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am 9. Oktober 2014
Durch „Zufall“ sah ich hier die beiden Rezensionen, denen ich wirklich vehement wiedersprechen muss. Es scheint mir, als sei der Inhalt des Buches für das Verständnis der beiden Rezensenten vielleicht etwas „zu hoch“ angesetzt.

Über 1000 Jahre Wirtschaftsgeschichte auf 128 Seiten ! Eine unglaubliche Herausforderung, der Hans-Jörg Gilomen jedoch vollauf gerecht wird. Das Buch enthält nicht eine einzige überflüssige Zeile. Die ungemein breite Fachliteratur, deren Aufarbeitung dahinter steckt, findet der Leser nur über einen Link im Internet: ihre Aufzählung hätte den Band gesprengt. Der Aufbau ist konventionell und klar in vier Teilen: Von der Spätantike zum Mittelalter (5.-7. Jahrhundert), vom 7. zum 9. Jahrhundert, das Hochmittelalter (10. bis zum 13. Jahrhundert), das Spätmittelalter (14. und 15. Jahrhundert). Durch alle Epochen werden verschiedene rote Fäden verfolgt; unter den Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Entwicklung etwa die Veränderungen des Klimas, die Phasen des Rückgangs und des Aufschwungs der Bevölkerung, die Auswirkungen der Politik. Besonders Letzteres ist auch im Hinblick auf die heutigen politischen Einwirkungen auf die Wirtschaft von Interesse. Schon für den Niedergang der spätrömischen Wirtschaft werden politische Ursachen, insbesondere die Besteuerung und das Aufkommen der Klientelwirtschaft beschrieben. Auch der Umbau des spätrömischen Steuerstaates nach der Ansiedlung der sogenannten Barbaren war politisch gelenkt. Im karolingischen Reich wird eine neue Art der königlichen Wirtschaftpolitik fassbar. Der nach dem Zerfall der karolingischen Ordnung erfolgte Aufstieg der Kastellane führte für die Bauern zu einer neuen Ausbeutungsstruktur neben der Grundherrschaft, deren Ausformung in verschiedenen Typen zuvor abgehandelt wird. Besonders spannend ist unter diesem Gesichtspunkt der Aufstieg und Verfall der internationalen Messen in der Champagne: Eine kluge Wirtschaftspolitik der Grafen von Flandern hat sie hochgebracht, wenige Jahre einer verheerenden Wirtschaftspolitik des französischen Königs Philippe le Bel sie völlig ruiniert. Selbst für die wirtschaftlichen Auswirkungen der spätmittelalterlichen Krisenzeit, die durch Viehseuchen, Hungersnöte und schliesslich enorme Bevölkerungsverluste durch die Pest verursacht wurde, spielte unterschiedliche Politik eine Rolle: wo die Städte ihre Macht ungehindert auf dem Land ausspielen konnten, verarmte die Landbevölkerung (z.B. Toskana); wo dies durch die Fürsten verhindert werden konnte, eröffneten sich den Bauern alternative Erwerbschancen (z.B. Sizilien). Wirtschaftspolitik ist nur einer der Gesichtspunkte, der durchgängig verfolgt wird. Ein weiterer sind die technischen Innovationen, die sich in allen Bereichen (Landwirtschaft, Handwerk, Handel, Bergbau) ausgewirkt haben. Fragen des Siedlungsausbaus, der Geld-, Münz- und Kreditwirtschaft (hier bis zur theologisch verankerten Wucherlehre) werden ebenso dargelegt wie die ungemein wichtige Salzwirtschaft. Dabei weist der Verfasser auch immer wieder auf Theorien und Modelle zur Erklärung der Entwicklungen hin. Kurz: ein rundum gelungenes, anspruchsvolles Büchlein — ein kleines Meisterwerk!
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am 25. Dezember 2016
1.000 Jahre Wirtschaftsgeschichte auf 128 Seiten zusammengefasst, das ist eine gehörige Leistung und selbstverständlich kann solch eine Konzentration nur noch einen Überblick liefern.
Ich kaufe gerne die Bücher aus der Reihe "Beck Wissen", wenn ich mich einem neuen Thema zuwende. Einmal wegen des Überblicks, zum anderen wegen der Literaturhinweise.
Diese ermöglichen es, dass ich mich in die Themen, die mich interessieren tiefer hinein zu arbeiten.
Aber zurück zum Buch, es ist wie in anderen Rezensionen in die einzelnen Bereiche des Mittelalters gegliedert und fängt mit der Spätantike als Einführung an. Gerade dieser Schritt ermöglicht es dem Leser nicht sofort in das Mittelalter einzusteigen, sondern schon eine vorhergehende Entwicklung zu erkunden, die dann in das Frühmittelalter führt, es folgen das Hoch und das Spätmittelalter, dann noch ein Ausblick in die Neuzeit.
Jedes der vier Hauptkapitel ist ähnlich aufgebaut. Welches waren die Waren, die im Nah- und Fernhandel gehandelt wurden. Welche Rohstoffe standen zur Verfügung und wie erfolgte die Weiterverarbeitung.
Einen breiten Raum nimmt die Landwirtschaft inklusive des landwirtschaftlichen Nebenerwerbs, den Steuer- und Zollproblemem, demographische Probleme, Rechtsstellung des Landwirtes und eine Darstellung der Auwirkung politischer Entwicklungen.
Daneben wird dann auch auf die Auswirkungen von Klima und Epidemien eingegangen. Ein anderer Teil widmet sich der Erschließung neuer Handelswege. In diesem Kapitel finden sich dann die Hanse, aber auch führende Städte Europas wieder.
Zu guter letzt geht es auch um Münzprägung, Kapitalströme, Banken und Finanzkrisen.
Die Inquisition wird leider ausgeblendet. Leider kann ich nicht sagen, ob die Inquisition eine Wirkung auf die Ökonomie hatte.
Durch diese stete Wiederholung ist es dem Leser möglich, die Veränderung von Kapitel zu Kapitel zu erfahren.
Hat mich garnichts gestört?
Doch schon, der Autor fährt in einer rasenden Geschwindigkeit durch ganz Europa, aber besser fehlende Überleitungen, als fehlende Informationen.
Denn auf die Einhaltung der 128 Seiten besteht der Verlag.
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am 1. Dezember 2016
Der wirtschaftliche Aspekt wird bei Betrachtungen des Mittelalters oft vernachlässigt, dabei ist er doch von zentraler Bedeutung.
Pflichtlektüre für alle, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen.
Die Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters derart kompakt darzustellen, ist eine bemerkenswerte Leistung. Der Stil ist Matter-of-Fact, aber liest sich gut und angenehm, was gerade bei einem solchen Thema auch hervorgehoben werden kann,

Damit einhergehend, ist es wohl unvermeidlich, dass bestimmte Aspekte nicht in aller Ausführlichkeit abgehandelt werden konnten, aber dies liegt in der Natur des Unterfangens begründet.
Und wer mehr zu Hanse oder den italienischen Stadtstaaten wissen möchte und dann zur spezialisierteren Literatur greift, dem schadet es auch nicht, über das hier dargebotene Hintergrundwissen zu verfügen.

Zu guter Letzt würde ich den Band aber auch all denen empfehlen, die sich für das Alltagsleben im Mittelalter interessieren, denn bedingt durch stereotype mediale Darstellungen hat man doch gerne ein Bild des Mittelalters im Kopf, das die bemerkenswerten Handelsbeziehungen der Zeit und ihre Konsequenzen (Wassermühlen, Massenproduktion..) nicht berücksichtigt und ab und an korrigiert werden sollte.
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am 11. Oktober 2014
Natürlich ist ein Buch mit dem Titel "Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters" eine eher trockene Lektüre, aber ich habe das Buch mit Neugier und Gewinn innerhalb weniger Tage durchgelesen.

Das Buch beschreibt in weiten Teilen ausführlich Handelsnetze und den Umfang der gehandelten Waren, wer so etwas nicht lesen möchte sollte lieber nicht zugreifen. Hinzu kommen aber auch viele spannende Details am Rande, wie zum Beispiel die Tatsache um wie vieles kleiner damals noch sämtliche Nutztiere waren, oder das Europa lange Zeit im Handel mit den fortschrittlicheren Nachbarn in Arabien und Fernost nur Sklaven und Metalle anzubieten hatte - mit den entsprechenden traurigen Konsequenzen.
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am 4. Mai 2014
Ich habe das Buch mit der Erwartung gekauft, einen Einblick in die größeren Zusammenhänge und Abhängigkeiten des mittelalterlichen Wirtschaftsgeschehen zu erhalten. Statt dessen musste ich mich auf 120 Seiten durch Aufzählungen durchkämfen, welche Waren in den jeweiligen Regionen entstanden und an welche Stelle diese widerum gehandelt wurden.
Kleine Lichtblicke, wie zum Beispiel die Zusammenhänge zwischen der Wirtschatsentwicklung und der persönlichen Freiheit der Bevölkerung, der Demogarphie (insbesondere die pestbedingte Bevölkerungsabnahme) und dem Zusammenbruch des römischen Steuerwesens erleichtern die Lektüre teilweise. Größtenteils liest es sich aber so spannend wie ein Lexikon.
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am 30. Juli 2014
Das Buch hat sich mein Wissen ergänzt. Einige Bereiche hätte ich gerne etwas detaillierter dargestellt gesehen. Z.B über die Entwicklung des Bergbaus.
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