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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
8
3,9 von 5 Sternen
Die Völkerwanderung
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 6. März 2016
Aufgrund von persönlichem Interesse hatte ich mir dieses Buch bestellt, weil ich einen Einstieg in dieses komplexe Thema suchte. Sachlich betrachtet macht dieses Buch nichts falsch, aber stilistisch empfinde ich es als äußerst holprig. Der Autor beginnt das Buch, als wolle er einen Roman schreiben und geht dann immer mehr zu dieser 'klassischen' Erzählweise eines Geschichtsbuches über. Ich hätte es angenehmer empfunden, wenn er entweder beim romanhaften Stil bliebe oder gleich im klassisch historischen Stil angefangen hätte. Auch das abschließende Kapitel über die Verwendung des Begriffes 'Völkerwanderung' im Kontext der Zeit hätte man sich sparen können, weil es weniger mit dem historischen Phänomen per se zu tun hat.
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am 29. Januar 2014
Dieses Buch handelt von den Geschehnissen ausserhalb und den Interaktionen mit den barbarischen Invasoren innerhalb des römischen Reiches während der sogenannten "Völkerwanderung" zwischen 378 und 568, die letztlich zum Untergang des römischen Reiches beigetragen haben. Die kulturellen Veränderungen während dieser Zeit wurden dabei in einem anderen Buch der Reihe C.H. Beck Wissen abgehandelt. Als absoluten Pluspunkt in diesem Buch habe ich dabei Klaus Rosen angerechnet, dass er sich nicht nur auf die Ereignisse während dieser Zeitspanne konzentriert und eine einfache Abhandlung dieser in chronologischer Reihenfolge widergibt, sondern dass er auch in Anfangs- und Schlusskapiteln diese Zeit in ihren Kontext stellt, und dabei kritisch hinterfragt, was diese Zeit heute noch für uns bedeutet. So beschreibt er im zweiten Kapitel, während das Erste ins Thema einführt, wie diese Zeit schon im Mittelalter zum ersten Mal als ein besonderes Intervall mit weitreichenden Folgen wahrgenommen wurde, während das dritte Kapitel darlegt, dass "wandernde Völker" eigentlich gar nichts so Spezielles waren, sondern dass verschiedene Stämme und Gruppen immer wieder mal aus den verschiedensten Gründen ihre Heimat verliessen, um anderswo ein besseres Leben zu finden. Im vierten Kapitel wird dann anschaulich erklärt, warum im angelsächsischen und romanischen Raum immer noch von der "Invasion der Barbaren" gesprochen wird, während bei uns sich der Begriff der "Völkerwanderung" durchgesetzt hat, als hätten sich damals einfach ein paar Leute zu einer friedlichen Wanderung mit anschliessendem Picknick aufgemacht, an deren Ende sie sich halt an einem anderem Ort wiederfanden, als von wo sie aufgebrochen sind. Das fünfte Kapitel gibt dann, zum Hauptthema kommend, eine kurze Einführung in die Zeit vor der Völkerwanderung, während die nächsten drei Kapitel die Völkerwanderung als Solches behandeln. Auch diese Leistung muss Klaus Rosen hoch angerechnet werden, dass er die Geschichte der eigentlichen Völkerwanderung in einem Buch, in dem ihm maximal 124 Seiten zur Verfügung stehen, in 40 Seiten erzählen kann. Im neunten Kapitel legt Klaus Rosen dann aus, warum die Völkerwanderung so katastrophal ausfiel und zum Untergang des römischen Reiches entscheidend beigetragen hat. Im zehnten Kapitel kommt dann Klaus Rosen abschliessend wieder auf den Begriff der "Völkerwanderung" zurück und geht darauf ein, wie er während der deutschen Nationalbewusstseinsbildung nach Napoleon geprägt wurde, und dann vor allem die Nationalsozialisten das Bild verbreitet haben, wie die germanischen Stämme das dekadente römische Reich wiederbelebt und neu aufgebaut haben, als hätten sie nicht einfach eine funktionierende römische Infrastruktur übernommen. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass dieses Buch eine gute, kurze Einführung in das Thema der Völkerwanderung gibt, nicht ohne auch noch ausführlich über deren Kontext zu sprechen. Deshalb kann dieses Buch all denen empfohlen werden, die sich für dieses faszinierende Thema interessieren und die sich auch ein wenig mit Hintergrund auseinandersetzen wollen.
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am 13. August 2003
In diesem Buch versucht der Autor, eine Einführung zu geben in die Geschehnisse, die sich in Europa ungefähr zwischen 200 und 500 n.Chr. abgespielt haben, und gemeinhin als "Völkerwanderung" subsummiert werden. Man muss kein Historiker sein, um zu dem Schluss zu gelangen, dass dies auf 120 Seiten ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben ist, denn sehr schnell wird der Wust an Namen von diversen Germanen, Goten, Alanen, Sueben, Hunnen, Vandalen, ... (die Liste könnte man noch lange fortsetzen) oder auch die schnelle Folge der Kaiser des spätrömischen Reiches inclusive ihrer Heerführer, Kinder, Nachfolger, Nebenkaiser, usw. unübersichtlich. Trotzdem ist das Buch gelungen und kurzweilig. Ausgehend von frühen Berichten römischer Geschichtsschreiber über die ersten Kontakte Roms mit Germanen in Italien, Süd- und Westfrankreich sowie im heutigen Deutschland wird die Geschichte der Völkerwanderung chronologisch erzählt. Dass, wie oben erwähnt, die Geflechte zum Teil äußert komplex und entsprechend verwirrend sind, tut dem hohen Informationsgehalt und Unterhaltungswert letzten Endes keinen Abbruch, denn unter dem Strich werden die wesentlichen Akteure der Thematik und ihre Motivation klar erkennbar herausgearbeitet. Hier sind u.a. zu nennen: Die Römer mit dem verzweifelten Versuch, ihre Nord- und Ostgrenze zu sichern und so das Reich zu stabilisieren sowie die diversen germanischen und nicht-germanischen Völker auf der Suche nach Siedlungsgrund oder auch nur Macht.
Für jeden, der dem schwammigen Begriff "Völkerwanderung" klare Umrisse verschaffen will, eine lohnende Lektüre.
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TOP 500 REZENSENTam 30. März 2009
Zum Inhalt: Prof. Klaus Rosen stellt die so genannte "Völkerwanderung" in einen weiteren Rahmen: angefangen mit den Einfällen der Kimberer und Teutonen rund ein halbes Jahrtausend vor dem Ende des Weströmischen Reichs. Das war dann um 476 n. Chr. Rosen beschreibt die Ereignisse noch bis 585 fort und schließt auch die fortdauernden Mythen und den Einfluss auf heute ein.
Eine Facette: "Völkerwanderung" ist ein später, vor allem im deutschen Bereich genutzter Begriff. Welche "Völker" auch? Es waren eher durchgewürfelte Stammesverbände. Welche "Wanderung", bitte? Es waren - über einen längeren Zeitraum, gewiss - Attacken. So sei im nichtdeutschen Raum, so berichtet Rosen, eher von Einfällen/Invasionen der Barbaren die Rede.

Zur Darstellungsweise: Erzählen kann Klaus Rosen, der Text wirkt an vielen Stellen sehr mündlich-fließend und als ein Quell des Wissens. Die eine oder andere der hochinteressanten Abschweifungen des Mannheimers hätte gleichwohl auch entfallen dürfen, so sehr sie alle auch zu Rosens Stil gehören. Rosen stützt sich auf die schriftlichen Quellen, auf die Sprachwissenschaft und teils auch auf Archäologie und andere Wissenschaften.
Es kommen auch viele, viele Namen vor: Konstans, Konstantin, Konstantius, ... doch wir reden hier von mehreren Jahrhunderten auf gerade einmal 120 Seiten - viel anders wäre es wohl gar nicht zu gestalten gewesen.

Zum Autor: Verfasser Klaus Rosen war zuletzt zwanzig Jahre Professor der Alten Geschichte in Bonn! Das Buch hat er in seinem Emeritierungsjahr 2002 geschrieben, derzeit 2009 ist es bereits die dritte Auflage.

Zur Ausstattung des Buchs: wie bei der beckschen Reihe üblich, ist der Inhalt auf knapp 120 kleine Seiten eingedampft. Zwei schwarz-weiße Karten aus dem "Putzger"-Atlas geben einen kleinen Überblick, eine Zeittafel am Ende des Buches erleichtert den ebenfalls. Kommentierte drei Seiten schließlich dienen dem Hinweis auf weiterführende Literatur für all diejenigen, die am Thema Feuer gefangen haben.

Vollständig ist diese Darstellung nämlich ganz gewiss nicht. Doch eine gute und bezahlbare Einführung und daher: fünf Sterne.
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am 17. August 2005
Das Buch gibt einen guten und im Prinzip auch verständlichen Überblick über die Zeit der "Völkerwanderung". Leider verstrickt sich der Autor aber immer wieder in sein Fachwissen - sprich oft wirft er nur so mit Jahreszahlen, Ort- und Personennamen um sich. Das klingt dann manchmal genau wie im Schulunterricht - nämlich trocken und zum einschlafen langweilig. Ich würde dieses Buch nur jemandem empfehlen, der sich auch im Geschichtsunterricht in der Schule nicht gelangweilt hat.
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am 9. August 2010
Der Reiz der C.H. Beck Wissen Bücher für mich ist der, bei einem bestimmten Thema ein Querschnittwissen in kurzer Zeit vermittelt zu bekommen. So wäre ein Titel wie "Die Geschichte des Abendlandes" vollkommen ungeeignet für diese Serie. Das Interessante an C.H. Beck Wissen ist die strikte Beleuchtung eines Themas von vielen Seiten durch einen absoluten Experten, der auch über die neuesten Forschungsergebnisse verfügt. In einer derartigen Erwartung - durch andere Bücher dieser Serie genährt - habe ich auch das Völkerwanderungsbuch gelesen. Die Erwartungen wurden zur Hälfte enttäuscht.

Im Positiven bietet der Band einen Überblick über die Entstehung des Begriffs der Völkerwanderung und dessen Rezeptionsgeschichte - im interessanten Gegensatz zu den romanisierten Franken links des Rheins. Auch die generelle Darstellung der verschiedenen Epochen der Völkerwanderung geben dem Leser einen tiefen Einblick in das Thema. Leider verliert sich der Autor aber in einem Heruntererzählen der Ereignisgeschichte der als die Völkerwanderung bekannten Epoche, wobei aber das spezifische der Völkerwanderung vollkommen verloren geht.

Vielmehr arbeitet der Autor an einem ganz anderen Thema als der Titel des Buches vermuten lässt. Es geht ihm um die uralte Frage, woran das römische Reich zugrunde gegangen ist. Das ist zwar auch interessant, aber eben das Resultat der Völkerwanderungen und nicht deren Ursache. Insoferne ist der Band teilweise eine Themenverfehlung. Die Ursache der Wanderungen wird nur kurz ins Bild gerückt, statt dessen aber die verwirrende Vielzahl an Feldzügen, Kaisern, Völkern, Heerführern etc. abgearbeitet.

Die Lösung des Autors für die Frage nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches lautet: Führungsschwäche. Dabei musste ich an meine Vorlesungen aus Managementtheorie denken: wenn viele Menschen in einer Position scheitern, dann liegt das an der Position und nicht am jeweiligen Individuum. Somit bietet der Band wenig Orientierungshilfe in einer chaotischen Epoche der Weltgeschichte.
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am 28. November 2011
Klaus Rosen schreibt hier eine hervorragende Zusammenfassung des Zusammenbruchs des weströmischen Reichs, doch leider nennt sich das Buch "Völkerwanderung".

Natürlich werden die Bewegungen der einzelnen Stämme/Völker beschrieben, doch immer im zentralen Hinblick auf das weströmische Reich und sein langsames Ende.

Ein weiteres Problem für mich war, dass die drei mittleren (und längsten) Kapitel vor Namen strotzten! Es war mir nicht möglihc, auch nur annähernd alle Personen zu merken. Ich weiß gut, dass es schwierig ist, so lange Zeiten zusammenzufassen, ohne sich in Namedropping zu verlieren, doch leider ist Herr Rosen ebendas passiert.

Mein Resümee zum Buch: Etwas schwierig zu lesen, Thema mMn etwas verfehlt - dennoch ein gutes Buch, vor allem zum Zusammenbruch des Weströmischen Reichs und der Germanenpolitik Roms.
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am 27. Februar 2012
Unter "Völkerwanderung" versteht man allgemein die großen Barbarenstürme der Spätantike, denen letztendlich das Weströmische Reich zum Opfer gefallen ist. Man könnte nun von einem Buch, das sich dieses Themas annimmt erwarten, einen umfassenden Überblick über die verschiedenen beteiligten Volksgruppen/Stämme (am besten wohl lat. gentes) sowie ihrer Eingebundenheit in ihre politische Umgebung zu liefern. Von dieser Seite müsste das Buch von Klaus Rosen sicherlich als Enttäuschung gewertet werden.
Kratzt man jedoch ein wenig an der Oberfläche des hier behandelten Gegenstandes, dann wird sehr schnell klar, dass "Völkerwanderung" eine Wortschöpfung des 18. Jahrhunderts ist. Was letztendlich darunter zu verstehen ist, bleibt vorerst dunkel. Es muss dem Historiker also zuallererst einmal darum gehen, diesen Begriff so rein wie möglich zu fassen; ihn von allen Assoziationen zu befreien, die durch eine lange Geschichte politischer Instrumentalisierung bis weit in das 20. Jahrhundert zustandegekommen sind. Ein Buch über die Völkerwanderung, dass einem wissenschaftlichen Anspruch genügen will, muss also auch ein Stück Begriffsgeschichte bieten. Das geschieht hier hinreichend.
Doch nach diesem Schritt ist dann gar nicht mehr so klar, was jetzt unter "Völkerwanderung" wirklich zu verstehen ist. Es führt demnach nichts daran vorbei, die historische Situation Zentraleuropas über knapp sechs Jahrhunderte unter die Lupe zu nehmen und die zutage geförderten Ereignisse zu interpretieren. Dem widmet sich der Hauptteil des Buches und zeichnet so ein äußerst komplexes Bild einer hochdynamischen Epoche, die deutlich mehr war als die gemeinhin angenommene Abfolge militärischer Auseinandersetzungen zwischen Römern und Barbaren.
Was dieses Buch aber jenseits seines eigentlichen Gegenstandes enorm bereichernd macht ist die Erkenntnis, dass es in der Geschichte nicht einfach darum geht Wissen zu sammeln und Bildungslücken zu füllen. Geschichte selbst ist immer auch Konstruktion. Die "Völkerwanderung" eignet besonders, das einmal deutlich werden zu lassen.
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