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am 16. Februar 2007
Das ideale Buch für jemanden, der neu in das Thema "Entwicklung von Sprachen" einsteigt. Auch wenn das Buch größtenteils allgemeinverständlich geschrieben ist, muss man doch eine wissenschaftliche Grundbildung mitbringen.

Einen Stern Abzug gibt es für die zweite Hälfte des Buches, in der die Kapitel inhaltlich etwas unzusammenhängend aneinander gereiht sind und sich viele Wiederholungen finden.
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am 20. Mai 2009
Eine Weltgeschichte der Sprachen zu geben ist nach dem heutigen Stand der Forschung wohl einfach unmöglich - ein ernsthafter Versuch würde sicherlich tausende Seiten füllen und immer noch mehr Fragen stellen als beantworten. Das Buch von Haarmann versucht es deshalb legitimerweise eher als Grundriss, wenn auch nicht ganz konsequent. Sehr informativ ist der erste Teil des Buches, der die Möglichkeiten der Lautbildung und von Sprachstrukturen überhaupt aufzeigt. Da hätte gern noch mehr stehen können, etwa zu der behaupteten, aber nicht wirklich gezeigten strukturellen Ähnlichkeit des Chinesischen mit dem Englischen. Ein Kernproblem des ganzen Buches ist zweifellos, dass sich der Verfasser gerne festlegt, also komplexe Fragestellungen wie nach der Sprachfähigkeit des Homo erectus oder des Neanderthalers nach seiner Überzeugung beantwortet, anstatt sie verständlich auszubreiten. Da ist es für eine Entscheidung definitiv noch zu früh und man sollte sich sicher nicht blindlings Haarmanns Meinung anschließen. Ärgerlich ist insbesondere die stiefmütterliche Behandlung der Herkunft der indoeuropäischen Sprachen. Haarmann vertritt dabei die These von der Verbreitung durch Reitervölker aus der südrussischen Steppe, die die Kontrolle über neolithische Bauern unbekannter Sprache in Europa übernommen hätten. In Bausch und Bogen verworfen wird dagegen die These, dass ausgehend von einem ostanatolischen Kernland drei Ausbreitungsrichtungen der neuen bäuerlichen Kultur stattgefunden haben, jeweils mit einer eigenen Sprache. Nach Osten die Vorfahren der heutigen Darvida-Völker, die im Indus-Tal eine städtische Hochkultur aufbauten, bis sie dann von indoeuropäischen Gruppen überlagert wurden; nach Süden die Träger der verwandten semitischen und nordafrikanischen Sprachen (u.a. Ägypten), nach Westen die Indoeuropäer. Dazu gibt es sehr viel mehr zu sagen als sich bei Haarmann findet und dazu hätte ich in einer Weltgeschichte der Sprache auch mehr erwartet. Ein wenig Kritik kann ich auch dem Lektorat nicht ersparen. Manche Passagen wie z.B. die zu den Wanderungen der Goten hätte man in diesem Zusammenhang auch streichen können und es gibt auch einzelne Abschnitte, die so voller fachwissenschaftlicher Ausdrücke sind, dass sie für den normalen halbwegs gebildeten Leser erst bei dritten Lesen verständlich werden. Aber wie schon oben gesagt, eine Weltgeschichte der Sprachen zu schreiben ist ein eigentlich unmögliches Unterfangen, das aber immer mal wieder versucht werden muss und zwangsläufig immer wieder manche Leser enttäuschen wird.
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