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TOP 500 REZENSENTam 20. März 2014
Pünktlich zum 150. Geburtstag des großen Richard Strauss (1864-1949) erscheinen zahlreiche neue Biographien, und den Anfang im Jubiläumsjahr 2014 macht Bryan Gilliams Monographie "Richard Strauss, Magier der Töne".

Darauf habe ich mich offengestanden besonders gefreut, denn bislang hatte ich immer das Gefühl, es mangle deutlich an guten, umfassenden Strauss-Biographien. Walter Deppischs Lebensbeschreibung von 1968 (neubearbeitet 1998) half mir über die Durststrecke. Das Büchlein besticht zwar durch zahlreiche interessante Bilder, bleibt aber in meiner Erinnerung eher an der Oberfläche. Hier kann die neue Biographie vom Strauss-Experten Gilliam überzeugen.

Der Mensch...

Im Mittelpunkt des Buches stehen die Lebensbeschreibung von Richard Strauss und dessen Charakterisierung. Gilliam wird seinem Anspruch gerecht und zeigt einen Menschen mit unterschiedlichen Facetten. Er beschreibt es mit den Worten, daß das ideale Abbild des Komponisten "[...] kein Gemälde [wäre], keine Zeichnung oder Skulptur. Es wäre viel eher ein Mosaik: von weitem kohärent, aber bei näherer Betrachtung aus kontrastierenden Fragmenten zusammengesetzt."

Diese zahlreichen Fragmente legt der Autor frei, betrachtet Strauss' Aufstieg, seine tiefgehende Liebe zur Familie, seine inneren Antriebe, seinen Haltung zur Musik und zum Kulturbetrieb, aber auch seine Rolle im Dritten Reich und das Bangen um die Unversehrtheit seiner jüdischen Schwiegertochter sowie der beiden Enkel. Gilliam widmet sich den "zwei Seelen" in Strauss' Brust so treffend, daß der Leser sie auch nachvollziehen kann.

Der Musiker...

Der Musikwissenschaftler bietet außerdem eine anregende Werkschau, bei der beispielsweise auch die weniger berühmten Opern nicht zu kurz kommen und die durch eine liebevolle Ausgewogenheit glänzt. Er verzichtet hierbei auf langatmige und theorielastige Partiturauszüge oder -beschreibungen und schafft es trotzdem, die Werke verständlich zu durchleuchten.

Was machte Stauss' Komponieren und Kompositionen aus? Welche Antriebe lagen ihnen zugrunde? Was beeinflußte seine Entwicklung? Gilliam deckt all diese Aspekte gelungen auf.

Die Kapitel

Einleitung (S. 7-13)
I. Musikalische Entwicklung und frühe Karriere (S. 14-38)
II. "Hinaus und fort nach immer neuen Siegen": Die Tondichtungen (S. 39-81)
III. Der Aufstieg eines Opernkomponisten (S. 82-122)
IV. Nach dem Kaiserreich und vor dem Dritten Reich: Strauss in den zwanziger Jahren (S. 123-154)
V. Nach Hofmannsthal: Persönliche und politische Krisen (S. 155-182)
VI. "Nun der Tag mich müd gemacht": Der Krieg und seine Folgen (183-207)

Ein Resümee

Zwar wirkt das Vorwort wie ein Sprung ins kalte Wasser, denn man ist sofort in der Materie. Doch schon im ersten Kapitel beginnt eine klassisch strukturierte Biographie, die angenehm verständlich geschrieben ist und sich damit nicht nur an ein Fachpublikum richtet. An deren Ende kenne ich den Menschen Strauss ebensogut, wie ich nun einen Bogen beim Werk spannen kann. 18 Abbildungen runden diese Darstellung ab.

Etwas irreführend ist der Titelzusatz "Magier der Töne", denn wer hier erwartet, daß sich das Buch hauptsächlich um Strauss' als den Meister der Instrumentierung und des Klangs dreht, der wird enttäuscht. So ist dieser Zusatz mehr als Faktum, als eine Art Künstlerwürdigung zu verstehen, anstatt als inhaltlicher Schwerpunkt des Buchs. Treffender müßte es demnach heißen: Richard Strauss, Leben und Werk des "Magiers der Töne". Erstaunlich, daß der Beck-Verlag das Original, "The Life of Richard Strauss", nicht einfach ins Deutsche übersetzt hat.

Bryan Gilliams "Richard Strauss, Magier der Töne" ist trotz dessen aber eine sehr empfehlenswerte Biographie, die Licht ins Leben und den Charakter eines großen deutschen Komponisten bringt. Endlich gibt es eine aktuelle, greifbare wie schöne Darstellung des Menschen, der sich hinter dem großen Namen verbirgt. Wer an Richard Strauss' musikalischem Rang oder Ruhm zweifelt, wird hier gekonnt eines Besseren belehrt!
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Bryan Gilliam beschreibt hier in seiner 1999 erschienenen, und jetzt zum ersten mal ins Deutsche übersetzten Richard Strauss Biographie, RICHARD STRAUSS - MAGIER DER TÖNE, sehr kompakt Leben und Werk des Komponisten. Gut zu lesen ist das Buch darüber hinaus. Es bewegt sich, zumeist irgendwo in der Mitte, geschickt zwischen rein sachlicher und romanhafter Biographie.

Der dramaturgische Höhepunkt dieser Biographie ist das fünfte Kapitel: " Nach Hofmannsthal: Persönliche und politische Krisen". Diese Feststellung heißt jedoch nicht, dass Gilliam die Jugendjahre Strauss` und dessen frühe, große Karriere vernachlässigen würde. Dass Richard Strauss nach 1933 stets versuchte, sich als unpolitischer Künstler mit dem Regime in Berlin doch irgendwie einzulassen, bereitete dem Komponisten dann die kommenden Jahre (bis 45) unentwegt Schwierigkeiten. Bryan Gilliam schreibt dazu: "Strauss`Verhältnis zur nationalsozialistischen Regierung während der dreißiger Jahre war komplex und verwickelt und lässt keine einfachen Antworten zu.", Seite 163. Anschaulich und spannend schildert Gilliam diese Jahre; Strauss versucht z.B. sich für Stefan Zweig (der das Libretto zur SCHWEIGSAMEN FRAU geschrieben hatte) einzusetzen und fällt damit bei den Nazis in Ungnade, feiert dann aber doch seinen 75. Geburtstag offiziell in Wien, wo auch Goebbels anwesend ist. Immer wieder zitiert der Autor aus Briefen und Notizen, was die Dramaturgie des Textes verdichtet.

Im Herbst 1945 dann die Übersiedelung in die Schweiz, "....... nun hat der Tag mich müd gemacht", überschreibt das Bryan Gilliam.

Das Buch macht Lust, nun auch den einen oder anderen Briefwechsel Richard Strauss`zu lesen.

( J. Fromholzer )
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Richard Strauss …

Bryan Gilliam nennt ihn in seiner Biografie den Magier der Töne, was ich einen sehr sinnvollen Titel finde …

Inhalt und Gliederung:
================

Einleitung
6 Kapitel

Vor 150 Jahren wurde Richard Strauss geboren. Man erfährt im Buch sehr ausführlich, was das Neue am Wirken des Komponisten Strauss war, aber auch sehr viel zu seinem Leben, zu seinem Charakter uns seinem Werdegang.

Das Neue an der Sprache der musikalischen Werke des Künstlers und die Karriere sowie das Umfeld des Künstlers kommen sehr gut zur Geltung und werden ausführlich und lebendig beschrieben. Wir leben mit ihm in München, Wien und Berlin, erleben die Einzigartigkeit seines Schaffens auf ganz unnachahmliche Art und Weise und lernen seine Webbegleiter kennen, Schriftsteller, mit denen er zusammen arbeitete. Hier ist vor allem Hofmannsthal zu nennen. Wir erleben Strauss aber auch als einen modernen Menschen, der für seine und die Rechte anderer eintritt und somit auch eine gewisse Rolle in seiner Zeit und darüber hinaus einnimmt, was der Autor der Biografie tief greifend darlegt, hinterfragt und beantwortet.

So spart er auch die Nähe zum Regime des Nazionalsozialismus nicht aus, referiert darüber ehrlich und offen, tiefgründig und lässt dennoch dem Leser Raum, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Sowohl die private Persönlichkeit, als auch die öffentlich ersteht zum Leben, wenn man sich mit diesem Buch auseinander setzt.
Strauss war nicht nur Komponist, sondern auch Dirigent, auch dieser Tatsache wird Rechnung getragen. Was Strauss in seiner Werke einbindet, wie und warum er sie so erschuf und nicht anders, wie er Triviales mit Erhabenem verbindet und auch das Widersprüchliche in seiner Persönlichkeit – all das und viel mehr kann man im Buch lesen und begreifen.

Leseprobe:
========

Strauss kam 1898 in eine Weltmetropole mit fast zwei Millionen Einwohnern. Berlin war das kulturelle Zentrum eines modernen Deutschland und nicht mehr zu vergleichen mit der provinziellen preußischen Hauptstadt mit ihren 600 000 Einwohnern von 1864, dem Jahr, als Strauss zur Welt kam. Dieses lebendige, blühende „Chicago an der Spree“ war die ideale Antithese zu der langsamen, verschlafenen, engstirnigen Stadt, die Strauss in München sah. …

Nicht langatmig, sondern ständig mit Spannung, verständlich und zu 100 Prozent nachvollziehbar lässt der Autor Strauss wieder zum Leben erwecken, und seine Zeit beginnt noch einmal – läuft vor meinem geistigen Auge ab und lässt sich vollkommen verstehen und einordnen. Wie sein Charakter, sein Wille und seine Kunst sich miteinander verbinden …. Wie er noch heute viel gehört und -gespielt ist …. Richard Strauss hat mit diesem Buch eine Würdigung erhalten, die ihm auch wirklich gebührt.
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am 12. Juli 2014
Informativ, einfühlsam, die politischen Aspekte dieses problematischen Zeitgenossen mit Bedacht, offen, aber nicht mit Totschlagargumenten differenziert beurteilt. Musikhistorische Einbettung große Klasse, gerade weil die verschiedenen Stilrichtungen im 20. Jahrhundert als Vielfalt gesehen werden.
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am 9. Mai 2014
Was auch immer in diesem Jubiläumsjahr noch auf den Markt kommen wird,um des 150.Geburtstages von Richard Strauss zu gedenken(oder sollte man eher sagen,um davon zu profitieren ?),so bleibt doch die bereits bewährte Biografie des Engländers Bryan Gilliam aus dem Jahr 1999 immer noch der Geheimtipp für diejenigen,die sich auf knapp 200 Seiten ein informatives Bild machen möchten über diesen wahrlich einmaligen Magier der Töne,wie es im Untertitel treffend heißt.Privates wird mit Künstlerischem gut vermischt,angereichert mit kleinen Ausflügen ins Politische,ohne dabei, wie leider oft, tendenziös zu werden.Was diese Biografie auszeichnet,ist ihre kompakte Darstellung und ihre Objektivität.Was leider fast vollständig fehlt,ist ein ergänzendes Bildmaterial,deswegen nur 4 Sterne.Wem die Informationen über den Menschen Strauss zu gering erscheinen,dem sei zudem noch folgendes Buch empfohlen,das sich sehr leicht und schnell lesen lässt und natürlich auch eine gewisse Sensationsgier des Lesers,was Privates betrifft,bedient: Christoph Wagner-Trenkwitz:Sie kannten Richard Strauss - Ein Genie in Nahaufnahme.
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am 16. Dezember 2014
Eine gute Biographie von Richard Strauss. Ich habe sie als Material für ein Artikel über Richard Strauss in seinem 150 Geburtstag benutzt.
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