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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2003
Dieses kleine Buch von Reinhard Wolters wird alles in allem seinem Anspruch gerecht, in knapper, aber nie unzulässig verkürzender Weise ein Thema darzustellen, das ebensogut "Die Römer UND Germanien" hätte heißen können. Denn nicht nur der römischen Präsenz in den beiden germanischen Provinzen am Rhein (und auf heute deutschem Boden überhaupt) und ihren Spuren widmet der Autor seine Aufmerksamkeit, sondern auch den Beziehungen zwischen dem Imperium und den Germanen vom Kimbernzug bis zum Fall der Rheingrenze im 5.Jhd. insgesamt - wie sahen etwa die Römer ihre nördlichen Nachbarn? Wolters gibt daneben einen Überblick über die zahlreichen Kämpfe (von denen die Varusschlacht, deren Zusammenhang mit den Funden bei Kalkriese Wolters übrigens bezweifelt, gewiß der berühmteste ist) sowie über das Alltagsleben in den germanischen Provinzen und endet mit einer Übersicht über die Forschungsgeschichte seit dem Mittelalter. Für Althistoriker und Archäologen ist dieses Buch in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung, auch wegen der kurzen, aber gut kommentierten Bibliographie; interessierte Laien werden sich vielleicht dann und wann etwas verlassen fühlen, da Wolters doch einiges an Vorwissen voraussetzt.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. September 2011
Schon der Klappentext lässt ein flüssig geschriebenes, anschauliches Buch erwarten: "'Als die Römer frech geworden', hinterließen sie in Deutschland eine bis heute unübersehbare Menge an eindrucksvollen archäologischen Zeugnissen ihrer Expansion nach Norden." Die Erwartung wird nicht enttäuscht. Reinhard Wolters erzählt von den Römern in Germanien gut verständlich, faktenreich und teils sogar fesselnd.

Doch die besonderen Stärken des Buchs liegen in dem, was die guten alten "Reallexika" ausgezeichnet hat: die Darstellung der "Realien", der "wirklichen Sachen", in dem Fall die "eindrucksvollen archäologischen Zeugnisse", die eingehend berücksichtigt werden. Ob Münzen und ihre Symbolik interpretiert, ob Ausgrabungen von Städten und Legionslagern beschrieben oder ob die Streuung von römischen Funden bis nach Skandinavien besprochen werden, der Autor lässt die alte Welt plastisch werden. Hilfreich dabei sind die Abbildungen, die reichlich eingearbeitet sind.

Die Orientierung an den Realien schützt den Autor auch vor zu viel Spekulation, die immer die Gefahr solcher Geschichtsdarstellungen ist. So ist er sehr vorsichtig, die Varus-Schlacht ganz sicher in Kalkriese zu lokalisieren. Auch an anderer Stelle formuliert er im Konjunktiv und verbreitet nicht Sicherheiten, die angesichts der Quellenlage unangebracht wären. Hypothesen bleiben als Hypothesen sichtbar, auch zur Völkerwanderungszeit.

Wie jedes richtig gute aktuelle Geschichtswerk, ist es noch so klein, behandelt Wolters auch die Wirkungs- und Wissenschaftsgeschichte, also die Geschichte der Geschichte. Hier sogar etwas ausführlicher als sonst üblich. Aber gerade bei Hermann oder Arminius ist das natürlich mehr als interessant. Kaum eine andere historische Gestalt wurde seit dem Humanismus der frühen Neuzeit politisch-ideologisch dermaßen überhöht und verzeichnet, um die Freiheit "Germaniens" zu fördern. "Als die Römer frech geworden, zogen sie nach Deutschlands Norden." Und im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die deutsche Geschichtswissenschaft klar interessegeleitet und erfüllte ihre nationale Pflicht mehr als ihre wissenschaftliche. Und das sehr effektiv. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die ersten kritischen Arminius-Studien von Dieter Timpe erschienen, lösten sie breiten Protest aus. "Die teils heftigen Reaktionen nach Erscheinen des Buches [von Timpe] zeigen noch heute eindrucksvoll den schmerzhaften Lösungsprozess von tiefverwurzelten Vorstellungen" (S. 116).

Eine Zeittafel und ein ausführliches Register sind ebenso nützlich wie ein sehr gutes, kommentiertes Literaturverzeichnis, das zum Weiterlesen animiert. Denn letztlich ist das Buch ein Appetithappen, der Lust macht auf Mehr. Inzwischen liegt die seit Erscheinen ständig aktualisierte 6. Auflage vor, so dass das kleine Buch den aktuellen Stand der Forschung repräsentiert. Positiv zu erwähnen ist der Hinweis auf verschiedene Ausstellungkataloge, die gerade für interessierte Nichtwissenschaftler hervorragende Überblicke geben können, inklusive reichem Bildmaterial - von Realien.

Was mir gefallen hat, ist nicht zuletzt das gelungene Gesamtkonzept. Unmerklich wirkt alles organisch strukturiert, ergibt sich jede neue Fragestellung aus dem zuvor Geschilderten, so dass man am Ende wirklich einen sehr guten ersten Gesamt-Überblick über das Thema gewonnen hat. Mehr kann und will das Buch im Übrigen nicht leisten, auf nur 120 Seiten. Aber DAS leistet es bestens.
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am 4. Mai 2014
wie immer bei dieser serie von beck's ein idealer einstieg in ein thema auf ca. einhundert seiten. informative, genau recherchiert und von ausgewiesenen experten auf dem jeweiligen gebiet. für intensivere und detaillierte nachforschungen bedarf es dann weiterführender bücher.

fazit: ein hervorragendes buch um sich in ein thema einzulesen
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am 7. Oktober 2006
Für jeden der einen kurzen und gut zu lesenden Überblick über die Römer in Germanien sucht nur zu empfehlen. Dieses Buch macht Lust tiefer in das Thema einzusteigen.
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am 31. Mai 2005
Das Buch aus der Serie C.H.Beck Wissen vermittelt auf rund 120 Seiten eine interessante und leicht verständliche Einführung ins Thema. Dass sich der Autor dabei auf die wesentlichen und bekannteren Ereignisse der Geschichte stützt, ist angesichts des Umfangs des Buchs verständlich, aber auch schade. Trotzdem das Werk nicht sehr dick ist, bekommt man viel Information geboten, die man sich in anderen, umfangreicheren Büchern allerdings auch holen kann. Ein bisschen Vorwissen zum Römischen Reich sollte der Leser mitbringen, sonst verliert er den Überblick.
Dieses Buch ist nichts für Leser, die sich intensiv mit dem Thema befassen möchten. Wer allerdings einen schnellen und guten Überblick zum Thema sucht, sollte hier zugreifen. Das Buch ist flüssig und interessant sowie nahezu fehlerfrei geschrieben. Fazit: empfehlenswert, aber kein Muss.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. März 2016
Römer und Germanen - in Zwietracht vereint bestimmten sie das Schicksal des jeweils anderen. Musste ein römischer Kaiser sein Renomee durch einen Sieg in Germanien aufbessern, so galt dasselbe für Germanische Häuptlinge, die Beute aus dem Reich unter den Ihren verteilen wollten. In der Regel siegten am Schluss die Römer. Die große Ausnahme war die Schlacht im Teutoburger Wald. Warum Varus die verlor, ist ein Rätsel der Weltgeschichte - mehr dazu in: Die Legionen des Varus
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am 24. November 2014
Also mir hat das Buch nicht besonders gefallen (ist jedoch eine stark subjektive Meinung), da es aus meiner Sicht aufgrund des teilweise doch hochtrabenden Schriftstils anstrengend zu lesen ist und dadurch jegliche Spannung ausbleibt. Vielleicht bin ich auch mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen und bin somit etwas ungerecht. Ich wollte eine spannend zu lesende Lektüre mit etwas Hintergrundwissen zu den Römern in Germanien. Das Buch geht sehr in die Tiefe, die Inhalte scheinen auch sehr gründlich recherchiert, jedoch bleibt dadurch - zumindest bei mir - der unbedingte Wunsch, auch die nächste Seite noch lesen zu wollen, auf der Strecke. Es gleicht mehr einem anstrengenden Literaturvortrag eines akribischen Professors.
Wer bereits unterhaltsame Bücher zu den Römern gelesen hat und nun etwas tiefer in das Denken und Handeln der Römer einsteigen möchte, für den könnte das Buch durchaus eine Empfehlung sein.
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