten Beerdigungen der Welt ist ja zur Zeit ein "Renner" auf dem "Hospizmarkt". Mir gefällt dieses Buch sehr, ich halte es aber hauptsächlich für Erwachsene und Jugendliche geeignet. Diese Erfahrungmache ich innerhalb meiner Praxis Lacrima- Trauerbegleitung mit dem Schwerpunkt Kinder/Familie, erhalte diese Rückmeldung aber auch von pädagogischen Fachkräften in meinen Seminaren.
Kinder verstehen den Humor anfangs nicht, da es ihre Welt ist-im Grunde amüsiert man sich über die kindlichen Gedanken und Handlungen von Kindern, weil man sich selber darin wieder erkennt.
Was man an dem Buch gut deutlich machen kann: Eltern haben oft Angst, ob der Tod für ihre Kinder nicht "zuviel" ist. Das Buch macht deutlich, wenn die Kinder sich mit dem Tod beschäftigen, wachsen sie hinein,-und über sich hinaus.
Auf einmal hat der kleine Junge keine Angst mehr vor dem Tod, weil er Mitleid mit der Amsel fühlt und mitfühlend reagiert. Ein sehr berührender Moment, wo überhaupt keine Angst spürbar ist. Dieses "Hineinwachsen" wünsche ich allen Familien und Begleitern.In den Ausbildungskursen von Lavia-Familientrauerbegleitung hat es seinen Platz.
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am 25. November 2006
Eine unbefangene Einstellung zu Tod und Sterben zeichnet das Leben von Kindern aus. So manches Kind hat Oma oder Opa durch den Tod verloren, und Fragen nach dem woher und wohin bewegen die lieben Kleinen.
In diesem wunderschön illustrierten Buch spielen Kinder Beerdigung.
Angefangen bei der toten Hummel, über die Maus bis zu einem toten Hasen,-- alles wird zur Feier von Beerdigung und Trauerritual gesucht und der Feierlichkeit unterzogen.
Abgelauscht der Erwachsenenwelt wird gesungen, gedichtet, beerdigt und mit Holzkreuz und Namen versehen , wie sich das gehört, für alles, was da so kreuchte und fleuchte und nun tot ist und auf die Beerdigung wartet.
Mit dieser Geschichte kann sowohl die Angst ausgesprochen werden, als auch die Benennung von Trauer und Tod geübt und gespielt werden.
Kinder haben eine ausgewogene Einstellung zu Tod und Sterben und was heute noch traurig macht, das ist morgen vergessen und das Leben geht weiter.
Die Kinder sind sehr lebendig dargestellt in ihrer Phantasie, mit der sie das Beerdigungsspiel betreiben. Sie eigenen sich damit spielerisch etwas von der täglichen Realität unseres Lebens an.
Dieses Buch ist sehr geeignet für Kinder ab 6 Jahren.
Kleinere Kinder hielte ich für überfordert, zu begreifen, was dieses Buch uns sagen will.
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Sicher erinnert sich der eine oder andere wie er als Kind im sorglosen Umgang mit dem Tod einmal seinen geliebten Kanarienvogel oder sein Meerschweinchen beerdigt hat. Schmerzvoller war da sicherlich die Beerdigung des vierbeinigen Hausfreundes.

Erste Begegnungen mit dem Tod und dem Abschied werden in diesem Buch nicht nur humorvoll von Ulf Nilsson beschrieben, sondern komplettiert durch wunderbare, stimmungsvolle Bilder der schwedischen Künstlerin Eva Eriksson.

Alles fängt an einem langweiligen Tag mit einer toten Hummel an, die der Ich-Erzähler, und seine Freunde Ester und Putte auf einer Fensterbank entdecken. Sie tun sie in eine Streichholzschachtel, begeben sich mit ihrem Toten auf einem geheimen Pfad und begraben die Hummel auf einer Lichtung im Wald. Der erste Grabspruch für den der Protagonist zuständig ist lautet:“ Ein kleines Leben in der Hand, plötzlich weg, tief, tief im Sand“. Dann finden sie eine tote Maus, finden Gefallen an dem Job und gründen ein Beerdigungsunternehmen. Sie besorgen Latten für Kreuze, Kartons als Särge und Blumen. Sie bestatten alles was auf Gottes schöner Erde sonst nur verrotten würde.

Ester ist fürs Schaufeln zuständig, der kleine Putte soll weinen und der Ich-Erzähler schreibt die Grabreden, zum Teil holprige Verse über Leben und Tod. Und so wird alles schließlich zu einem ernsthaften Spiel um Tränen, Trauer und Wehmut. Alles was lebt muss irgendwann sterben und zerrinnt zu Nichts

Und morgen werden sie sich den Nachmittag mit einem anderen Spiel vertreiben.

Ein schönes, spielerisches Bilderbuch über die „großen“ Fragen des Lebens.
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am 20. November 2006
ich bin über eine zeitungsrezension darauf gestossen - und weil ich eigene bestattungszeremonien von ameisen, toten schmetterlingen und überfahrenen igeln noch ganz gut in erinnerung hab (und die mutter meines patenkindes neulich total pikiert reagierte, als der kleene einen marienkäfer unter die erde brachte) wollt ich das buch sofort haben - und es ist wirklich wunderbar liebevoll gezeichnet, ganz ohne falsche betroffenheit, sehr natürlich und mit so schön eigenwilligen kindercharakteren, die das thema über unterschiedliche wege zugänglich machen. freu mich jetzt darauf, es zu verschenken und bin neugierig...
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am 8. Februar 2009
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es so häufig positive bewertet wurde. Als "Renner in der Hospiz-Bewegung" tituliert, dachte ich, da nichts falsch machen zu können. Tod und Sterben mit Abstand betrachtet ... Mir war es denn doch etwas zuviel "Abstand". Ich fand es eher fast schon gefühlskalt in der Sprache. Aus "Spaß" am Beerdigen zieht man in Erwägung Tiere lebendig einzugraben, "die sterben dann schon" und auch die Wortwahl bei den überfahrenen Tieren und den Ekel den man beim Anfassen empfindet ... sprachlich war mir das dann doch etwas zu viel "Abstand". Ich würde dieses Buch keinem der - z. B. aus eigener Betroffenheit - um eine positive Einstellung zu Tod und Sterben ringt, wirklich empfehlen wollen.
Wer wirklich einen leichten und dennoch sensiblen Umgang mit Tod und Sterben im Bilderbuch wiederfinden möchte, dem würde ich dann doch sehr "Ente, Tod und Tulpe" ans Herz legen. Das ist in meiner Wahrnehmung eine ganz andere Liga!
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am 7. März 2009
Ich bin von diesem Buch begeistert! Es eignet sich für Kinder ebenso wie für Jugendliche und Erwachsene. Das Thema Tod wird in einer solch lebensnahen Erzählung, liebevoll und behutsam von verschiedenen menschlichen Charakteren beleuchtet. Ich kann es wärmstens empfehlen für Vorschulkinder, Jugendgruppen, Erwachsenentreffen und für das Altenheim.
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am 29. November 2009
Entwicklungsstufen im Verständnis von Leben und Tod
dargestellt anhand des Bilderbuchs 'Die besten Beerdigungen der Welt'

Am Beispiel der drei Hauptpersonen in dem Bilderbuch 'Die besten Beerdigungen der Welt' von Ulf Nilsson und Eva Eriksson (Moritz-Verlag) lassen sich sehr gut alterstypische Entwicklungsstufen im Todesverständnis des Kindes erkennen.

Putte, ca. 4 Jahre
Das Thema Tod ist zunächst noch gänzlich unbekannt. Erst die Konfrontation mit toten Tieren führt zu einer Auseinandersetzung mit dem, was totsein bedeutet.
Dabei hat Putte noch keine Vorstellung von der Endgültigkeit des Todes oder davon, dass er selbst einmal sterben muss. Schließlich ist sein Zeitbegriff sehr eingeschränkt.
Beim Anblick des toten Hamsters sagt er: 'Schläft vielleicht nur.' 'Wenn es Nuffe besser geht, graben wir ihn wieder aus.'
Tod ist also etwas Vorübergehendes. Der Gedanke an den eigenen Tod wird mit Abwesenheit, Trennung von den Eltern gleichgesetzt: 'Aber dann sind Mama und Papa traurig!' Bei dem Gedanken, dass Mama traurig ist (wenn Putte tot ist), muss er auch weinen. Trennungsängste treten auf.
So wie die alten Ägypter will auch er selber Kissen, Kuscheldecke, Nahrung und sein Haustier mit ins Grab nehmen. Er kann sich nicht vorstellen, dass der Tod eine Zäsur bedeutet, für ihn geht das Leben immer weiter. Kinder in diesem Alter denken auch, dass man ewig lebt, wenn man es nur geschickt anstellt.

Ich-Erzähler, ca. 7 Jahre
Die Auseinandersetzung mit Tod und Leben geschieht in philosophischen Gedanken. Kinder in diesem Alter zeigen die größte Offenheit gegenüber dem Phänomen des Todes. Alles, was mit Beerdigung, Sarg, Grab, Leichnam zu tun hat, regt ihr Interesse an. Sie können sich bereits einfühlen, mitfühlen und Anteilnahme zeigen.
In seinen Versen tastet sich der Erzähler an das Rätsel des Todes heran: 'Ein kleines Leben, plötzlich weg.' Fragen treten auf: 'Ob es weh tut? Ist man einsam? Hat man Angst?'
Manche Gedanken haben eher spielerischen, humorvollen Charakter: 'Leb wohl, du liebes Schweinchen Dick. Wir wünschen dir im Tod viel Glück.'
Angesichts der sterbenden Amsel verliert er seine anfängliche Berührungsangst vor dem Tod. Der Moment, wo er die Amsel an seiner Brust birgt, gehört zu den bewegensten des Buches. Der Ich-Erzähler beschreibt hier eine Transzendenzerfahrung am Übergang vom Leben zum Tod. Hier sind die Kinder existenziell betroffen: 'Auf der Lichtung war das Grün wie das Gewölbe einer Kirche.' 'Wir wurden alle von einer großen Heiligkeit ergriffen.' (S. 34)
Dass aber alles noch ein Spiel ist, zeigt der überraschende letzte Satz des Buches:
'Am nächsten Tag machten wir dann etwas ganz anderes' (S. 36)

Ester, ca. 11 Jahre
Sie ist ein forsches, impulsives Mädchen voller Tatendrang und gelegentlich derber Sprüche.
Tote Tiere sieht sie zunächst ganz nüchtern und sachlich ohne Berührungsängste. Ihre Anteilnahme erscheint zunächst nur gespielt. Der Tod ist ein Naturgesetz, tote Tiere müssen beerdigt werden. Sehr ernsthaft und kompetent, aber auch zunehmend obsessiv verrichtet sie ihr Geschäft als Bestatterin. Dabei ahmt sie Rituale der Erwachsenenwelt nach.
Nebenbei wird ihr kleiner Bruder Putte schonungslos über den Tod aufgeklärt.
Gefühle und tiefere Gedanken werden erst allmählich durch die anfangs verspotteten Dichtkünste des Erzählers geweckt. Bei der Beerdigung der Amsel zeigt sie echtes Mitleid und weint. Sie hat ja miterlebt, wie schnell der Tod eintreten kann!
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am 19. November 2013
Es werden 3 verschiedene Charaktere und Altersstufen von Kindern erzählt, wie sie mit dem Thema Tod von Tieren umgehen bevor sie sich um das nächste Thema kümmern. Um den Tod von Bekannten oder Verwandten zu thematisieren ist das Buch allerdings nicht so geeignet.
Meine Kinder waren mit der Geschichte zufrieden und haben keine weiteren Fragen gestellt.
Wenn man einfach nur das Thema Tod als alltägliches Thema aufgreifen will, ist das Buch in Ordnung.
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