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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
8
Das Dritte Reich und die Juden: Die Jahre der Verfolgung 1933-1939. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 13. Januar 2017
Das Dritte Reich ist bis heute nicht wirklich Thema des Geschichtsunterrichts in Deutschland. Man redet über die Zeit und weiß nichts von den Ereignissen. Das Buch ist äußerst informativ. Friedländer beschreibt peinlich genau den Prozess der Ausgrenzung der Juden in Deutschland durch das, was Konzentration genannt wird, zuerst auf Abschiebung zielt und schließlich allgemein Voraussetzung der Vernichtung der Juden in ganz Europa war. Nationalsozialismus und Krieg erscheinen als eine so wertlose wie grauenhafte Randerscheinung des großen Verbrechens am jüdischen Volk. Das Buch ist sehr gut geschrieben/lesbar und besser kann sich Geschichtswissenschaft Lesern nicht vermitteln.
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am 7. November 2010
Das Dritte Reich und die Juden' ist ein erschütterndes Standardwerk über die Vernichtung der europäischen Juden. Es müsste zur Pflichtlektüre der Menschen unserer Erde erhoben werden, denn nirgendwo sonst werden so deutlich die inneren Mechanismen erläutert, die es ermöglichen, vor den Augen der 'Normalbürger' ein ganzes Volk zu vernichten. Ethik und Moral der Menschen wurden pervertiert verdreht, so dass sich die meisten Mittäter in unheimlich überzeugender Weise zum mörderischen Tun berechtigt sahen. Selbst die im Nachhinein immer vorhandenen Gutmenschen aller ideologischer und religiöser Couleur waren zumeist durch einen jahrhundertealten tief sitzenden Antisemitismus im Grunde ethisch verdorben ' ohne dass sie es überhaupt bemerkten. Es gab im Grunde kein Volk, keine Partei, keine Religion und keine 'schweigende Mehrheit', die in jenen Jahren nicht Schuld auf die eigenen Schultern geladen hat. Nur so konnte das mörderische, von Deutschen entfachte und durchgesetzte Unternehmen 'Judenvernichtung' in dieser Dramatik gelingen.
Der Rat zur 'Pflichtlektüre' für alle Menschen ergeht deshalb, weil die Todesmechanismen jederzeit wieder zur Anwendung kommen können. Dies wird nicht nur durch die profunde Arbeit des Autors offensichtlich, sondern es weisen auch eine Menge Ereignisse der Nachkriegsjahre in aller Welt auf solche entsetzliche Möglichkeit hin.
Saul Friedländer, der seine eigene Familie komplett in Auschwitz verlor, schreibt in einem betrachtenden, vordergründig neutralen Stil. Die Wirkung auf den Leser vervielfacht sich dadurch und die Dramatik der Schilderung lässt ihn sehr schnell Friedländers Bewertungen in das eigene Urteil übernehmen.
Besonders hervorzuheben ist Friedländers Bemühen, die Geschehnisse im europäischen Ausland, in den besetzten Gebieten und im Bereich der alliierten Gegner Deutschlands nicht nur aufzuzählen, sondern auch in Bezug zu den Überzeugungen und Handlungen der jeweiligen Bevölkerungen zu setzen. Hier erfährt der Leser sehr viel Neues ' Zusammenhänge, die infolge deutscher politischer Korrektheiten in der heutigen Öffentlichkeit unseres Landes nicht mehr ohne weiteres benannt werden können und von Deutschen wegen der von ihnen ausgehenden Ursächlichkeit des verübten Mordens gegenüber den Juden auch wohl nicht benannt werden sollten.
Trotzdem erscheint es für künftiges gesellschaftliches Gestalten unverzichtbar, auch solche Tabu-Themen der Vergessenheit zu entziehen. Dazu gehören auch sehr genaue Analysen des tatsächlichen Vollzugs rassischer Unterdrückung und Vernichtung durch die in Europa mit Deutschland freundschaftlich verbundenen oder gar militärisch mitkämpfenden faschistischen Staaten (Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn und andere). Hier stellt sich vieles differenzierter dar, als 'man so landläufig' annimmt ' gleiches gilt auch für die inneren Umstände in den besetzten, bis dato demokratischen Staaten Europas.
Kurz: Das Buch ist sehr zu empfehlen, besonders auch im Jahr 2010, indem die Antisemitismen wieder zunehmen, in weiten Teilen der Welt Standardwerke des Antisemitismus ('Protokolle der Weisen von Zion', 'Mein Kampf' und andere) zu den Bestsellern gehören und das Handeln der Juden im Staat Israel wenig verstanden wird. Im Werk vermitteltes Hintergrundwissen erklärt für die aktuelle Politik Vieles und hilft, neue Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Christian Tschesch, Landespolizeipfarrer i. R.
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am 10. Juli 2010
Das ursprünglich zweibändige Hauptwerk des Autors gilt als das Standardwerk zur Zeit des Nationalsozialismus schlechthin. Besonders nachdem der zweite Band 2006 erschien (Die Jahre der Vernichtung 1939-1945), äusserten sich die Kritiker euphorisch über die epochale, auch mit literarischen Qualitäten glänzende Gesamtdarstellung des Holocausts. Dass es rund siebzig Jahre dauerte, bis der präzedenzlose Zivilisationsbruch eine als stimmig empfundene historische Darstellung gefunden hat, zeugt davon, dass eine forcierte "Aufarbeitung" der Vergangenheit keineswegs die angemessene Auseinandersetzung mit ihr garantiert.

Mit dieser Ausgabe, werden beide Werke des israelisch-amerikanischen Historikers und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (2007) ungekürzt in einem Band zusammengelegt, der zum einen die Hauptmotive des zweibändigen Hauptwerkes aufgreift und zum anderen einen Einblick in seine Lebensgeschichte gibt. 1932 als Kind deutschsprachiger Juden in Prag geboren, überlebte Friedländer den Krieg in einem katholischen Internat in Frankreich, während seine Eltern, nachdem ihre Flucht in die Schweiz gescheitert war, deportiert und ermordet wurden. Ab 1987 lehrte er in Los Angeles, einige Zeit parallel auch in Tel Aviv. Wirklich zu Hause, sagt er, fühle er sich nirgendwo.

Friedländer strebt eine "integrierte Geschichte" des Holocausts an. In Abgrenzung zu vorherrschenden Ansätzen fordert er, dass der Historiker auch die Perspektive der Opfer, deren Leiden und Sterben mit einbeziehe; der Pionier der Holocaust-Forschung etwa, Raul Hilberg, habe die Opfer oft hinter den Tätern und den Gesetzmässigkeiten der Bürokratie verschwinden lassen. Weiter bekräftigt Friedländer (gegen Martin Broszat), dass die Vernichtung der Juden den Kern des nationalsozialistischen Systems ausmache und nicht nur ein Aspekt neben anderen sei. Gegen Götz Aly, der den Holocaust eindimensional damit erklärt, dass die Deutschen materiell profitieren konnten, zeigt Friedländer überzeugend auf, dass sowohl Hitlers "Erlösungsantisemitismus" als auch die Vernichtung der Juden der Logik der Nutzenmaximierung zuwiderlief.

Der Band behandelt ferner das moralische Versagen der christlichen Kirchen, das schon während des Krieges erstaunlich grosse Wissen der Bevölkerungen Deutschlands und anderer Länder über den Holocaust sowie - in einem ausführlichen Gespräch mit Historikern und Psychologen (unter anderen Norbert Frei und Harald Welzer) - die Sozialpsychologie von Tätern. Einer der Aufsätze beschäftigt sich mit den Historikern Marc Bloch und Ernst Kantorowicz. Beide, der Franzose wie der Deutsche, hätten sich bedingungslos mit ihrer Nation identifiziert und wissenschaftlich mit dem Christentum beschäftigt, um damit, so Friedländers leicht essenzialisierende Argumentation, der - als zwingend unterstellten - Auseinandersetzung mit den jüdischen Wurzeln aus dem Weg gehen zu können.

Wolfgang Frühwald hob in seiner Laudatio Friedländers Darstellung über das Dritte Reich und die Juden 1933 bis 1945" hervor: "Saul Friedländer hat sich vor Emotionalisierung gehütet. Er lässt die historischen Dokumente, den Brief, das Tagebuch, die Verordnung, das Protokoll, ungeschminkt sprechen, weil er der Faszination misstraut, den die, von den Nationalsozialisten zelebrierte, ästhetische Formierung der Todeslust auf die Zeitgenossen ausübte und 'im Widerschein' auf die Nachgeborenen noch immer ausübt." Friedländer sei es damit gelungen, die tyrannisch-bürokratische Ordnung und die Verzweiflung derer, die ihr unterworfen waren, zu vereinen. Zugleich hat er das Schweigen der aus dem Dunkel der Vergangenheit auftauchenden Menge der Zuschauer, ohne die öffentliche Gewalt niemals geschieht, als einen handelnden Faktor in der Geschichte belegt", so Frühwald. Wer dies - wie die stereotype Formel lautet - nicht mehr hören kann, der hat es noch nie wirklich gehört; wer sich gar wohl fühlt im wachsenden Lager derer, welche die Tatsächlichkeit dieses Verbrechens gegen Rang und Würde des Menschseins leugnen, stimuliert die Lust auf Wiederholung", betonte Frühwald.

"Wenn Frieden ein Zustand ist, den wir den Brüchen und Spannungen, den Verdrängungen und Ausgrenzungen und ihren zerstörerischen, Tod bringenden Folgen abringen müssen, dann ist nicht das Vergessen und die Verdrängung der Weg zum Frieden, sondern das erinnernde Wissen", sagte Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, in seiner Begrüßung. "Bücher, die solche Einsicht erschließen und dadurch Versöhnung über die Brüche hinweg möglich machen, sind die kostbare Ware eines Berufsstandes, der sich dem Buch verpflichtet weiß", so Honnefelder im Hinblick auf Friedländers Werk. In ihnen wird deutlich, dass die Ware Buch das kulturelle Gut ist, ohne dessen Präsenz wir hinter den erreichten Stand unseres kulturellen Selbstverständnisses zurückfallen."
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am 9. August 2010
Auf 1050 Seiten (weitere 300 Seiten sind Literaturangaben - das spricht für dieses unglaubliche breite Spektruk!!!) schafft es Friedländer auf exzellente Art und Weise die Geschichtswissenschaft mit Biographien, Tagebüchern und anderen Quellen zu kombinieren. Dadurch gelingt es ihm, ein lebendiges, von allen Seiten beleuchtetes, Bild der Judensituation im NS darzustellen: Es wird nie vergessen aus dem Deutschen Reich hinauszuschauen. Friedländer gibt immer wieder Einblicke in Die Judenpolitik in ganz Europa und über den Kontinent hinaus. In Kombination mit verschiedenen Institutionen (Kirche, Universitäten etc.) und bekannten und weniger bekannten ("normalen Menschen") Persönlichkeiten (Thomas Mann, Wagner etc.) wird dieses Werk sehr lebendig.
Es gelingt ihm ein komplettes Bild von der Judensituation in ganz Europa zu schaffen und dabei natürlich den Schwerpunkt auf das Deutsche Reich zu setzen, welches sein Arme über den ganzen Kontinent ausbreitet.

Ich nutze dieses Werk für meine Examensvorbereitung und muss sagen, dass es wirklich eine menge Material ist, man dieses Werk aber in 2-3 Wochen durcharbeiten kann. Es lässt sich gut und verständlich lesen und basiert auf logischen Argumentationen neusten Forschungsstandes.

Ich kann dieses Werk für jeden Interessierten empfehlen, ob für die Vertiefung der NS-Judenpolitik oder einfach nur für Neugierige, die Hintergründe verstehen wollen. Natürlich muss man bei solch einem Werk etwas Zeit einplanen! Danach hat man eine ganz neue Sicht von Europa!

Mein Fazit: Die Bibel der NS-Judenpoltik
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Januar 2010
Saul Friedländers Doppelband wird häufig genannt, wenn es um ein Standardwerk zur NS-Judenverfolgung gehen soll (wie sonst nur noch Raul Hilberg). Ich habe es erst jetzt ganz durchgelesen: denn etwas über 1000 Textseiten umfasst das Buch. Danach kommen obendrein noch umfangreiche Quellenangaben, die Literaturliste und ein Schlagwort-/Personenverzeichnis. Friedländer ist Jahrgang 1932 und überlebte anders als seine Eltern, in einem katholischen Internat in Frankreich.

Schwächen:
für mich keine. Seien Sie sich einfach im Vorhinein bewusst, dass es ein umfangreiches Buch und das Thema ein sehr hartes ist. Es braucht schon seine Zeit, doch ich hätte das Buch auch keinesfalls halbgelesen lassen wollen. Eine Karte wäre vielleicht hilfreich gewesen, um bei den osteuropäischen Orten den Überblick leichter zu behalten.

Stärken:
* Wissenschaftlich und differenziert, gleichzeitig aber auch mit dem Mut zu klaren Aussagen, wo sie gerechtfertigt zu sein scheinen. Nachvollziehbar zeigt Friedländer auf Antisemitismus in verschiedenen Ländern, weist dabei Daniel Goldhagens Thesen deutlich zurück. Ebenso nachvollziehbar fasst er z.B. noch zusammen, welche Rolle Hitler wohl genauer gespielt haben mag. Die Theorien anderer kommen aber auch regelmäßig kurz zu Wort.
* Umfassend und aus mehreren Perpektiven: Täter, Opfer, Mitläufer werden mit ihren Aussagen eingefügt. Viele Facetten und fassbarere Details, die dünnere Bücher einfach nicht bieten (können).
* Sehr gute, sprachstarke Übersetzung: es liest sich trotz Härtest-Thema sehr gut, Nachwuchs-Experte Norbert Frei hat auch darübergeschaut; keine Anglizismen o.ä.

Wirklich eine umfassende Geschichte der Judenverfolgung und -ermordung 1933-45. Mich hat es nicht nur wegen des Umgangs mit dem komplexen Thema schwer beeindruckt.
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am 29. Januar 2014
Das Buch ist in gutem Zustand. Gelesen habe ich es noch nicht, deshalb kann ich nichts zum Inhalt sagen. Ende
Titel: Saul Friedländer, Das Dritte Reich und die Juden.
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am 23. November 2012
das Buch kam sehr schenll. Im Moment habe ich es nur durch geschaut (es ist sehr dick). MAcht aber einen sehr guten Eindruck. Ist eher für Historiker, als für "Nur-Interessierte". Für mich - sehr gut!
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am 1. April 2009
Als 1933 alle Institutionen gleichgeschaltet wurden, wurde wahrscheinlich auch die Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft gleichgeschaltet. Sonst wäre es nie passiert, dass die Nazis das Wort Arier aus der Sprachwissenschaft geklaut hätten. Arier gibt es überhaupt gar nicht. Die Deutschen oder die Gemanen sind und waren nie Arier. Es gibt nur Indoarier, die verschiedene Sprachen aus der indoarischen Sprachfamilie sprechen. Dazu gehören zum Beispiel Hindi, Urdu, Bengali und Gujarati. Manche Menschen dieser Sprachfamilie sind hellhäutig, andere sehr dunkelhäutig, so dass man sie als schwarz bezeichnen könnte. Die oben erwähnten Sprachen und das Deutsche, eine germanische Sprache, waren vor 6.000 Jahren eine Sprache, die man als Proto-Indo-Europäisch bezeichnet (Benjamin Fortson, Indo-European Language und Culture). Das Deutsche und das Hebräische waren vor ca. 15.000 Jahren eine einzige Sprache, die man als Proto-Nostratisch bezeichnet (Colin Renfrew, Nostratic, Examining a linguistic Macrofamily, 1999). Deshalb gibt es gar keinen Grund, Juden oder heute Israelis zu hassen, denn beide Sprachen sind miteinander verwandt. Überhaupt sind alle Menschen genetisch miteinander verwandt. Wer also Juden oder Schwarze hasst, der hasst sich selbst, denn wir sind alle eine Spezies. Der Rassenwahn der Nazis entstand schon im 19. Jahrhundert, also noch vor Hitler. Der war nicht der Erfinder des Antisemitismus. Juden sind kein Volk und keine Rasse, sondern eine Religionsgemeinschaft. Hitler ließ sich von der antisemitischen Literatur beeinflussen. Es war völlig absurd, Juden anhand der Kopfform oder des Gesichts als solche erkennen zu wollen. Deshalb war es auch schwachsinnig, den Juden mit einer Hakennase darzustellen. Wenn man sich heute Israelis ansieht, gibt es die verschiedensten Menschen. Es ist ziemlich ungerecht, Menschen einer bestimmten religiösen Minderheit zu verfolgen. Genauso absurd wäre es, alle Linkshänder oder alle Radfahrer zu vergasen, da sie ja so unglaublich böse sind. Leider waren viele Länder während des Zweiten Weltkriegs antisemitisch, so dass fast nur noch Großbritannien Juden als Flüchtlinge akzeptierte. Heute wissen wir, dass die Juden keine Rasse sind. Etwas spät, wie ich finde. Schade. Hätte es dieses Bewusstsein schon 1933 gegeben, dann wären sechs Millionen Menschen verschont geblieben. Aber die Nazis ermordeten nicht nur Juden, sondern auch viele Polen, Russen, Sinti und Roma, psychisch Kranke und Behinderte. Ein manisch-depressiver Österreicher hat sich also angemaßt, zu bestimmen, wer leben darf und wer nicht. Das ist etwas arrogant. Er hätte in Österreich bleiben sollen nach dem Ersten Weltkrieg. Aber er hatte ja diese absurde Vorstellung einer homogenen Nation, die gar nicht existiert. In Österreich wollte er unter der multikulturellen Armee nicht dienen. Die vielen Kroaten und Ungarn waren ihm zuwider.
Schon in den ersten Jahren nach 1933 wurden die Rechte der Juden stark eingeschränkt. Die Nazis wollten die Juden nach Madagaskar und dann nach Sibirien deportieren. Als ihnen das zu teuer erschien, plante Heydrich 1941 sie alle zu vernichten, meist durch Vergasung. Manche Juden wurden sogar lebendig verbrannt, wie während des Mittelalters. Das Buch zieht einen ganz schön runter. Ich schäme mich für das, was die Nazis taten. Es wird noch Jahrhunderte dauern, bis die Menschen das vergessen oder uns verzeihen. Im Moment gibt es einen anderen Schlächter, der eine religiöse Minderheit ausrotten will, Präsident Bashir vom Sudan, der Christen vernichtet. In Irak werden Christen verfolgt. Ich finde es gut, dass Deutschland sie aufnimmt. Leider nur für drei Jahre wegen des restriktiven Zuwanderungsrechts.
Der erste Teil des Buches hat einige Längen, aber der zweite Teil ist sehr spannend. Solche Bücher müssen geschrieben werden und auch gelesen werden, damit es nie wieder zu Massenmord in Deutschland kommt.
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