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Der brandneu erschienene, konzise Überblick über die altorientalische Götterwelt und ihre Mythen wird von einer Karte des "altorientalischen Kulturraums" und einer weiteren Südmesopotamiens (Summer/Babylon) flankiert, die auf der Innenseite der vorderen und hinteren Buchklappe zu finden sind. Zu Beginn gibt der Autor, Prof. Dr. Manfred Krebernik, der an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen Lehrstuhl für Altorientalistik bekleidet, zunächst Hinweise für den Gebrauch des Bandes im Hinblick auf die verwendeten Abkürzungen, Umschriften und Periodenbezeichnungen usw. Etwas ungewohnt gegenüber der großen Masse anderer historischer Fachbücher ist das Weglassen des Zusatzes "v. Chr." Angesichts des zeitlichen Rahmens der Thematik ist dies jedoch durchaus rationell, da hier der Zusatz n. Chr. eher die Ausnahme darstellt.

Ohne eine besondere Einleitung geht Krebernik im ersten - von insgesamt sechs - Kapiteln auf den geographischen und historischen Rahmen ein, auf den sich der Begriff des "Alten Orients" bezieht. Dieser Kulturraum wird durch den Gebrauch und die Verbreitung der Keilschrift definiert. Die Schrift, die neben den ägyptischen Hieroglyphen zu den ältesten der Menschheit gehört, entstand um 3300 v. Chr. im Süden des heutigen Irak, in der damaligen sumerischen Stadt Uruk. Als Weiterentwicklung früherer Zählsysteme und Zahlnotationen, die zuerst für administrative Zwecke geschaffen und auch lange Zeit ausschließlich hierfür verwendet wurde, fand sie auf Tontafeln bis ins 1. nachchristliche Jahrhundert als Medium verschiedener Sprachen Verwendung. Zur zeit ihrer größten Ausdehnung erstreckte sich die Keilschriftkultur vom Persischen Golf bis ans Mittelmeer und von Anatolien bis Ägypten. Mit dem antiken griechischen Terminus Mesopotamia (Land zwischen den Strömen) wurde ursprünglich nur das im Norden gelegene Land zwischen Euphrat und Tigris genannt, der Süden hingegen nach seinen frühen Bewohnern das "Sumer" genannt. Sumerer ist die akkadische Bezeichnung für ein Volk das sich selbst "ken-gir" und seine Sprache "eme-gi(r)" nannte. Dieses Volk, dessen Sprache mit keiner anderen verwandt ist, brachte die Keilschrift hervor.

Das zweite Kapitel befasst sich ausgiebig mit den vorliegenden Quellen, die zunächst in Wirtschaftstexten und Urkunden, Bau- und Weiheinschriften sowie Fluch- und Segensformen zu finden sind. Von besonderer Bedeutung ist auch die, im vereinigten Reich von "Sumer und Akkad" Sargons I. und seiner Nachfolger entstandenen absoluten Datierungssysteme mit Jahresnamen, Königslisten, Annalen, Chroniken und jährlichen Kultzyklen. Daneben gibt es weitere Keilschriftdokumente in Form von Briefen, Gebeten, Beschwörungen, Devinationen, Liebes- und Klageliedern sowie Hymnen auf Gottheiten, Tempel und Könige. Neben Astrologie, Astronomie und Medizin sind es vor allem die Weisheitsliteratur sowie die Epen und Mythen, die bis in die heutige Zeit ihre Nachwirkungen haben. Das dritte Kapitel bietet allgemeine Informationen zu den Gottheiten des Altorientalischen Polytheismus. Während Kult und Ritual scharfe Grenzen zwischen sakraler und profaner Sphäre vorweisen, sind Götter und Menschen komplementäre Wesen, bei denen Überschneidungen und Übergänge möglich sind.Neben den ihren Theonymen werden die kosmisch-funktionalen Aspekte und die Konzepte göttlicher Weltordnung und -lenkung erläutert. Ebenso Ihre Attribute, Erscheinungsformen, Symbole, sowie Götterzahlen, Hierarchie, Lokalpanthea pp. Bemerkenswert ist der religiöse Pluralismus, der z. B. die gleichzeitige Verehrung einer männlichen und weiblichen Sonnengottheit zulässt. Das sumerisch-babylonische Pantheon bildet die Grundlage für die Hauptgestalten der Götterwelt des Alten Orients (An/Anu(m) Enlil/Illil/El, Enki/Ea, Inanna/Ischtar, Nanna/Sin,Utu/Schamasch, Ischkur/(H)addad/Bel/Baal usw.), die in Kapitel vier vorgestellt werden und ihre Entsprechungen bei Nachbarvölkern der Hurriter, Hethiter, Ugariter, Kanaaniter, Israeliten etc. gefunden haben und z. T. noch bis heute im unserem täglichen Leben auf diese oder jene Weise präsent geblieben sind.

Nachdem die beiden letzten Kapitel den wichtigsten Mythen und dem religiösen Leben des Alten Orients gewidmet sind, gibt es och vier schwarzweiße Fotos von Artefakten sowie eine gelungene genealogische Übersicht über die Hauptgestalten des mesopotamischen Pantheons, eine chronologische Synopse zum Alten Ägypten und bibliographische Hinweise.

Als nahezu erschöpfendes wissenschaftliches Kompendium zu einem kulturellen Kosmos, der bis in unsere Gegenwart seine Nachwirkungen zeigt, ist der Band mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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am 25. April 2012
Das Büchlein bietet auf engstem Raum den im deutschsprachigen Raum aktuellsten und konzisesten Überblick über die altorientalischen Gottheiten und Mythen, die Welt, in der sie eine Rolle spielten und die Quellen, die der heutigen Wissenschaft zu ihrer Rekonstruktion zur Verfügung stehen. Wieviel aktuellste Forschung der Forscher Krebernik ganz ohne Aufhebens in diese allgemeinverständliche Darstellung einfließen ließ, ist nur durch die wenigen weltweit tätigen Spezialisten auf diesem Gebiet zu würdigen. Vielfältige Informationen zu Kultformen, Ritualen, Gebeten, Beschwörungen und zur Orakelpraxis machen den Band besonders wertvoll. Hilfreich sind illustrative interkulturelle Querverbindungen, etwa zum Verhältnis Polytheismus/Monotheismus (S. 24) oder zu sprachlichen Entwicklungen, etwa von sum. e-gal zu hebr. hêkal (Palast; S. 25), die die lexikonartig dichten Abschnitte lebendig und verdaubar machen.
Völlig neu ist eine sehr nützliche, genealogische Übersicht über die Hauptgestalten des mesopotamischen Pantheons (S. 124f), originell auch eine Tabelle mit dem sumerischen, akkadischen, hebräischen, arabischen und türkischen Kalender (S. 113). Dass der Autor das letzte Kapitel über das religiöse Leben mit einem Passus zu «Humor und Parodie» abschließt, macht ihn sympathisch. Als zusätzliche Dienstleistung findet sich unter [...] ein Register und eine ausführliche Bibliographie zu diesem unübertroffenen Werk.
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am 18. März 2014
Nachdem Brigitte Gronebergs Werk lange vergriffen ist, ist das hier die umfangreichste Darstellung der altorientalischen Religion.
Das Büchlein bietet einen überblick über alle relevanten Themen.
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am 21. Januar 2016
Mit viel Hintergrundinformation kompakt beschrieben. Am Anfang ließt sich das Buch relativ schwer aber dann stellt man fest, dass diese theoretische Grundlagen unablässig sind.
Danke
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am 24. Juni 2014
kurz aber bündig. mir hat es viele funde und bilder gefehlt. man kann dieses buch auch als richtlinie betrachten. vier sterne
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