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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
9
4,8 von 5 Sternen
Die Casablanca-Strategie: Wie die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 18. Juni 2013
Ich halte das Buch für empfehlenswert, weil es eine andere Sichtweise präsentiert. Viele Historiker gehen davon aus, dass die materielle Überlegenheit alleine den Ausschlag für den Sieg der Alliierten im 2. Weltkrieg gegeben hat. Obwohl Paul Kennedy diese Sachlage natürlich bekannt sind, weist er meiner Meinung zu Recht darauf hin, dass nur eine gezielte Verwendung der großen materiellen Ressourcen den Sieg gesichert hat. Der Ausgang des 2. Weltkrieges war also nicht vorbestimmt. Paul Kennedy lenkt seinen Fokus auf die "Problemlöser", insbesondere auf den mittleren Ebenen, die letztendlich die Vorgaben der militärischen Führer umgesetzt haben. Das kann, muss aber nicht zwangsweise technische Problemstellungen betreffen, auch operative und taktische Probleme mussten überwunden werden. Man könnte sagen, es waren die Innovatoren die teilweise erst nach schwierigen Lernprozessen die notwendigen Fortschritte brachten.

Warum also "nur" 4 Sterne ?

Weil, wie in der Überschrift bereits vermerkt, die Sichtweise zu stark auf den alliierten Standpunkt verengt und somit nicht alle relevanten Teilaspekte durchleuchtet wurden. So wird beispielsweise zu Recht darauf verwiesen, dass die P-51 Mustang, die einen sehr großen Beitrag zur Erringung der Lufthoheit erbracht, hat nur deswegen konkurrenzfähig wurde, weil der Merlin-Motor den schwächeren Allison-Motor ersetzt hat. Dies war nur durch Überwindung von Widerständen und durch persönlichen Einsatz verschiedener Stellen möglich. Die P-51 wurde so zu einem Schlüsselfaktor im Luftkrieg in Europa. Allerdings wird kaum darauf eingegangen, dass Innovationen auf deutscher Seite (z. B. Me 262, R4M „Orkan“, stärkere Motoren für Kolbenjäger) unterblieben sind bzw. nicht rechtzeitig umgesetzt wurden. Eine Untersuchung, warum Innovationen auf gegnerischer Seite ausblieben, fehlt zum größten Teil.

Zudem werden nur die erfolgreichen Innovationen von alliierter Seite hervorgehoben und Fehleinschätzungen (z. B. Ziele im strategischen Luftkrieg) und technische Unzulänglichkeiten (z. B. fehlende Konkurrenzfähigkeit M4 Sherman) nicht kritisch durchleuchtet.

Trotzdem: Das Buch liefert einen abweichenden Erklärungsansatz und viele interessante Details. Deshalb 4 Sterne
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am 10. Januar 2013
Paul Kennedy beschreibt den 2.Weltkrieg einmal aus einer "funktionalen" Sicht -- pfiffig, hintergründig, voller Detailinformationen, interessant zu lesen. Ich fands richtig schade, als das Buch zu Ende war. Ich habe dazugelernt: Oft waren es nicht die großen Strategen, sondern die Männer, Wissenschaftler, Offiziere auf der mittleren Ebene, die mit guten Detaillösungen den Ausschlag für Sieg oder Niederlage gaben.
An den Stil Paul Kennedys muß man sich etwas gewöhnen - wortreich, lange Sätze, manchmal allzu verschachtelt. Hier schreibt ein Historiker, kein Wissenschafts-Journalist.
Insgesamt: Sehr lesenswert.
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am 24. Juli 2013
Die Bücher von Paul Kennedy geben den großen, fundierten Überblick. Das war mit seinem die Jahrhunderte und Kontinente überspannenden "Aufstieg und Fall großer Mächte" der Fall und das ist auch aktuell mit dem vorliegenden Buch so.

Wie die Allierten den Zweiten Weltkrieg gewannen, das ist der präzise Untertitel. Wobei mit Allierten die drei großen Mächte USA, Großbritannien und UdSSR gemeint sind. Frankreich kollaboriert zur Hälfte noch mit Nazideutschland. In Casablanca, wo auch die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation beschlossen und verkündet wird, ist die UdSSR nicht vertreten. Das Buch hat mit "den Allierten" in erster Linie die westlichen Allierten USA und UK im Auge. Es wird aber auch herausgearbeitet, dass ohne den Beitrag der UdSSR ein Sieg über Nazideutschland und seine Verbündeten kaum denkbar gewesen wäre.

Kennedy legt im Buch dar, wie auf fünf strategischen Feldern in den Jahren 1943 und der erste Hälfte von 1944 die entscheidende Wende erzielt werden konnte, die dann im Mai 1945 zu einem nicht unbedingt zu erwarteten, frühen Kriegsende führte. Genau mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches und des japanischen Kaiserreiches einige Monate später, die auf der Konferenz von Casablanca beschlossen worden war.

Kennedy trifft mit seinen fünf strategischen Feldern eine gut strukturierende Auswahl. Er ordnet sein Material so an, dass diese Hauptfragen überzeugend beantwortet werden. Auch die Zusammenhänge zwischen den fünf Feldern werden behandelt. Es wird deutlich, dass nicht einzelne Waffensystem kriegsentscheidend waren, sondern die intelligente Nutzung in einem sehr komplexen Umfeld.
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am 23. Juni 2014
Ausgehend von den Anfang 1943 definierten allgemeinen Kriegszielen der alliierten Casablanca-Strategie untersucht Paul Kennedy (Autor des Klassikers: 'Aufstieg und Fall der großen Mächte') die multikausalen Siegfaktoren.

Dazu werden folgende Untersuchungsschwerpunkte abgehandelt:
1. Sicherung der Seewege in der Atlantikschlacht zwischen deutschen U-Booten und Alliierten-Geleitzügen
2. Erringung der Luftherrschaft über Europa und strategischer Bombenkrieg
3. Bekämpfung der Umfassungsoperationen der Wehrmacht durch optimierte Abwehrtaktiken
4. Amphibische Landungsoperationen der Alliierten in Afrika und Europa
5. Komplexe See-, Luft- und Landoperationen der Alliierten im Pazifikkrieg

Beginnend mit der angespannten militärischen Ausgangssituation 1943, schildert Kennedy die grundsätzlichen Muster sowie die speziellen Aspekte bis zur Zielerreichung 1945. Dabei werden für nachstehende Aspekte sowohl die kausalen strukturellen Vorrausetzungen der Militärorganisationen als auch die persönlichen Beiträge auf mittlerer Ebene erörtert.
' Technische Innovationen und kontinuierliche Verbesserung der Waffensysteme
' Operative Lerneffekte der Militäreinheiten und Planungsstäbe
' Geostrategische Voraussetzungen und flexible operative Anpassungen
' Enorme Mobilität, Reichweite und Stetigkeit der Nachschubversorgung
' Komplexes Zusammenwirken von see-, luft- und landgestützten Waffengattungen
' Kooperation und Koordination der alliierten Kommandostrukturen

Ausgehend von den strategischen Determinanten auf den europäischen und asiatisch-pazifischen Kriegsschauplätzen, gelingt es Paul Kennedy das stetige Ringen einer sog. Kultur der Innovation mit bürokratischen und hierarchischen Hemmnissen auf alliierter Seite darzustellen. Keineswegs wird ein Lobgesang auf die alliierte Überlegenheit an Soldaten, Material und Ressourcen angestimmt, sondern vielmehr wird ausführlich dargestellt, wie es den Alliierten gelang, die zunächst nur theoretisch vorhandenen Vorteile auch praktisch auszuspielen. Zumindest für die Seite der West-Alliierten kann Paul Kennedy die außergewöhnlichen individuellen Leistungen hinsichtlich bedeutsamer technischer Innovation und permanenter Verbesserung namentlich benennen. Insbesondere von diesem Engagement konnten die alliierten Oberkommandeure entscheidend profitieren.

Darüber hinaus finden hinsichtlich der entscheidenden Siegfaktoren auch die teuren Lerneffekte der Alliierten sowie die oftmals glücklichen Umstände, versursacht durch Wetter- und Topografiebedingen sowie durch die strategisch territoriale Überdehnung und operatives Missgeschick der Achsenmächte, ausführlich Beachtung.

In die Argumentation wird ebenfalls einbezogen, welche Schwierigkeiten trotz aller militärtechnischen Innovationen sowie personeller und materieller Überlegenheit immer noch zu überwinden waren bzw. welche strategischen Fehlleistungen sich die alliierten Oberkommandos (bspw. strategischer Bombenkrieg gegen zivile Ziele) leisten konnten.

Ein gutes Sachbuch erörtert einen Sachverhalt objektiv und stützt sämtliche Argumente auf kausal interpretierte Fakten - in diesem Sinn ist dies ein sehr interessantes und empfehlenswertes Buch, da es die vielen entscheidenden Einzelaspekte herausstellt sowie deren Wirkung im Kontext der alliierten Kriegsanstrengungen klar benennt.
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am 20. Februar 2013
Zum Sieg in einem Krieg braucht man mehrere Schlüssel zum Erfolg. Im 2. Weltkrieg führte der Gewinn einer Schlacht noch nicht zum Gesamtsieg. Fünf Schlüssel zum Sieg zeigt uns der Autor in seinem spannend erzählten Buch über 5 Kapitel, die jeder für sich Aufschluss gibt zum Lernvorgang der Kriegsführung. Kennedy beschreibt in jedem Kapitel eingängig wie die Alliierten das Handwerk Krieg durch Fehler oder Niederlagen regelrecht erlernten. Der Autor veranschaulicht z.B. im Kapitel 4 den ganzen Lernvorgang zur amphibischen Kriegsführung eben von Gallipoli bis Normandie. Problemlöser, ist das Stichwort in diesem lehrreichen Buch. Tatsächlich hält der Autor sein eingangs im Buch gegebenes Versprechen, die Leistungen der Problemlöser in den Vordergrund zu rücken. Die Casablanca-Strategie steht am Anfang des Buches im Raum. Kennedy versteht es anhand von vielen praktisch erzählten Beispielen wie die Alliierten auf allen operativen Schauplätzen die Oberhand erlangten und sie so den Krieg für sich entschieden.
Dieses Buch liest sich wie eine spannende Erzählung, der Autor vermag es den Leser mittels hervorragender recherchierter Elemente zu beeindrucken.
Ich empfehle dem Leser ein weiteres Buch zur Veranschaulichung wie die Alliierten im 2. Weltkrieg zum Erfolg kamen. Die Wurzeln des Sieges" geschrieben von Richard Overy
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am 9. Januar 2013
Der Autor: Ist ein angesehener Historiker, der in Yale unterrichtet. Einem breiteren, historisch interessierten Publikum wurde er mit dem Werk "Aufstieg und Fall der großen Mächte" bekannt, einem Buch, dass den Aufstieg Europas zur Weltherrschaft seit 1500 zu erklären versucht. (Immer noch sehr lesenswert!)

Mögliche Interessenten dieses Buches: Dozenten, die bei der Bundeswehr Militätstragie u.ä. unterrichten. Am Zweiten Weltkrieg ganz besonders Interessierte. (Vielleicht Autoren von Kriegsromanen.) Vorkentnisse zum Zweiten Weltkrieg sollten vorhanden sein.

Das Buch: Im Januar 1943 legten in Casablanca Churchill, Roosevelt und die Combined Chiefs of Staff die Kriegsziele fest, die zur Beendigung des Weltkrieges führen sollten. Kennedy schildert die Probleme, Problemlösungen und Problemlöser bis zum Spätsommer 1944. Es gibt fünf Problemfelder, die in je einem Kapitel abgehandelt werden:
- Wie schickt man Geleitzüge sicher über den Atlantik?
- Wie erringt man die Lufthoheit?
- Wie stoppt man einen Blitzkrieg?
- Wie erobert man eine feindliche Küste?
- Wie überwindet man die "Tyrannei der Distanz" im Pazifik?

Was den Leser erwartet, möchte ich beispielhaft am 4. Kapitel erläutern; es umfasst 65 Seiten:
"Der Übergang vom Wasser zum Land ist voller Risiken..." Deshalb plaudert Kennedy zur Einstimmung zunächst ein wenig über Seelandungen. "Sie waren alles in allem ein Glücksspiel." Nach ersten Überlegungen zur Problemlage greift er ausführlich aus dem Ersten Weltkrieg Dardanellen/Gallipoli auf. "Es war unter modernen Bedingungen ein ebenso epischer Kampf wie der Angriff der Athener auf Sizilien und ein ebensolches Desaster."

Es folgen Darstellungen zu einer Reihe von alliierten Landungen seit 1940, die entweder wegen schlechter Vorbereitung missglückten oder gerade noch an einem Desaster vorbeischrammten oder einigermaßen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Noch ein Jahr nach Casablanca "waren die Resultate der Amerikaner oder Briten bei der Landung von Truppen unter feindlichem Feuer ... erbärmlich." Nach Kennedys Darstellung und Interpretation waren diese Landungen die Lehrjahre für die mittleren und oberen (nicht obersten) Befehlshaber. Sie analysierten die Fehler und Mängel und suchten Lösungen, damit die nächste Landung erfolgreicher ablief.
Das halbe Kapitel befasst sich mit diesen Vorgängen.
Dann werden alle bewährten Kommandeure nach England abgezogen, wo die Landung in der Normandie (6.Juni 1944) vorbereitet wird. Damit befasst sich die zweite Hälfte des Kapitels.

Das Buch ist sehr leserfreundlich geschrieben. Aber die Fülle der Fakten erfordert volle Aufmerksamkeit.
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am 1. April 2013
Die Casablanca-Strategie:
Wie die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen
von Paul Kennedy

Ich habe das Buch gelesen, und kann es nur empfehlen.
Sowohl militärhistorisch aber auch technisch interessant, berichtet Paul Kennedy über die Innovationen der Alliierten im Bereich Marine, Luftwaffe und Armee die ihnen den Sieg im zweiten Weltkrieg brachten. Kennedy ist Professor in Yale und schreibt etwas verschachtelt, aber trotzdem spannend.
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am 3. Juni 2013
Hochinteressant, packend beschrieben, viele neue Detailbetrachtungen des WK II. Kapitel sind gut gegliedert. Die geschilderten Gründe für den Sieg der Allierten im 2. Weltkrieg sind absolut einleuchtend.
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am 6. Februar 2013
Paul Kennedy is - for good reason - a "legendary" scientist, author and historian. Another absolutely must read - excellent
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