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am 21. Juli 2012
Die Autoren vertreten den Standpunkt, dass ein menschenverursachter Klimawandel das ist, was derzeit bei einem verantwortlichen Umgang mit der Faktenlage geschlussfolgert werden muss. Dies bedeutet für sie, dass alles daran gesetzt werden sollte, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Bis 2050 müssten die Emissionen halbiert werden, d.h. es dürften noch max. 750 Mrd. Tonnen CO2 (von 2010 an) aus fossilen Quellen emittiert werden. Kyoto - so die Autoren - stellt diesbezüglich nur einen kleinen ersten Schritt dar. Dazu kommt, dass nicht alle Industrienationen mit im Boot sind. Die EU erfüllt die Vorgaben. Die Schwellenländer bisher auch - doch ist unklar wie das bei den dortigen hohen Zuwachsraten in Zukunft aussehen wird. Die USA und Canada kümmern sich nicht um das Abkommen.

Die Frage ist auch, wie ein Lastenausgleich weltweit gestaltet werden kann. Die Autoren plädieren für einen internationaler Emissionshandel, bei dem reiche Länder den armen Emissionsrechte abkaufen und diese zusätzlich bei Entwicklung und Einsatz umweltfreundlicher Technologien unterstützen können.

Große Hoffnungen setzen die Autoren in die WBGU-Strategie, so etwa das von dieser entworfene bzw. vorgeschlagene Konzept der Kohlenstoffsequestierung. CO2 würde hierbei bei der Nutzung fossiler Brennstoffe absgeschieden und bspw. in ausgeförderte Lagerstätten zurückgepresst. Mit einer Umsetzung in der Praxis wäre jedoch frühestens 2020 zu rechnen; vorausgesetzt, die Bundesregierung würde dem überhaupt zustimmen, wonach es derzeit allerdings - die Autoren konnten es nicht wissen - nicht aussieht.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Umstellung auf Erneuerbare Energien, etwa durch Weiterentwicklung und Bau solarthermische Kraftwerke. Die Umsetzung Klimarettung - so Ramstorf u. Schellnhuber - sei Untersuchungen zufolge zum Preis von 2 Monaten Wachstumsverzögerung möglich.

Die Autoren sehen durchaus, dass eine Klimaerwärmung in bestimmten Regionen auch positive Folgen haben kann. Dennoch - wenn sich Dürrezonen ausweiten und der Meeresspiegel steigt, bedeutet das gravierende Veränderungen für Menschen in betroffenen Landstrichen oder der am Meer liegenden Großstädte und Mega-Cities. Ebenso sind die Ökosysteme betroffen. Vieles davon scheint inzwischen unvermeidbar zu sein. Es kann nur darum gehen zu verhindern, dass die Erwärmung zu extrem wird (über 2 Grad C) und zu schnell geschieht, da die Umstellungs- und Anpassungsprozesse Zeit benötigen.

In vielerlei Hinsicht geht es dann nicht mehr um Verhinderung des Klimawandels, sondern langfristige Anpassungsstrategien. So bedarf es etwa einer Neuregelung der Quoten für den internationalen Fischfang - der freilich auch ohne Klimaveränderung mit Gefahr der Versauerung vor dem Kollaps steht. Auch das internationale Quarantänesystem müsste den Herausforderungen einer hochmobilen Welt im Klimawandel angepasst werden. Raumordnung, Stadtentwicklung, Infrastrukturprojekte, Küstenschutz, Landschaftsplanung, Tourismuskonzepte sollten - so die Autoren - zukünftige Klimaveränderungen im Blick haben.

Jenseits der großen, nationalen und Internationalen Vereinbarungen gibt es so manche regionale Initiative, die die Autoren hoffnungsvoll stimmt. So in England die Londoner Dekarbonisierungs-Kampagne, persönliche Verschmutzungskontingente, bei denen der Kauf von Heizöl, das Tanken u. ä. von einer Kohlenstoff-Kreditkarte gebucht wird etc. Lob findet auch Schwarzeneggers Zero-Emission-Policy in Kalifornien, mit einem extensiven Programm der Installierung von Solardächern oder der breitangelegter Förderung des Cradle-to-Cradle-Konzeptes. Ebenso gibt es in den USA ein Städtebündnis, welches über 1000 Bürgermeister bzw. 86 Mio. Bürger vereint, die sich zum Ziel gesetzt haben - der Verweigerungshaltung der US-Regierung zum Trotz - die Kyoto-Vorgaben noch zu unterbieten.
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am 23. April 2016
Informatives gutes Buch, sehr theoretisch und auch bald schon wieder veraltet, da der Klimawandel so schnell fortschreitet. Als Grundlage zu empfehlen.
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am 2. Februar 2016
Es ist faszinierend, wie die Autoren es vermögen, naturwissenschaftlich fundierte Sachzusammenhänge so kurz und knapp und doch unterhaltsam rüber zu bringen; ich habe das kleine Büchlein in wenigen Tagen mit Spannung durchgelesen. Einige interessante und in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkte Sachverhalte werden ebenfalls transportiert, z.B. der Einfluss des Nordatlantikstroms ("Golfstrom") auf die Höhe des Meeresspiegels an unseren Küsten. Angenehm zudem, dass es sich nicht um eine dicke Schwarte voll physikalischer Formeln handelt, sondern um ein kleines Taschenbuch, dass dennoch keine wesentlichen Fakten auslässt.
Da bei anderen Rezensenten häufig der IPCC-Bericht als "Maß aller Dinge" bei der Bewertung genannt wird, sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich aufgrund der Statuten des IPCC in weiten Teilen (v.a. Summary for Policymakers) um einen Konsensbericht handelt - d.h. die IPCC-Berichte sind alles andere als progressiv, sie sind im Gegenteil extrem konservativ (leicht verständlich, wenn es sogar die Zustimmung solcher Staaten wie Saudi Arabien braucht, damit die SPM verabschiedet werden kann).
Es ist daher gut, dass es noch Wissenschaftler gibt, die es als ihre moralische Pflicht empfinden, auch ihre eigene Einschätzung zu ihrem Studienobjekt in die Öffentlichkeit zu transportieren, wie dies durch Rahmstorf und Schellnhuber geschieht. Wer sonst sollte dies denn tun, wenn nicht diejenigen, die sich ihr ganzes Leben mit den Sachzusammenhängen des Erdklimasystems beschäftigen? Auch Charles Keeling, der sein Leben den akribischen Messungen der atmosphärischen CO2-Konzentrationen am Mauna-Loa Observatorium gewidmet hatte, warnte am Ende seines Lebens vor einer Beschleunigung des Anstiegs von CO2 in der Atmosphäre - und bisher hat er recht behalten, diese trat und tritt tatsächlich ein. Jedenfalls höre ich lieber auf das, was Leute zu sagen haben, die ihr Leben lang den Puls des Planeten fühlen, als auf Verschwörungstheoretiker... So kann später niemand behaupten es habe keine Warnungen gegeben.
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am 9. Februar 2015
Wer eine moderne Version des Klassikers von Hermann Flohn "Das Problem der Klimaänderungen" erwartet hat, wird wohl ein wenig enttäuscht sein, aber vielleicht kann man das auch bei Umfang und Preis des Büchleins nicht. Für einen etwas naturwissenschaftlich vorgebildeten Leser bleiben doch viele Fragen offen. Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt auf dem Strahlungshaushalt. Bodennahe, die Temperaturmessungen beeinflussende Ereignisse, wie der Wasserdampf, der aus jedem Auspuff strömt und Wärmekonvektion bleiben weitgehend außen vor. Die doch recht abenteuerliche Berechnung der Weltdurchschnittstemperatur über Tag und Nacht, Breiten- und Längengrade, Wüsten und Urwälder, Land und Meere wird nicht angesprochen. Immerhin, und das ist einem Physiker, der an vorderster Front am Thema arbeitet, hoch anzurechnen, wird erwähnt, dass wesentliche Fakten noch nicht verstanden werden.
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am 11. Januar 2017
Der renomierte Klimaforscher seiner Zeit S. Rahmstorf schrieb bereits vor Jahren die heute sich bewahrheitenden Thesen zum Klimawandel. Somit ein solides Buch, dass auch in der Wissenschaft eine Rolle spielt.
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am 26. Januar 2013
Mit dem Buch lässt sich der gesamte Klimablödsinn in der Öffentlichkeit von Schellnhuber und Rahmstorf entlarven.
Alleine schon durch die Seite 37 im Buch, wo eine Grafik gezeigt wird, wo an der rechten Seite die globale Mitteltemperatur von 14,5°C ausgewiesen wird. Parallel wird in "Der Klimawandel" auf Seite 31 im Buch der "natürliche Treibhauseffekt" beschrieben, der eine globale Mitteltemperatur von 15°C bewirkt. Wenn man Schellnhuber und Rahmstorf fragt, wo denn dann eigentlich die angeblich so gefährliche globale Erwärmung ist, dann bekommt man von beiden angeblichen Klimaforschern keine Antwort. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Seite 20 der Bundestagsdrucksache 12/2400 vom 31.03.1992 eine globale Mitteltemperatur für das Jahr 1990 von 15,5°C (!) ausgewiesen hatte. Also heutzutage (2010) existiert mit 14,5°C eine um 1°C geringere globale Mitteltemperatur als im Jahr 1990, wo man 15,5°C ausgewiesen hatte. Trotzdem reden Schellhuber und Rahmstorf von einer angeblich gefährlichen globalen Erwärmung. Die beiden wissen gar nicht, wovon die reden. Das beweist "sehr schön" deren Buch.
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am 1. September 2014
Natürlich kann man auch versuchen, tausende Seiten "IPCC Assessment Reports" zu lesen und gleich hier beginnen: [...] -- allerdings bietet es sich manchmal an, die wichtigsten Antworten zur Klimakrise (in diesem Buch noch moderat als "Klimawandel" bezeichnet) in einer Art "Executive Summary" aus erster Hand zu bekommen. Dafür ist das Buch geeignet, und es ist auch so verständlich geschrieben, dass nicht nur die Fachwelt einen Zugang bekommt. Die Autoren - Rahmstorf und Schellnhuber - arbeiten an einer der weltweit führenden Forschungseinrichtungen, die auch wesentlich zu den oft zitierten IPCC Reports beigetragen hat. Bei nur 144 Seiten ist natürlich nur ein Überblick zu erwarten - den gibt es hier allerdings von zwei Wissenschaftlern, die nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern auch schreiben können. "Der Klimawandel" ist übrigens auch als Audiobook erhältlich - einfach mal zuhören und verstehen.
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am 28. Juni 2007
Ich habe mir das Buch aufgrund der durchweg positiven Rezensionen gekauft. Ich hatte gehofft, umfassend über die einzelnen Umstände des Klimawandels informiert zu werden. Das leistet das Buch aber nicht. Der Klimalwandel wird dogmatisch als mehr oder weniger gesichert angenommen (der Mensch und das CO2 sind Schuld). Die negativen Folgen einer Klimaerwärmung werden ausführlichst geschildert. Leider sind diese Folgen nur hypothetische Szenarien. Gründe für den Klimawandel werden nur einseitig aus physikalischer Modellsicht gegeben. Geologische Erkenntnisse, die dem zum Teil konträr entgegenstehen, werden als abwegig abgetan. Positive Folgen einer Klimaerwärmung scheint es auch nicht zu gegeben. Aber "bad news are good news", anscheinend auch im "Wissenschaftszirkus".
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am 2. März 2008
Um es vorwegzunehmen: Mit dem sachlichen, hochinformativen Buch von Mojib Latif zum gleichen Thema (Fischer-Verlag) ist man wesentlich besser bedient. Ursachen des Klimawandels und die wissenschaftlichen Grundlagen dazu behandlen die Autoren Rahmstorf/Schellnhuber knapp, aber kompetent und sehr verständlich auf den ersten etwa 50 Seiten. Danach gerät das Buch ins Trudeln. Bei den "Folgen des Klimawandels" werden einem durchweg schlimmere Einschätzungen präsentiert als im offiziellen IPCC-Bericht. Z.B. steht im IPCC-Bericht, mit einem Abreißen des Golfstromes sei definitiv nicht zu rechnen; Rahmstorf/Schellnhuber hingegen warnen vor dieser Gefahr. Rahmstorf/Schellnhuber warnen auch vor der Ausbreitung von Malaria durch den Klimawandel, im IPCC-Bericht heißt es jedoch, dass sich neue Ausbreitung und Rückgang anderswo die Waage halten werden. Nachdem die Autoren nicht ganz zuverlässig die Folgen des Klimawandels abgehandelt haben, kommen sie zu den Gegenmaßnahmen. Dies ist der Hauptteil des Buches. Hier weichen die Autoren nun in umgekehrter Richtung vom IPCC-Bericht ab, indem sie explizit feststellen, dass stringente CO2-Vermeidungsmaßnahmen 10-mal so billig sind, wie vom IPCC behauptet. Ich kann nicht einschätzen, ob die von ihnen dafür ins Feld geführte wirtschaftswissenschaftliche Berechnung verlässlich ist; ich weiß aber auch nicht, ob sie es können. Bei ihren Vorschlägen, wie dies im einzelnen zu erreichen sei, scheint es sich um bloße Meinungsäußerungen zu handeln. Zum Beispiel werben sie dafür, einen Großteil des CO2 durch Speicherung des Kohlendioxids in der ERde zu vermeiden; bei Mojib Latif und anderen liest man, dass gerade diese Maßnahme ungeeignet sei -- wem soll man nun glauben? Experten für Energiewesen sind diese Autoren alle nicht. Es fehlt in diesem Hauptteil gänzlich eine tiefere Diskussion oder Kosten-Nutzen-Analysen der Maßnahmen. Kurz, ich finde das Buch als zusätzliche Meinungsäußerung interessant, aber als Information für völlige Laien auf dem Gebiet Klimawandel nur auf den ersten knapp 50 Seiten geeignet. Damit ist es in der Beck-Reihe nicht gut platziert.
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am 2. November 2007
Eine hervorragende Einführung zum Thema Klimawandel, die sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien geeignet ist. Auf nur 144 Seiten bieten die beiden international renommierten Klimaforscher Schellnhuber und Rahmstorf umfangreiches Faktenwissen zur Klimageschichte, zu wissenschaftlichen Debatten sowie verschiedenen Zukunftsszenarien und zeigen auch mögliche Lösungswege auf. Dabei setzen sie sich auch mit anderen Positionen sachlich und kompetent auseinander und zeigen, wo mittlerweile weitgehend Einigkeit besteht und wo noch Fragen offen sind. Die Informationen sind auf einem sehr aktuellen Stand; es wird auch auf klimarelevante Ereignisse der letzen Jahre eingegangen. Auch wenn die Ausführungen den Laien an manchen Stellen etwas überfordern könnten, ist das Buch insgesamt gut verständlich geschrieben. Als kurzer, aber informativer und höchst sachkundiger Einstieg in das Thema ist es daher sehr zu empfehlen.

Zu einigen der an Schmähkritik grenzenden Verrisse, die hier auch zu lesen sind:
Von einer einseitigen Darstellung kann überhaupt keine Rede sein; die Autoren geben vielmehr äußerst souverän den aktuellen Forschungsstand wieder und setzen sich auch mit anderslautenden Ansichten sachlich auseinander. Einige der Kritiker versuchen Rahmstorf und Schellnhuber trotzdem aus politischen Gründen zu diffamieren und erheben dann ironischerweise selbst noch den Vorwurf der politischen Motivation. Wer die Dabtten um den Klimawandel allerdings aufmerksam verfolgt, wird schnell feststellen, dass politische Motivation, da wo sie wirklich vorhanden ist, eher bei denjenigen anzutreffen ist, die die menschliche Verantwortung für den Klimawandel und dessen mögliche Folgen leugnen. Das gilt besonders für Laien außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde, die sich plötzlich mehr Fachwissen als die Mehrzahl der renommiertesten Atmosphärenforscher weltweit anmaßen. Es sind also nicht preisgekrönte Wissenschaftler wie Schellnhuber und Rahmstorf, die von politischen Motiven getrieben werden, sondern ein Großteil ihrer Kritiker.
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