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TOP 1000 REZENSENTam 22. November 2016
Als Historiker bewegt sich der Autor des Buches, Wofgang Behringer, trotz der Berücksichtigung anerkannter wissenschaftlicher Beweismittel zu dem Thema (Bohrproben, Klima-Statistiken etc.), auf recht dünnem "wissenschaftlichen" Eis. Wer auf der Suche nach einer wissenschaftlich fundierten Analyse ist, wird mit dem Buch nicht vollends glücklich werden. Denn sein Anspruch ist weniger die wissenschaftlich einwandfreie Aufklärung des Phänomens Klimawandel, sondern eher eine chronologische Darstellung der Geschichte des Klimawandels. Die Geschichte des Klimawandels steht somit im Vordergrund, nicht die wissenschaftliche Analyse.

Als Einstieg in dieses Thema finde ich den Weg den Behringer eingeschlagen hat ideal: Er ordnet die große Komplexität des Themas schrittweise ein und mündet dann in dem Phänomen des aktuellen Klimawandels, der maßgeblich vom Menschen beeinflusst ist. Dabei geht er objektiv-kritisch vor und hinterfragt die Ideen beider Seiten in diesem brenzligen Thema.

Was er am besten schafft: Er differenziert das Thema Klimawandel. Mit der Vereinfachung der einen Extreme, es gebe keinen Klimawandel oder nur von Menschen unbeeinflussten Klimawandel, und die Vereinfachung der anderen Extreme, der aktuelle Klimawandel sei ausschließlich vom Menschen gemacht und Klima ist an sich größtenteils stagnierend, räumt Behringer nachvollziehbar auf.

Das Buch versucht weniger eine Seite zu überzeugen, als vielmehr zu einem objektiven und nachhaltigen Arrangement mit dem Klimawandel zu appellieren..
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Februar 2017
Dieses Buch ist eine spannende Studie darüber, wie das sich stets wandelnde Klima auf den Verlauf der Kultur-und Geistesgeschichte ausgewirkt hat. Man kann zum Beispiel den Begriff der "Sünde", als einer "Schuld" gegenüber Gott, so richtig nur erklären, wenn man weiß, dass die frühe Neuzeit die schrecklichen Kapriolen ihrer Kälte-Epoche darauf zurückführte, dass der Mensch die Gebote Gottes übertreten habe und nun für seine Sünden "bezahlen" müsse. Auch die zunehmende Schamhaftigkeit lässt sich erklären mit den zusätzlichen Bahnen an Stoff, welche die "kleine Eiszeit" als Bekleidung notwendig machte, in welcher die Menschen damals leben und wirtschaften mussten.
Schließlich kann man aber auch das "Zeitalter der Vernunft" als einen Versuch des "kühlen Kopfes" deuten, diese klimatischen Geißeln der Menschheit durch kluge Überlegung und Planung zu überwinden.
Behringer nimmt uns mit auf eine interessant zu lesende Wanderschaft durch die Geschichte, auf der wir auch vieles über die Wissenschaft der Klimaforschung erfahren.
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am 11. März 2011
Der Titel stimmt: das Buch informiert über das auf und ab des Klimas, und wie sich der Mensch an die klimatischen Entwicklungen und Veränderungen angepasst hat. Der Autor gibt nur wenige Wertungen zu seiner Sicht der menschgemachten Erwärmung. Sachliche Information steht im Vordergrund.
Überrascht war ich über den massiven Quellennachweis. Das hätte ich nicht von einem Sachbuch erwartet. Das zeigt gründliche, wissenschaftliche Recherche und dass der Autor sich möglicherweise gegen "apokalytische Angriffe" absichern will.
Mir hat das Lesen des Buchs viel Spass gemacht. Spannend, und schwer aus der Hand zu legen sobald man mit den Lesen angefangen hat.
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am 20. Januar 2014
Das Buch nimmt explizit keine Stellung in der Kontroverse zwischen "Klimaschwindlern" und "Klimaleugnern". Es berichtet über den Klimawandel im Lauf der Jahrmillionen und der Jahrtausende anhand naturwissenschaftlicher Untersuchungen. Der Klimawandel in historischen Zeiten über verschiedene Klimaoptima (in der Regel Warmzeiten) und Klimapessima (in der Regel Kaltzeiten) wird auch anhand der Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Kultur und die politische Geschichte beleuchtet. Interessant sind die wechselnden Voraussagen im 20. Jahrhundert, die von einer bevorstehenden Warmzeit über eine bevorstehende Eiszeit wieder zu einer bevorstehenden Warmzeit schwenkten. Obwohl ich schon einiges über Klimawandel gelesen hatte, habe ich bei der Lektüre dieses Buches viel Neues erfahren.
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am 8. Juli 2009
The author shows that climate change has been of all times. He demonstrates in convincing examples how climate change has affected the history of man and mankind. He summarizes the origins of the climate changes and that is also the weak point of this book. The author is a historian, not a physicist or meteorologist. In reproducing what other 'specialists' state, he falls into the trap of reproducing questionable opinions. The book is extremely valuable where it shows the relation between climate and culture and the history of man and mankind. Where he fails is in repeating that CO2 is causing the present climate change or global warming, and certainly that this is due to activities by man.
The book is highly recommended for those who want to see in a broad context what effect weather and climate have on mankind, culture and history. The reader should be extremely critical with regard to the statements as to the cause of climate change, and even whether we presently experience a global warming or local climate changes.
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am 6. Oktober 2009
Und wieder ein Werk, das sich die Klimapaniker einmal ansehen sollten. Natürlich kann man Fanatiker nicht bekehren, aber der vernunftbegabte Leser wird diesem sehr gut zu lesenden Buch einiges an Wahrheit abgewinnen können. Wobei man sich nun noch lange nicht zurücklehnen darf und weiterhin seiner Verantwortung für die Umwelt gerecht werden muss. Der Mensch beeinflusst die Natur, aber für alles kann er nicht verantwortlich gemacht werden.
Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die in der Lage sein wollen den Scharlatanen nicht auf den Leim zu gehen...
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am 26. März 2012
Der Autor erweist sich nicht nur als profunder Kenner der Materie sondern auch als fähig diese flüssig, kurz und logisch wiederzugeben.
Das Buch hilft so den Klimawandel als - wie der Name sagt -das einzig Beständige zu verstehen ;-)
Angesichts der überhitzen Diskussion fand ich vor allen den Hinweis auf die Eiszeit-Hysterie der 60er Jahre (wir müssen die Pole mit Wasserstoffbomben anschmelzen um eine Eiszeit zu verhindern) als sehr treffend.
Man kann das Thema nach diesem Buch wieder wissender und beruhigter angehen. Die Klimaforschung ist sicher verdienstvoll, aber die moralischen Unternehmer (tuet Buße das Ende ist nah und mein Forschungsinstitut braucht das Geld!!!) sollten in ihre Schranken verwiesen werden.
Wie überall gilt - Ball flach halten und überlegen: was ist eigentlich der Tatbestand, können wir ihn beeinflussen und wenn ja wie und warum.
Dazu hilft die Ausgangserkenntnis: Klimawandel ist immer und überall - wir können uns aber zumindest überlegen, was wir daraus machen - und das heißt sowohl verhindern oder gestalten.
Der Wert des Buches besteht darin, dass es die Debatte erdet und Vernunft walten läßt - und das ist sehr viel in diesen Zeiten.
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am 8. Februar 2008
Wolfgang Behringer ist Historiker und führt den Leser auf eine Reise durch die Geschichte der Menschheit, von den eiszeitlichen Jägern über die Antike, das Mittelalter bis hin zur Gegenwart. Das Besondere: immer unter dem Aspekt des Klimas.

Bücher zum Thema Klima stützen sich in der Regel vorwiegend auf naturwissenschaftlich gewonnene Daten, wie z.B:
- Sedimente
- Eisbohrkerne
- Dendrochronologie

Dahingegen nutzen Geschichtsbücher als Quellen meist nur menschliches Schrifttum, welches im Falle des Klimas erst seit dem Mittelalter in brauchbarem Umfang zur Verfügung steht.
Behringer kombiniert beide Sorten von "Archiven".

Im Laufe der Betrachtungen stellt sich immer wieder heraus: Das Klima ist eine einzige Katastrophe! Ob es wärmer, kälter, trockener oder feuchter wird, immer stehen perfekt angepasste menschliche Gesellschaften vor grossen Herausforderungen. Das Austrocknen der Sahara zur Zeit des sehr warmen Atlantikums zum Beispiel führt mit der Konzentration der Menschen im Niltal erst zum Aufstieg Ägyptens, bevor eine weitere Dürre dem alten Reich den Garaus macht. Dann wird es wieder feuchter, so dass Nordafrika zur Kornkammer des römischen Reiches werden kann. Als diese dann trocken fällt, beschleunigt das den Untergang des weströmischen Reiches. Das Wärmemaximum des Hochmittelalters korreliert dann mit der Entstehung der ersten Hochkulturen in Mittel- und Nordeuropa. Mit Beginn der "kleinen Eiszeit" im 14.Jhdt kommt es zu vermehrt zu Missernten, bei denen die Sekundäreffekte (religiöse Verfolgungen, Krieg und Pest) weit gravierender sind als die eigentliche Klimaverschlechterung. Erst als religiöse Schuldzuweisungen von aufgeklärtem Denken abgelöst werden, geht es -trotz anhaltend schlechten Klimas- wieder aufwärts.

FAZIT: Nie hat es ein echt stabiles Klima gegeben, so dass es gerechtfertigt erscheint, den zum Unwort gewordenen Begriff "Klimawandel" fast inflationär benutzen zu dürfen.

Im letzten Kapitel geht es dann um das Modethema "anthropogener Klimawandel". Hier liegt m.E. eine kleine Schwachstelle, da manchmal nicht ganz klar wird, ob der Autor die wohlbekannten gängigen Klima-Apokalypsen eher unter der Kategorie "religiöse Schuldzuweisung" oder als Beispiel für "aufgeklärtes Handeln zum Wohle der Menschheit" ansieht.

Überhaupt erhebt das Buch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Exaktheit. So stimmt z.B. weder der physikalische Zusammenhang der Strahlungsbilanz der Erde (S.29), noch der volkswirtschaftliche Zusammenhand zwischen Getreidepreisen und Nachfrage (S.149).
Im ersten Fall reicht der Energieerhaltungssatz bei weitem nicht zur Lösung der Gleichungen, sondern es muss -mit vielen Annahmen!- modelliert werden (daraus resultiert ja die Kontroverse). Im zweiten Fall (Brotpreis in Silber) ist nicht von Belang, ob die Bevölkerung schneller wächst als die Getreideproduktion, sondern, ob die Silbermenge schneller wächst als die Getreideproduktion. (Und das tat sie seit ca. 1500, als die Kulturen Südamerikas von den Spaniern geplündert wurden).

Aber darum geht es im Buch auch gar nicht. Es geht um die Kultur als Instrument zur Anpassungsfähigkeit an unsere Umwelt. Klimawandel anthropogen oder nicht: entscheidend ist, was wir daraus machen!

Das Buch ist gut recherchiert, nett aufgemacht und beleuchtet das Thema von vielen Seiten. Es ist jeden seiner ca. 20 Euro wert!
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am 17. September 2013
Hier ist ein etwas anderer Zugang zur Geschichte des Klimas. Auch für Laien verständlich und mit interessanten Zusammenhängen aus der Vor- und Frühgeschichte.
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am 12. Februar 2018
Vorab, ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen. Ich weiss auch noch nicht, ob ich das tue. Die Anfangskapitel waren eine interessante Zusammenfassung zu Klima, Klimawandel, Klimapolitik etc. Aber wo der Neuzeitler Behringer in die Erdgeschichte, ins Paläolithikum, Mesolithikum und Neolithikum hineinsteigt, vermisse ich profundere Recherche. Es beginnt schon damit, dass die Auffaltung der Alpen vor 5 Millionen Jahren stattgefunden haben soll (S. 30) Ein paar Seiten weiter, fand dasselbe Ereignis vor 55 Millionen Jahren zeitgleich mit Rocky Mountains und Anden statt (S. 38 ) Dass wir keine Gene mit den Neandertalern teilen sollen, ist mir ebenfalls aufgestoßen. Päabos Forschungsarbeit wurde 2010 veröffentlicht, Behringers Buch 2007. Aber mittlerweile sind wir bei der 6. Auflage, da gehört auch ein populärwissenschaftliches Werk den neuen Erkenntnissen angepasst, wenn es nicht obsolet werden will.

Ich finde, so ein fachübergreifendes Thema gehört nicht in die Hand eines einzelnen, noch dazu fachfremden Autors. Da müssen Experten der verschiedenen Fachrichtungen zusammenarbeiten und sich dann auch die Lorbeeren teilen.
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