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am 6. Juni 2011
..ist das Buch recht informativ. Es offenbart sich überraschend, wie wenig man doch eigentlich über die Maya weiss. Was auch sehr interessant ist, ist dass erklärt wird, wie man die Bilderschrift deuted - wobei klar wird, dass die entzifferung dieser Schrift mehr mit raten und Spekulationen zu tun hat. Nicht nur einmal habe ich mir gedacht, als der Autor eine Hieroglyphe definiert hat "Das könnte aber auch so oder so sein.".
Der Autor schreibt zwar sehr sachlich, aber hin und wieder lässt er eine gewisse Arroganz durchblitzen. Er bezeichnet sich selbst als Spezialist (nicht gerade bescheiden), verweist oft darauf, was ER für die Forschung großartiges geleistet hat und was er widerlegen konnte, und teilweise fühlte ich mich auch etwas angegriffen, als er z.b. schrieb: " [...] doch diese Ansicht wird von Wissenschaftlern und Laien immer wieder vorgetragen. ". Es wirkt, als würde er es von oben herab sagen, als hätte nur Er den Durchblick, und alle anderen sind Laien und würden sich nicht auskennen ?!

Weiterhin störend ist, dass es tatsächlich wenig Information über den generellen Stand der Maya Kultur im generellen gibt. z.b. hätte ich gerne gewusst, wie sich Azteken und Maya beeinflusst haben, welche heutigen Länder in das Siedlungsgebiet der Maya fallen, welche angrenzenden Kulturen es noch gab...Das wird mir alles etwas zu wenig erklärt.

Toll wiederrum finde ich, dass der Autor sich bemüht, die trockenheit der fachlichen Kompetenz immer wieder mit Bildern zu untermalen. Sprich: Man liest ein paar Seiten fachliche informationen, dann gibt es ein Bild (Meistens ein Szenenrelief) und eine Erklärung dazu. Das lockert das ganze Buch auf, man ersäuft nicht in einen Textschwall, und kann sich Gedanken darüber machen wer diese Personen überhaupt waren, bei denen sich die Frauen des Herrschers Dornenlianen durch die Zunge ziehen mussten.

Fazit: Ein informatives und gut zu lesendes Buch, dass kleine Schwächen besitzt, über die man aber hinweg sehen kann.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 22. September 2016
Das Buch bietet eine kurze Zusamenfassung der Geschichte der "alten" Maya. Dabei wird natürlich nicht jedes mögliche Detail behandelt, obwohl der Autor in verschiedenen Fällen sehr wohl detaillierte Fakten liefert. Kern des Buches sind die Stadtstaaten der klassischen Zeit. Die Kürze ist vermutlich dem Format der Beck'schen Reihe geschuldet. Das Buch setzt voraus, dass sich der Leser schon mit der Materie beschäftigt hat, ansonsten sind die Namen der Orte, Personen und Dynastien verwirrend. Ich habe es gerne gelesen und einige mir zu diesem Zeitpunkt unbekannte Fakten erfahren. Am ehesten wendet sich das wissenschaftliche Buch an frühe Semester der Altamerikanistik oder an kunsthistorisch interessierte Menschen, die einen Besuch der im Buch behandelten Mayastätten planen. Gewöhnliche Touristen werden wohl eher keinen Gefallen daran finden und sollten besser zu anderen Werken greifen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 11. November 2013
"Was die Forschung aus Bodenfunden, Archivakten und mündlichen Traditionen heutiger Maya zusammenzutragen und rekonstruieren versucht, ist doch nur ein geringer Teil dessen, was die glanzvolle Kultur der Maya einst ausmachte."
(Prof. em. Dr. Berthold Riese)

Der Band "Die Maya" war in seiner 1. Auflage bereits im Jahre 1995 in der Reihe "C.H.Beck Wissen" publiziert worden. Sein Autor, der studierte Ethnologe und Sinologe Dr. Berthold Riese, war zwischen 1983 bis 2009 als Professor am Institut für Altamerikanistik und Ethnologie, dem vormaligen Seminar für Völkerkunde, der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität in Bonn beschäftigt. Neben seinen zahlreichen Fachpublikationen zu den präkolumbischen Kulturen Meso- und Südamerikas, zeichnete sich der Gastprofessor der Zhong Shan-Universität in Guangzhou unter dem Pseudonym "Bai Ruisi" auch als Mitherausgeber eines Aufsatzes zur "Schriftzeichenkognition aus psycholinguistischer Sicht" verantwortlich.

Der Klappentext der im April 2011 veröffentlichten 7., durchgesehenen Auflage, wurde offenbar von den vorangegangenen Auflagen unverändert übernommen, denn die Emeritierung von Prof. Dr. Riese (Jahrgang 1944) im Jahre 2004 geht daraus nicht hervor. Ebenso wenig ist ersichtlich, welche neuen Erkenntnisse gegenüber den älteren Auflagen gegenüber denn bei der „Durchsicht“ für die 7. Auflage Berücksichtigung gefunden haben. Faktische Aktualisierungen sind weder aus dem Text, beim dem wohl zugunsten einer besseren Lesbarkeit auf auch auf Fußnoten und Anmerkungen verzichtet werden musste, noch aus dem Literatur- und Quellenverzeichnis ersichtlich.

Das auf der letzten Seite, vor dem dem abschließenden Literatur- & Quellenverzeichnis und Register gezogene Résumé (Eingangszitat) hätte der Autor eigentlich voranstellen müssen. Mit einer derartigen "Vorwarnung" wären möglicherweise weniger Leser von der Lektüre enttäuscht. Denn eine Vielzahl von Aussagen sind von Konjunktiven geprägt, wie z. B. "man vermutet", "die Forschung nimmt an", "es ist möglich", "mögen dazu geführt haben", "kann also durchaus sein", "ihre Deutung ist noch offen", "bleibt also Hypothese", "können wir nur schemenhaft erfassen", "sicher wissen wir es nicht", "in hohe Maße hypothetisch", "scheint sich" usw. Hinzu kommen Aussagen des Autors wie "dennoch möchte ich einige Spekulationen über die Person [gemeint ist Pakal der Große von Palenque] in diesem neuen Grab wagen", "meine Hypothese ist..." oder "ich habe...“, die manchem Leser ebenfalls missfallen mögen.

Trotz der zahlreichen Spekulationen, Hypothesen, Postulate und fehlender Zitate und Anmerkungen bleibt Rieses Darstellung der Geschichte, Kultur und Religion der Maya eine wissenschaftliche Arbeit. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Maya-Welt und ihrer Entdeckung, wobei mit der russischen Emigrantentochter Tatiana Proskouriakoff und Heinrich Berlin zwei Forscher vorgestellt werden, die durch eine Teilentzifferung der Steininschiften den Erkenntnisstand entscheidend voran gebracht hatten. Gleichzeit weist Riese auf die Unzulänglichkeit auch einer groben Klassifizierung hin und stellt das Instrument der Modellbildung vor. Während sich die Kapitel zwei, drei, fünf und sechs chronologisch mit den olmekischen Vorläufern und dem gesamt- mesoamerikanischen Kontext der Maya-Kultur, ihrer klassischen Blütedem, ihrem Niedergang und Nachklassikum befasst, ist Kapitel vier der Geschichte der bedeutenden Maya-Dynastien von Tikal (Guatemala), Copán (Honduras), Yaxchilán und Palenque (Chipas) gewidmet.
Zu Kapitel vier gehört außerdem noch die politische Geographie des südlichen und nördlichen Tieflandes sowie des Hochlandes. Besonders interessante Aspekte sind die Fremdbestimmung durch Teotihuacan, die Beschreibung der sozialen Gruppen in den spätklassischen Stadtstaaten des Tieflandes und die spätere Aufnahme von Lehnwörtern aus dem Nahuatl der Azteken. Das sechste Kapitel mit dem Ende der selbstbestimmten Geschichte der indigenen Bevölkerung [die Hochkultur der Maya war bereits 500 Jahre zuvor untergegangen], die mit der Landung der Spanier im Jahre 1511 begann, ist jedoch recht kurz gehalten und lässt zudem einen Ausblick vermissen.

3 Amazonsterne für einen Band, dessen Text - inklusive Überstzungen von Originalinschriften - von 12 Abbildungen, 5 Karten und 2 Tabellen aufgelockert wird. Wie timediver® nicht zuletzt beim dem Besuch der archäologischen Stätten und des Museo Nacional de Antropología in Mexiko-City feststellen konnte, bietet "Sprechende Steine: 200 Schriftzeichen der Maya - die Entschlüsselung ihrer Geheimnisse" von Maria Lonhena eine umfassende und anschauliche Weiterführung zum C.H.Beck-Band.

San Cristóbal de las Casas/Chiapas/Estados Unidos Mexicanos, den 10.11.2013
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am 11. Februar 2006
Das Buch ist im Ganzen informativ und man erhält einen kleinen Überblick über die Mayas. Allerdings muss man eine gewisse Kenntnis schon mitbringen, damit man den Verlauf in diesem Buch gut mitverfolgen kann. Es war desöfteren schwierig den roten Faden zu behalten, da man durch die verwschiedenen Herrscher- und Tempelnamen einfach irgendwann die Übersicht verloren hatte.
Außerdem finde ich, dass die in dem Titel erwähnte Religion, kaum mit aufgefasst wurde. Hauptsächlich geht es um die Geschichte und die gesellschaftlichen und politischen Stände in der Zeit der Mayas. Für jeden, den soetwas anspricht, auf alle Fälle interessant. Allerdings für Interessenten an der Religion und ihre Rituale ist dieses Buch keine so gute Informationsquelle.
15 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 21. November 2009
Berthold Riese bietet auf etwas mehr als 100 Seiten eine kurze, prägnante und überaus informative Darstellung der Maya und ihrer faszinierenden Kultur. Das ideale Buch für Einsteiger, die sich über das Sujet einen ersten Überblick verschaffen wollen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 2. Oktober 2003
Gute Zusammenfassung der Maya-Forschung, die sich durch den rapiden Fortgang der Entzifferung stetig weitet.
Ethnologische Perspektiven geben dem Buch einen modernen Ansatz, leider kommt der kontrovers diskutierte Untergang der Maya-Kultur etwas zu kurz.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Juli 2009
Ich habe mir auch mehr erhofft von diesem Buch, vor allem etwas mehr Wertschätzung für die Maya. Leider entwickelt man diese Wertschätzung nicht, denn der Autor reiht ein unspektakuläres Ereignis ans Nächste. Da passiert nicht viel. Ich weiß immer noch nicht, was an den Maya so Besonderes war, außer dass sie von den imperialistischen Spaniern der Neuzeit so gut wie vernichtet wurden, was ziemlich ungerecht ist. Die Namen sind wie bei den Azteken schwer auszusprechen. Außerdem erfährt man als Leser nicht, in welchem der heutigen Länder die Maya lebten. Die Geschichte wird ziemlich holprig erzählt, was vermuten lässt, dass man wenig darüber weiß. Die Geschichte ab der spanischen Eroberung ist zusammenhängender, dafür aber auch trauriger, denn die Spanier wüteten in Mittelamerika. Sie erwarten von den Maya, dass diese ihnen Lebensmittel schenken. Dabei mussten die an ihr eigenes Überleben denken. Die Besiedlung der nord- und südamerikanischen Kontinente hätte auch friedlicher vonstatten gehen können. Aber die Überheblichkeit von uns Europäern brachte uns damals dazu, Gewalt anzuwenden. Und die christlichen Geistlichen taten ihr Übriges, um die Maya-Kultur zu vernichten, indem sie ihre destruktive Ideologie den Maya überstülpten.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 14. September 2006
Das Buch ist sehr aus der Sicht eines Archäologen geschrieben. Um einen ersten Einblick in das Thema zu bekommen, ist das Buch zu technisch. Viele interessante Aspekte fehlen, wie insbesondere Kunst, Kultur und Architektur. Als Laie interessiert mich weniger die Geschichte einzelner Herrscherhäuser sondern eher die genannten Themen einschliesslich einer Abgrenzung zu anderen Völkern Mesoamerikas. Das Buch ist zwar gut, erfüllt aber die Erwartungen an so einen Aufsatz nicht.
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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