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am 9. September 2014
Michael Lüders macht im Vorwort gleich die Einschränkung, die gegen dieses ansonsten sehr inhaltsreiche und flüssig geschrieben Buch zu machen ist (S. 12): "Ein Buch zu schreiben, während die Dinge noch im Fluss sind, ist nicht ganz einfach. Stets lauern sie im Unterholz, die nicht auszuschließenden Irrtümer oder Fehleinschätzungen." Meines Erachtens lauerten hier im Unterholz der relativen Islamgeneigtheit und der unterschwellig mitschwingenden Autoritätskritik von Lüders zumindest zwei eklatante Fehleinschätzungen: Die zeitweise und durchaus desaströse Machtübernahme der Muslimbruderschaft in Ägypten (S. 154: "Wie stark die Muslimbruderschaft wirklich ist, wird sich bei den Parlamentswahlen zeigen. Bei den Wahlen zu den Studentenausschüssen im März 2011, ..., erhielten sie 18 Prozent der Stimmen").sowie die Bildung und das extreme Wachstum des sogenannten Islamischen Staates (IS oder ISIS) in Syrien und im Irak. Was diese uns doch gerade aktuell so stark beschäftigenden Entwicklungen angeht, so ist das Buch leider bereits veraltet. Die Faktendarstellungen sind allerdings ansonsten allesamt sehr präzise und dennoch sehr knapp und spannend gestaltet. Fazit: Ein immer noch trinkbarer Wein, der aber bald genossen werden sollte!
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am 12. September 2015
Herr Lüders ist es gelungn,eine umfassende Darstellung zu geben,schonungslos isat seine Kritik an den Verursachern.Danke für dieses Buch,hierfür gebe ich gerne 5 Punkte
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am 7. August 2014
Das Buch bringt einem die Vorgänge und Hintergründe der Arabellion verständlich nahe. Wenn man es gelesen hat , versteht man den ganzen Vorgang in der arabischen Welt.
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am 9. September 2013
Dieses Buch halte ich für ausgezeichnet. Die Situationen in den arabischen Ländern sind gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben. Die Lektüre dieses Buches trägt auch zum besseren Verständnis der Menschen im arabischen Raum bei.
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am 15. Mai 2012
Da ich in der Vergangenheit einige Bücher von Peter Scholl-Latour gelesen hatte, war ich nach einigen gelesenen Seiten froh, einen Autor gefunden zu haben, der sich mit der arabische Welt ebenso realistisch und kenntnisreich auseinandersetzt.
Das Buch liefert Einblicke in die politischen Gegebenheiten im Norden Afrikas, dem Nahen und Mittleren Osten. Es beschreibt die zum Teil völlig verschiedenartigen Voraussetzungen unter denen die Revolutionen in Tunesion, Ägypten, Libyen und Syrien stattgefunden haben und noch stattfinden, sowie den historischen Hintergrund. Neben den selbstverständlichen Elementen, wie etwa der Beschreibung einzelner Glaubensrichtungen und -ausprägungen (Sunniten, Schiiten, Muslimbrüder, ...) liefert das Buch auch viele Details wie etwa
- Aspekte der Siedlungspolitik Israels, der Wasserverteilung und, was erstaunlich ist Zahlen, die sonst nicht zu finden sind (auf jeden von Palästinensern getöteten Israeli seit dem 6-Tage-Krieg kommen 1000 von Israelis getötete Palästinenser)
- die Beziehung zwischen Religion und Herrschaft
- die Rolle Riads und Teherans in der gesamten Region
- die Entstehung von Al-Jazeera
- den Einfluß der Stammeskultur auf die Innenpolitik der Staaten.
- ...
Das Buch zeigt, dass die arabischen Staaten, der Islam, der Islamismus, usw. keinen monolithischen Block darstellen, sondern von ganz verschiedenen Strömungen durchzogen und ganz verschiedenen Motivationen gelenkt werden. Nicht vergessen werden in dem Buch auch geologische Gegebenheiten, wie etwa die Verfügbarkeit von Wasser und Erdöl, sowie diplomatische Aspekte, wie etwa die Vermittlerrolle Katars in der Region.
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am 10. April 2012
Ich kannte Michael Lüders bisher nur von Radio- und Fernsehinterviews und fand ihn stets sehr glaubwürdig und der Sache der Araber sehr verbunden. Das Buch war ein Geschenk für meinen Mann, er kommt aus Syrien, Damaskus. Ihm hat das Buch sehr gut gefallen und er hat es schnell ausgelesen. Es lohnt sich in jedem Fall das Buch zu kaufen, ab Mai gibt es das Buch auch broschiert. Unbedingt kaufen!
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am 21. September 2015
Bücher, die sich mit dem aktuellen Inhalten der Weltpolitik abgeben, sind oft schon überholt, bevor sie gedruckt sind. Die Vergangenheit zeigen uns diese Bücher aber mit allen Facetten und Zusammenhängen viel klarer, als wir es je aus unseren Medien erfahren konnten. Dies war mein Beweggrund zum Erwerb dieses Buches.
Der Autor sieht aber nur das, was er sehen will. Gerade im Verhältnis der arabischen Protestbewegung zum militanten Islamismus sind dem Autor offensichtlich Scheuklappen zuzuordnen. Die Facebook Generation hat für Freiheit gekämpft. Die Islam-Hardliner waren danach an der Regierung.
Weiterhin sind mir seine Worte nicht zugänglich, wenn er das Christentum des Mittelalters und das der Antichristen des Dritten Reiches mit den heutigen, aktuellen Auswüchsen des Islams vergleicht und gegenrechnet.
Große Enttäuschung macht sich aber erst breit, wenn der Autor in die Zukunft blickt.
Hier übernimmt er sich vollends, aber er ist medienkonform. Damit hofft er auch wirtschaftlich zu überleben.
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am 6. August 2012
Das Buch bietet sehr gute Hintergrund-Informationen auch aus einer Sicht, die das Fernsehen und die Tageszeitung nicht mitteilt.
Ich habe jede freie Minute genutzt, um das Buch durchzulesen.
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am 24. Oktober 2011
Von den zahlreichen Büchern, die in diesen Tagen auf den Buchmarkt kommen und die aus verschiedenen Perspektiven die arabische Revolution 2011 beleuchten, nach der Zukunft der einzelnen Länder und vor allen Dingen immer wieder nach der Rolle und der Aufgabe des Westens bzw. der EU fragen, ist das vorliegende Buch des ehemaligen Nahost-Korrespondenten der ZEIT und heutigen Fernsehjournalisten Michael Lüders vielleicht das nüchternste.

Nach einzelnen Ländern getrennt, beschreibt er anschaulich und verständlich, was dort seit dem Frühling 2011 eigentlich geschehen ist, führt ein in die jeweiligen innenpolitischen Machtverhältnisse, und schätzt vorsichtig und besonnen ein, welche Entwicklungen das jeweiligen Land wohl in der Zukunft nehmen wird.

Mit vielen anderen Autoren ist er sich einig darüber, dass die westlichen Länder einen anderen Blick brauchen auf den Nahen Osten und auf Nordafrika, einen Blick und eine Politik, die nicht mehr mit Unterdrückern kungelt, sondern Arabern und Muslimen "das Streben nach Freiheit und Demokratie zugesteht."

Natürlich sitzt der Schock noch tief, als die ersten demokratischen Wahlen im Gaza-Streifen die Hamas an die Macht brachten, radikale und von Hass auf Israel und den gesamten Westen erfüllte Islamisten übelster Sorte. Dass Wahlen in den Ländern der "Arabellion", die kommen müssen, die jeweiligen islamistischen Gruppen an die Hebel der Macht bringen, hält auch Lüders nicht für ausgeschlossen: "Die Zukunft ist offen."

Nicht nur bei der Revolution, sondern auch bei den ersten Wahlen ist Tunesien vorangegangen. Zur Stunde sind noch keine genauen Ergebnisse bekannt, aber die sehr hohe Wahlbeteiligung des Volkes lässt hoffen, dass es zu einer eigenen Form von demokratischem System kommt, in dem der Islam eine Rolle spielt. Man wird sehen welche.

Als zusammenfassende und ausblickende Darstellung der Arabellion ist dieses schmale Buch von Michael Lüders hervorragend geeignet.
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am 26. Februar 2012
Michael Lüders hat, wie in allen seinen Büchern, hervorragende Arbeit und Recherchierung geleistet.
Seine Aufklärung über die arabischen Diktaturen und deren Revolution geht tief, ist verständlich und spannend.
Ich empfehle dringend, dieses Buch zur Lektüre zu nehmen. Was da geschehen ist und weiter geschehen wird, geht uns alle an.
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