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am 19. September 2016
Menschen neigen ja gerne dazu ihre Helden und/oder Heilige zu idealisieren und ihnen übermenschliches anzudichten. Herr Schilling hat in einer sehr besonderen und sensiblen Art und Weise den Helden, den Heiligen aber vor allem den Menschen Martin Lud(th)er in seinem Buch beschrieben. Hierbei hat mir besonders gefallen, dass der Autor sehr genau die gesellschaftlichen Umstände und den geschichtliche Hintergrund beschreibt, in denen Martin L., im wahrsten Sinne des Wortes gross geworden ist. Herr Schilling hat mir zwar, das eindrückliche Bild des "hammerschwingenden" Luthers genommen, dafür hat er mich aber reich beschenkt mit vielen sehr interessanten Informationen. Heute habe ich den Eindruck den Menschen Martin Luther besser zu kennen und wie er zu dem geworden ist, wofür er noch heute bewundert wird. Das einzige worüber ich mich gewundert habe war, dass in dem seitenstarken Buch mit so vielen Referenzen nicht die 95 Thesen einzeln aufgeführt worden sind - aber die kann man ja leicht woanders nachschlagen.
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am 16. Oktober 2016
Seit langem habe ich nicht mehr ein solch spannendes, fesselndes und informatives Buch gelesen wie diese hervorragende Luthebiographie: trotz des beeindruckenden Umfangs niemals langweilig, ein beeindruckendes Leseerlebnis, ich sollte eigentlich 6 Sterne geben, aber das geht leider nicht; ich sags erneut: unbedingt lesen
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am 23. November 2016
Bei der Bestellung war ich verwirrt ob der verschiedenen Ausgaben mit einem Preisunterschied von 10 EUR. Ein Blick in die preiswertere Ausgabe (ISBN 978-3-406-69687-9), die ich jetzt bestellte, verrät: Es handelt sich um die 3., durchgesehene Auflage 2014 als aktualisierte Sonderausgabe 2016. In seinem Nachwort vom Frühjahr 2016 "zur vierten, aktualisierten Auflage" schreibt der Autor, dass er durch "die Möglichkeit einer aktualisierten Auflage [die] wichtigsten Neuerscheinungen nennen und wo nötig einarbeiten [konnte], ebenso die wichtigsten Kommentare, Hinweise oder Bitten aufmerksamer Leser und Leserinnen".
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am 30. Oktober 2012
Heinz Schilling ist mit seinem Buch "Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs" eine ausgezeichnete, überaus lesenswerte und zugleich spannend und gut lesbare Biographie gelungen, die vermutlich sehr schnell zum neuen Standardwerk avancieren wird. Für mich ist es die bisher beste Lutherbiographie.

Schilling betrachtet Luther nicht nur als Reformator der Kirche, sondern beleuchtet intensiv alle Facetten des Menschen, Familienvaters, akademischer Lehrers und Publizisten. Dabei bleibt der Autor stets seiner Linie treu, Luther als Kind seiner Zeit zu betrachten, die eine Zeit sozialer Umbrüche und einer tiefer Frömmigkeitsbewegung war. Schilling wendet sich konsequent gegen die Vereinahmung Luthers späterer Generationen, in den dieser zum "Nationalheros" gedeutet und seine Schriften häufig von den herrschenden politischen Strömungen selektiv herangezogen wurden, wie beispielsweise seine Anti-Judaismus in der Zeit des III. Reiches.

Die gut strukturierte, sehr umfangreiche und äußerst informative Biographie Martin Luthers zeichnet ein ausgewogenes Bild eines ungewöhnlichen Menschen in einer bewegten Zeit. Luther trat, in Überzeugung von der Richtigkeit seines Tun, Widerständen konsequent entgegen und wollte die Kirche und den Glauben aus der von ihm erkannten Notwendigkeit heraus reformieren. Trotz einer guten Kenntnis der Person Luthers erstaunte es mich aufs Neue, welches Arbeitspensum der Reformator mit seinen Publikationen leistete und dabei auch in Teilen die Sprache in Deutschland prägte. Licht und Schatten im Leben des Biographierten liegen, wie bei allen Menschen, dicht beieinander. Gerade weil Luther für Schilling ein Mensch mit Ecken und Kannten ist, wirkt diese Biographie so authentisch.

Ich kann dieses ausgezeichnete Buch nur weiterempfehlen!
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am 22. Januar 2013
Dies wird nicht das letzte Buch über die Person und das Werk deS großen Reformators Martin Luther sein, das in den nächsten Jahren auf den Buchmarkt kommt. Die 500. Wiederkehr der Veröffentlichung seiner 95 Thesen im Oktober 2017 wirft schon jetzt ihre Schatten voraus. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat mit Margot Käßmann eine ihrer derzeit brillantesten Köpfe zur Lutherbotschafterin ernannt; und man wird absehen müssen, ob es ihr gelingt, in einer zunehmend an den Feinheiten der christlichen Religion und Theologie uninteressierten Öffentlichkeit deutlich zu machen, warum die zentralen Erkenntnisse Martin Luthers auch heute noch aktuell sind und sie gegen eine Dominanz der katholischen Kirche zu verteidigen. Apologie des Protestantismus mit seiner klaren Botschaft „sola fide“ tut schon lange Not, doch die evangelischen Kirchen selbst tun sich mit ihrer jedem gefallen wollenden Schmusetheologie schwer damit.

Der emeritierte Professor für die Geschichte der frühen Neuzeit, Heinz Schilling, hat mit seiner von vielen seiner Kollegen hoch gelobten großen Bographie Martin Luthers eine über viele Jahre als Orientierung dienendes Buch vorgelegt, mit dessen Darstellungen sich nicht nur die Historiker, sondern vor allen Dingen die Theologen auseinandersetzen müssen.

Haben sie, die Theologen, gerade die heldenhafte Szene auf dem Wormser Reichstag oft dazu benutzt, Luther als einen eher einsamen Menschen darzustellen, der in der Zurückgezogenheit und in einem rein inneren Kampf zu seinen wesentlichen Erkenntnissen gelangte, die dann nicht nur die damalige kirchliche Welt, sondern die Politik in Europa veränderten, schildert Schilling Luther als einen schwierigen und überaus widersprüchlichen Charakter. Als einen Rebellen, der in einem „gewaltigen Ringen um die Religion und ihre Rolle in der Welt“ vor Fehlern und aus heutiger Sicht dramatischen Fehleinschätzungen nicht gefeit war.

Heinz Schillings große Biographie führt auch den theologischen Laien gut und verständlich ein in das Welt verändernde Geschehen der Reformation und ihrer Theologie.

Ich drücke nochmals die Hoffnung aus, dass die Protestanten den Kairos der 500. Wiederkehr ergreifen und sich selbst und der Welt wieder neu verdeutlichen, was das besondere an ihrer Konfession ist und warum die Welt darauf nicht verzichten kann. Vielleicht wird dann auch einer größeren Öffentlichkeit klarer, warum das so unendlich schwer ist mit der Ökumene.
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am 18. Juli 2013
...ist dies eine hervorragend geschriebene und in ihrem Urteil sehr gut abwägendende und begründete Biographie zum Reformator Martin Luther.

In den mehr als 600 Seiten geschriebener Text (knapp 100 Seiten sind für Anmerkungen und Literaturverzeichnis reserviert) stellt Heinz Schilling zunächst das historische Umfeld dar, bevor er sich dem Leben und Wirken des Reformators widmet. Auf knapp 30 Seiten gibt es zum Schluss dann noch einmal eine historische Einordnung des Wittenbergers.

Herausragend an diesem Buch ist der angenehme Schreibstil. Das Buch ist ein echter Page-Turner, obwohl immer wieder Zitate in mehr oder weniger unbereinigtem Luther-Deutsch einfließen. Die Person und das Handeln Luthers werden nachvollziehbar dargestellt. Man spürt dem Autor eine kritische Sympathie mit dem Theologen immer wieder ab. Das gilt gerade auch im Blick auf die kritischen Seiten Luthers, die angemessen dargestellt und bewertet werden, freilich nicht ohne auf den historischen Hintergrund hinzuweisen. Weder protestantische Heldenverehrung, noch neuprotestantische Absetzbewegung machen dieses Buch aus, sondern vielmehr der Blick des Historikers, der hier und da dann doch auch Gegenwärtiges kommentiert - dies aber wirklich selten.

Für wen empfiehlt sich dieses Buch? Sicher nicht für den, der mal schnell einen Überblick über Luther gewinnen will. 600 Seiten wollen schon gelesen sein. Wohl aber für alle, die es in Kauf nehmen, all die unzähligen Details mitzunehmen, die Schilling anbietet, ohne dass der Leser jemals den roten Faden verlieren würde.

Diese Biographie verdient es nicht nur um ihres Themas willen, sondern auch um ihrer selbst willen unbedingt gelesen zu werden.
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am 6. Januar 2014
Das Buch ist eine ausgezeichnete Darstellung des Menschen Martin Luther und seiner Zeit. Dass Professor Schilling seine Sache beherrscht, war zu erwarten und diese Erwartung wurde erfüllt. Darüber hinaus überzeugen mich besonders die zahlreichen Argumentationen und Abwägungen zu Konstellationen und Entwicklungen, ob denn die heute bei uns "gängigen einfachen Formeln" zu Luther und zur Reformation gerechtfertigt sind oder eher zu kurz greifen. Letzteres ist ersichtlich oft der Fall, wofür es auch nachvollziehbare Interessen bei Theologen, Politikern und Medien gab und gibt.
Da es in der Lutherdekade bis 2017 sicher zahlreiche weitere Publikationen zum Thema geben wird, wäre zu wünschen, dass die hier zugrunde gelegte Differenziertheit und Präzision als Maßstab fungieren mag. Für Studierende der Geschichte sollte ein solches Buch darüber hinaus ein "Muss" sein.
Dr. Dr. Markus Vette.
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am 3. Dezember 2015
Heinz Schillings Luther-Biographie ist eine Gesamtschau individueller, sozialer, politischer und pilosophisch-theologischer Begebenheiten und Entwicklungen zu Luthers Lebenszeit. Es ist sehr gut gegliedert, daher auch als Nachschlagewerk verschiedener Lebensabschnitte nutzbar. Besonders gefallen hat mir, wie Schilling den Zusammenhang zwischen dem gläubigen und dem historischen und politischen "Subjekt" Luther darstellt.
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Über den großen Reformator Martin Luther wurden sicher bereits meterweise schlaue Bücher geschrieben. Warum also jetzt noch eins? Vieles von dem, was ich bei Heinz Schilling gelesen habe, war mir bereits bekannt. Das Interessante an seinem Buch ist allerdings, dass der Autor den Reformator Luther, ohne voller Ehrfurcht gleich vor ihm auf die Knie zu gehen, immer auch im Zusammenhang mit Mitkämpfern und politischen Entwicklungen darstellt. Dabei wird Luthers Lebensleistung nicht geschmälert, sicher aber ehrlicher und wohl auch korrekter beschrieben.

Der Berliner Professor hat seine 636 Seiten sehr übersichtlich aufgebaut. Drei Teile umfasst das Werk:

Erster Teil: Kindheit, Studium und erste Klosterjahre - 1483 - 1511

Zweiter Teil: Wittenberg und die Anfänge der Reformation - 1511 - 1525

Dritter Teil: Zwischen Prophetengewissheit und zeitlichem Scheitern - 1525 - 1546

Bereits im Inhaltsverzeichnis sind die einzelnen Teile mit genauen Unterpunkten versehen, so dass ein Einstieg zu konkreten Themen möglich ist.

Sehr deutlich wird in dieser Biographie auch, welche Konsequenzen sich aus Luthers Reformen für die Gesellschaft ergaben. Viel zu selten wurde bislang diese Seite beleuchtet. Dabei reicht seine Lehre weit hinein in Bereiche der Politik, Bürgerrechte und auch Kindererziehung.

Der eigentliche Verdienst von Heinz Schilling besteht darin, dass er mir einen Luther vor Augen führt, der nicht in erster Linie der Einzelkämpfer war, sondern der in einem Kontext stand, ohne den er in vielfacher Hinsicht nichts geworden wäre.

Für mich die bislang beste Lutherbiographie!
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am 8. April 2017
Die Lutherbiografie von Schilling beschreibt Luthers Lebenslauf ausführlich, aber ohne unnötige Längen. Das Buch ist verständlich geschrieben, liest sich angenehm und flüssig. Schilling formuliert klar und präzise ohne die Benutzung von Fremdwörtern oder theologischen Fachbegriffen zu übertreiben. Die 600 Seiten werden nie langweilig. Für mich genau die richtige Mischung von Biografie, Reformationgeschichte und theologischen Inhalten.
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