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am 9. Mai 2010
Eine exzellente und in die Tiefe gehende Einführung in die Vorsokratiker, etwa von dem Niveau, das man von einer universitären philosophischen Lehrveranstaltung zu diesem Spezialthema erwarten dürfte. Dies bedeutet, dass ein wirklich detaillierter und facettenreicher Überblick geboten wird, der beim Lesen daher zwar Konzentration und Mitdenken erfordert, aber trotzdem noch ohne philosophische Vorbildung bewältigbar ist.

Die einzelnen vorsokratischen Philosophen, fast immer nur fragmentarisch und überdies indirekt überliefert, werden einzeln behandelt, und, was besonders wertvoll ist, die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten ihrer oft unklar scheinenden Lehrmeinungen einzeln dargelegt und in ihren Implikationen analysiert und diskutiert. Durch diese gründliche Diskussion erwächst im mitdenkenden Leser ein echtes Verständnis für die verschiedenen vorsokratischen Lehren, und er erhält zudem einen ersten groben Eindruck vom Stand der modernen Forschung zu ihnen.

Wer nur an einer reinen Vorstellung vorsokratischer Philosophie und ihrer Lehren ohne weiterführenden Diskussion ihrer Interpretationsmöglichkeiten interessiert ist, sollte allerdings besser zu einem anderen Werk greifen, etwa zu Ralf Ludwig, da ihm Christof Rapp doch etwas zu weit gehen wird. Was anspruchsvolle Einführungen für Personen, die bereit sind, sich mit dem Stoff auseinanderzusetzen, anbelangt, wüsste ich aber nicht, was man besser machen könnte als der Autor des vorliegenden Werks.

Abschließend sei zur bloßen Information erwähnt, dass die Sophisten, die gelegentlich unter die Vorsokratiker gezählt werden, hier wie in den meisten Werken zu diesem Philosophenkreis ebenfalls ausgeklammert sind.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Dezember 2008
Fragen und also Erstaunen sind der Ursprung der Philosophie, wird immer wieder gesagt. In einem ganz allgemeinen Sinn waren Menschen wohl philosophisch, seit sie Ich- und Todesbewusstsein entwickelten. Einzigartig in der Geschichte der Menschheit und die Voraussetzung des rational-wissenschaftlichen Weltbilds war freilich das um 600 v.Chr. beginnende Nachdenken der griechischen Naturophilosophen. Diese Vorsokratiker - so genannt, weil sie größtenteils in der Zeit vor Sokrates lebten - fragten nach den Prinzipien der Wirklichkeit, einer Einheit hinter der Vielfalt, dem Verhältnis von Sein und Werden, Wahrheit und Täuschung, sie waren die ersten Aufklärer, die die Mythen und Glaubenssysteme ihrer Zeit radikal hinterfragten, und sie setzten sich mit der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens auseinander (aber weniger mit ethischen, ästhetischen, politischen und rhetorischen Fragen wie in der späteren Philosophie). Sie dürfen auch als Vorläufer der modernen Naturwissenschaft gelten, und sie schufen die Philosophie (die sie von Theologie und Dichtung abzugrenzen verstanden) in ihrer argumentativen, rationalen und kritischen Form.

Christof Rapp, der an der Berliner Humboldt-Universität Philosophie der Antike lehrt, schildert in seinem Einführungsbuch Leben, Werk und Rezeption der Vorsokratiker beginnend mit Thales über Anaximander, Anaximenes, Heraklit, Xenophanes, Pythagoras und seine Schule, Parmenides, die Eleaten (Zenon, Melissos), Anaxagoras und die Atomisten Leukipp und Demokrit, wobei letzterer schon nach Sokrates starb, um 380 v.Chr. (Das sind die wichtigsten Namen, aber keineswegs alle.) Rapp versteht es vorzüglich, die Fülle der Themen und ganz unterschiedlichen Weltanschauungen in ihren Bezügen darzustellen - und zwar mit philosophischem Anspruch. Dies ist schon deshalb schwierig, weil die Schriften nur in Form von Fragmenten und Zitaten beziehungsweise (nicht selten gegnerischen) Erörterungen späterer Philosophen überliefert sind.
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