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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 3. März 2017
Wulff beantwortet in diesem Buch einige Fragen, einiges lässt er aber auch offen. Vor allem stellt sich mir aber zum Schluss die Frage, warum er nicht mehr Bücher geschrieben hat. Allein sprachlich macht das Buch einiges her, dahinter findet sich starkes Ausdrucksvermögen und Präzision in der Formulierung. Aber natürlich ist alles daran ganz spannend - das ganze Drama, das Autobiographische, das Politische.

Ich gebe mal das Fazit wieder, auch, wenn das eine Art Spoiler sein dürfte (also Vorsicht). Im Grunde genommen zieht er schon das Fazit, dass sein Verhalten, der ganze Kredit und andere Dinge, wohl rechtlich absolut in Ordnung, für Präsidenten aber absolut ungewöhnlich waren. Zweitens gibt er offen zu, die Presse extrem genau zu verfolgen, immer schon Journalisten auf Artikel über sich angesprochen zu haben usw. Die Bild-Zeitung wird explizit neben Spiegel und FAZ als die drei wichtigsten deutschen Presse-Organe genannt, was ich sehr grenzwertig finde. Er "liest" wohl auch die Bild-Zeitung, oder lässt sie lesen, und richtet sich in gewisser Weise auch nach ihr.
Mit dem Buch tut er eben schon das, was die ganze Zeit gefehlt hat: Er zeigt, dass er den Überblick hatte, sich nicht seinen Impulsen ergeben hat, gibt zu, dass er eben der jüngste Präsident war, eben ein seltener Versuch der teilweise etwas unkonventionellen Angela Merkel (die generell ein Faible für junge Politiker hatte, siehe Guttenberg oder Kristina Schröder). Er zieht ein Fazit und steht vollkommen über den Dingen. Er findet es nur schade, dass das alles so gekommen ist, hat hart für das Amt gearbeitet und viel angestoßen und war schon ein besonderer Politiker im Laufe seiner Karriere, der nicht ohne Grund hierfür ausgewählt worden war.

Warum gibt es nicht noch mehr Bücher? Jemand mit so tollem Stil und so viel politischer Kenntnis ist absolut selten, aber leider ist Wulff offenbar schwer dazu zu bewegen, sich überhaupt nochmal zu irgendetwas zu äußern. Ein interessantes Buch, in dem nichts fehlt.
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am 5. Oktober 2015
Bis heute habe ich noch keine Entschuldigung von den Zeitungen gehört, die damals brutal gegen Wulff angriffen! Wilder Journalismus, der sich im Thema Flüchtlingen in ähnlichem Mass wiederholt!
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am 10. Oktober 2015
Mit viel Würde, Klarheit und einem interessantem Blick hinter die Kulissen schildert Christian Wulff eine Hetzjagd, die durch die Sensationsgeilheit der Modernen deutschen Medien angefeuert wurde.
Verstehen die Menschen heutzutage überhaupt noch was echte Demokratie ist? Dass eine Meinungsfreiheit auch Grenzen kennt? Dass die Presse eben nicht eine 4. Gewalt in unserem Staat ist? Man darf leider nicht davon ausgehen. Heutzutage ist es üblich, dass auch die kleinsten Vorkommnisse von den Medien zerstückelt werden um die skandalösesten Titelbilder und härtesten Überschriften herauszubekommen.
Sieht so noch neutrale, objektive Berichterstattung aus? Absolut nicht. Hier geht es um Profit und um die Ausnutzung der Macht, die die Medien leider in Deutschland haben. Journalisten wissen, dass das Volk leicht zu manipulieren ist und schnell auf eine Hetzjagd anspringt. Dieses nutzen sie schamlos aus.

Mit einer unglaublichen Dreistigkeit fordern diese Journalisten also absolute Transparenz eines Bundespräsidenten, sprechen aber selbst nicht von ihren Journalistenrabatte, bei denen die Bahncard 50 oder das Flugticket schon mal 50% günstiger sind. Vielleicht sollten sich die Medien des öfteren einmal selbst an die Nase fassen.

Leider war es nicht nur die Presse, der die nötige Objektivität fehlte, selbst die Judikative hatte Probleme damit und versuchte bis zum Schluss, dem ehemaligen Bundespräsidenten eine Schuld anzuhängen, die nicht vorhanden war.

Meine persönliche Frage ist also: Wann gibt es nach so einer riesigen Ungerechtigkeit den Rücktritt vom Rücktritt? Eine Maßnahme die in meinen Augen überfällig wäre.
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am 25. Oktober 2015
Leider wiegt der juristische Freispruch die mediale Vorverurteilung und dadurch fehlgeleitete Meinung in Teilen der Bevölkerung nicht auf. Umso nahliegender und richtig ist es, dass sich der Bundespräsident a.D. mit einer umfassenden schriftlichen Darlegung in Form eines Sachbuches äußert. Es ist gut, dass er dies auf den 259 Seiten in einer wohltuend unaufgeregten Weise tut und damit auch einer höheren Sache dient, nämlich der Neujustierung von Medien (in Zeiten des Hochgeschwindigkeitsjournalismus des Internets) und dem Verhältnis zur Politik. Ein Fall Wulff darf sich direkt oder indirekt nie wiederholen. Medien haben über Politik zu berichten und einzuordnen. Sie haben keine Politik zu machen, denn dazu sind sie nicht legitimiert.
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TOP 500 REZENSENTam 16. Juni 2014
Eine ehrlich klare, gut verständlich geschriebene Stellungnahme zu allen Vorgängen und Inhalten der Tätigkeit eines Bundespräsidenten. Es geht um die Frage, ob Christian Wulff Unrecht getan wurde und was er tatsächlich geleistet hat! Meine klare Antwort: JA, ihm würde unterirdisch mitgespielt. Der Prozess gegen ihn hat um die 40 Mio Euro gekostet. Nicht eingerechnet die völlig unnötigen Ausgaben für Anwälte, die Christian Wulff tragen muss.

Das öffentliche Mobbing in traditionellen Medien findet heute in S***storms im Internet täglich statt, Menschen werden werden gezielt vernichtet, ihre Reputation zerstört, sie werden um ihre Arbeit betrogen. Anonyme Menschen im Netz vollziehen spiegelverkehrt nach, was öffentliche Medien vorexerzieren, beide geben im Gleichschritt gemeinsam Gas. Nur noch die volle Ladung zählt, der Tabubruch, alles kann hinterfragt und so dargestellt werden, dass der andere wie der letzte Vollid.ot gemartert wird. Nichts bereitet solchen H.tzern mehr Freude, als abgrundtief Böses zu inszenieren und sich am Leid der anderen zu erfreuen. Die Dosis muss täglich erhöht werden. Jeder wollte einen noch größeren Stein werfen, sagte Herr Leyendecker über die fröhliche Hatz gegen Wulff, die heute zu einer Erniedrigung aller deutschen Leid-Medien führte.

Niederträchtige Menschen sind heute überall unterwegs, wo es eine Kleinigkeit zu gewinnen gibt, wo man die Gier nach Vernichtung eines anderen erleben kann. Kai Dickmann ist für mich ein Spieler, dessen intr.gante Vorgehensweise, ebenso wie die von Herrn Döpfner, endlich offen liegt. Lesen Sie bitte dieses Buch und lassen Sie bitte dieses Blatt in Zukunft dort, wo es hingehört: im deutschen Wald. Es gibt bei uns keine 4. Macht im Staat, kein Journalistenstadel, der sich Arm in Arm mit Springer erlauben kann, derartig Perfides zu inszenieren.

Hervorragend, wie Herr Wulff sowohl Wallraff als auch Charlotte Roche erwähnt, um seinen Fall so zu schildern, wie ihn niemand bislang in deutschen Medien gelesen hat. Es ist ein wirklicher Beitrag zur Demokratie und obwohl ich weitab von der Partei Wulffs stehe, habe ich großen Respekt vor den getroffenen Schlussfolgerungen. Medien dürfen sich niemals zu Richtern aufspielen - und die Verschärfung durch den Speed des Internets führt zu Vorgehensweisen, die jeder anständige Mensch nur bereuen kann.

"Bild als Opfer von Falschaussagen des Bundespräsidenten - das war die Kunst der Intrige in ihrer Vollendung. Kai Diekmann war alleiniger Herr des Verfahrens." (S 190) Man dürfe sich im übrigen nicht täuschen lassen von dieser Art Journalismus, der zwar oberflächlich nur Entertainment, im Kern aber das populistische Aufrühren niederer Instinkte in verunsicherten Massengesellschaften habe, zitiert Wulff Antje Vollmer auf Seite 190. Journalisten wollten Politiker nicht mehr begleiten, sondern jagen, so mein Fazit, den Schaum vor dem Mund haben all jene, die anderen Böses unterstellen und Gute zu Bösen umdrehen.

Obwohl sich der Spiegel in der Nr. 25 entschuldigt (Journalisten sind meist pessimistische Interventionisten) und durch einen hervorragenden Beitrag von Julian Nida-Rümelin (Dynamik eines Skandals) richtig analysiert, habe ich dieses Medium ebenso wie die FAZ aus meiner Lese-Liste gestrichen. Die Frage ist für mich, warum Menschen so viel Häme in sich tragen, so viel Lust auf Verletzung anderer ausspucken. Ist es spiegelverkehrt die Antwort auf unsägliche Forderungen, die eine rasende Zeit dem Einzelnen aufbürdet, der jegliche Abreaktionsmuster gerne nutzt, um die eigene Leere zu vergessen? Ich habe keine Antwort darauf. Man steht diesem Phänomen fassungslos gegenüber.
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am 13. April 2016
Das Buch selbst kann ich uneingeschränkt empfehlen, daher fünf Sterne. Die
Presse war im Rahmen der Buchveröffentlichung eingeladen, ihr Treiben
selbstkritisch zu reflektieren. Das Gros der Medien hat es nicht getan. Dies
verwundert nicht, wenn man weiß, wie viele Journalisten „ticken“ und wie
gerade bei ihnen Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral in ihrer schlimmsten
Form all zu oft Bahn brechen. Vor Eitelkeit und Überheblichkeit nicht selten
fast ungenießbar und um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil immerzu bedacht
(von der eigenen Karriere über steuerliche Absetzbarkeit bis hin zu
Presserabatten), wird gerne die moralische Keule geschwungen, vorverurteilt
und über andere gerichtet - wissend, dass sie selbst sich so gut wie nie
rechtfertigen müssen, es aber ständig von anderen verlangen.
Lediglich ein Kommentar in der Saarbrücker Zeitung ist mir zufällig
aufgefallen, der sich wohltuend vom selbstgefälligen Medienmainstream
abgehoben hat und der lohnt, hier noch einmal zitiert zu werden: „Mit
Abstand betrachtet und nach dem Prozess muss man fairerweise zugeben, dass
Wulffs Analyse im Kern richtig ist: Dem Ex-Präsidenten ist Unrecht
widerfahren. Sein Fall, angetrieben von einer voreingenommenen Presse und
fortgeführt von einer übereifrigen Staatsanwaltschaft, hat der politischen
Kultur in Deutschland Schaden zugefügt. Für eine kleine Verfehlung ist er
maximal bestraft worden, das ist „ungerecht“. Wie es scheint, hat Wulff aber
seinen inneren Frieden gefunden und fühlt sich wieder „frei“. Immerhin.“
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am 13. Juli 2015
Dieses Buch zu lesen ist ein absolutes Muss, wenn man der Wahrheit auf den Grund gehen moechte. Ich bewundere Christian Wulff und dazu seine tiefe Liebe und Verbundenheit zu Deutschland, wenn man bedenkt, wie er in diesem Land verhoehnt und beleidigt worden ist.
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am 7. September 2015
„Ganz oben Ganz unten“ ist ein zeitloses Buch, das sich durch Spannung und zugleich Sachlichkeit auszeichnet. Manchmal ist die Wirklichkeit eben wie ein Thriller. Dabei ist es sehr wohltuend, dass Bundespräsident a. D. Christian Wulff alle Beteiligten des so genannten Skandals konkret benennt (Zeitungen, Journalisten, Politiker, Parteien, Zirkel etc.) und den Leser einlädt, reale Hintergründe und Wirkungsweisen zu erfahren - jenseits der verzerrten Darstellung der Medien, deren journalistische Qualität sich durch Internet, Liveticker und Online-Journalismus stark verschlechtert hat. Im so genannten Wulff-Skandal war es sogar möglich, einen medial-vernichtenden Skandalisierungsexzess kampagnenartig herbeizuführen, obwohl es im Kern um nichts ging, wie der Freispruch von Wulff im letzten Jahr gezeigt hat.
Wer weitere Hintergründe zum Thema Vorverurteilung, Medienkampagnen und medialer Stimmungsmache möchte, dem sei auch das Buch „Die Unbelangbaren“ ans Herz gelegt.
Hans-Uwe L. Köhler
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am 14. Oktober 2015
Dieses Buch ist einfach, aber verständlich und interessant geschrieben. Es war für mich sehr aufschlussreich auch einmal die Möglichkeit zu haben, hinter die Kulissen des ganzen Medientrubels zu schauen und den „Skandal“ aus einem komplett anderen Blickwinkel zu sehen.
Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm und ich empfehle jedem, egal wie voreingenommen man ist/war, dieses Buch einmal zu lesen und sich selbst ein Bild dessen zu machen, wie viel Druck eigentlich auf den ehemaligen Bundespräsidenten von der Presse ausgeübt wurde.
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am 20. Oktober 2015
Mir war immer klar, dass gegen den Bundespräsidenten Christian Wulf eine böse Kampagne lief. Was Journalisten fertig bringen in einem freiheitlichen Staat, ist ungeheuerlich. Christian Wulff ist trotz seines Freispruch stark persönlich geschädigt. Die Journalisten, die gegen ihn gewettert haben, kommen ohne Strafe davon. Ist das Recht?
Das Buch wurde mir spät geliefert, später als angekündigt, so dass ich es nicht mehr in meinen Urlaub zum Lesen mitnehmen konnte. Ansonsten war die Abwicklung in Ordnung.
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