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am 22. März 2012
Der Band von Harald Haarmann wendet sich an interessierte Laien und ist sehr gut lesbar. Er strotzt vor Informationen, die dem Autor gut gegliedert nur so aus der Feder fließen. Fachspezifische Termini werden unmittelbar und anschaulich erklärt. Insgesamt bietet dieses Buch einen guten Überblick über die Geschichte der Sprachen und erklärt, sofern vorhanden, deren entstehungsgeschichtlichen Zusammenhänge. Obwohl vielfach Sprachen aufgeführt sind, die Otto Normalverbraucher nicht kennt (und von denen ich so gut alle auch schon wieder vergessen habe) bleibt Haarmann im Fließtext praktischerweise doch bei den historisch wichtigen bzw. heute bekannteren Sprachen und führt die exotischeren Beispiele (z.B. Sprachen, die nur noch von einer handvoll Menschen gesprochen werden) in der Regel tabellarisch auf, so dass man sie beim Lesen auch beiseite lassen kann. Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass die Darstellung den Forschungsstand von 2006 abbildet(Sekundärliteratur bis 2005). Wem das nicht zu alt ist und wer sich für dieses Thema interessiert, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
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"Est etiam sermo societatis humanae instrumentum....."
(J. L. Vives, katalanischer Philosoph und Humanist)

Harald Haarmans "Weltgeschichte der Sprachen" istin seiner ersten Auflage bereits im September 2006 erschienen. Der multidisziplinäre Philologe fast hierin Erkenntnisse seiner früher erschienenen Werke "Kleines Lexikon der Sprachen: Von Albanisch bis Zulu (2001), Lexikon der untergegangenen Sprachen (2002),Kleines Lexikon der Völker: Von Aborigines bis Zapoteken (2004) und Lexikon der untergegangenen Völker: Von Akkader bis Zimbern (2005) zur Darstellung seiner globalen Glottogenese zusammen.....

.....wobei er in seiner Einleitung auch die Risiken eines solchen Überblicks einräumt. Obgleich er den Schwerpunkt der systematischen Abhandlung auf die letzten 10.000 Jahre setzt, gibt es zu vielen Entwicklungen, insbesondere den sehr frühen, empirisch kaum faßbaren, die unterschiedlichsten Theorien und Hypothesen. Die wichtigsten werden in diesem Buch vorgestellt, vor allem auch dann, wenn sich noch keine weitgehend einheitliche Lehrmeinung zu einer Frage herausgebildet hat. Haarmann weist jedoch auch darauf hin, dass eine derart breit angelegte Betrachtung auch Chancen biete, denn nur wenn man in evolutionsgeschichtlicher perspektive die Bedingungen für die Entstehung und Entwicklung von verbaler Kommunikation begreift, kann man auch die Weltgeschichte der Sprachen nachvollziehen. Nach einer "pragmatischen Definition" auf dieFrage "Was ist eine Sprache?" schließt der Autor seine Einleitung mit einer kurzen Vorstellung der historischen Sprachforschung und den Überlegungen "Vom Zufall der Sprachentwicklung".

Haarmanns "Weltgeschichte der Sprachen" hält sich an chronologische wie geographische Entwicklungslinien. Beginnend bei den Anfängen der Sprachfähigkeit der Hominiden über die Ausbreitung menschlicher Populationen "out of Africa" in den Nahen Osten, von dort nach Europa und Südasien, weiter nach Neuguinea, Australien, in das östliche Sibirien und auf den amerikanischen Doppelkontinent, erst im 10. nachchristlichen Jahrhundert nach Neuseeland, bis hin zur Ausgliederung in regionale Zweige und Einzelsprachen, unserer heutigen Sprachenwelt. "Die Anfänge der Sprachrevolution" ist das erste von insgesamt zehn Kapiteln. Die symbolische und verbale Kommunikation früher Menschen gepaart mit Sprachfähigkeit und Identitätsfindung wurde schließlich zu einem kulturellen Motor für die Menschheit. Aus der Protosprache des Neandertalers entwickelte sich die komplexe Sprache des Homo sapiens. Haarmann nennt die Konstruktionspläne und Baumaterialien von Sprachen. Für die mögliche Ausdrucksvielfalt in einer bestimmten Umwelt gibt er unter "Schnee ist nicht gleich Schnee" ein Beispiel aus dem Inari-Saamischen, das für den gefrorenen Niederschlag einundzwanzig (!) verschiedene Worte kennt, die seinen Zustand näher beschreiben. Kapitel 2 und 3 befassen sich mit Afrika und Eurasien, bzw. Australien, Sibirien und die Neue Welt. Hierzu gibt es unter anderem Karten, die die Ausbreitung des modernen Menschen aufzeigen und Schemata zur Ausgliederung menschlicher Populationen und Sprachen. Das vierte Kapitel bewegt sich "Auf den Spuren der ältesten Sprachen" Eurasiens und Afrikas und ihren modernen Rückzugsgebieten. Eine zweiseitige Aufzählung nennt die vor-indoeuropäischen Sprachen des gesamten Mittelmeerraumes, dazu gibt es eine Karte, auf der alle ausgestorbenen Sprachen, also auch indoeuropäische und afroasiatische, dieses Raumes eingezeichnet sind. Zu den überlebenden vor-indoeuropäischen Sprachen zählen die autochthonen Idiome des Kaukasus und das Baskische, das in einem Fokus mit den altmediterranen Sprachen behandelt wird. In Asien zählen vor allem die dravidischen Sprachen und das Ainu, Afrika die Khoisan-Sprachen mit ihren eigenartigen Schnlazlauten (englisch: Clicks) zu den sogenannten "Altsprachen".

"Die Entstehung von Sprachfamilien" ist Gegenstand des fünften Kapitels. Einer tabellarischen, nach der Anzahl ihrer Einzelsprachen und dem hauptsächlichen Verbreitungsgebiet gelisteten, Übersicht aller Sprachfamilien folgt eine entsprechende Weltkarte. Mit einem Stammbaum der Konstitueneten der einer nostratischen und eurasischen Suppersprachfamilie versuchte der italienische Populationsgenetiker Cavalli-Sforza im jahre 2000 fast alle Sprachen der Welt zuammenzuführen. Besonders interessant sind die Konvergenzvprozesse "alter" und "neuer" Sprachen auf dem indischen Subkontinent, die auch auf einer Karte wiedergegeben sind. Mit 88 Seiten bildet das sechste Kapitel, um "Die Indoeuropäische Sprachfamilie" den Schwerpunkt des Buches. Der Bogen spannt sich von der Frage nach der Urheimat, den Bauplänen des Proto-Indoeuropäischen (Satem- und Kentumzweig), die sprachlich-kulturelle Indoeuropäisierung Europas bis zur Ausgliederung regionaler Sprachzweige, wie bespielweise dem Albanischen, Keltischen, Germanischen, Tocharischen usw. Für jeden dieser Sprachzweige gibt es einen eigenen Abschnitt. Der Ausgliederung und Entwicklung des Deutschen ist ebenso, wie dem Thema "vom Lateinischen zu den romanischen Sprachen", ein Fokus gewidmet. Sprachen in Verbindung zu Technologien, wie die Ausbreitung des Ackerbaus, der Eisenverabeitung oder ihre Rolle bei Kulturkontakten und der Verbreitung von Schriftsystemen sind Themata des achetn Kapitels. Ein Schaubild offenbart die wichtigsten Stationen der Alphabetenenwicklung im Votrderen Orient, Europa und Südasien. Nach Pidgins- und Kreolsprachen, den Nachzuüglern der Neuzeit in Kapitel neun, befasst sich das letzte Kapitelmit der "Gegenwart und Zukunft der Sprachen". Überlegungen zur sprachlichen Dynamik in Europa folgen Trends und Prognosen zum Fragen zum "Wachstum der Großen" und "Untergang der Kleinen" in der Sprachenvielfalt des Globalisierunsgprozesses.

Den Abschluss des Bandes bildet ein 41seitiger Anhang mit einer umfangreichen Bibliographie - zu der Haarmann alleine mehr als zwei Seiten als eigene Quellen beisteuert - und ein Register der Sprachen und Sprachfamilien. Mit seiner " ist dem dem Preisträger des "Prix logos" der Association européenne des linguistes et des professeurs de langues (1999), des "Premio Jean Monnet" (1999), der "American Medal of Honor" (2002) und des "Plato Award" (2006) wieder einmal ein "glottologisches" Standardwerk zum Lesen und Nachschlagen gelungen. 5 Amazonsterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2016
Seinem Titel wird dieses Buch auf jeden Fall gerecht: Harald Haarmann gibt hier eine wahrlich umfangreiche Gesamtschau zur Geschichte der Sprachen – sämtliche Sprachgruppen der Welt werden zumindest erwähnt.

Die Darstellung orientiert sich an der historischen Abfolge, beginnend mit der Protosprache der Neandertaler. Es folgt eine Beschreibung der Entstehung des modernen Menschen und seiner Verbreitung in alle Welt, wobei die diesbezüglichen Wanderungsbewegungen sich auch heute noch in der Verteilung der Sprachen nachvollziehen lassen. Darauf folgt die Schilderung der Ausbildung der diversen Sprachfamilien, deren wichtigste näher beschrieben werden. Die Darstellung des Indoeuropäischen erfolgt dabei am ausführlichsten, aber auch beispielsweise die uralischen, afroasiatischen oder sino-tibetischen Sprachen werden näher behandelt.
Eine Erörterung der Phänomene der Pidgins und Kreolsprachen rundet das Buch ab.
Im letzten Kapitel befasst sich der Autor dann noch mit der Zukunft der Sprachen. Dabei versucht er, die gegenwärtigen Schreckensvisionen des massenhaften Sprachensterbens und des überbordenden Einflusses des Englischen etwas zu relativieren, betont aber auch, wie problematisch der Untergang jeder Sprache ist, geht mit ihrem Verschwinden doch auch eine komplette Terminologie unter, in der ein bestimmtes lokales Wissenspotential über unsere Welt seine Ausdrucksform findet.

Leser, die sich für Linguistik interessieren, finden hier also einen breit gefassten Überblick und eine Fülle spannender Informationen. Es zeigt sich, wie vielfältig die Welt der Sprachen ist und welche Gemeinsamkeiten dennoch bestehen und es ist interessant, zu sehen, womit Sprachwissenschaftler sich beschäftigen, welche Methoden zur Rekonstruktion vergangener Entwicklungen eingesetzt werden und wie dabei auch Ergebnisse aus anderen Wissenschaftsgebieten wie Archäologie oder Genetik herangezogen werden.
Allerdings ist dieses Werk doch in einem sehr trockenen Stil geschrieben und mit relativ vielen Fachbegriffen durchsetzt, was es für den Laien manchmal schwer macht, alle Inhalte richtig zu verstehen und aufzunehmen.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Mai 2016
Haarmann lässt sein Wissen als Sprachwissenschaftler spielen: Über Lautverschiebungen und Wortschatz kann man in der Zeit zurückrechnen und verschiedene Sprachfamilien samt ihrer Verwandtschaft untereinander feststellen. Das Nostratische als älteste bekannte Ursprache ist zwar noch ein Konstrukt, vergleicht man aber die Wanderung des homo sapiens out of Africa mit den Sprachverwandtschaften, dann werden doch die historischen Sprachentwicklungen immer nachvollziehbarer. So erwarten uns noch interressante Erkenntnisse: Wann entstand die erste Ursprache des Homo sapiens? Gab es mehrere Ursprachen durch die Vermischung mit Neandertalern in Europa und homo denissova in Asien? Die nächsten Jahre werden sehr spannend und Haarmanns Buch bietet dafür eine gute Grundlage.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Die Legionen des Varus"
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am 22. Juli 2013
Kompakt und ausgezeichnet. Mit viele Informationen die man sonst nur schwer findet. Das lesen hat mir spaß gemacht! Hatte es mir erst in der Bibliotheke ausgeliehen und dann gekauft.
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am 3. April 2016
Das Buch ist zu wissenschaftlich geschrieben und es werden Vorkenntnisse vorausgesetzt, um vieles zu verstehen. Auch schweift der Autor vielerorts ab.
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am 17. März 2014
Nachdem ich durch das Buch "Einblicke in das Wesen der Sprache" von Oliver Heinl zum ersten Mal überhaupt auf das Thema Sprache, Ursprache usw. aufmerksam geworden bin, las ich nun in kürzester Zeit einige Werke dazu.

Harald Haarmann, der allgemeine Sprachwissenschaft studierte und der an verschiedenen Uni's lehrte, gibt mit dem Buch "Weltgeschichte der Sprache" ein umfassendes Standardwerk für den interessierten Laien heraus, indem er auf die verschiedensten Sprachen eingeht.

Dieses Buch hält sich an die üblichen, wissenschaftlich allgemein anerkannten Erkenntnisse, blickt aber meiner Meinung nach nicht über den Tellerand hinaus. Aufgrund der Bücher, wie dem oben genannten von Heinl oder den Büchern von Arnold Wadler, die mich restlos begeistert haben, kann ich vielen einzelnen Details in diesem Buch nur skeptisch entgegentreten, da viele Behauptungen, wie die der Sprachfamilien, den Sprachentstehungen oder des Lautwandels, in den Büchern von Wadler und Heinl für mich eindeutig widerlegt, bzw. richtig gestellt worden sind.

Alles in allem ein interessantes Buch, das mir jedoch nicht solch tiefe Erkenntnisse liefern konnte wie die Bücher Arnold Wadlers.
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am 16. November 2013
das buch ist sehr gut informativ und mit vielen bilder veranschaulich dargestellt
perfekt für alle die sich für das thema interessieren
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am 12. Juni 2014
Es gibt wahrscheinlich nicht Faszinirienderes als die Geschichte der menschlichen Sprache. Harald Haarmann schafft es aber, einem den Spass komplett zu verderben. Ich glaube schon, dass der Autor grosse Ahnung von Thema hat - leider reicht die nicht aus, um ein gutes Buch gär jedermann zu schreiben. Er schmeisst nur mit Fachbegriffen umher, ohne sie jemals zu erklären, springt von einem Thema zum anderen und wieder zurück. Ich brauche ein anderes Buch zu diesem Thema.
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