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Kundenrezensionen

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TOP 100 REZENSENTam 1. November 2011
Schon zu Lebzeiten der Hauptpersonen rief der Name Borgia Angst und Schrecken hervor. Wo die Fakten enden und wo die Legenden einsetzen, ist nicht immer mit letzter Gewissheit zu bestimmen. Weil sie der Borgia so gut wie alles, auch das Ungeheuerliche zutrauten, haben nicht wenige zeitgenössische Chronisten vieles dazu erfunden. Und diese Grauzone zwischen Fakten und Legenden will das Buch beleuchten.

Der Autor geht dabei sehr tiefgründig vor. Er beschreibt vor allem auch das historische Umfeld, in das die Familie eingebettet war, beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen den einzelnen europäischen Mächten, aber auch zwischen weltlichen Herrrschern und Kirche. Natürlich geht er auch auf das ein, was mit dem Namen Borgia gemeinhin verbunden wird: machtbessene Päpste, familiäre Intrigen.

Wer aber ein populärwisschenschaftliches Nachschlagewerk für die gerade im Fernsehen gelaufene Serie erwartet hat, der wird wohl eher enttäuscht. Dafür ist das Buch zu wissenschaftlich, verliert sich manchmal zu sehr in Details. Wer sich aber tiefgründig mit dem Thema beschäftigen möchte, für den ist das Buch eine hilfreiche Lektüre.
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Man könnte meinen, dass der in der CH.Beck Reihe Wissen im September 2011 erschienene Band "Die Borgia. Geschichte einer unheimlichen Familie" eigens rechtzeitig zur Ausstrahlung des ersten Teils der Reihe "Borgia - Die komplette Serie [Director's Cut] [7 DVDs]" am 17.10.2011 herausgegeben wurde. Die zwölfteilige deutsch-französisch-österreichische Koproduktion ist jedoch nicht die einzige Fernsehserie, die zehn Jahre nach Mario Puzos Roman "Die Familie", einen neuerlichen Hype um die berühmt-berüchstigste Familie der Renaissance ausgelöst hat. Bereits am 3. April 2011 wurde im us-amerikanischen Pay-TV die erste Folge der in Irland, Kanada und Ungarn produzierten Serie "The Borgias" (mit Jeremy Irons als Alexander VI.) ausgestrahlt. Gewissermaßen als Nachfolgeserie von "Die Tudors - die komplette Serie, exklusiv bei Amazon.de [13 DVDs]" soll die erste Episode der ersten neunteiligen (!) Staffel unter dem Titel "Die Borgias Sex. Macht. Mord." ab dem 9. November 2011 auf "ProSieben" ausgestrahlt werden....

Gegenüber diesen TV-Spektakeln, deren Ziel im Erreichen höchster Einschaltquoten liegt und die daher ein gehöriges Maß an Voyeurismus und epischer Breite bieten müssen, wirkt der 130seitiger Band geradezu knapp und nüchtern. Als Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit, der bereits eine eine stattliche Anzahl von Sachbüchern zur italienischen Geschichte, mit Schwerpunkt Renaissance publiziert hat, empfiehlt sich gerade Dr. Volker Reinhardt einer wissenschaftlich-sachlichen Darstellung.

Anders als vielen anderen zeitgenössischen und Autoren ist eine Reinhardt gelungen, ein Kompendium gelungen, das frei von jeglichem Vorteilurteil und Emotionen ist. Bereits in seinem Vorwort nimmt er eine strenge Trennung von legenden und Fakten vor, die anschließend in den 17 Kapiteln einer chronologischen Abfolge präsentiert. Nach der Beschreibung der Herkunft und des Aufstiegs der aus Valencia stammenden katalanischen Adelsfamilie Borja sowie dem Machtgenuss und Machtverlust ihres ersten Papstes Calixt III. (Alonso de Borja), wird Rodrigo Borgia, der spätere Papst Alexander VI. zum Fokus der Betrachtungen. Im Zeitalter des Nepotismus, wird Alexander VI. zu dessen vollendeten Inbegriff. An erster Stelle steht alleine die Familie, für die es Reichtum und gesicherte Macht zu gewinnen gilt. Hierzu ist jedes Mittel recht. Im Tausch gegen Territorien, Titel und Bargeld gibt es kirchliche Ämter, die sogar an "Teenager" verliehen werden. Der Zölibat ist dabei genauso verpönt, wie alle anderen christlichen Tugenden. Täuschung, Lüge, Vertragsbruch und blutiger Verrat haben jedoch Hochkonjunktur. Für den Ausbau eines protomafiösen Familienstaates wird die Papsttochter Lucrezia mehrmals erfolgsversprechend verheiratet und vom Papstsohn Cesare eine Vielzahl von Feldzügen geführt. Neben dem Dominikanermönch Girolamo Savonarola und Mitgliedern römischer Adelsfamilien konnten weitere Kritiker und Gegner des unheiligen Vaters beseitigt werden. Kompromittieren, isolieren und eliminieren waren die drei Schritte nach denen hierbei rücksichtslos aber zielorientiert vorgegangen wurde. Letztendlich halfen keine dieser Aktion,um die Macht des Clans auf Dauer aufrecht zu erhalten....

...wobei Papst Alexander VI. mit dem Vertrag von Tordesillas (1494 eine Entscheidung traf, die bis in die Gegenwart nachwirkt: In Lateinamerika wird alleine in Brasilien portugiesisch gesprochen.

Neben einem Familienstammbaum der Borgia und einer Landkarte "Italien in der Renaissance" werden eine Zeittafel, eine Literaturliste und ein Personenregister als zusätzliche Materialien geboten.

Prof. Dr. Volker Reinhardts Kontrastprogramm kann all jenen als Alternative empfohlen werden, die sich nicht nur unterhalten lassen, sondern ernsthaft und fundiert in die Renaissance-Welt der "unheiligen Familie" einsteigen möchten. Die wissenschaftliche und dabei durchaus allgemeinverständlich zu lesende Darstellung ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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am 12. Dezember 2013
Nachdem dieses buch gelesen wurde kann man noch einmal die CD Videos sehen und versteht Päpste, Kurien und die Geschichte des italienisxchen Staatesund Volkes anders und besser.
Und dass Machiavcelli seinen " Fürsten" auf R. Borgia bezogen hat, allein das....
wer hätte das gedacht??
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am 19. Juni 2013
Herr Reinhardt, seines Zeichens Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit an der Universität Freiburg, liefert hier auf 113 Seiten eine sehr knappe Darstellung der Familiengeschichte der Borgias.

Kein leichtes Unterfangen, sind doch die Legenden und Fakten, welche sich um das Leben und Wirken der Borgia ranken sehr umfangreich und widersprüchlich. Als Historiker bei einer solch unübersichtlichen Quellenlage auf der "sicheren Seite" - d.h. seriösen - zu bleiben ist nicht leicht, zumal ein populärwissenschaftliches Buch sehr auf zusammenfassende Vereinfachungen angewiesen ist.

Genau hier liegen aus meiner Sicht die Schwächen des Bändchens. Seiner Zunft entsprechend bedient sich Herr Reinhardt eines recht wissenschaftlichen, für den „normalen“ Leser recht hölzern wirkenden, Schreibstils. Die Einleitung ist hier noch am spannendsten formuliert. Es ist wohl der kürze des Bändchens geschuldet, dass bei vielen der zusammenfassenden Darstellungen nicht immer klar wird, was gesichertes Wissen und was Interpretation des Autors ist.
Die Stoßrichtung Reinhardts wird schnell klar - Für ihn sind die Borgias letztlich Kinder ihrer Zeit, die ihre Karten im Ränke-Spiel um Macht und Einfluss vielleicht etwas geschickter Ausspielen, als ihre Gegner – sich aber ansonsten in nichts von ihnen unterscheiden. Dabei wird der „römische Mikrokosmos“ welche zunächst den Aufstieg und dann den Fall der Borgias ermöglicht, detailliert beschrieben. Über viele spannende Details, etwa zum Selbstverständnis des Papsttums und den Auswirkungen auf das gemeine Volk, wird jedoch hinweggegangen.
Für mich waren es aber gerade diese Hintergründe, welche mich zum Kauf dieser Literatur bewogen haben.

Fazit: So recht weiß ich nicht, wem man das Buch ans Herz legen soll. Für eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Zeit ist das Bändchen mit seinen 113 Seiten und den fehlenden Quellenverweisen viel zu knapp. Für einen kurzweiligen – und meinetwegen persönlich gefärbten – „Tiefflug“ über diese Epoche ist das Buch dann aus meiner Sicht doch zu „wissenschaftlich“ geschrieben. Andere Sach-Autoren zeigen, dass sich selbst abstrakte Themen, wie etwa Quantenphysik, erheblich packender vermitteln lassen.
Ärgerlich ist zudem, dass in der zweiten Auflage die – wenigen – inhaltlichen Fehler nicht bereinigt wurden.
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am 11. Januar 2012
Wer sich für die Geschichte der Rennaissance und im speziellen die der Familie Borgia interessiert ist mit diesem Buch gut bedient. Es werden hier, interessant, alle Verstrickungen die zur Macht, die diese Familie in jener Zeit ausübte, erzählt. Auch werden Zeitzeugen berücksichtigt, die an diesem Gebilde zweifelten und sich ohne Beeinflussung dieser Machtausübung skepisch äußerten. Einfach lesenswert, wenn man sich für diese Zeitepoche interessiert!
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Angenehm neutral zeichnet Volker Reinhardt die Geschichte der Borgias in Italien nach. Zwar berichtet er von den Verleumdungen und Anschuldigungen denen die spanische Familie ausgesetzt war, doch erwähnt er auch die üblichen Übertreibungen sowie den Unmut, den ein Nicht-Italiener auf dem Stuhl Petri damals hervorrief.

Das komplexe Netz aus Verwandtschaften, flüchtigen Allianzen und tiefgehenden Feindschaften im Italien der Renaissance wird vom Autor gut erklärt und wenn möglich vereinfacht wiedergegeben. So gelingt es, die Motivation der Borgias nachzuvollziehen und ihre Taten besser im historischen Kontext einzuordnen.

Obwohl nicht explizit erwähnt, wird dem Leser klar, was zu dem fatalen Bild der Borgias in der Neuzeit beigetragen hat: Dass Geschichte von Siegern geschrieben wird. Und die Borgias haben ihren Kampf in Italien eindeutig verloren. Wie auch die italienischen Familien ihrer Zeit wollten die Borgias Einfluss im Vatikan, entweder als Päpste oder durch zahlreiche Familienmitglieder im Kardinalskollegium, ebenso wollten sie einen erblichen Titel, der sie unabhängig vom Papsttum mindestens auf den gleichen Rang wie die italienischen Familien stellen sollte.

Volker Reinhardt hebt zum Schluss die Sonderrolle Lucrezia Borgias in dieser von Männern dominierten Welt hervor. So bricht er gegen Ende des Buches mit dem Vorurteil, dass die gesamte Borgia-Familie brutal und machthungrig war. Indem er das positive Beispiel von Lucrezia als späte Herzogin von Ferrara erwähnt, ermöglicht er eine neutralere Bewertung ihrer männlichen Verwandten. Ein durchweg lesenswertes Buch.
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am 21. Dezember 2012
Wie der Titel schon sagt - ein kleines Büchlein, aber sehr gut geschrieben. Sehr übersichtlich und gut erklärt.
Es ranken sich ja nun mal viele Mythen um diese Familie und dieses Büchlein bringt ein bisschen Licht ins Dunkel.
Allerdings ist es hilfreich, wenn man ein gewisses geschichtliches Grundwissen mitbringt, da es sonst mit den diversen Namen, Päpsten, Spielern und Gegenspielern schwierig wird.
Ich war sehr zufrieden!
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am 20. September 2014
In ein Thema das durch mehrere TV-Serien aktuell wurde, führt dieses Buch gut lesbar und seriös ein. Sehr gut zu lesen.
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am 22. Mai 2013
Das Buch liest sich schnell. Hinterher versteht man, warum es in Italien immer noch so ist, wie es ist. An den mafiösen STrukturen hat sich wenig geändert. Sehr informativ.
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am 25. Juni 2013
historisch hinterlegte geschichte der familie borgia. mit vielen zeitlichen angaben. sehr gut recharschiert und flüssig zu lesen. hat mir sehr gut gefallen
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