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Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sieben Nationen ihre Kolonialreiche. Italien und Japan mussten bereits 1945 ihre Kolonien aufgeben. Großbritannien entließ 1947 Indien in die Unabhängigkeit, 1960 folgten seine afrikanischen Kolonien. Die Niederlande und Frankreich kämpften nach der Wiederherstellung ihrer Souveränität um die Restauration ihrer Kolonialreiche, mussten aber dennoch bald auf diese verzichten. Belgien erging es ähnlich, nur Portugal hielt zäh an seiner Kolonialherrschaft fest, bis es 1974/75 mit der Wiedergewinnung der Demokratie auch seine „Provinzen in Übersee“ aufgab. Bisher ist kaum versucht worden, die Erinnerungskulturen dieser Nationen vergleichend zu betrachten. Die beiden renommierten Autoren stellen sich den Fragen: Wie gingen die post-imperialen Nationen mit ihrem Verlust um? Welche Erinnerungskulturen entstanden und welche Unterschiede zeigten sich dabei? Welchen Einfluss hatten die Einwander/innen aus den Ex-Kolonien auf die Erinnerungskultur? Wer sind die „Erinnerungsmacher/innen“ und wie transformierten sie die Erinnerungskultur von einer individuellen zu einer kollektiven? Aber auch: wie formiert/konstruiert sich die kollektive Erinnerung?“. Ist es eine gewisse Aphasie, die uns hindert, genaue Gedanken zu fassen, der kolonialen Wahrheit nicht ins Gesicht zu sehen?

Die Erinnerungskultur in Frankreich im Allgemeinen – eine Erinnerungskultur, die vor allem durch den Algerienkrieg geprägt wurde, wird in einem besonderen Kapitel behandelt. Die Rede ist von den „Pieds Noirs“, die rund eine Million nach 1961 aus Algerien repatriierten französischen Staatsbürger. Sie spielen in der französischen Politik eine bedeutende Rolle, da die Politiker/innen glauben, sie könnten mit ihren Stimmen großes Gewicht bei Wahlen erlangen. Die Autoren betonen, dies sei nicht erwiesen, werde aber dennoch für wahr gehalten. „Erinnerungsmacher/innen“ aus dem Kreis der „Pieds Noirs“ schlagen daraus politisches Kapital und versuchen, die Solidarität ihrer Gruppe zu erhalten, obwohl die jüngere Generation nichts mehr mit Algerien verbindet. Jan Jansen macht auch auf die soziale Arena aufmerksam, die einerseits einen öffentlichen Raum für Erinnerungsdebatten bietet und andererseits Aktivitäten belebt, die als „Erinnerungslobbying“ charakterisiert werden könnten. Jansen bezeichnet die Benutzung psychologischer Konzepte wie „Amnesie“ für die Untersuchung der kollektiven Erinnerung als ungeeignet. Der Erinnerungsboom führe nicht zur Versöhnung, sondern zu einer Intensivierung der Konflikte.

Festzuhalten ist, dass diese Entkolonisation einen enormen Umbruch in der Weltgeschichte hervorgerufen hat. Noch vor etwa 50 Jahren teilte sich die Welt in 3 Teile: der zivilisierten, herrschenden Welt (Europa, USA, Russland, Australien), der kolonialisierten, untergebenen Welt (alle anderen) und der unbedeutenden Welt (Arktis, kleine Inseln). Diese jahrhundertelange Machtaufteilung zerfiel innerhalb weniger Jahre und verteilte die Machtverhältnisse völlig anders. Die Autoren erklären diese Einschnitte und kommentieren die weitreichenden Folgen der Auflösung der Kolonialreiche.

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am 14. August 2016
Wirklich zu empfehlen, um einen schnellen Zugang zum Thema zu erhalten.
Hat mir sehr gut gefallen und ist wirklich lesenswert.
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