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am 12. November 2001
Die Dominanz der großen mitteleuropäischen Staaten innerhalb der Europäischen Union täuscht immer auch darüber hinweg, wie vielfältig Europa eigentlich ist. Gerade die kleinen Staaten an der Peripherie geraten - fatalerweise? - zu oft auch an den Rand nicht nur europäischer Politik sondern auch an den des europäischen Geschichtsverständnisses. Von Portugal weiß man oft nicht viel mehr, als dass dort sehenswerter Fußball gespielt wird und es mit der Algarve eines der schönsten Fleckchen des Kontinents hat, in dem es sich herrlich Urlaub machen lässt. Dass - und warum - Portugal "zu den ältesten und (im Hinblick auf Sprache und Kultur) homogensten Nationen" gehört und wohl eine der abwechslungsreichsten Historien überhaupt aufzubieten hat, darüber klärt dieser kleine Band auf, der mithin hilft, ein klareres Verständnis über das Land zu gewinnen.
Und es lohnt sich, denn die Geschichte Portugals an sich bietet schon viel Spannendes: Erstaunlich, wie das selbstbewusste, aber kleine Mittelalter-Königtum zur Weltmacht wurde. Erschreckend, in welch kurzer Zeit es vom global player zum Spielball der großen Mächte Spanien, Frankreich und vor allem Großbritannien verkam, (was - wie eingehend verständlich gemacht wird - nicht nur am legendären Pech lag, an der kühnen Idee eines Christoph Columbus keinen Gefallen - weil Nutzen - gefunden zu haben.) Die jahrhundertelange ökonomische und politische Unselbstständigkeit und "atlantische Ausrichtung" hinterließ dann die Spuren, die Portugal nicht nur geografisch für Europa derart marginalisierte. Aber wenn man in unserer Zeit zum Beispiel die führende Rolle Portugals bei der (vorübergehenden) Ächtung Österreichs wegen dessen Regierung mit rechtsradikaler Beteiligung verstehen will, ist es geboten, den mühsamen, aber endlich erfolgreichen portugiesischen Weg der Befreiung von dem Salazar-Regime verstehen zu lernen, welches sich am längsten von allen (quasi-)faschistischen halten konnte (1926-1974).
Wenn die Geschichte einer Nation derart viele Spannungspunkte bietet, ist es gut, kompetente Autoren zu haben, die es ohne Auslassen wesentlicher sozio-ökonomischer und -kultureller Hintergründe vermögen, die packende Geschichte Portugals in einer nie ins Akademische abfallenden Sprache zu schildern. Allerdings stellen sich an manchen Stellen doch Ungereimtheiten ein. War Salazar nun 1968 verünglückt oder ereilte ihn ein Schlaganfall? Und war wirklich "Analphabetismus [...] Voraussetzung zur Ausübung des Wahlrechts" (S.114) oder wars nicht doch eher so, dass Schreibunkundigen das Wählen bis ins 20.Jh. hinein verweigert wurde? Detailtreue erscheint gerade dann wichtig, wenn man eine so wechselvolle Geschichte für den Laien in solch vollkommener Zusammenballung zeichnet.
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am 8. Juni 2008
Dieses Buch der C.H.Beck Reihe ist absolut empfehlenswert, was bekanntlich nicht auf alle Bücher dieser Reihe zutrifft. Die Geschichte Portugals wird knapp, interessant und verständlich geschildert und setzt eigentlich keine besonderen Vorkenntnisse voraus. Besonders positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass in diesem Buch auch etwas auf die Geschichte der portugisischen Kolonien, allen voran Brasilien, eingegangen wird, was dabei hilft die Beziehungen zwischen beiden Ländern besser zu verstehen. Die Kolonien kommen beispielsweise im Buch "Spanische Geschichte" von Bernecker zu kurz.
Für alle die sich über die Geschichte Portugals informieren möchten, ist dieses Buch wohl die erste Adresse. Deshalb fünf Sterne!
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am 4. Juli 2012
Dieses Buch ist eine Kaufempfehlung für jeden, der sich mit der ereignissreichen Geschichte des schönen Portugals auseinandersetzen will. Auch wenn ich das Buch während meines Portugalaufenthalts verschlungen habe, finde ich, dass das Buch zu Teilen zu unübersichtlich und kompliziert geschrieben ist. Es fehlen Schaubilder, Zeitskalen und Übersichten. Alleine der Text prägt sich nicht ein.
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Oktober 2011
Portugal liegt am Rande Europas. Und es nutzte seine Randlage bis zum Aufstieg zu einem der reichsten Länder Europas, und es litt unter seiner Randlage bis zum Abstieg zum Armenhaus Europas. Der älteste europäische Staat in seinen jetzigen Grenzen lohnt die Beschäftigung.

Das kompakte Büchlein hilft dazu immens, denn es ist gut lesbar geschrieben, es berücksichtigt alle nur denkbaren Aspekte, zum Beispiel auch die wichtige Kolonialgeschichte (Brasilien!) oder auch die enge Beziehung Portugals zum Vereinigten Königreich. Es hilft vor allem, Portugal besser zu verstehen, denn Land und Leute sind von ihrer Geschichte bis heute tief geprägt und teilweise auch gezeichnet.

Übergewicht hat die modernere Geschichte, die hochinteressant erzählt ist. Vor allem die Zeit der Diktatur und unmittelbar danach (Estado novo und Salazarismus, Nelkenrevolution und Beginn Dritte Republik). Die Geschichtsdarstellung vor der Neuzeit hat folglich ein paar Lücken, die ich als Reisender in Portugal dann doch vermisst habe. Theresia von Kastillien etwa hat das Land geprägt und steht als Statue auf so manchem Platz Nordportugals. Sie fehlt aber im Buch. Dabei wäre sie auch als Frauengestalt interessant gewesen.

Doch die Mängel sind wirklich gering. Insgesamt ist das Buch recht gelungen, auch in seiner klaren Struktur. Die Geschichte dieses Landes am Rande Europas wird plastisch und lebendig, ihre Zusammenhänge klar. Und nicht erst seit der Finanzkrise 2011 hat das Land verdient, mehr als nur am Rande wahrgenommen zu werden.
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am 17. Oktober 2011
Ein sehr kompakter und gelunger Überblick über die Geschichte Portugals. Wer diese einmal schnell "Querlesen" möchte ist hier gut bedient. Das einzige Manko für mich - manchmal wurden Kleinigkeiten nicht erklärt.
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am 22. Februar 2012
Aufgrund mangelnder Bibliotheksbestände hatte ich mir dieses Buch für meine Hausarbeit, die im entfernten Sinne auch portugiesische Geschichte behandelte, bei Amazon besorgt.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Buch. Ein klarer, sehr gut lesbarer Sprachstil macht das Buch sogar so spannend, als dass man es als Bettlektüre verwenden könnte. Sicherlich geht das Buch nicht auf alle Einzelheiten ein und unterschlägt auch den Großteil der portugiesischen Kolonialgeschichte (Mosambik wird m.E. 2-3 Mal erwähnt, mehr nicht), Salazar-Zeit ist auch relativ kurz abgehandelt, die Verbrechen der PVDE/PIDE werden gar nur angerissen ' aber das ist das Ziel des Buches. Man erhält einen guten Überblick über die Geschichte, mehr nicht.

Einziger wirklich negativer Punkt des Buches: Man merkt den Autorenwechsel innerhalb des Buches allein daran, dass sie einen unterschiedlichen Zitierstil verwenden. Bzw.: der eine Autor zitiert überhaupt nicht, der anderen mit Klammern hinter den Sätzen. Fußnoten gibt's nicht. Als Trostpflaster mmerhin ein recht gute Bibliographie am Ende.

Achja, ich hatte die 2. Auflage des Buches bestellt und trotzdem Rechtschreibfehler gefunden (und nicht nur im Portugiesischen sondern auch im Deutschen). Asche auf des Lektoren Haupt! ;)
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am 12. September 2013
Wenn jemand einen allgemeinen Ueberblick ueber die Geschichte Portugals und seine Entwicklung erfahren moechte und nicht detailgenau jede Epoche erfassen moechte, ist dieses Buechlein genau richtig.
Der erste Teil ist etwas ausfuehrlicher und genauer als der zweite Teil.
Die Diktatur und die neuere Geschichte kam ein bisschen zu kurz.
Ist aber bei dem kleinen Buechlein auch schwierig zu bewerkstelligen.
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