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TOP 50 REZENSENTam 4. November 2013
In dem vorliegenden Buch schildert Autor György Dalos mit Hilfe vielfältiger Dokumente und Interviews die Ereignisse, die zum Aufstand 1956 in Ungarn führten, dessen Verlauf und die Nachwirkungen der Geschehnisse. Das Buch ist chronologisch angelegt und bezieht alle relevanten Akteure mit ein: die ungarischen Machteliten, die ungarische Oppostion in all ihrer Vielschichtigkeit sowie natürlich auch die Rolle der Sowjetunion. Das Buch ist herausragend gut recherchiert und bietet einen glaubwürdigen Blick auf die Ereignisse des Jahres 1956. Zudem besticht der Autor durch einen hervorragenden Schreibstil, was die Lektüre des Buches zusätlich zur fachlichen Qualität sehr spannend und angenehm zu lesen macht. Kurzum, ein wirklich überragendes Buch, das die Ergeinisse des Jahres 1956 in aller Dramatik aufzeigt, die Geschichte zum Leben erweckt und zudem sehr, sehr gut zu lesen ist. Kann ich nur empfehlen!!!!
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am 5. Juni 2015
Ein Buch über den Ungarnaufstand fünfzig Jahre danach, das ist verlegerisch schon ganz schön mutig. In Deutschland ist er in Vergessenheit geraten. Ungarn, das war ja "die fröhlichste Baracke im Lager", und die wenigsten wissen noch, wie brutal die Kämpfe waren, bei denen großflächig Panzer und Artillerie im Stadtgebiet von Budapest eingesetzt wurden, die weite Teile der Donaumetropole verwüsteten -- Szenen, die an den Kampf um Stalingrad erinnern. Aufständische lynchten Mitglieder der verhassten AVH (quasi der ungarischen Stasi) zu Dutzenden. Nach der Niederschlagung wurden an der Beteiligung auch nur Verdächtige summarisch hingerichtet, darunter selbst der kommunistische Ministerpräsident Imre Nagy.

Dagegen war der drei Jahre zuvor erfolgte Arbeiteraufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 geradezu ein Spaziergang im Park. Wie konnte es soweit kommen?

György Dalos hat den Aufstand selbst als Schuljunge in Budapest miterlebt. Trotzdem schreibt er erstaunlich distanziert und teilweise auch etwas ironisch. Sein Verdienst ist, aus zahlreichen zeitgenössischen Quellen wie Sitzungsprotokollen zu zitieren. Besonders beeindruckend ist der häufig übersehene Bezug zur Suez-Krise, den Dalos umfangreich aufarbeitet.

Dabei hatte ich öfter das Gefühl, den Wald vor Bäumen nicht zu sehen. Mitten im Buch fragte ich mich, was hat den Aufstand eigentlich genau ausgelöst? Wieso Winter 1956 und nicht schon sechs Monate vorher.

Dalos erwartet viel Vorwissen zur ungarischen Geschichte und Geografie vom Leser. Baut halt mal eine grobe Landkarte ein, das kann doch nicht so schwer sein! Wieso sich so viel Hass in Ungarn aufstauen konnte bleibt unklar. Der Text hat handwerkliche Schwächen, so wird an einer Stelle nicht klar, auf welche von zwei Personen eine Aussage sich bezieht. Ägypten wolle den Kanal mit "versunkenen" Schiffen blockieren, gemeint waren wohl "versenkte". Solche Sachen. Ärgerlich.

Trotzdem lesenswert.
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