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TOP 100 REZENSENTam 24. August 2017
Die meisten überlebenden Afghanen wurden bereits in den Krieg hineingeboren und kennen nichts anderes als ein zerstörtes Land im Bürgerkrieg. Hier kann man zusehen, wie ein nationales Trauma von Tag zu Tag größer wird und von Jahr zu Jahr wächst. Und immer ist noch kein Ende in Sicht. Wenn man Terroristen und Gewalttäter züchten will, dann ist Afghanistan der richtige Ort dafür.
Wenn man den Afghanen, die in sichere Länder flüchten, den Flüchtlingsstatus aberkennt, dann ist das wohl der blanke Hohn.
Hier wird ein stolzes Volk, oder besser gesagt, werden viele stolze Völker gedemütigt. Denn seit 3500 Jahren ist Afghanistan die Drehscheibe der Sieger und Eroberer. Immer wieder waren es die Herrscher Afghanistans, die Indien eroberten und zu dessen Königen wurden. Die arischen Häuptlinge, Demetrius von Baktrien, Skythen- und Hunnenfürsten, Machmud von Gahza, Timur Lenk, Babur und die Afghanenkönige des 19. Jhdt.. Sie alle waren es gewohnt zu kämpfen, zu siegen und zu erobern. Die Nachkommen all dieser Stämme sind heute die vielen Völker Afghanistans.
Siehe auch: Tantalus Welt: Die Überwindung nationaler Traumata
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am 20. Januar 2013
Dieses Buch ist top, gehört im Bücherregal von jedem, der mit der Region zu tun hat. Es ist gut verständlich geschrieben, sodass nicht nur Wissenschaftler, Studenten und co, sondern auch Laien sich schnell einen Überblick über Afghanistan bekommen möchten. Schetter ist Deutschlands Afghanistan-Experte, und ich bin der Meinung, dass er es trotz seines enormen Wissen über das Land und Region es geschafft hat, knapp und präzise die wichtigsten Themen anzusprechen und zu erläutern.
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am 13. Januar 2012
Das Werk von Conrad Schetter beeindruckt durch dessen detaillierte Behandlung der komplexen Geschichte Afghanistans. Der Leser wird eingehend informiert - und ist beeindruckt von der Vielfalt des Landes, seiner vor allem ethnisch geprägter Strömungen, die auch von religiösen Faktoren beeinflusst werden.
Das Buch vermittelt nicht nur fundiertes historisches Hintergrundwissen eines in meinen Augen exzellenten Kenners der Region, sondern zeigt auch die Zwiespältigkeiten der Situation in Afghanistan durch die Geschichte, die vor allen Dingen in der Lage während des Bürgerkrieges nach dem Abzug der Sowjetarmee und dem Erscheinen der Taliban zum Ausdruck kommen. Auch die Verwobenheit jahrhundertelanger Beziehungen mit den Nachbarn und wechselhafte Bündnisse aus religiösen, politischen oder auch nur opportunistischen Interessen heraus zeigen seltsame Widersprüchlichkeiten auf. Die Verflechtungen aufgrund von hegemonialen und wirtschaftlichen Interessen europäischer Länder, allen voran Großbritannien, aber auch das Verhältnis mit den opportunistischen und ambivalenten USA wird interessant und sachlich dargestellt.
Als europäischer Leser stellt man spätestens nach Ende der Lektüre fest, dass es einen Königsweg in Afghanistan so schnell nicht geben kann und dass noch so gut gemeinte Vermittlungsangebote aufgrund der Komplexität bedingt durch ethnische, religiöse oder tribale Interessen und Dominanzen mutmaßlich auch in der Zukunft keinen beständigen Konsens erreichen werden. Zum einen ist das Land zu heterogen, als dass die Herausbildung Afghanistans zu einem Nationalstaat ein leichtes wäre. Zum anderen sucht(e) der Westen zu sehr nach eigenen Vorteilen zu Lasten der Herausbildung dauerhaft gefestigter nationaler Strukturen.
Es ist dem Land zu wünschen, dass seine Einwohner nach zermürbenden Kriegen und internen Auseinandersetzungen wieder zur Ruhe kommen und zu einem eigenständigen und gut nachbarlichen Zusammenleben finden.
Das Buch ist abschließend betrachtet eine wertvolle und empfehlenswerte Informationsquelle, die meinen Bücherschrank bereichert.
PS Eine relativ unbedeutende Unstimmigkeit in diesem Zusammenhang: Das Geburtsdatum von Präsident Hafizullah Amin ist nicht 1957, sondern 1929 (S. 90).
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Nach Lesen dieses Buches erscheint er mir ein wenig klarer, wieso Afghanistan auch in jüngster Zeit nicht nur Ruhe kommt.
Man erfährt im Buch vieles zur Geschichte des Landes, weniger zur aktuellen politischen Lage. Aber durch den geschichtlichen Rückblick ist eine bessere Einordnung der momentanen Geschehnisse möglich.

Kaum ein Herrscher des Landes ist eines natürlichen Todes gestorben. Abgesetzte, geschasste Führer tauchen im weiteren Verlauf der Geschichte wieder auf und nehmen erneut eine zweifelhafte Position ein. Es gibt einige wenige Clans, die um die Vorherrschaft ringen. Einhergeht jeweils die Unterdrückung der Unterlegenen.
Eine nationale Einheit von Afghanistan ist alleine aufgrund der verschiedenen Ethnien, Glaubensrichtungen und Herrschaftsvorstellungen kaum zu verwirklichen

Das Buch macht auf 150 Seiten einen Abriss von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf den letzten ca. 200 Jahren. Die vielen unterschiedlichen Namen führen mitunter zur Verwirrung, mögen aber für denjenigen, der tiefer in die Materie einsteigen möchte, durchaus hilfreich sein.

Interessant ist die historische Beziehung zwischen Deutschland und Afghanistan. Man erfährt, wie es dazu kam.

In der 3. aktualisierten Auflage von 2010, sind die jüngsten Ereignisse (am Rande) mit eingearbeitet.
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am 27. Juli 2012
Eigentlich gibt es sehr viele Bücher über und zu Afghanistan, eigentlich aber auch nur sehr wenige. Das meiste, was man zu diesem Thema findet, sind Berichte und Ähnliches, die/das sich mit dem Krieg bzw. der Situation Afghanistans nach 9/11 auseinandersetzt. Dies mag wichtig und gut sein, liefert jedoch nicht immer unbedingt alle notwendigen Informationen, die dem Interessierten auch historische und kulturelle Hintergründe vermitteln- und dies ist gerade im Falle dieses Landes am Hindukusch sehr wichtig, denn im Prinzip lässt sich vieles nur dann ansatzweise verstehen, wenn man auch ein wenig über die Vorgeschichte des Landes und seiner Kultur mitsamt seinen Menschen erfährt.

Die Reihe der "Kleinen Länderkunden" des Beck Verlages füllt im Falle vieler Länder derartige Lücken, indem allgemein und auch für den Einsteiger leicht verständlich Informationen zu einem Land gegeben werden, die chronologisch Hintergründe und gesellschaftliche Entwicklungen beleuchten. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch dieses Buch zu empfehlen, sozusagen als Einstiegslektüre für jeden, der sich mit dem Land zum ersten Mal beschäftigt und intensiver in das für uns immer noch "schwierige" Themenfeld "Afghanistan" einsteigen will. Besonders empfehlenswert ist dieses Buch auch deshalb, weil die afghanische Geschichte äußerst wechselreich und schicksalshaft ist, man nicht auf Anhieb alle Hintergründe erfasst und deshalb eine gute und klare Übersichtlichkeit sehr wichtig ist- denn nur selten werden Leser die Gelegenheit haben, selbst gerade in dieses Land zu reisen, um sich ein Bild zu machen.

Der Inhalt umfasst alle Epochen der (bekannten) Geschichte, geht dabei vornehmlich auf die Zeit ab dem 18. Jahrhundert ein und erklärt somit einige Grundlagen der Geschichte, die auch erklären, warum das stets zwischen den Mächten hin- und her bekämpfte und erkämpfte Land nie wirklich zur Ruhe kam. Es gibt zwar inzwischen bessere Werke, die vor allen Dinger reicher bebildert, etwas aktueller und optisch ansprechender gestaltet sind, dennoch bleibt dieses Buch quasi ein Muss für jeden, der sich mit diesem Thema tiefer beschäftigen will. Von daher: empfehlenswert, da es wenig Bücher zu einem historischen Überblick Afghanistans gibt, wenn auch inzwischen nicht (mehr) das beste Werk dazu.
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