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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
65
4,8 von 5 Sternen
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am 6. April 2017
Hier sieht man, was rauskommen kann, wenn man einen Fachmann ranläßt. Neil McGregor kennt das Britische Museum in London wie kaum ein Zweiter, und die Idee, "Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten" zu verfassen, ist so genial wie gelungen. Hier passen Idee und Ausführung perfekt zusammen. Auch wenn beim Hörbuch natürlich das jeweilige Bild zum Objekt fehlt, und man auch nicht jedes Objekt kennen muss, ist es trotzdem ein lehrreicher Hörgenuß. Von der Steinzeit bis zur Kreditkarte.
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am 21. Juni 2017
Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da sie kurzen Kapitel sehr angenehm zu verarbeiten sind. Ich besitze bereits die gebundene Ausgabe und das Hörbuch ist eine sinnvolle Ergänzung.
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am 10. November 2014
Da ist Neil McGregor ein Meisterstück gelungen. 100 Objekte des Britischen Museums, davon die meisten von einer Art, an der man im Museum zunächst unbeeindruckt vorbeilaufen würde. Die Erzählweise der Weltgeschichte anhand der "Rückwärtskoppelung" von den Objekten auf die Menschen auf die Zeit und auf die Umstände eröffnet eine neue Sichtweise auf die Geschichte und treibt Quergänge in die manchmal getrennt anmutenden Lagerstätten menschlichen Denkens und Handelns. Neben dem genauen Blick auf einzelne Teile ist dies auch eine geniale Werbung für das Britische Museum: Es ermöglicht - mit 100 Objekten - einen übersichtlichen Zugang zu einer Museumssammlung mit Millionen von Objekten und ermöglicht dem Museumsbesucher eine spannende Schnitzeljagd durch das Museum, die man nur empfehlen kann - wobei man mindestens 2 Tage einkalkulieren sollte. Insgesamt meiner Ansicht nach das beste populärwissenschaftliche Buch über Archäologie und Menschheitsgeschichte seit "Götter, Gräber und Gelehrte", mit dem es übrigens einige Berührungspunkte hat.
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Sparsame und an Kultur interessierte Leser könnten meine Überschrift so interpretieren, dass ich damit die kostenlosen Besuchsmöglichkeiten anspreche. Doch so schön Gratiseintritte sind, mit der Sammlung und diesem Buch haben sie nichts zu tun. Einzigartig ist das Britische Museum, weil es mit seinen über sieben Millionen Objekten ein besonderer Ort des Wissens und Kulturbewahrung ist. Und weil ein Menschenleben nicht ausreicht, um alles zu sehen, geschweige denn zu verstehen. Daher ist das Konzept dieses Buches stimmig. Denn es ist ein Gang durch die Menschheitsgeschichte, der einigermaßen zu meisten ist.

Möglich gemacht ihn Neil MacGregor, der seit 2002 als Direktor amtet. Auch wenn eine solche Mammutarbeit ohne die Hilfe zahlreichen Kollegen nicht möglich wäre, wie MacGregor ausdrücklich betont. Das Vorwort ist so motivierend, dass ich es am liebsten in seiner ganzen Länge wiedergeben würde. Und danach bringt der ehemalige Direktor der National Gallery in London 100 Objekte so zum Leben, dass man kaum anders kann, als eine persönliche Beziehung zu ihnen aufzubauen. Oder anders gesagt: Zu all den Geschichten aus zwei Millionen Jahren schreibt man als Leser eigene Erzählungen. Und dabei vergisst man sogar, dass die meisten Menschen, von denen die Rede ist, lange vor uns lebten.

Das Buch geht auf eine Sendereihe zurück, die von BBC Radio 4 konzipiert und ausgestrahlt wurde. Das ist deshalb speziell und erwähnenswert, weil ja die Objekte so beschrieben werden mussten, dass sich die Zuhörer die Sammlungsgegenstände möglichst gut vorstellen konnten. Gelungen ist das schließlich so gut, dass man sich am Ende des Buches beim dem Wunsch ertappt, die Bildungspolitiker möchten diese Übungsanlage doch als festen Bestandteil schulischer Ausbildungen einführen.

Dinge haben eine Biographie, schreibt Neil MacGregor. Und damit meint er auch, dass sich Dinge im Laufe der Zeit verändern oder verändert werden, was oft zu Bedeutungen führt, die sich am Anfang niemand vorstellen konnte. Objekte berichten aber auch auf verstörend materielle Weise vom Scheitern, von Untergängen und von wechselnden Loyalitäten. Davon und wie man am Globus drehen und gleichzeitig die ganze Welt in den Blick nehmen kann, will Neil MacGregor berichten. Er möchte daher auch Stimmen der Gemeinschaften oder Länder wiedergeben, in denen die Objekte entstanden sind. Denn "nur ein Hawaianer weiß, welche Bedeutung der Federhelm, den man Captain Cook und seinen Mitstreitern überreicht hat, nach 250 Jahren europäischer und amerikanischer Einmischung, für die Inselbewohner besitzt." Konnte man den Gründern des Britischen Museums noch kolonialistisches Denken vorwerfen, ist dieses Buch erstaunlich frei von einer Haltung intellektueller Machtausübung.

So wenig wie sich die Einleitung zitieren lässt, so unmöglich ist es, den Inhalt der zwanzig Teil wiederzugeben. Aber am aktuellen Zeitgeschehen Interessierten kann ich immerhin die gute Nachricht überbringen, dass zu den 100 Objekten auch eine Kreditkarte und eine Solarlampe inkl. Lademodul gehören.

Bevor ich zum Fazit komme, möchte ich noch auf einige technische, bzw. formalen Dinge eingehen. Übersetzt wurde das englische Original von Waltraud Götting, Andreas Wirthensohn und Annabel Zettel, die ihre schwierige Aufgabe hervorragend meisterten. Die Qualität des Drucks ist so gut, dass der Betrachter der farbigen Bilder jedes Detail erkennen kann, was in diesem Fall besonders wichtig ist. Jedes der 100 Objekte wird im Inhaltsverzeichnis bereits aufgeführt und sowohl historisch als auch thematisch eingeordnet. Im gut sechzig Seiten umfassenden Anhang finden wir das Kartenmaterial, eine Liste der Objekte mit Maßangaben und Inventarnummer, die Bibliographie zu jedem Objekt, Text- und Bildnachweise sowie Personen-, Orts- und Sachregister. Schade finde ich eigentlich nur, dass offenbar alles in einem Band Platz haben musste, da dies die Lesefreundlichkeit unnötig erschwert.

Mein Fazit: Ein Buch, das so einzigartig ist wie das Museum, aus dem die 100 beschriebenen Objekte stammen. Einzigartig, weil es auf einem Konzept beruht, das Dinge als Zeitzeugen zum Leben erweckt, eine bildhafte Sprache bedingt, überraschende Zusammenhänge aufzeigt, Lust an Bildungswissen weckt und das Publikum in diese Inszenierung der Menschheitsgeschichte einbezieht.
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am 26. August 2014
Ich mag keine historischen Museen, ich fand Geschichtsunterricht doof, ich lese selten Sachbücher. Und ich liebe dieses Buch! Kaum zu glauben, welch spannende und meist gegenwartsbezogene Informationen es zu einem einzelnen Objekt gibt. Einem Objekt übrigens, an dem ich bei einem Museumsbesuch völlig achtlos vorbei gegangen wäre... Und es ist nicht nur der fundierte und umfangreiche Informationsgehalt, der dieses Buch so lesenswert macht, sondern auch und insbesondere der äußerst unterhaltsame (aber nie anbiedernde) Erzählstil von Herrn MacGregor. Famos! Ich werde dieses Buch lesen, empfehlen und verschenken: es ist ein echter Schatz.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2017
Der Kontext der Gegenstände ist so groß, daß sich an hundert von ihnen tatsächlich die Geschichte der Welt anknüpfen läßt.

Es ist ganz hilfreich, sich einmal ein Beispiel genauer anzuschauen. Zum Objekt Nr. 81 aus vergoldetem Messing, der schiitischen Prozessionsstandarte aus dem Iran aus der Zeit 1650-1700 n.Chr., heißt es, daß darin der kosmopolitische, wohlhabende und gottesfürchtige schiitische Iran noch immer sichtbar ist. Der wirkliche Blickfang in diesem Kapitel ist jedoch die christliche Kathedrale, die Schah Abbas I., der berühmte Herrscher des frühneuzeitlichen Iran in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts für armenische Christen, die ihm zu Diensten waren, bauen ließ. In ihr sind christliche Symbolik und islamische Baukunst miteinander verbunden. Es ist eine der großen christlichen Kathedralen der Welt, ausgestattet mit silbernen Altarkreuzen und reich geschmückt mit Wandmalereien, in denen sich die biblische Geschichte entfaltet, wie der Autor schreibt. Er erläutert, daß Schah Abbas, ein Zeitgenosse von Königin Elisabeth I., über einen ungewöhnlichen politischen Verstand und einen noch ungewöhnlicheren Pragmatismus in Glaubensfragen verfügte. Seine Hauptstadt Isfahan habe der Welt offen gestanden, er habe chinesische Gesandte empfangen und Engländer als seine Berater eingestellt. Weiter heißt es: "Europäische Besucher staunten über das hohe Maß aktiver religiöser Toleranz, die es Christen und Juden erlaubte, innerhalb eines muslimischen Staates ihre religiösen Bräuche an eigens dafür geschaffenen sakralen Plätzen zu praktizieren - eine religiöse Vielfalt, die im christlichen Europa zu dieser Zeit undenkbar gewesen wäre. Natürlich war Isfahan damals ein Zentrum islamischer Gelehrsamkeit und eine Stadt, in der die Architektur ebenso wie die Malerei und die Kunst der Seiden- und Keramikherstellung sowie der Metallbearbeitung im Dienst des Glaubens standen".

Es ist evident, daß der kosmopolitische schiitische Iran vor allem in der christlichen Kathedrale von Isfahan noch heute sichtbar ist und nur sehr indirekt in der schwertförmigen, ein Meter langen, vergoldeten Messingstandarte, einem Glanzstück damaliger Schmiedekunst. Museumsliebhabern wird die gelehrsame Aufwertung und manchmal auch Überbewertung der Schaustücke trotzdem gefallen.
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am 14. April 2016
...und vielleicht war das schon das Problem. Hohe Erwartungen. Nach den Aussagen auf dem Covertext "eins der wundervollsten Sachbücher der letzten Jahrzehnte" usw. geht man mit freudiger Erwartung ans Lesen. Doch ich wurde schnell enttäuscht. Die Sprache eher hölzern (deutsche Übersetzung?), Wiederholungen in den einzelnen Kapiteln von immer gleichen Floskeln und wenig Bezugnahme auf Vorangegangenes. Da kommt die Herkunft (geboren aus den Radiosendungen) zu deutlich hervor. Auch die immer wiederkehrende Einstreuung von eher belanglosen Zitaten/Interviewfetzen ist beim Lesen schnell ermüdend. Ich habe es trotz mehrfacher Versuche nicht zu Ende gelesen.
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am 26. Juli 2014
Die Geschichte manchmal scheinbar unscheinbarer Dinge - Alltagsgegenstände - ist wunderbar anschaulich beschrieben, mit detektivischer - natürlich streng wissenschaftlich untermauerter - genauigkeit. Sie öffnet den Blick auf Zeiten, über die wir im allgemeinen wenig oder nichts wissen, auf unsere sehr frühe Geschichte, oder Lebensbereiche abseits des historischen Schulwissens. Kann das Buch allen neugierigen Menschen sehr empfehlen!°
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am 10. März 2012
Skulpturen, Reliefs, Schrifttafeln,Kultpfeifen oder Kulthocker aus der Vergangenheit erzählen Geschichte nicht bloß, sie verkörpern sie in ihrer ganzen Fülle und Widersprüchlichkeit. Und kümmern sich dabei keinen Deut um Lehrpläne, "Fachbereiche", Regionsgrenzen oder Ideologien. Das unnachahmliche Kobaltblau des weiß-blauen China-Porzellans - so "chinesisch" wie das Alphorn "schweizerisch" - wurde in Europa entwickelt, der künstlerische Stil im Iran. Ein 1600 Jahre altes Christus-Mosaik teilt sich die Bodenfläche einer süd-englischen Villa wie selbstverständlich mit Mythengestalten der heidnischen Antike. Und mit Handelswaren reisten etwa auf der Seidenstraße auch kulturelle Impuls zwischen indischen Mogulen, persischen Saffawiden, Osmanen und Europäern zu einer Zeit, als von Globalisierung noch keine Rede war.
Der Direktor des Britischen Museums Neil MacGregor nähert sich jedem der von ihm präsentierten "100 Objekte" mit Respekt. Mit dem Blick des Kenners registriert er unscheinbare Details. Er deutet jedes Objekt, ohne daran kleben zu bleiben. Vielmehr webt er aus den Objekten heraus und um sie herum ein breites Geschichtspanorama über Zeiten und Regionen hinweg und macht auf diese Weise die großen Bewegungen in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation anschaulich. Mit einem Mal wird aus flacher Geschichtskunde eine Holografie, die mit jedem Hinschauen neue, faszinierende Aspekte zeigt. Ein Buch, das allein schon für das zu Grunde liegende Konzept 5 Sterne verdient!
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So ein Buch habe ich noch nicht zuvor gesehen. Kompakt geschrieben, wohl sortiert und mit einer breiten Fülle von Wissen erschlägt Neil MacGregor seine Leser beinah. Da ist es sehr wichtig bereits im Inhaltsverzeichnis gute Arbeit geleistet zu haben. Im vorliegenden Buch ist dies geschehen.

Wie ein Spaziergang durch die Geschichte der Welt ist dieses Buch angelegt. Man kann weit entfernt im 1. Kapitel beginnen, aber auch zu jeder anderen Zeit einsteigen, alles ist ohne Probleme möglich.

Vor den 816 Seiten dieses Wälzers muss niemand zurückschrecken. Eine Vielzahl von Fotos, auch ganzseitigen, sorgen für Auflockerung, auch ist die Schriftgröße diesem Monumentalwerk gut angepasst.

Von der pädagogischen Seite her ist die Herangehensweise des Autors beeindruckend. Der Museumsdirektor MacGregor hat 100 Objekte seiner heiligen Hallen herausgesucht und erzählt während des Betrachtens Geschichten, damit vermittelt er gekonnt Weltgeschichte.

Wenn man so Geschichte präsentiert bekommt, wird man keine gelangweilten Leser mehr vor sich sehen!
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