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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
6
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am 2. September 2012
zeichnet seine Überlegungen aus.

Der Autor, ehemaliger Verfassungsrichter und auch mal als Steuervordenker von der jetzigen Kanzlerin als Minister vorgesehen, verweist auf Ursachen und offeriert Lösungen.

Keine leichte Kost, aber eine simple Erkenntnis und eine ebensolche Lösung: die Politik hat das Recht verlassen (gebrochen), weswegen wir in die Krise gefallen sind. Die Rückkehr zum Recht löste Vieles der Krise(n) auf.

Man mag diese Lösung für unpragmatisch erachten, sie ist gleichwohl korrekt. Wir alle haben uns im Rahmen des Rechts zu bewegen. Sollen diese Räume erweitert werden, muss das Recht verfassungskonform geändert werden.

Der Autor ist nicht laut, nicht fordernd...er verhält sich, wie es von einem ehemaligen Mitglied eines höchsten Verfassungsorgans erwartet wird...er ist also leise, subtil, er trägt seine Klage angemessen und begründet vor.

Seine Schrift ist allerdings bei unserer gegenwärtigen Führung treffend skizziert mit den Worten...

Da hat ein Kluger Perlen vor die Säue geworfen.

Gleichwohl Danke für dieses Buch!
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HALL OF FAMEam 11. Dezember 2012
So manchem Ökonomen, Unternehmer, Banker und CDU-Politiker dürfte nach der Lektüre dieses Buches ein Stoßseufzer der Erleichterung entfahren: Dem Himmel sei Dank, dass Paul Kirchhof 2005 nicht deutscher Finanzminister geworden ist! Als Formen moderner Feudalherrschaft" geißelt er den faustischen Pakt zwischen Banken und Staaten". Er lässt kein gutes Haar an den Rettungsschirmen für Finanzinstitute und Staaten und möchte Finanzwetten am liebsten ganz verbieten. Was aussieht, als wollte er die SPD links überholen, ist in Wahrheit seiner Rechtsorthodoxie geschuldet: Für ihn sind die Staatsschulden in Deutschland und anderswo eine Folge fortgesetzter Rechtsbrüche, und selbst die Not kennt für ihn ein Gebot. Kirchhof wirkt da streckenweise wie der bebrillte Streber, der den halbstarken Großmäulern in der Raucherecke die Schulregeln zu erklären versucht. Aber eben: Wenn die Großmäuler auf den Streber gehört hätten, säßen Deutschland und Europa jetzt vielleicht nicht so in der Bredouille. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die an Ideen zur Lösung der Staatsschuldenkrise interessiert sind.
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am 11. Oktober 2014
Eine schonungslose Abrechnung mit der seit 1969 betriebenen Haushaltspolitik mit wechselnden Verantwortlichen. Weder der CDU, noch weniger der SPD ist es gelungen einen Haushaltsplan ohne Neu-verschuldung aufzustellen.
Wir benötigen einen radikalen politischen Neuanfang,wenn wir die nächste Generation nicht im Schuldensumpf versenken wollen. Die bisher Verantwortlichen können es einfach. Wir müssen uns Alternativen für die nächsten 20 Jahre suchen.
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am 31. Dezember 2012
Es ist sehr, sehr bedauerlich, dass Herr Prof Kirchhof sich mit seinen Vorschlägen an die Bundesregierung nicht durchsetzten konnte. Hier verdienen andere zu gut mit der jetzigen, nur für ein paar wenigen durchschaubaren Steuerdschungel. Es ist der Irrweg zu glauben mit neueren und detailreichen Steuergesetzen eine grössere Gerechtigkeit zu erreichen. Das ist Beschäftigungstherapie.
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am 7. Oktober 2012
Kirchhof argumentiert auf bekannten Bahnen. Seine Vorschläge zur radikalen Vereinfachung des deutschen Steuerrechts sind bislang von der Praxis weitgehehend ignoriert worden und wesentlich anderes ist wohl auch nicht von seinen in diesem Buch vertretenen Thesen zu erwarten. Zwar bemüht sich Kirchhof um eine realitätsgerechte Rückführung des andauernden Rechtsbruches übermäßiger Verschuldung. Wie er selbst einräumt hat die Politik bislang aber noch nie die Kraft aufgebracht, sich in Sachen Staatsverschuldung vom Recht leiten zu lassen. Stärke des Buches ist ganz eindeutig die verfassungs- und europarechtliche Einbettung der aktuellen Schuldendiskussion. Streckenweise liest sich das Buch wie eine lehrbuchartige Erläuterung der einschlägigen Judikatur des BVerfG. Und, wenngleich für Kirchhof's Denken sicher zusammengehörend, gibt es quasi im Vorübergehen auch noch einen Grundkurs Wirtschaftsverfassungsrecht. Für den Juristen ist das alles bekannt, für den Nicht-juristen wahrscheinlich eher vom Thema abweichend. Besonders störend beim Lesen sind die vielfältigen Wiederholungen, sowohl im Tatsächlichen wie in der Bewertung durch den Autor. Der die Ergebnisse nochmals zusammenfassende letzte Abschnitt hätte eigentlich Grund genug sein können, im Haupttext den Spannungsbogen der Argumentation straffer zu spannen. Schwächen verrät das Buch auch in der Beurteilung globaler Finanzmärkte. Dass diese eigentlich Schuld an der Misere sind, ist dann doch zu einfach gedacht, insbesondere wenn man nicht vergißt, dass kein Schuldner - auch nicht Staaten - von seinen Gläubigern zum Schuldenmachen gezwungen wurde. Ob Kirchhof den Einsatz von Derivaten wirklich versteht, bleibt fraglich. Das hält ihn aber nicht davon ab, sie in Bausch und Bogen zu verdammen. Zusammenfassend: juristisch eine durchaus lesenswerte Einführung in ein hochaktuelles Thema, in seinen konkreten Rezepten weitgehend auf den Bahnen der jüngst in das Grundgesetz eingefügten Schuldenbremse verbleibend, im übrigen viel zweifelsohne Bedenkliches aber nicht wirklich weiterführend.
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am 17. September 2012
Die Kernaussage des Buches findet man auf Seite 187:

Die "Krise im Euro-Raum" ist kein einmaliges historisches Ereignis, sondern ein durch Rechtsverletzung entstandener, in kollektiver Illegalität verstetigter Prozess.

Es bleibt die Frage, wer diesen Prozeß denn jetzt aufhalten soll:

Die internationale Finanzwelt oder die gemeinsam handelnden europ. Regierungen oder die Verfassungsgerichte?

Ausgerechnet die Deutsche Bank hat die Lösung für den Euroraum parat:
INFLATION

Und jetzt stellt sich die Frage, welcher Bürger ist bitteschön so dumm und redet dann noch über Schuldenabbau oder Sparen?
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