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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Klaus Herbers gilt wohl als der beste Kenner der Geschichte dieses Pilgerwegs, der die spanische und europäische Geschichte mitbestimmt hat. Auf den knapp 130 Seiten erfährt der Leser, was er über den Jakobsweg wissen kann. Herbers ist Historiker und bleibt bei seinem Fach. Er stellt einfach dar, wie der Kult um Jakob den Älteren begann und sich dann durch die Jahrhunderte hindurch veränderte. Dabei lässt er keineswegs aus, wie sehr Frömmigkeit, Politik und Ökonomie zusammenhingen und -hängen. Ein Pilger, der dieses Buch gelesen hat, weiß, dass der camino nicht nur spirituell sondern immer auch politisch zu sehen ist. Und wie sehr der Jakobuskult auch eine Bewegung gegen die Mauren war. Jakobus der Maurentöter steht als Statue immer noch in der Kathedrale. Vielleicht muss man diese Statue nicht entfernen, doch ist es gut, wenn Historiker wie Herbers daran erinnern.
Also: Ein Buch für alle am Jakobsweg Interessierten.
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am 5. November 2010
Großer Pluspunkt der Reclamserie: klein und handlich, passt das Büchlein sogar in die Hosentasche.
Minus: sehr kleine Schrift

Der erste Teil des Büchleins wendet sich an den mittelalterlichen Pilger:

Die ersten 36 Seiten des eigentlichen Pilgerführers enthalten Auszüge aus einer mittelalterlichen Predigt, die das Pilgern, die Pilgerscharen, sowie Jakobus und wie sein Leichnam nach Spanien kam etc. zum Thema hat.
Sie liefert den legendären Hintergrund zum Grab des Jakobus in Santiago, aber erzählt auch viel über das mittelalterliche Pilgerwesen.

Leider nur 36 Seiten befassen sich mit den Wegen nach Santiago, den Orten am Weg, den Tagesetappen und Hospizen. Die Herrscher, die das Pilgern förderten werden erwähnt und schlechte und gute Wasser auf dem Weg beschrieben. Wieso so viele Gewässer als giftig beschrieben werden, wird nicht erklärt, obwohl die Fußnoten oft die Hälfte der Seite ausmachen. Sie befassen sich mit Worterklärungen, Übersetzungen, Quellenhinweisen etc. und sollten zum Verständnis immer gelesen werden.
Beim Kapitel über die Völker und ihre Eigenschaften am Jakobsweg werden die Basken sehr eingehend beschrieben und kommen sehr schlecht weg. Hier kann man schon ab und zu schmunzeln.

35 Seiten befassen sich dann mit Leichnamen von Heiligen, die entlang des Weges ruhen und die besucht werden sollen, sowie dem Warum und Wieso. Diese Infos bekommt man sonst nur mit viel, umständlichem recherschieren zusammen.

34 Seiten sind dann alleine Santiago de Compostela und der Basilika gewidmet. Am Sinnvollsten, wenn man mit dem Bändchen in der Hand die Kirche erkundet, ansonsten eher einschläfernd.

Der zweite Teil des Buches wendet sich nun an den heutigen Leser:

Am Ausführlichsten ist das Nachwort ausgefallen, das sich natürlich, anders als der Pilgerführer, an den modernen Menschen wendet und sich mit dem Wahrheitsgehalt von Legenden, den wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Geschichte Spaniens und insbesondere des Jakobsweges beschäftigt. Es ist sehr interessant zu lesen wieso es ausgerechnet im 9. Jahrhundert zum Auffinden des Grabes kam und wieso ausgerechnet im 12. Jahrhundert die Pilgerei ein solches Ausmaß angenommen hatte, dass man "sich über verstopfte Pilgerwege beklagt".

Abgeschlossen wird das Bändchen mit seitenlangen Quellenangaben, Namensregister etc.

Alles in Allem enthält "Der Jakobsweg" alle Hintergrundinfos zum Camino um dieses Phänomen zu begreifen. Allerdings ist es kein erschöpfender Reiseführer, sondern eher Begleitliteratur. Auch bleibt einiges an Fragen ungeklärt.

Fazit:
Für Jakobspilger sehr empfehlenswert.
Für Jakobswegtouris, ergänzend zu einem guten Reiseführer, zu empfehlen. Der Reclamband enthält genau das, was oft in Reiseführern fehlt.
Für mittelalterinteressierte Nichtpilger ist der Reclamband sicher auch sehr lesenswert, weil er dem Leser die mittelalterliche Denkweise zum Beispiel zu Reliquien, Heiligen und Frömmigkeit näher bringt.
Preis-Leistungsverhältnis hervorragend

Volle Sternezahl knapp erreicht
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am 28. August 2009
Nachdem ich schon viele Pilgerführer und Berichte gelesen habe und auch schon selber gepilgert bin, ist es interessant diesen Pilgerführer zu lesen. Er gibt einem nicht nur Einblicke in die Lebensweise des 12. Jahrhunderts, sondern man sich auch in diese Zeit hineinversetzen. Vieles hat sich natürlich seid der Zeit geändert aber es ist erstaunlich, dass manche Eindrücke, die ich auf dem Weg hatte, sich mit denen aus dem 12. Jahrhundert decken. Eine eigentümliche Zeitreise und Erfahrung, spannend zu lesen.
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HALL OF FAMEam 2. April 2007
In der Beck'schen Reihe "Wissen" ist 2006 der Band 2094 "Jakobsweg" von Klaus Herbers, einem Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg, erschienen. Wie alle Bände dieser exquisiten Reihe behandelt er ein Thema - auch wenn es etwas komplexer ist - kurz und bündig auf knapp über 100 Taschenbuchseiten. In 8 Kapiteln geht er der Geschichte und Kultur dieses Pilgerwegs nach. Das 1. Kapitel behandelt, wie der Apostel Jakob, Sant'Iago, der Legende nach nach Santiago de Campostela kam. Der Karriere einer Stadt "am Ende der Welt" und dem Bollwerk gegen den Maurenstaat auf der iberischen Halbinsel ist das 2. Kapitel gewidmet. Kapitel 3 befaßt sich mit den Gründen für eine Pilgerfahrt nach Santiago de Campostela und den vier Wegen durch Frankreich nach Spanien. Durch diese Pilgerfahrten wurde der Jakobsweg zu einer "Kulturstraße Europas" (Kapitel 4). Den Gefahren und Riten unterwegs widmet sich Kapitel 5 "Unterwegs nach Santiago de Campostela". Die Kapitel 6 bis 9 behandeln den Niedergang zu Beginn der Neuzeit (aufgrund des Abschlusses der Reconquista und des Aufkommens des Humanismus) und den Neuanfang im 20. Jahrhundert. Insgesamt zeigt das mittlerweile in 7. Auflage vorliegende, interessant geschriebene Buch prägnant die historische Bedeutung des Jakobswegs dar.
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am 30. November 2011
Für den Jakobsweg gibt es ja Literatur wie Sand / Muscheln am Meer. Sehr viele davon sind höchst Blumig geschrieben.

Dieses Buch oder eher Büchlein ist ein Werk aus der Wissenschaft es enthält Fakten und Daten. Vom Schreibstil daher etwas trocken aber höchst Interessant und Wissenswert. So lernt der Pilger von heute das der sog. Europäische Kulturweg oder auch Jakobsweg genannt wohl im Mittelalter eher nicht zum Aufbau von Europa geschweige den Kultur gedient hat allein nur durch die extreme Kriminalität auf dem mittelalterlichen teil des spanischen Jakobsweg.

Für alle interessierten an der Geschichte des Jakobsweg ein Musskauf.
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am 1. November 2011
Das kleine Büchlein von Klaus Herbers ist sehr gut lesbar. Es infomiert knapp, aber umfassend über die Geschichte des Jakobswegs. Es ist allerdings kein Reiseführer. Wer sich nur mit diesem Buch auf den Jakobsweg aufmacht, hat einen Fehlkauf gemacht. Wer aber über den bedeutendsten Pilgerweg Europas gute Hintergrundinfomationen haben will (auch über das Pilgern an sich) hat mit diesem Buch einen Volltreffer gelandet. Für jeden, der sich nach Santiago de Compostela ist dieses Buch vor Beginn der Reise ein unbedingtes Muss, zumal es auch preiswert ist!
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am 27. Januar 2013
Wer sich mit dem Liber Sancti Iacobi beschäftigt, erhält hier von Klaus Herbers, der der führende deutsche Historiker auf diesem Gebiet ist eine tolle Übersetzung. Sie ist nicht wörtlich und akzentuiert.
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am 9. Februar 2007
Das Büchlein erklärt anschaulich aber auch sehr wissenschaftlich verfasst die Geschichte der schönsten Pilgerroute durch Europa! Man erfährt warum die Reliquien entlang des Jakobsweges so wichtig sind für den wirtschaftlichen Aufschwung der Städte und warum Santjago de Compostela trotz seiner geographischen Abseitslage wichtiger den je für gläubige Katholiken ist! Empfehlenswert zu lesen für jene die sich für die wissenschaftliche Seite des Jakobsweges interessieren. Aber Achtung! Dieses Büchlein ersetzt keinen Reiseführer!!!
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am 22. April 2013
Denke, die 6 EUR kann man investieren um einen Blick in's 12 Jahrhundert zu werfen. Gehe in 2 Wochen mal wieder auf den Jakobsweg und studiere es jetzt. Ganz unterhaltsam...
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am 30. März 2013
Dieses Buch schildert sehr gut die Höhen und Tiefen des Pilgerwesens im Mittelalter. Sollte vor Antritt des eigenen Weges unbedingt gelesen werden.
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