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Tetens wendet sich an alle, die etwas mehr erfahren und zum Nachdenken angeregt werden möchten, „was es mit der Philosophie und dem philosophischen Argumentieren auf sich hat“ (S. 10). Wichtig: Tetens geht es nicht nur um die Anwendung der formalen Logik, sondern es geht ihm um den Umgang mit Argumenten. Genau dieser gekonnte Umgang mit Argumenten, den ich im Alltag von betrieblichen Entscheidungsprozessen immer wieder vermisse, hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht!

Der Aufbau des Buches wirkt im ersten Moment äußerst formal, wie ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt:
• Teil 1: Der Grundsatz philosophischen Argumentierens
•Teil 2: Argumente, Schlussregeln, Argumentationsmuster
•Teil 3: Argumentationsmuster der Philosophie
•Teil 4: Dialektische Strukturen in der Philosophie
•Teil 5: Anhang

Teil 1 ist als Einleitung ins Thema zu verstehen. Ab dem Teil 2 realisiert Tetens durch seinen fortlaufenden Bezug auf philosophische Standardtexte sein Buchkonzept mustergültig. Er zeigt dem Leser auf, wie mit Hilfe des vertieften Verständnisses philosophischer Argumentationsmuster der Zugang zu philosophischen Klassikern erleichtert werden kann. Auch wenn sich dadurch nicht automatisch alle Klassiker erschließen – als Beispiel mag hier der Abschnitt unter dem Stichwort „sprachkritische Argumente“ und Heidegger (S. 203-211) dienen – lädt Tetens dadurch immer wieder zu der Auseinandersetzung mit den Originalen ein – was ihm bei mir mit den knappen drei Seiten über den „linguistic turn“ und Wittgenstein (S. 211-213) auch gelungen ist.

Klar, es ist kein Werk, das ich so nebenbei querlesen kann. Für alle, die eine fundierte Einführung ins Argumentieren wünschen und den Bezug zu klassischen Argumentationsgängen in philosophischen Texten suchen: absolut empfehlenswert!
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am 9. Januar 2014
Im Klappentext heißt es, man könne dieser Einführung auch ohne tiefere Logikkenntnisse folgen. Das ist richtig, Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt, aber eine Fähigkeit zum logischen Denken sehr wohl, und zwar nicht wenig davon. Auf fast jeder zweiten Seite werden einem formale Schlußregeln vorgesetzt von dieser Art:
"1. p ist nicht der Fall.
2. Im Kontext, in dem gefragt wird, was wäre der Fall, wenn p der Fall wäre, ist das Wissen W einschlägig.
3. Aus p und W folgt logisch, daß q der Fall ist.
4. Also wäre q der Fall gewesen, wenn p der Fall gewesen wäre."
Das Buch hätte besser den Titel "Die Logik philosophischen Argumentierens" bekommen, aber damit wahrscheinlich einige Käufer verschreckt. Um Philosophie und Argumentation geht es natürlich, aber in zweiter Linie. Primär reflektiert der Autor eine ganze Reihe logischer Theoreme, und er macht das sicher nicht schlecht, nur sollte man sich bewußt sein, das ist keine Gute-Nacht-Lektüre und auf keinen Fall für Schüler geeignet, außer für hochbegabte. Schade, daß dem Autor offenkundig jedes Gefühl dafür mangelt, wie man diese schwierige Materie einer breiten Leserschaft vermittelt. Er ist Philosophieprofessor, und der Verlag hätte das Buch besser als Studienliteratur aufgemacht. Ich, obwohl Akademiker, habe nach 115 Seiten und dem Kapitel über "Mögliche Welten", in dem Tetens sich unter anderem den Kopf darüber zerbricht, ob die schwache Supervenienztheorie eine physikalisch akzeptable Theorie ist, das Buch enttäuscht zur Seite gelegt bzw. den Rest nur mehr überflogen. Wer von sich glaubt, überdurchschnittlich gut abstrakt und logisch denken zu können, den mag diese "Einführung" glücklich machen. Alle anderen sollten in einer Buchhandlung unbedingt ein Kapitel probelesen.
22 Kommentare| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2015
Jeder Absatz sollte argumentativ aufgebaut sein, d. h., innerhalb eines Absatzes sollte (mindestens) ein Argument entwickelt werden. Das Buch von Tetens erklärt verschiedene (philosophische) Argumentationsmuster. Das sieht zwar auf den ersten Blick etwas formal aus, ist aber sinnvoll, um zu verstehen, was überhaupt damit gemeint ist, zu argumentieren. Für Semesterarbeiten und Abschlussarbeiten kann es sehr hilfreich sein, ausgehend von einem Beispiel dieses Buch in die Hand zu nehmen. Sie sollten zu einem Sachverhalt mindestens 2 verschiedene Sekundärquellen miteinander vergleichen und jeweils 1-2 Absätze aus jeder Quelle zu dem Sachverhalt ausdrucken bzw. kopieren. Legen Sie Ihre Fundstellen nebeneinander, lesen Sie alles (wirklich) sorgfältig, Wort für Wort, mit einem Stift in der Hand und greifen Sie dann nach dem Buch von Tetens. Gehen Sie z. B. zu Unterkapitel 4.4 Logisch gültige Schlussreglen, letztendlich geht es nämlich beim Argumentieren oftmals um wenn - dann - Regeln, "wenn" kann sich z. B. auf empirische Ergebnisse aus einer Forschungsstudie beziehen, "dann" führt in diesem Fall den Gedanken weiter, "wenn" diese Ergebnisse zutreffen, "dann" folgt daraus ... , was wiederum durch die Forschungsergebnisse von xyz bestätigt wird, daraus ergibt sich dann wiederum eine neues "wenn". So entwickeln Sie im Sinne eines hermeneutischen Zirkels Schritt für Schritt Ihre Argumentation von Absatz zu Absatz. Ob wenn - dann wirklich logisch miteinander zusammenhängen, erklärt z. B. Unterkapitel 4.4. Letztendlich liegt dieser Kerngedanke aber allen Argumentationsmustern in diesem Buch zugrunde. Lesenswert!
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