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am 10. August 2010
Während von der breiten Öffentlichkeit das Mittelalter noch immer und vermutlich viele weitere Jahre als fortschrittsfremde, ja geradezu -feindliche Epoche betrachtet wird, ist die akademische Forschung spätestens seit den 1960er Jahren einen Schritt weiter - trotzdem die spezialisierte Technikgeschichte angesichts der weit längeren Tradition des Fachs als relativ junger Wissenschaftszweig gelten muss. So können die Pioniere dieser Disziplin als äußerst verdienstvoll angesehen werden, wenn auch viele ihrer frühen Ansätze und Argumentationen heute als widerlegt gelten müssen: etwa die von dem fehlgeleiteten Wunsch nach Betonung der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung technischer Innovationen beseelte These, der Steigbügel habe den Karolingern zum Sieg gegen die Muslime verholfen (vgl. S. 61). Die aktuelle Forschung indes legt in ihrer Arbeit den Fokus vermehrt auf Detailstudien zu unterschiedlichen Technologien in verschiedenen Regionen - eine Vorgehensweise, die angesichts der schwer zu typisierenden Diversität mittelalterlicher Technologien und der gleichzeitig fehlenden Reflexion sowie Terminologie der Zeitgenossen für den Gesamtkomplex "Technik" empfehlenswert scheint.

Diesen aktuellen Stand der Technikgeschichte stellt nun Marcus Popplow trotz der notwendigen Prägnanz in hervorragender Klarheit und gleichzeitig angemessener Differenziertheit dar: Nach einleitenden Bemerkungen zur Quellenlage, aktuellen Forschungsansätzen sowie zur räumlichen und zeitlichen Einordnung der Thematik erfolgt eine Klärung der Rahmenbedingungen technischer Entwicklungen, woraufhin einzelne Innovationsprozesse, etwa im Bereich des Transportwesens, der Militärtechnik, des Handwerks, der Landwirtschaft oder des Bergbaus vorgestellt werden. Indem der Autor hier den Bogen über Kernbereiche der mittelalterlichen Ökonomie und des Militärwesens spannt, gelingt ihm ein fundierter Überblick der Technologiegeschichte jener Epoche, deren technische Errungenschaften die Basis für spätere und weit mehr beachtete Technologien legten.

Ungeachtet der ihm auferlegten Knappheit des Werkes erreicht der Autor zudem neben der rein inhaltlichen Darstellung ebenso die Integration und Diskussion problematischer Fragen, die bis heute von der Forschung ungeklärt verbleiben. So äußert er sich etwa zu der auch in anderen Einzeldisziplinen der Geschichtswissenschaft momentan sehr aktuellen Einordnung europäischer Entwicklungen in den Kontext der Globalgeschichte (S. 56ff.), zur Begriffsgeschichte zentraler Termini (S. 41ff.) oder zur zweifelhaften Inkonsequenz der Forschung, die die Technikgeschichte des Mittelalters noch immer mit der traditionellen Epochenzäsur um 1500 enden lässt (S. 14ff.). Ebenso finden Schwierigkeiten der praktischen Forschertätigkeit Beachtung, die sich mit der weitgehenden Trennung der Aktivitäten von "Schrift- und Bildgelehrten" und "Mittelalterarchäologen" konfrontiert sieht (S. 13f.) oder mit restriktiven Arbeitsbedingungen an den Originalquellen zu kämpfen hat (S. 12) - ein trefflicher Hinweis: Man erinnere nur an die "Raabe-Scheibe" in der Wolfenbütteler Bibliothek.

Als Resümee lässt sich mithin feststellen, dass es sich bei dem besprochenen Werk um einen hervorragenden Band der Beck'schen Reihe handelt, der eine aktuelle und mit noch zahlreichen ungeklärten Forschungsfragen behaftete Thematik differenziert und bündig darstellt: für Fachfremde der beste Einstieg in ein interessantes Forschungsfeld - wozu etliche Abbildungen ihren Teil beitragen mögen -, für jeden, der bereits über entsprechende Kenntnisse verfügt, ein ansprechend gestaltetes und nützliches Überblickswerk.
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am 20. Januar 2016
An sich spannend, allerdings eher für einen groben Überblick geeignet.
128 Seiten sind einfach zu wenig für eine umfassende Übersicht.
Wahrscheinlich eher für Studenten geeignet als Einstieg in das Thema.
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am 4. August 2010
Ich habe mir das Buch von Marcus Popplow zur Geschichte der Technik im Mittelalter für eine Hausarbeit zur Bergwerkstechnik im Mittelalter gekauft. Tja, erst nach dem Kauf ging mir auf, das man in einem Band der ' trotzdem sehr empfehlenswerten ' Beckschen Reihe wohl keine Spezialabhandlung über die genaue Bauweise von Seilzügen erwarten kann. Denn die Bände dieser Reihe sind dann doch eher für einen Überblick und entsprechend kurz gehalten.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich kein bisschen enttäuscht war! Erstens gab mir das Bergbau-Kapitel einen sehr guten Ausgangspunkt für meine Arbeit. Zweitens ließen sich auch die allgemeineren Aussagen des Autoren, zum Beispiel aus der Einleitung oder dem Schlussteil sehr gut in meine Arbeit einordnen. Mit ihrer Hilfe konnte ich erst meine Gedanken in einen größeren Zusammenhang bringen, den Popplow wirklich sehr gut darstellt. Und für jemanden wie mich, der bislang eher wenig Ahnung von Technikgeschichte hatte, ist die Sprache zudem sehr verständlich gehalten. Des Weiteren veranschaulichen die Bilder das Gesagte sehr gut.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch also! Allgemeine Entwicklungen der Technikgeschichte und speziellere Technologien wie die Mühlen- oder Bergwerkstechnologie werden gut verständlich dargestellt. Leuten, die darin eine Anleitung zur Herstellung von Kettenhemden erhoffen, ist wohl nicht zu helfen. Schließlich ist klar, dass den Autoren in der Beckschen Reihe nur eine bestimmte Seitenzahl erlaubt ist und sie nicht so in die Tiefe gehen dürfen, wie sie sonst sicher könnten.
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2013
teilweise x x etwas knapp, x xc x x xviele neue Aspekte x x x gute darstellung x x x x x x x x
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