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am 13. Juli 2010
Navid Kermani leitet das Buch mit einer kurzen Darstellung der Vita und der Bedeutung des Autors ein, eines wichtigen iranischen Korangelehrten und Politikers, der sein Leben dem Gedanken an einen nicht westlichen, auch nicht kommunistischen, sondern islamischen Weg in die Moderne gewidmet hatte. Sodann folgt ein Brief Bazargans an seine "christlichen Brüder und Schwestern", in dem er ihnen einen kurzen Abriss über die Bedeutung der Buchreligionen und besonders des Christentums im Koran gibt und sie in sein Vorhaben einführt, ihnen die entsprechenden Textstellen zur Kenntnis zu geben. Im Anschluss finden wir diese Textstellen mit kurzen Hinweisen versehen in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Das Buch schließt mit einem den Leser bitter traurig stimmenden Interview über die trostlose politische Zukunft des Iran, die unter unveränderten Bedingungen zu erwarten war. Es ist (1994) das letzte Interview mit Mahdi Bazargan (gest. 1995).
Der Text, der dem Buch den Titel gab, umfasst nicht mehr als 70 Seiten. "Lest selbst!", sagt der Brief. Er steigt in keine Diskussionen ein, er versucht nicht, dieses Argument mit jenem zu toppen, sondern sagt einfach: "Lest selbst!" Kennen wir das nicht irgendwoher? Behauptet nicht die Sage, Galilei hätte gegenüber der Inquisition etwas Ähnliches gesagt? Hinsehen, statt Meinungen über etwas zu diskutieren, das keiner wirklich kennt, ist uns als Forderung der Aufklärung bekannt. Für Bazargan ist es eine Frage der Aufrichtigkeit, nicht herumzuargumentieren, sondern zu zeigen, was im Koran steht. Er listet die entsprechenden Textstellen vollständig auf, damit nicht nur die Christen selber sehen können, wovon die Rede eigentlich ist, sondern auch zum Beispiel die Islamisten, die mit in die Seiten schauen.
Der Koran ist nicht in einem Moment vom Himmel gefallen, sondern das Dokument eines 23 Jahre währenden Sprechens Gottes zu den Menschen. Wir lesen also nicht, wie das Verhältnis zu den Christen IST, sondern wie es sich entfaltet, welche Schattierungen, welche Nuancen es kennt. Islamistische und islamkritische Positionen zeichnen sich in der Regel durch eine beinharte Rigidität aus, die immer nur eine, nämlich die eigene Sichtweise gelten lässt und vom Koran verlangt, dass er starr wie ein Monolith dem zu entsprechen habe. Für solche Denker steht dann die eine mit der anderen Aussage im Widerspruch, sobald sie nicht das gleiche besagt, aber wer Gottes Wirken im Wandel begreift, für den sind diese verschiedenen Aussagen Zeichen des großen Einen, der alles umfasst, und genauso wenig einander widersprechend, wie der Regen von gestern dem Sonnenschein von heute widerspricht. Die chronologische Reihenfolge ermöglicht dem Leser, dieses Wirken mitzuvollziehen - und darin liegt die inspirierende Kraft dieses Büchleins. Bazargan hilft zu dieser Lesart, indem er auf den Wandel aufmerksam macht und darauf, unter welchen Umständen Gott zum Beispiel ein Miteinander mit Christen ausdrücklich wünscht und unter welchen Umständen er Freundschaften, ja sogar Kontakte verbietet. Nachdem beide Seiten ewig sind, gelten immer beide gemeinsam und das heißt in diesem Falle: Haltet zusammen im Guten, bleibt einander fern im Bösen und haltet Meinungsverschiedenheiten so lange aus, bis Gott sie am jüngsten Tage entscheidet.
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am 13. Juli 2015
Die große Bedeutung dieses Büchleins liegt darin, dass die Suren, die Jesus und Maria thematisieren hier chronologisch geordnet sind. Der Koran ist selbst nicht chronologisch geordnet sondern nach der Länge der Suren zusammengestellt. Da wird undurchschaubar, welche Motive zu welchen Aussagen geführt haben können. Die Chronolgische Zuordnung macht erkennbar, dass in der Zeit des Propheten Mohammed in Mekka keine feindlichen Töne gegen die anderen Schriftbesitzer (Juden und Christen) zu finden sind. Er hatte dort auch keine Begegnungen mit Christen. Tenor: Gott selbst wird am Ende der Zeiten zu erkennen geben, wie er den Glauben des Einzelnen beurteilt. Die Zeit in Medina aber ist geprägt von Konflikten mit den Christen, die dort leben. Daher verschärft sich der Ton, da die Christen natürlich an ihrer Auffassung von Jesus als dem Erlöser und Sohn Gottes festhalten und ihrerseits den Islam kritisieren und ablehnen.
Das Büchlein ist ideal, für Sucher, die an der Quelle selbst entdecken wollen, was Christen und Muslime trennt und verbindet. Mehdi Bazargan, der erste Präsident des Iran nach der Revolution (Vertreibung des Schah) leistet mit diesem Büchlein einen wertvollen Dienst.
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am 21. Oktober 2006
Das Buch: Und Jesus ist sein Prophet von Mehdi Bazargan ist wohl eines der besten Bücher, welches sich mit der Thematik Christen im Islam auseinandersetzt.

Wie kein anderes Buch beschreibt es die Stellung der Ahlul Kitab ( Schriftbesitzer -- Christen und Juden) im Quran. Räumt mit Vorurteilen auf, erklärt einzelne Verse und erinnert wieder daran, wie eng miteinander verbunden die 3 monotheistischen Weltreligionen doch sind.

Dieses Buch ist nicht nur für Nichtmuslime interessant, die sich mit dem Thema vertraut machen wollen, sondern auch für Muslime, die aufgrund vieler so unterschiedlicher Interpretationen oftmals auf die Fragen bezüglich des Christentums nur lückenhaft antworten können.

Die ausgesuchten Verse sind in diesem Buch chronologisch geordnet, so das ein Nachvollziehen, mit Berücksichtigung auf historische Ereignisse der damaligen Zeit, auch für " Anfänger" in der Thematik leicht sein sollte.

Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, gerade für den islamisch - christlichen Dialog ist es mehr als förderlich!
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