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am 9. Juni 2016
Die ersten Seiten waren vielversprechend. Dann läßt der Autor schwer nach. In der zweiten Hälfte des Buches kommt er immer weiter vom Thema ab, verstrickt sich in völlig unglaubwürdige Argumentationen.
Schade. Das wandert leider ins Altpapier.
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am 26. November 2015
Der Leser reibt sich die Augen: Das Konzept der Post-Privacy wird allen Ernstes als Befreiung gefeiert. Jetzt endlich sei die vollständige Freiheit der unbegrenzten Verdatung des Menschen und des Lebens möglich. Welch ein pubertärer Unsinn, der völlig die psychologische und soziale Bedeutung der Privatsphäre verkennt. Der Autor macht es sich leicht: Er schreibt einfach auf, was er sich so vorstellt. Die Realitäten und die Erkenntnisse der (psychologischen) Wissenschaften interessieren ihn nicht. Wie wenig kritischen Abstand zu sich selbst und seinem Denken muss man haben, um so etwas zu schreiben?
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Christian Heller zeigt mit seinem Essay, dass das Private, die Privatsphäre, die heute so vehement von Datenschützern verteidigt wird, nicht etwa immer schon als menschliches Grundbedürfnis vorhanden war, sondern einen historischen Bedeutungswandel durchgemacht hat. Das eigentliche Ziel dahinter ist Selbstschutz. Das Wissen - und die damit einhergehende Macht von Staat und Gesellschaft ' über den einzelnen Menschen soll möglichst begrenzt werden.

In einem knappen kulturgeschichtlichen Exkurs zeigt Heller die Entstehung und Entwicklung der Privatsphäre von der Antike bis in die Gegenwart auf. Ursprünglich ist das Verb "privare" negativ konnotiert, denn es heißt so viel wie "berauben" und ist durchaus kritisch zu sehen. Schließlich bringt es nicht nur die begehrten Rückzugsmöglichkeiten. Es stärkt patriarchale Strukturen, verschleiert häusliche Gewalt, verhindert Zusammenschlüsse und öffentliche Sichtbarkeit.

'Post-Privacy' schildert, analysiert und vertritt die These: 'Die Privatsphäre ist ein Auslaufmodell' (S. 7), denn wir leben im digitalen Zeitalter. Der Kampf ist bereits verloren; man kann das Private nicht vom Öffentlichen trennen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+, Twitter, Blogs und Internetforen gehören längst zum alltäglichen Leben und sind daraus auch nicht mehr wegzudenken. Man kauft online ein, steigert bei Auktionen mit, nutzt das komfortable Homebanking und eilt mit Handy oder Smartphone durch die Stadt. Wer partizipieren und das Internet nutzen will, muss sichtbar werden. Dass wir mit unserem Handeln auch in der virtuellen Welt Spuren hinterlassen, ist kein Geheimnis. Das, was wir tun, ansehen, preisgeben, veröffentlichen, wird letztendlich gesammelt, verwertet, interpretiert und genutzt. Verhindern können wir das sowieso nicht. Aber wir können lernen, damit verantwortungsbewusst und informiert umzugehen. Endlich auch einmal die Chancen sehen statt nur über das zu jammern, was ohnehin längst verloren ist.

Schnell wird beim vehementen Verteidigen der Privatsphäre auch vergessen, dass der öffentliche Raum, die Teilhabe am Geschehen außerhalb der eigenen vier Wände, ebenso verteidigens- und bewahrenswert ist. Wie lässt sich einerseits die Freiheit des Individuums wahren, soziale Netzwerke und die vielfältigen Möglichkeiten zu Austausch und Information nutzen, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken? Datenschutz bedeutet auch Kontrolle von oben, und da sind die Grenzen zwischen Schutz und Bevormundung fließend. Der Datenschutz, der so vehement eingefordert wird, wird kritisch hinterfragt. Ergebnis: Er ist im Wesentlichen ein Instrument in der Hand der Mächtigen, die damit vor allem eine Gruppe schützen: sich selbst. Die bestehenden Machtverhältnisse werden letztendlich gefestigt. Das, was sie vorgeblich verhindern wollen, nämlich eine gläserne Gesellschaft zu werden, überwach- und kontrollierbar wie in George Orwells Dystopie "1984" kommt letztendlich durch genau diese vermeintlichen Gegenmaßnahmen zustande.

Grundstein für dieses lesenswerte Buch legte unter anderem das Seminar "Intimität und der Wert des Privaten" von Mirjam Schaub, das im Wintersemester 2005/06 an der FU Berlin stattfand. Den wissenschaftlichen Hintergrund merkt man an der fundierten Herangehensweise und an dem umfangreichen Quellenverzeichnis. Darum eignet sich das Buch besonders für Einsteiger in die gesamte Materie. Zum einen ist es überaus verständlich verfasst, gut strukturiert und sensibilisiert für das gesamte Thema. Zum anderen wird man dank der zahlreichen Beispiele, der anschaulichen Darstellung und Nachvollziehbarkeit fundiert informiert. Heller gibt viele Gedankenanstöße, hebt teilweise philosophisch ab und entwirft selbst eine Utopie der totalen Transparenz.

Dabei schreibt er angenehm sachlich und unpolemisch. Positive Aspekte des Lebens in der Post-Privacy rücken hier in den Vordergrund. Denn bei aller Skepsis und Kritik werden diese im Allgemeinen gern vergessen. Die virtuelle Offenheit vereinfacht das Leben, bringt Gleichgesinnte in Kontakt, bietet denen Gesprächs- und Partizipationsmöglichkeiten, die sonst isoliert wären. Solidarität, Offenheit und mehr Toleranz sind durchaus mögliche Folgen. Das Internet ist letztendlich ein demokratisches Medium.

Das Buch ist spannend zu lesen, macht nachdenklich und es macht auch Mut, selbst transparenter und öffentlicher zu werden und Facebook & Co. nicht nur als Gefahr, sondern auch als Chance zu betrachten.
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am 20. November 2011
Zuerst einmal der Gesamteindruck: Plomlompom hat es geschafft ein sehr gut lesbares und verständliches Buch zum Thema Post-Privacy zu schreiben. Es ist ein sehr positives Buch geworden, ein Buch welches ganz bewusst den Schwerpunkt auf Chancen und positive Veränderungen legt, ohne dabei Risiken oder negative Begleiterscheinungen auszublenden.

Das Buch ließt sich sehr entspannt, ganz ohne die leider sonst so verbreitete akademische Verschwurbeltheit: Der Text ist klar und selbst ohne intimste Kenntnisse verständlich. Beispiele werden in genügender Detaillierung eingeführt und immer mit Links versehen, die es dem geneigten Leser erlauben, sich weiterführend zu informieren. Ich selbst kannte einige der referenzierten Webseiten und Dienste nicht und hatte viel Spaß dabei sie mir anzugucken.

Im ersten Kapitel stellt plomlompom sehr gelungen den Status Quo dar, die ändernde Macht, die das Internet mit seiner menschenverknüpfenden und -verdatenden Kraft, auf uns als Gesellschaft ausübt. Ein wie ich finde sehr schöner Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Geschichte des Privaten/der Privatsphäre. Der Teil war sehr interessant, gerade auch als Beweis, dass der Wunsch oder Bedarf nach Privatsphäre eben keine a priori existierende menschliche Eigenschaft ist. Mir persönlich war es manchmal fast etwas zu ausführlich, blieb aber trotzdem gerade dem in solchen Kontexten oft drohenden Soziologengeschwurbel fern.

Kapitel 3 geht auf die Möglichkeiten der Verdatung ein. Gerade die Beispiele, die sich mit der Selbstverdatung und -beobachtung beschäftigten fand ich sehr gelungen, leider glitt das Kapitel gegen Ende für meinen Geschmack zu sehr in eine nicht zielführende Sci-Fi Episode der Resimulation von toten Menschen ab, den Bereich kann man also auch mal nur mit einem Auge lesen icon wink Post Privacy Prima leben ohne Privatsphäre

Kapitel 4 geht nun ein auf den typischen deutschen Datenschutz, die 'Fesselung der Daten' wie plomlompom es beschreibt. Gerade die Rückführung des Datenschutzes auf seinen staatlichen Ursprung und seine oft zensorischen Eigenschaften. Sehr klar benennt plomlompom hier die negativen Seiten des Datenschutzes um dann am Ende versöhnlich als 'Brückentechnologie' zu bezeichnen. Ein in sich sehr schlüssiges Kapitel, welches das herrschende Dogma des guten Datenschutzes kritisch hinterfragt ohne dabei verbissen zu sein. Sehr gelungen!

Kapitel 5 nun ist der wirklich größte Mehrwert, den plomlompom der Diskussion hinzufügt: Er bearbeitet die Machtfrage. Datenschutz als Schutzrecht des machtlosen Individuums gegen den mächtigen Staat wird durchdekliniert und enttarnt als Machtgarant der Mächtigen. Plomlompom skizziert zwei Wirkungsrichtungen, einmal vertikal (vom mächtigen Staat hinter auf die ohnmächtigen Individuen) und einmal horizontal zwischen den 'ohnmächtigen' Individuen. Der Datenschutz zwingt die Individuen in die Isolation, erschwert es für sie, sich gegen die Macht zu solidarisieren und zementiert so die bestehenden Machtverhältnisse über das Informationsdefizit, welches das Individuum dem Staat gegenüber hat. Ein tolles Kapitel und ein wirklich großer Wurf.

Kapitel 6 zeigt nun den Umgang mit Post-Privacy auf, verdeutlicht Strategien und Taktiken, wie ein Leben in der Privatsphärenbefreitheit möglich sein kann. Der Autor nimmt dabei aber Bedenken von Nicht-Postprivat lebenden Mitmenschen auf und zeigt wo die Handlungen des Einzelnen die Bedürfnisse und Befindlichkeiten anderer betreffen können. Er sensibilisiert und erklärt ohne sich einfach auf 'eine Seite' zu schlagen.

Kapitel 7 schließt das Buch dann leicht zusammenfassend ab.

Insgesamt ist dieses Buch keineswegs nur für Post-Privacy Vertreter lesenswert. Eben weil es kein dogmatisches, Datenschutz-zerstören-wollendes Traktat ist, können auch Vertreter des traditionellen Datenschutzes eine Menge Impulse aus diesem Buch mitnehmen. Plomlompom zeigt mit großer Klarheit die Argumentationslücken des bestehenden Gesellschaftsdogmas auf und auch Vertreter des Datenschutzes sollten sich dieser Schwächen bewusst sein und die Probleme für sich lösen.

Im Gegensatz zu vielen 'Anti Facebook'-Büchern ist das Buch nicht verbissen oder predigend. Es ist sehr entspannt, sehr wenig missionierend. Ein Buch welches eigentlich jedem Leser neue Impulse geben kann.
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am 4. November 2011
Christian Heller leistet mit diesem Buch einen klugen, aber selbst für "Einsteiger" in dieses Thema, sehr gut lesbaren Beitrag zur aktuellen Debatte um das Spannungsverhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, zwischen dem Anspruch des institutionellen Datenschutz und seiner heutigen Praxis - insbesondere mit Blick auf soziale Netzwerke und dem Internet.

Der Autor entlarvt dabei manche Forderungen von "Datenschützern" als Ausdruck einer Ideologie, die in der Konsequenz das zerstören könnte, was sie vorgeblich bewahren will: die "informationelle Selbstbestimmung", die eben auch die Freiheit des Individuums und einer Gesellschaft zur sozialen Kommunikation und öffentlichen Interaktion im Internet mit einschließt und eben nicht nur das Recht auf "Privatheit". Denn: Rufe nach dem "Datenbrief", einem "digitalen Radiergummi" oder Ähnlichem würden genau die Kontrollinfrastruktur zu ihrer Durchsetzung erfordern, vor der "Datenschutz" die Menschen zugleich bewahren will - nur dann eben in der Hand von (hoffentlich stets wohlmeinenden) mütterlichen Institutionen oder Beauftragten.

Über die sehr überzeugende Kritik am institutionellen Datenschutz in Deutschland hinaus, versucht der Autor dem gegenüber sein eigenes Konzept von "Post-Privacy" zu setzen. Er tut das zwar mit viel Optimismus, aber doch angenehm unideologisch, ausgewogen und mit dem nötigen Mass an selbstkritischer Reflexion. Insbesondere tritt er zugleich denjenigen entgegen, die fälschlicherweise glauben, im "Recht auf Anonymität" läge der wichtigste Schlüssel zur Bewahrung gesellschaftlicher Freiheiten und dabei vergessen, dass sich mit "Duckmäusertum und Flucht ins Verborgene" keine Freiheit verteidigen lässt.

Als einziger grundsätzlicher Kritikpunkt dieser ansonsten uneingeschränkt empfehlenswerten Lektüre verbleibt daher, dass Hinweise des Autors fehlen, was in der Folge aus seiner Sicht denn an konkreten politischen, rechtlichen und/oder gesellschaftlichen Schlüssen aus seinen Erkenntnissen zu ziehen sein könnte. So verbleibt das Buch in der Analyse, geschrieben aus einer Perspektive, die zwar die "Machtfrage" stellt, aber gar nicht vorsieht, über das eigene Internetnutzungsverhalten hinaus, auch institutionelle Veränderungen mindestens einzufordern oder andere eigene politische Antworten zu geben. Dieses bleibt allein dem Leser überlassen, der immerhin aber mit neuen Erkenntnissen und besseren Argumenten in der notwendigen gesellschaftliche Debatte über die Zukunft des Datenschutz ziehen kann.

Für alle, die sich für die aktuelle Datenschutzdebatte interessieren oder gar an ihr aktiv beteiligen, ist es dieses Buch daher Pflichtlektüre!
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am 12. November 2014
eher hoffnungslosen Schimpfen über fehlenden Datenschutz, fehlende Privatsphäre, mangelnde Datensicherheit, Probleme mit Anonymität und Schutz vor ungewollten Übergriffen. Angesichts der Veränderungen und (aktuellen und absehbar zukünftigen) Möglichkeiten der neuen Medien (Internet, Smartphone, ?) ist es Zeit, in Alternativen zu denken - und zu handeln. Das Buch bietet dazu einen ersten Einstieg ... ich hoffe, weitere werden folgen ... - pro Buch, das warnt und eine Kontrollwut prophezeit, sollte ein Buch erscheinen, dass Alternativen auslotet ...
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am 29. August 2012
Unser gegenwärtiger Begriff der "Privatheit" wird historisch relativiert. Es wird gezeigt, daß der sogenannte Datenschutz eine Entmündigung und Überwachung des Bürgers darstellen kann.
Also eine erfreulich unkonventionelle Stellungnahme zur deutschen Angst und Datenschutz-Hysterie!
Was fehlt, ist der wirtschaftliche Aspekt: Datenschutz ist auch ein Geschäft, von dem die wohlbestallten Datenschützer leben. Und dieses Geschäft ist genial, denn es schafft sich die Nachfrage selber, durch Aufstellen von Normen. Und welches Thema hätte mancher Personalrat im Öffentlichen Dienst, gäbe es den Datenschutz nicht?
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am 8. Oktober 2012
Auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Ein tolles Buch, das sehr erfrischend mit neuen Sichtweisen daher kommt.
Ein notwendige Ergänzung für die ansonsten sehr einseitig zur Verfügung gestellte Literatur.
Und selbst für mich als überzeugten Verteidiger der Privatsphäre ein Ausblick, der Mut macht....
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am 13. August 2012
Die bereits veröffentlichten Rezensionen sagen schon alles. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen und empfehle es, weil es verständlich und unpolemisch geschrieben ist. Die Einsichten, die ich aus der Lektüre gewonnen habe, werde ich in meinen Umgang mit dem Internet einfließen lassen.
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