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am 21. September 2014
Auch wenn man als Veganer*in oder Tierrechtler*in mit der Thematik vertraut ist, gibt einem dieses Buch so unglaublich viel. Nicht nur die gute Recherche ( für die man viel Tapferkeit braucht) und die klugen Argumente haben es mir angetan. Ein gutes Gefühl beim Lesen war für mich eine innerliche Freude, dass da jemand ist wie diese Autorin, die ihre Gabe als Stimme für die Tiere einsetzt. Berührt haben mich die Gedanken über Leben und Tod, darüber, was der Tod für ein Lebewesen eigentlich bedeutet. Bewundernswert, wie Hilal Sezgin komplexe Themen so gut verständlich und ( scheinbar) mit Leichtigkeit beschreibt. Ich fühlte mich an die Hand genommen , und habe diesen Part des Buches, wie so einige darin, dann gleich nochmal gelesen. Mehr kann ein Buch kaum leisten, als dass es wirklich etwas bewusst macht. Es ist ernsthaft , dabei liebevoll und witzig geschrieben.Total empfehlenswert!
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am 19. März 2014
„Wir schweben nicht als Engel über die Erde, sondern latschen als mittelgroße Landsäugetiere über die Welt, und als solche richten wir fast unvermeidlich irgendwelchen Schaden an und verbrauchen Ressourcen.“

Hilal Sezgin beleuchtet in ihrer Abhandlung über Tierethik nicht ausschließlich Massentierhaltung, Tierversuche und den Fleischkonsum an sich, sondern schlägt eine philosophische Richtung ein, die nicht nur auf die Tierethik allein anwendbar ist.
Es ist nichts Neues, dass die Philosophen den Tieren Beachtung schenken, auch sind Vegetarier und Veganer keine Modeerscheinung, wie es vielen aufgrund der Medien erscheinen mag. Doch kaum ein Tierfreund geht in eine Buchhandlung um in einem Philosophieband zu blättern – ich selbst weiß erst jetzt dank Hilal Sezgins Fußnoten wie groß die Resonanz des Themas schon in den vergangenen Jahrzehnten war.
Doch wenn ein Buch von einem bekannten Verlag auf den Markt geworfen wird, wo das Thema ohnehin hohe Brisanz aufweist, ist es eine Erfrischung dank philosophischer Ansätze tiefer in die Materie einzudringen – sodass die mühevoll gezogenen Grenzen zwischen Tier und Mensch verschwimmen.

„Es gibt keinen Grund, warum ein empfindungsfähiges Lebewesen mehr wert sein sollte als ein anderes, und damit ist auch kein anderes weniger wert als ich.“

Die Autorin tastet sich vom Begriff der Ethik vorsichtig zur Moral – bespickt mit aktuellen Fällen der Tierquälerei, worunter sie auch eigene Erfahrungen einbindet, was dem eine persönliche Note verleiht. Haben wir das Recht Tiere zu nutzen? Haben wir das Recht Menschen auszunutzen? Während die Sklaverei abgeschafft ist, erhalten die Tiere dieses Privileg nicht und unterliegen noch immer dem Speziesismus – sozusagen einem artübergreifenden Rassismus.

„Ich muss anerkennen, dass ich objektiv nicht wichtiger bin als irgendeine andere Person – dass meinem Glück und meinem Leid keine größere Bedeutung zukommt als beliebigem anderen Glück und Leid. Und der Teil meines Selbst, der dies begreift, ist absolut zentral und nicht weniger ein Stück meines Wesens als meine persönliche Perspektive.“
(Thomas Nagel, amerikanischer Philosoph)

Und da gelangen wir auch an die Quintessenz des Buches – wenn selbst wir Menschen untereinander nicht begreifen, dass wir uns gegenseitig achten müssen, weil wir nicht wichtiger sind, als Jemand im Nachbarhaus, in Afrika oder Japan – wie können wir dann Achtung vor Tieren haben?
„Der Mensch ist ein Allesfresser, Fleischessen gehört zur Geschichte der Menschheit, unsere Spezies hat schon immer gejagt und getötet. Egal ob das empirisch stimmt oder nicht: Diese Antwort ist dürftig.“ An dieser Stelle widerspreche ich der Autorin, denn von Anbeginn der Zeit war der Mensch Fruchtfresser! Doch der Mensch blieb nicht in seiner gewohnten Umgebung und fing an zu reisen – irgendwann musste der Mensch sich nahrungstechnisch neu behelfen und erst dann war die Jagd eröffnet. Fleisch als Trophäe. Auch das ist nicht im Geringsten mit der heutigen Esskultur zu vergleichen, wo die Steaks reihenweise im gut beleuchteten Supermarkt liegen – ohne es in freier Wildbahn mit großer Anstrengung zu erbeuten. Irgendwann wurde der Mensch wieder sesshaft und gab sich dem Ackerbau hin – und auch in dieser Hinsicht lebte der Mensch mit seinen ganzen Körnern gesünder, als mit dem ausgesiebten nährstoffarmen Weißmehl heute. Danke, Industrialisierung – wir nutzen die neuste Technik und büßen dafür unsere Gesundheit ein.

„Jeder von uns ist der Nabel seines eigenen Universums, das mit etwas Abstand betrachtet eben unser gemeinsames Universum ist.“

Es ist kein Roman, ganz gewiss kein Klassiker. Doch es ist in meinen Augen auch kein Sachbuch, sondern viel mehr ein philosophischer Ansatz - der Sprachstil schwankt zeitweilig zwischen theoretischer Abhandlung und eigenem Mundlaut, doch die Idee hinter dem Buch überzeugt und mag den Einen oder Anderen von der vorgefassten Meinung eines radikalen Öko-Vegetariers abbringen. Einige werden sich bevormundet fühlen, doch andere sehen darin einen neuen Denkansatz, den die Autorin gekonnt anhand zahlreicher Beispiele und guter Argumentation vermitteln konnte.
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am 2. Juni 2015
Wenn Jagd als Tierschutz verstanden wird, wenn die Kirche behauptet, das Tier sei zum Wohle des Menschen da, wenn man das Tier als Ware versteht, wenn Tierhandel ein milliardenschweres Geschäft ist, bleibt dem ethischen Menschen eigentlich keine Hoffnung auf Besserung.
Zoos, Zirkusse tun ihr Übriges.
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am 3. Juli 2014
Im Gesamtüberblick ist das ein Werk, welches m.E. 5 Sterne verdient. Hilal Sezgin beschreibt ausführlich die verschieden Definitionen, was ist artgerecht aus Sicht verschiedenester Betrachtungsweisen, ebenso kommt nimmt das Thema Recht auf Freiheit der Tiere und deren Definition sehr breiten Raum ein, kommen verschiedenste Interpretationen aus der Tierrechtsszene zur Sprache, sie versucht deren Definitionen sorgsam zu analysieren und letztendlich finden wir in diesem Buch eine ausführliche Beschreibung der tierethischen Definition.
Das alles ist gut beschrieben, sorgfältig analysiert. Aber unabhängig von diesen Beschreibungen und Gewichtung Hilal Sezgin wird zum Schluss als Fazit ihrer Analyse sehr deutlich und klar in ihrer Ansicht: keine Massentierhaltung, kein Halten von Tieren aus komerziellen Gründen, keine Tierversuche, bz. sehr sehr eingeschränkt, keine Jagd, keine Tierdarbietungen im Zirkus. Das alles ist unmissverständlich und aus ethischer sicht begründet.
Dafür Danke, Hilal Sezgin
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am 6. Februar 2014
Wer Spaß daran hat seinen Horizont zu erweitern wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden. Habe schon viele Ethik-Bücher gelesen, aber keins war bislang so flüssig, spannend und schön zu lesen wie Dieses. Es gibt viele praktische Beispiele, die Sprache ist einfach aber dennoch präzise. Die Folgerungen und Schlüsse sind durchdacht, die Aha-Erlebnisse lassen nicht nur einmal vom Buch nachdenklich aufsehen, ob es denn wirklich so sein kann.. Das Buch ist so viel mehr als Unterhaltung, mich hat es einfach weitergebracht! Leider gibt es nur so wenige Bücher dieser Art und Qualität! Aber wer's noch nicht gelesen hat kann sich schonmal (vor-)freuen ;-)!

PS: auch für Menschen geeignet die Tierrechten skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen aber Interesse an der Argumentation und Begründung von Tierrechten haben.
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am 9. Februar 2014
Wir leben in einer Kultur, in der Gewalt abgelehnt wird. Dennoch ist unsere Gesellschaft überaus gewalttätig: gegen Milliarden von Tieren. Doch diese Gewalt ist versteckt: Sie findet hinter verschlossenen Türen statt - damit wir sie nicht sehen. In ihrem neuen Buch »Artgerecht ist nur die Freiheit« geht Hilal Sezgin der Frage nach, ob wir Tiere für wissenschaftliche Versuche quälen und ob wir sie einsperren, töten und essen dürfen.

»Ich habe mich bemüht, dieses Buch sowohl allgemeinverständlich zu schreiben als auch so, dass seine Inhalte mit der fortgeschrittenen akademischen Tierethikdebatte auf Augenhöhe bleiben«, erklärt Hilal Sezgin in ihrer Einleitung. So verbindet sie eigene Erlebnisse vom Zusammenleben mit geretteten Tieren auf ihrem Hof in der Lüneburger Heide mit philosophischen und ethischen Argumenten sowie fundiertem Wissen über die industrielle Massentierhaltung. Wussten Sie zum Beispiel, dass in eineinhalb Jahren mehr Tiere geschlachtet werden, als je Menschen in dieser Welt gelebt haben? Und ist uns eigentlich bewusst, dass die Lebewesen, die wir essen, mithilfe einer weltumspannenden Züchtungs-, Pharma- und Futtermittelindustrie »hergestellt« und industriell getötet werden?

Das System der Tierausbeutung bereitet den Tieren die Hölle auf Erden - und verursacht bei uns ein vages schlechtes Gewissen: »Wer sich die grausamen Bilder aus den Mastställen anschaut, weiß genau, warum er oder sie keine Tiere essen mag/kann will; doch wer darauf besteht, Tiere zu essen, weiß genau, warum er sich die Bilder lieber nicht anschaut.« Engagiert plädiert Hilal Sezgin dafür, unseren Umgang mit Tieren grundlegend zu überdenken.

Jeder Einzelne kann aus der Komplizenschaft mit dem System der Tierausbeutung aussteigen. Dadurch geht es nicht nur den Tieren besser - sondern auch uns selbst und unserem Gewissen. Außerdem: Wenn wir nicht mehr so enorme Flächen für den Futteranbau einer tierquälerischen Fleischproduktion verbrauchen, könnte die Natur gesunden, unzählige Arten würden zurückkehren.

Wahre Artgerechtigkeit definiert Hilal Sezgin als Gerechtigkeit für das Individuum - entsprechend der in ihm genetisch verankerten Lebensweise seiner Art. Sie hat es mit ihren geretteten Schafen und Hühnern erlebt: »Jeder, der einem Tier hinreichend Freiheit lässt, bemerkt rasch, dass sogar die am stärksten verzüchteten Nutztiere Individuen mit Vorlieben und Angewohnheiten ... sind«. Die meisten Menschen möchten mit Tieren zusammenleben. In den Groß­städten erfreuen sich die Menschen an Tieren, die diesen Lebensraum längst für sich erobert haben: Gänse, Füchse, Hasen und Wildschweine werden als Mitbewohner wahrgenommen.

Am Ende von »Artgerecht ist nur die Freiheit« steht die Vision einer neuen, einer friedlichen Form des Zusammenlebens von Menschen und Tieren. Und es sind viele Einzelne, die diesen
Bewusstseinswandel anstoßen.
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am 6. Februar 2014
Hilal Sezgin weist in ihrem Buch in verständlicher Sprache und mit schlüssigen Argumenten nach, warum ein grundlegender Wandel in unserem Verhältnis zu Tieren nötig ist. Die Forderungen der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung und ethisch motivierten VeganerInnen aufgreifend erklärt sie, dass die Grund-Problematik von Tierausbeutung deren systematischer Charakter ist. Tiere werden zwangsgeschwängert/gezüchtet, eingesperrt, ihnen wird der Nachwuchs entrissen, und sie werden schlussendlich, egal in welcher Haltungsform, getötet. Das Buch überzeugt durch eine konsistente moralphilosophische und politische Argumentation und ist überdies durch persönliche Anektdoten/Erfahrungen der Autoren mit tierlichen Individuen unterhaltsam. Ich kann das Buch jedem/r ans Herz legen, der/die wissen möchte, ob die Nutzung von Tieren legitim ist, und in welchem Zusammenhang Gewalt an Tieren mit dem eigenen Konsumverhalten steht.
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am 22. Mai 2017
Gibt einen unterhaltsamen Überblick über den aktuellen Stand der Tierethik ( -Debatte) die autirin ist überraschenderweise wirklich nicht besonders parteeisch, das ist erfreulich
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am 26. Juli 2015
Sehr gut geschrieben, sie vertritt meine Meinung. Und endlich habe ich jemanden gefunden, der sie AUCH öffentlich vertritt. Tat gut als langjährige Tierschützerin, so ein Buch zu finden. Sie hat mich in meinen Ansichten und meiner "Arbeit" noch einmal bestärkt, ich werde weiter machen mit dem Tierschutz, auch wenn er mich weiter sehr viel Kraft kosten wird.
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am 29. Oktober 2014
Wer bisher glaubte, dass man sich mit teuren tierischen Bioprodukten von der Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe freikaufen kann, dem sei dieses sachliche und gut recherchierte Buch ans Herz gelegt. Es führt - so man sich ganz und gar auf diese Thematik einlassen kann - zu der unumstößlichen Entscheidung, ganz auf tierische Produkte zu verzichten, also vegan zu leben. Der Verzehr von Milchprodukten, Eiern etc. stellt ebenso eine Mißachtung der Natur und der Bedürfnisse unserer Mitgeschöpfe dar, wie der Fleischkonsum.
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