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am 19. Februar 2015
Peter Lieb ist ein bemerkenswerter Militärhistoriker, der seit 2005 als Senior Lecturer im Department of War Studies an der Roya lMilitary Academy Sandhurst arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er den regelmäßig guten angelsächischen flüssigen wie spannenden Schreibstil anwendet. Lieb erinnert hierbei an Antony Beevor.
Auch für Kenner des 2. WK bzw. der Landung in der Normandie sehr empfehlenswert, da er neue Aspekte aufzeigt und erörtert, so z.B.:
- die Rolle der Zivilbevölkerung, die differenziert zu betrachten ist,
- Stärken, Schwächen und auch verpasste Chancen beider Seiten,
Die Betrachtung der Ereignisse als Kombination von "Krieg von unten" und "Krieg von oben" ist gelungen und geben dem Leser ein sehr anschauliches wie überzeugendes Bild der Ereignisse. Zudem ist das Bild- wie Kartenmaterial überzeugend. Ein vielversprechender Autor, von dem sicherlich auch in Zukunft zu hören sein wird.
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'Unternehmen Overlord' von Peter Lieb bietet einen kompakten und kompetenten Gesamtüberblick zur Landung der Alliierten in der Normandie und der anschließenden Befreiung Westeuropas von der deutschen Besatzung. Das Buch des Autors basiert auf fundierter Recherche und er kommt zu objektiven und differenzierten Schlüssen fernab jeglicher Parteinahme.

Ausgehend von der Schilderung von zwei schweren Gefechten im Rahmen der Operation Overlord wendet sich der Autor sehr schnell dem größeren strategischen Gesamtbild vor dem Start der Operation zu. Er geht auf die Praxis der deutschen Besatzungspolitik ebenso ein, wie auf den ideologisch und personell stark gespaltenen französischen Widerstand, die Vichy-Regierung sowie auf die strategischen Grundüberlegungen der Alliierten, ob das Mittelmeer oder Westeuropa der geeignete Platz für eine notwendige Offensive sei.

Danach widmet sich der Autor den Vorbereitungen der Kriegsparteien auf die kommende Auseinandersetzung und thematisiert deren Führungspersönlichkeiten, die gewählten Strategien und Taktiken, Führungsstile der Streikräfte und setzt sich mit den Personal- und Materialstärken der Kontrahenten auseinander. Im Anschluss beginnt die Schilderung und Analyse der eigentlichen Kampfhandlungen inklusive der Luftlande- und Amphibien-Operationen der Alliierten und den folgenden schweren Kämpfen in der Normandie und letztlich in ganz Frankreich. Die Ausführungen reichen bis zur Ardennen-Offensive im Herbst 1944.
Hier wird der Verlauf des Kriegs sowohl aus der Sicht der Generalität und der Planungsstäbe geschildert und analysiert, als auch aus dem Blickwinkel der einfachen Soldaten an der Front ' mit all den jeweiligen spezifischen Problemen. Dadurch entsteht ein sehr umfassendes, vielschichtiges und glaubwürdiges Gesamtbild von der Lage.

Herr Lieb bietet in seinen Ausführungen einen spannenden Einblick in die involvierten Einheiten, die gewählten Gefechtstaktiken, die verwendeten Waffensysteme oder aber auch Wechselwirkungen durch Ereignisse an anderen Fronten des Krieges. Ebenso thematisiert Herr Lieb die Rolle der Resistance, die Landung in Südfrankreich, die Opfer die die Zivilbevölkerung durch das Vorgehen beider Seiten zu beklagen hatte, Kriegsverbrechen von beiden Seiten, sowie die innenpolitische Situation in Frankreich inklusive des Themas der Kollaboration sowie der Rivalitäten innerhalb der Resistance.

Durch die Einbeziehung aller relevanten Akteure, der Rahmenbedingungen und verschiedenen Perspektiven und Aspekten der Ereignisse, gelingt es dem Autor ein wirklich umfassendes und belastbares Bild von den Ereignissen zu zeichnen. Seine Einschätzungen bestechen durch logische Schlüsse und große Objektivität. Er räumt mit verbreiteten Mythen auf und analysiert bestimmte Entwicklungen und Entscheidungen, ohne dabei jedoch ins Spekulative abzurutschen. Alle Schlussfolgerungen werden nachvollziehbar begründet. Die eingefügten Karten und Fotos runden die enthaltenen Informationen sehr gut ab. Zudem ist das Buch sehr flüssig und gut zu lesen, was es trotz der komplexen und ernsten Thematik zu einer angenehmen Lektüre macht.

Bei einem Umfang von ca. 230 Seiten kann natürlich nicht jeder Aspekt bis ins kleinste dargestellt und analysiert werden. Dies war und ist aber auch nicht Aufgabe dieses Buches. Es bietet einen sehr kompakten, aber dennoch absolut kompetenten und umfassenden Überblick zu einer der bekanntesten Militäroperationen des Zweiten Weltkriegs und ihren Folgen. Von mir deshalb absolute Leseempfehlung.
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Eine "Invasion" war es nur aus NS-Sicht. Für die meisten der Franzosen war der 6. Juni 1944 trotz aller Bomben der Beginn ihrer "Befreiung".

Peter Lieb ist militärhistorischer Hochschuldozent in England. Er beginnt sein Buch mit zwei kurzen Nacherzählungen von Erinnerungen eines deutschen und eines britischen Soldaten. Diese Mikrobetrachtung von Zeitzeugen ist ja sehr plakativ, doch bekanntlich anfällig für bewusste und unbewusste Erinnerungsverzerrungen. Sie geht zum Glück rasch in größere Analyse über. So legt Lieb dar, dass eine Landung davor wohl noch nicht gelungen wäre und (wie schon van Crefeld ausarbeitete), wie die auftragsartige Mitdenken-Führung in der Wehrmacht den Materialrückstand überraschend lange kompensieren half.

Das Buch kann mit 250 Seiten nicht erschöpfend sein. Insgesamt behandelt Lieb nach jenem Einstieg die Vorbereitungen, die Landungen, die Schlachten von "oben" und von "unten", das weitere Geschehen bis zur Ardennenoffensive und rundet alles mit einem Ausblick und Besetzungs- plus Zeittafel ab. Ein Abkürzungsverzeichnis wäre bei der nächsten Auflage nett. Einige Fotos und Karten sind hilfreich ausgewählt. Gleichwohl kann etwas Vorwissen nicht schaden.

Geschrieben ist das Buch sehr gut lesbar, womöglich durch den englischen Einfluss. Wenig verständlich ist gleichwohl, dass der Beck-Verlag Herrn Lieb eine anglizistische ... Binde Strich Weglass Macke oft durchgehen ließ (oder ein "Marseilles"); das irritiert in einem ansonsten offenbar gut betreuten Buch.

"Unternehmen Overlord" gibt es übrigens derzeit auch günstiger bei der hochgeschätzten Bundeszentrale für politische Bildung. - Viereinhalb Sterne.
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am 4. März 2015
Das Buch enthält für den interessierten Laien genau das richtige Maß an militärhistorischem und politischem Faktenreichtum einerseits und Einordnung der Fakten in das Gesamtbild der europäischen und US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts andererseits. Es wirkt sachlich geschrieben und bereitet seinen Lesern Genuss durch die Nahschau auf diesen Teilabschnitt des Zweiten Weltkriegs.
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am 29. September 2014
Die Invasion der Westallierten in Frankreich 1944 hat sich als zentrales Datum in der Geschichtsschreibung etabliert. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des ideologischen Streits um die Deutung des zweiten Weltkrieges im geteilten Deutschland nach 1945, verwiesen Ost und West auf die angeblich entscheidenden Leistungen zur Zerschlagung des NS-Staates. Dabei spielte die Frage nach dem finalen Sieg über die Deutschland die wichtigste Rolle: Errang diesen die Rote Armee an der Ostfront oder war es die Invasion der Westallierten in der Normandie 1944? Nach dem Ende des Ostblock und der Westorientierung des wiedervereinigten Deutschland ergab sich die Chance des Überbordwerfens der ehemaligen Dogmen als überholte Hemmnisse für eine grundlegende Erforschung und Neubewertung des zweiten Weltkrieges. Das mag vielfach versucht und mehr und weniger gut gelungen sein. Dabei spielen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Fronten und die Betrachtung der wirtschaftlichen und politischen Zielsetzungen der Kriegsteilnehmer die vorherrschende Rolle um den Krieg gesamtheitlich abzubilden. Das vorliegende Werk von Peter Lieb nun ist eine fundierte Darstellung der Geschehnisse im Westeuropa des Jahres 1944, doch alles andere als frei von (alten) Dogmen und ein Schritt zurück in die weltanschaulich geprägte Erzählweise früherer Jahrzehnte.

Lieb rückt die Landung der Westallierten in der Normandie in den Fokus seines Buches. Dabei unterscheidet er zwischen einer Betrachtungsweise 'von oben', die einen Überblick über den Verlauf der Kämpfe gibt, grundlegende Ansätze und Probleme der Kriegsparteien beleuchtet und die Kräfte beider Seiten einschätzt. Die Betrachtungsweise 'von unten' legt das Augenmerk auf das Erleben der Soldaten beider Seiten ' ausgehend vom Einsatz in den jeweiligen Armen und deren Doktrin ', den Charakter der Kämpfe, die Anforderungen an das Kriegshandwerk, die Eskalation der Kämpfe bis hin zu Kriegsverbrechen und nicht zuletzt auf das Schicksal der Zivilbevölkerung. Vorbereitend schildert Lieb die Entwicklung im besetzten Frankreich von 1940 bis zum Vorabend der Invasion, begleitend die Entwicklung während des Sommers 1944: die zweite Landung der Westallierten in Südfrankreich, das Wirken der Resistance und den Bürgerkrieg in der französischen Gesellschaft. Eine Schilderung des gescheiterten Luftlandeunternehmen Market Garden und des sich versteifenden deutschen Widerstands am Westwall bis hin zur Ardennenoffensive Ende 1944 runden das Buch von Peter Lieb ab.

Der überschaubare Umfang des Buches vermittelt dem interessierten Leser einen gerafften Überblick über die Geschehnisse in Frankreich 1944 und die grundlegenden Entwicklungen und Zusammenhänge dieses Kriegsschauplatzes. Leider führt das bisweilen zu Vereinfachungen und lässt vertiefende Erklärungen zu einzelnen Sachverhalten nicht zu. Beispielsweise führt Lieb die These an, dass die deutschen Panzerverluste in der Normandie eben nicht ' wie in früheren Jahrzehnten oftmals propagiert ' auf das Konto der westallierten Luftwaffe gingen. Oder die taktische Überlegenheit der Wehrmacht in Ausbildung und Einsatz der Soldaten und die damit zu erklärende Fähigkeit, im Westen 1944 trotz eklatanter materieller Unterlegenheit lange Zeit effektiv Widerstand leisten zu können. Sicherlich sind die angebrachten Beispiele nicht die zentralen Themen des Buches, doch gerade die Frage der deutschen Panzerverluste ist von erheblicher Bedeutung für den Ausgang der Kämpfe in der Normandie einerseits und für die Widerlegung vom Mythos der übermächtigen allierten Luftwaffe andererseits.

Negativ ist in diesem Zusammenhang der Umgang Liebs mit Zahlen zu bewerten. Zur Untermauerung seiner vielzähligen Thesen bringt er entweder keine Zahlen oder nutzt diese lediglich als verstärkendes Element. So benennt er den Anteil von Divisionen der Waffen-SS für die Kämpfe in der Normandie ab dem 25. Juli 1944 (Operation Cobra) mit sechs von neunzehn und fügt vergleichend hinzu, dass der Anteil 'im selben Zeitraum' an der Ostfront nur bei 5% gelegen habe. Mit wissenschaftlicher Arbeit hat es nichts zu tun, wenn nicht einmal die Zahlenbasis einheitlich ist. Die Frage ob sechs Divisionen in der Normandie mit 5% der Truppen an der ungleich größeren Ostfront vergleichbar sind, darf in jeder Hinsicht stark bezweifelt werden. Ebenso die Erklärungen zur Luftoffensive der Allierten gegen das französische Verkehrsnetz im Frühjahr 1944 und die dazu genannten Zahlen. Diese sind eindrucksvoll, werden jedoch nicht durch Vergleichswerte (Ostfront, andere Zeitabschnitte) ergänzt. Auch die vermeintliche Abschnürung des Kampfgebietes durch die Westallierten und die totale Zerschlagung des deutschen Nachschubwesens aus der Luft wird als allgemeiner Fakt behandelt und nicht empirisch belegt. Der Leser ist nicht in der Lage sich ein eigenes Bild zu machen und die Einschätzungen Liebs nach zu vollziehen. Dieser selektive Einsatz von Zahlen zur Bekräftigung von Thesen zieht sich durch das ganze Buch.

Ebenso wie ein ganz zentrales Motiv von Lieb: Der unermüdliche Eifer die Westfront als die entscheidende Front des Krieges zu werten. Schon im Prolog versteigt sich der Autor zu der Feststellung, dass die Normandie 'seit jeher im Schatten der Ostfront' gestanden hätte. Diese Behauptung wird vielfach wiederholt und stetig durch die Erinnerung 'vieler Zeitzeugen' belegt, die den Kämpfen in der Normandie eine Intensität zuschreibt, die es an der Ostfront nicht gegeben habe. Als Beleg für seinen Ansatz nennt Lieb im Fazit den vergleichsweise bescheidenen Platz für die Kämpfe an der Westfront in der Reihe 'Das deutsche Reich und der zweite Weltkrieg'. Die in jeder Beziehung größeren Dimensionen der Ostfront scheinen dabei für Lieb keine Rolle zu spielen. Auch nicht der alljährlich pompös gefeierte D-Day, dem nicht ansatzweise eine Thematisierung der Schlachten im Osten entgegensteht ' abgesehen von der Stalingrader Tragödie. Auch die Vielzahl von Publikationen, Dokumentationen und Spielfilmen zur Westfront scheinen an dem Westdeutschen Peter Lieb vorbeigegangen zu sein. Für Zeitgenossen aus dem Osten Deutschlands wäre die Feststellung durchaus zulässig, für einen Westdeutschen ist sie nicht überzeugend. Zumal die Frage erlaubt sein muss: Warum dieser missionarische Eifer bei der Frage der entscheidenden Front? Der Verdacht liegt nahe, dass hier der Zeitgeist und aktuelle ideologische Überlegungen eine nicht unbedeutende Rolle spielen. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass der Autor sein Geld als Senior Lecturer im Department of War Studies an der Royal Military Academy Sandhurst verdient. Inwieweit der Wille historischer Forschungsarbeit hierbei mit der Eingebundenheit in soziale und professionelle Netzwerke und ökonomischen Abhängigkeiten vereinbar ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.
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am 25. Juni 2014
Peter Lieb hat hier sehr gute Arbeit geleistet. Informativ, kurzweilig und gut verständlich. Sehr beeindruckt hat mich Liebs Ansicht über die Wertigkeit der Operation Overlord. Ich glaube, besser kann man Geschehens nicht beschreiben.
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am 7. Oktober 2014
Man bekommt einen sehr deaillierten Überblick über das Unternehmen Overlord und man bekommt es nicht nur einseitig hingeklatscht sondern wird auch noch von anderen Seiten her an dieses Thema herangeführt
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am 20. August 2014
Eine detaillierte militärhistorische Betrachtung über die Landung in der Normandie, ihre Vorgeschichte, die Absichten ihrer Initiatoren und die Gegenmaßnahmen der Deutschen. Die Betrachtung folgt dem militärischen Geschehen bis zur Ardennen-Offensive. Manchmal verliert sich der Autor in vergleichenden Betrachtungen der "Leistungen" der diversen Militäreinheiten und militärischen Führer auf beiden Seiten. Die Art und Weise der Bewertung mutet dabei manchmal etwas merkwürdig an.
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am 7. August 2014
Die Landkarten sind auf dem Kindle natürlich nicht so gut interpretierbar. Aber dafür bleibt dann auch noch die Ansicht am Computer als Ausweichmöglichkeit.
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am 2. April 2014
Die Invasion in der Normandie und die Befreiung wird von einer völlig anderen Seite her beleuchtet--sehr interessant und einleuchtend--fesselnd berichtet--sehr zu empfehlen
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