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am 21. Mai 2003
Anita Blake genießt geradezu einen legendären Ruf in St. Louis. Immerhin arbeitet sie als "Animator" und Vampirjägerin und sie lebt in einer ungewöhnlichen Welt, denn Vampire sind mittlerweile als Wesen anerkannt worden und werden durch Gesetze geschützt. Als Animator erweckt Anita Zombies, so haben Lebenden die Möglichkeit noch einmal mit einem Verstorbenen zu kommunizieren. Und als Vampirjägerin tötet sie die Geschöpfe der Nacht, denn gegenüber vielen anderen Menschen, ist Anita keine Vampir-Symphatisantin. Sie weiß sehr wohl um die Gefahren, der ihre Welt jetzt ausgesetzt ist.
In St. Louis sind sehr viele Vampirmorde verübt worden, was ungewöhnlich ist. Denn normalerweise darf ein Vampir nur mit einem gerichtlichen Beschluss getötet werden. Und allein schon wie die Vampire getötet wurden, wirft viele Fragen auf. Als die Vampire selber sie beauftragen wollen die Morde zu untersuchen, lehnt sie kategorisch ab. Aber mit den Untoten ist nicht zu spaßen, und so wird Anita gezwungen, sich auf die Suche nach dem Vampirmörder zu machen. Dabei begegnet sie wieder einmal dem Nachtclubbesitzer Jean-Claude, einem Vampir mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Als Anita jedoch Nikolaos, der ältesten Vampirin und Master sämtlicher Untoter in St. Louis gegenüber steht, lernt sie das Jean-Claude fast harmlos ist gegen dieses tausend Jahre alte Wesen.
Tagsüber versucht Anita das Rätsel um die brutalen Morde zu lösen, und des Nachts, wenn die Vampire sich unter die Menschen mischen, muss sie um ihr Leben fürchten, denn Nikolaos scheint sich nicht an das gegebene Versprechen halten zu wollen. Wird Anita die Nerven behalten und diesen Fall lösen können?
Wer eine brave Vampirstory erwartet, den muss ich leider warnen, "Bittersüsse Tode" ist eindeutig ein Horror-Roman. Es gibt jede Menge abartige Szenen mit Wer-Ratten, Ghouls, Zombies und anderen Wesen und Blut fließt auch genug. Andererseits wer sich davon nicht abschrecken lässt, den erwartet eine ungewöhnliche Geschichte die mit ihrer faszinierenden Handlung den Leser geradezu an die Seiten fesselt. "Bittersüsse Tode" ist Teil 1 der Serie um die Vampirjägerin Anita Blake!
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Der Vampir-Roman »Bittersüße Tode« aus der Feder von Laurell K. Hamilton ist neu in der Reihe »Bastei Lübbe Stars« als Taschenbuch zum Preis von nur 4,99 Euro erschienen. Grund genug also, diesen ersten Band um die taffe und überaus menschliche Vampir-Jägerin Anita Blake unter die Lupe zu nehmen.

Anita Blake, die für den geldgierigen Betreiber von Animators Inc. in St. Louis arbeitet, versieht im Grunde zwei Jobs.

Zum einen ist sie eine sehr talentierte Reanimatorin. Dies bedeutet, dass sie Tote zum Leben erweckt, also Zombies erschafft. In einer Welt, in der Vampire, Untote und ähnliche Wesen zum Alltag der Menschen gehören ist dies ein einträglicher Beruf. Gründe, um einen Verstorbenen zumindest kurzfristig zu erwecken gibt es schließlich viele. Und sei es nur, um ihn nach einem unklaren Passus in seinem Testament zu befragen.

Daneben ist Anita Blake aber auch als Kopfgeldjägerin tätig. Nur, dass sie keine Kautionsflüchtlinge verfolgt, sondern die von einem ordentlichen Gericht zum Tode verurteilte Vampire. Gerade diese Tätigkeit brachte ihr den Spitznamen Scharfrichterin ein, den sie auch mit einem gewissen Stolz trägt. Schließlich hasst sie Blutsauger und zu einem gewissen Grad auch jene, die sich mit ihnen abgeben.

Umso erstaunter ist Anita daher, als der Obervampir von St. Louis mit der Bitte an sie herantritt, eine brutale Mordserie unter den Blutsaugern der Stadt zu untersuchen. Um seiner Bitte Nachdruck zu verleihen, nimmt er Anitas Freundin als Geisel und setzt der Reanimatorin zudem eine Frist, innerhalb derer sie die Taten aufklären und ihm den Namen des oder der Mörder nennen muss. Schafft sie es nicht, tötet der Vampir ihre Freundin.

Also macht sich die Scharfrichterin auf, das Rätsel zu entschlüsseln. Ganz nebenbei sucht sie zudem nach einer Möglichkeit, dem Obervampir und seinen Getreuen den Garaus zu machen. Beide Aufgaben sind alles andere als leicht zu bewältigen und mehrfach gerät sie dabei in tödliche Gefahr. Aber zum Glück hat sie Freunde, die ihr zur Seite stehen. Tatkräftig, oder auch nur mit wertvollen Informationen. .

Laut Klappentext ist Laurell K. Hamilton die zurzeit erfolgreichste Horror-Autorin in den USA. Auch wenn die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken in keiner Weise den eigentlichen Inhalt des Buches widerspiegelt, glaube ich diese Behauptung gerne.

Um es kurz zu sagen – dieses Buch wusste mich von der ersten bis zur letzten Seite zu unterhalten.

Hamilton schreibt auf eine sehr legere Art. Ihre Heldin erzählt rückblickend von ihrem Fall und zwar in der ersten Person. Dies ist nicht ungewöhnlich, schrieb doch auch Ann Rice ihre Vampir-Romane in dieser Form. Durchaus bemerkenswert ist jedoch der Sarkasmus und die Kaltschnäuzigkeit, die Hamilton ihrer Protagonistin mit auf den Weg gibt. Sie schafft mit Blake eine Heldin, die durchaus ihre Schwächen hat – und das auch offen zugibt. Keine Superfrau, keine Kriegerin also, die in jeder Situation eine Lösung parat hat. Sie fürchtet sich vor der ihr liegenden Aufgabe, sie fürchtet sich vor den Wegen, die sie einschlagen muss und auch vor etwaigen Konsequenzen, die sich aus diesem Vorgehen ergeben könnten. Aber genau das macht die Protagonistin so sympathisch. Zumal sie auch dann Galgenhumor beweist, wenn es ihr gerade an den Kragen geht.

Ein besonderer Pluspunkt geht auch an die ungewöhnliche Idee, die diesem Band (und allen weiteren Bänden der Serie) zugrunde liegt. Untote, die ihre Rechte einklagen. Tote, die mal kurz in Zombies verwandelt werden, damit sie Fragen zu ihrem Testament beantworten können und Menschen, die sich in Vampire verlieben und mit ihnen in einer Wohnung leben. Die Welt, die Hamilton hier schafft und sowohl in unserer Zeit als auch in unserer Realität beheimatet ist, bietet dem Leser einen sehr ungewöhnlichen Background. Zum anderen wirft sie – rein hypothetisch – interessante Fragen auf. Vampire sind keine Menschen. Aber sind sie Leute mit Rechten? Und darf man einen Polizisten aus dem Staatsdienst entlassen, nur weil er gestorben und als Blutsauger zurückgekehrt ist? Auf sehr subtile Art werden Bürgerrechtsfragen auf eine völlig neue Ebene gehievt. Damit gelingt der Autorin etwas, das man wahrlich selten findet.

Ein Roman also, der rundherum perfekt ist?

Nein, leider nicht. Mal abgesehen davon, dass es wohl keine perfekten Romane gibt, hat auch dieser hier seine Schwächen. Für das größte Problem des Romans kann die Autorin jedoch nichts, denn es betrifft die Übersetzung ins Deutsche. Hier hätte man bedeutend mehr Sorgfalt walten lassen müssen. Die Sätze klingen teils merkwürdig, manche Redewendungen passen nicht. Ein besserer Übersetzer hätte ein wesentlich besseres Buch hervorgebracht.

Der zweite Minus-Punkt betrifft den Schluss. Der Roman entwickelt sich rasant und strebt permanent dem Höhepunkt entgegen. Aber gerade dann, wenn man ein furioses Finale erwartet, ist es plötzlich mit einer schlichten Aktion vorbei. Der erhoffte und erwartete Knalleffekt bleibt aus. Dies macht sich im ersten Moment nicht einmal sonder stark bemerkbar. Aber wenn man dann das Buch zur Seite legt und den Schluss in Gedanken noch einmal rekapituliert, fühlt man sich plötzlich um das Feuerwerk betrogen, auf das man die ganze Zeit gewartet hat. Damit gleicht das Buch einem Dinner, dessen letzten Gang man schlingt und am Ende den köstlichen Geschmack der Mouse au Chocolate mit einem Schluck Mineralwasser von der Zunge spült.

Fazit:

Bittersüße Tode ist ein actiongeladener Roman, der auf einer wirklich ungewöhnlichen Idee basiert. Sofern man sich auf den Plot einlässt, wird man mit 397 Seiten praller Unterhaltung, Action und sarkastischem Humor belohnt. Die Schwächen können teils durch Kauf des englischen Originals ausgemerzt werden. Das schale Gefühl aufgrund des schwachen Schlusses am Ende des Romans kann die Lust auf den nächsten Band nicht tilgen. Wer Anita Blake und ihre Autorin noch nicht kennt, sollte hier unbedingt zugreifen. Allein schon, weil 4,99 Euro kein Risiko darstellen.
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am 15. August 2016
Anita Blake ist Animator in St. Louis.
Ihre Welt ist relativ ungewöhnlich. In Amerika sind Vampire mittlerweile als Wesen anerkannt worden und werden durch Gesetze geschützt.
Eigentlich ist ihr Hauptberuf bei Animator.Inc, die Erweckung der Toten, also Zombies herbei rufen. Meistens um Angehörigen noch einmal die Möglichkeit zu geben mit einem Verstorbenen zu kommunizieren.
Nebenbei und als eigene „Berufung“ ansehend, ist sie auch Scharfrichter, Vampirtöter mit Lizenz. Und arbeitet mit der Polizei bei den ungewöhnlichen Fällen des „Spukkommandos“, wie die Einheit liebevoll verspottet wird, zusammen.
Sie arbeitet nebenbei sogar daran das auch Gesetze für Zombies auf den Weg gebracht werden, um diese ebenfalls zu schützen.

Eigentlich ist ihr Leben wie bei jedem Anderen durchstrukturiert, nur eben mit einem abgefahren Beruf und nächtlichen Arbeitszeiten.
Ein nerviger Geldhai als Chef, Papierkram, Klienten die man mag oder nicht mag und Termine nachts auf dem Friedhof.
Doch dann wird sie in eine Reihe von Vampirmorden verwickelt und soll sie aufklären. Obwohl sie sich zunächst weigert, haben die vampirischen Auftraggeber doch zwingende Argumente/Methoden sie dazu zu bringen.
Ihre große Klappe, aber auch ihre Aufrichtigkeit, gemischt mit ihren moralischen Ansichten bringt sie oft zusätzlich in Schwierigkeiten.

Der VampirNachtClub (Stripteaseclub) - Besitzer Jean-Claude ist hier einer der zentralen Vampire um Anita. Er scheint eine gewisse Zuneigung für Anita zu empfinden, spielt mit ihr, ist aber auch desöfteren mal ziemlich kalt.

Der Obervampir der Stadt ist eine über 1000 Jahre alte Teenagerin, die wirklich sehr undurchsichtig ist, denn mal wie sie Anita umbringen, mal als Sklavin behalten, mal einfach nur quälen. Bis zum Schluss ein hässlicher Gegner, mit vielen bösen, bösen Gefolgsleuten, die Anita das Leben schwer machen.

Fazit:
Wer Bücher im Stil von Vampire Diaries oder Twilight sucht, ist hier eher falsch.
Anita Blakes Welt ist eine wilde Mischung aus Buffy,, Argenau Vampires, Love at Stake und ein paar der „alten“ Vampirklischees.
Ein Alltag der mit Monstern gewürzt ist, aber sie sind nicht der ganze Mittelpunkt. Oft muss Anita auch noch andere mehr oder weniger „normale Sachen“ in ihre laufenden Fälle integreren.
Außerdem bekommt man häufig, aber leider eher stolpernde Weise, statt zB extra Kursiv, in ihre Gedankengänge und man muss erstmal selbst im Kopf umschalten. Allerdings kam ihre Lebenseinstellung, ihr trockener Humor und ihre sarkastische Art so richtig gut raus.
Ich konnte mich teilweise nicht entscheiden welcher böser Bube, gerade der nervigste/böse/brutalste oder harmloseste ist, im Vergleich zueinander. Was das Buch ziemlich lange spannend gehalten hat.
Die Szenen sind teilweise gut beschrieben, mal etwas abgehackt, aber ich gebe die Schuld da eher dem Übersetzer. Ein paar Sätze sind falsch formuliert und ein paar Redewendungen passen nicht.
Menschenopfer, brutale Maßnahme, Vampire, Vampirjunkies, Ghule, Werratten und -Wölfe…
Es ist definitiv ein der Bücher, wo es mal wieder pure Geschmacksache ist, ob man sie mag oder eben nicht.
Ich jedenfalls geh mal zu Buch 2 über!

Falls ihr die richtige Reihenfolge sucht, hier die ersten 15
01 - Bittersüße Tode
02 - Blutroter Mond
03 - Zirkus der Verdammten
04 - Gierige Schatten
05 - Bleich Stille
06 - Tanz der Toten
07 - Dunkle Glut
08 - Göttin der Dunkelheit
09 - Herrscherin der Finsternis
10 - Ruf des Bluts
11 - Jägerin des Zwielichts
12 - Nacht der Schatten
13 - Finsteres Verlangen
14 - Schwarze Träume
15 - Blinder Hunger
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am 18. März 2009
Ich bin von Anfang an mit dabei und freue mich immer wieder sehr wenn ich sehe, das ein neuer Band erschienen ist. Eine packende Story gepaart sehr unterschiedlichen Charaktere umrundet mit Humor und Sexappeal.

Über das Hörbuch streiten sich die Geister, dem Einen gefällt es sehr gut, dem Anderen widerum nicht. Nun, ich gehöre um ehrlich zu sein auch nicht zu denen, die das Hörbuch in hohen Tönen loben. Dazu muss ich auch sagen, dass ich auch regelrecht mit mehrstimmigen Hörbüchern verwöhnt bin und diese klassische Art des Hörbuches nur noch selten gehört habe.

Die Stimme finde ich passend gewählt auch das Buch wurde einwandfrei wiedergegeben, auch schön fand ich die musikalische Untermalung um das Geschehen zu untermauern - ein auf und ab zwischen Gemächlichkeit und purer Anspannung. Ein Muss für jeden Fan, der die Bücher liebt und diese nicht nur lesend verschlingen möchte.
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am 29. September 2011
Willie McCoy war schon vor seinem Tod ein Blödmann gewesen. Dass er nun tot war, änderte daran nichts. Er saß mir gegenüber in einem grell karierten Sakko...
(Anita und der Vampir Willie haben ein Gespräch)

Ihr Name ist Blake. Anita Blake. Sie ist Animatorin. Dazu befähigt Tote aus ihren Gräbern auferstehen zu lassen und sie wieder zur Ruhe zu betten. Sie ist Mitglied des neu gegründeten Spukkommandos, das übernatürliche Morde behandelt. Und sie ist die Scharfrichterin der Vampire. Befähigt jene ins Jenseits zu befördern, die sich nicht an die weltlichen Gesetze halten. Sie hat einen knochenharten Job, ist voller Sarkasmus und knallhart. Als Anita Blake von einem Vampir aufgesucht wird, um die mysteriösen Vampirmorde in der Gegend zu untersuchen, ist sie erst nicht gewillt diesen Deal einzugehen. Als sie und ihre Freundin Cathrine jedoch in eine Falle tappen und Cathrine in Lebensgefahr schwebt, muss Anita in den sauren Apfel beißen und den Job annehmen. Dabei gerät sie nicht nur an den stärksten Vampir der Stadt, sondern trifft auch auf alte Feinde, die ihr ans Leder wollen. Die Schlinge um Anita und ihre Freunde zieht sich immer mehr zu. Das Ganze wird nicht gerade einfacher, als der Meistervampir Jean-Claude sie zeichnet, danach spurlos verschwindet und der Vampirkiller Edward Anita ins Visier nimmt, um an den Schlafplatz des stärksten Meistervampirs der Stadt heran zu kommen, denn Edward würde nicht einmal davor zurück schrecken sie zu foltern, um an die Informationen heran zu kommen.Für Anita beginnt ein Wettlauf mit der Zeit auf Leben und Tod.

Das Weihwasser lief über meine Haut, traf die Bisswunde und durchdrang meinen Körper sengend wie flüssiges Gold. Es fraß sich durch Fleisch und Bein. Zersetzte mich. Tötete mich.
(Anita lässt sich die Bissspuren der Vampire ausbrennen)

Laurell K. Hamilton hat mit der Reihe um Anita Blake ein wirklich grandioses Werk geschaffen. Die Story enthält Aspekte aus Thriller, Krimi sowie Horror, aber auch eine gehörige Portion Witz und Sarkasmus. Man muss die Geschichte einfach lieben. Die Geschichte lässt sich sehr leicht lesen. Ständig wechselt sie zwischen spannenden Momenten und spritzigen Dialogen. Dabei sind die Beschreibungen so bildgewaltig, dass man sich innerhalb der ersten Seite schon in die Welt von Anita hineinversetzen kann. Laurell K. Hamilton versteht es so gut mit Emotionen zu spielen, dass einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen. Es ist faszinierend die Welt von Anita zu entdecken. Es gibt Zombies, Ghule, Vampire, Lykanthropen, Animatoren und mitten drin Anita, die den bösen Jungs und Mädels den Hintern versohlt, aber auch oft gerade so mit dem Leben davon kommt.

Was ich an den Romanen von Laurell K. Hamilton so mag ist, dass die Vampire hier mit zwei Gesichtern dargestellt werden. Sie sind die typischen Verführer, so wie sie in Romanen vorkommen, aber sie sind auch richtige Monster. Sie haben Spaß daran Menschen zu quälen. Die Vampire scheinen, je älter sie sind, einfach keinen Verstand mehr zu besitzen. Es sind irre Killer, aber berechnend. Aber trotzdem gibt es den einen oder anderen Vampir der doch noch Schneid hat. Es ist eine Grenzwanderung zwischen Leben und Tod und Anita ist sich der Gefahr, die von den Vampiren ausgeht stets bewusst. Entgegen der neumodernen Romane ist der Vampir hier wirklich noch das, was er einst war. Sexy, blutrünstig, Mensch, aber auch Tier.

Anita als Protagonistin hat mir ab der ersten Seite sehr gut gefallen. Sie ist schlagfertig, mutig, richtig taff. Sie überlegt alle Schritte die sie macht genau, denn sie weiß, dass ein falscher Schritt ihr Tod sein könnte. Sie ist immer darauf bedacht ein Ass im Ärmel zu haben. Und obwohl sie immer so knallhart wirkt, hat auch Anita ihre Schwächen. Sie fackelt nicht lang, um jemanden die Meinung zu sagen, wenn das manchmal nach hinten losgeht. Sie gesteht sich auch Trauer oder Angst zu, meist aber, wenn sie allein ist. Sie sorgt sich um ihre Freunde, scheint aber auch ein Herz für ihre Feinde zu haben, zumindest, wenn es um den Meistervampir Jean-Claude geht. Anita muss man einfach mögen - und auch ein bisschen bewundern - das geht gar nicht anders.

Edward als Vampirkiller und vermeintlicher Mitkämpfer von Anita hat seine eigenen Methoden, um an seine Ziele zu kommen und das weiß Anita auch. Er schafft es sogar, dass die Scharfrichterin vor ihm eine Heidenangst hat. Edward ist kühl, knallhart und scheint sich nicht viel aus seinem Umfeld zu machen. Dass aber auch hinter seiner Fassade ein weicher, wenn auch poltriger Kern stecken kann, beweist er, als Anita ihn doch dringend braucht.

Jean-Claude als Meistervampir der Stadt ist der Verführer schlechthin. Trotzdem schafft Anita es, sich ihm zu entziehen, obwohl er ihr das Leben rettet. Er ist ein sehr undurchsichtiger Charakter. Einerseits versucht er seine Ziele zu verfolgen, aber andererseits scheint er sich um Anita zu sorgen. Seine Rolle wird in den nächsten Bänden, denke ich, noch sehr interessant werden. Eigentlich hoffe ich ja so ein bisschen auf die Konstellation Jean-Claude und Anita. Das wär's. Der Meistervampir und die Vampirkillerin.

Dann kratzen Krallen über Metall. Ich fuhr herum. Ein Ghul saß auf dem Dach meines Wagens. (...) "Geh weg, husch!" Bei jeglicher Demonstration von Stärke flitzten sie davon. Dieser hier blieb sitzen.
(Anita hat eine gefährliche Begegnung auf dem Friedhof)

Empfehlen möchte ich das Buch allen Fans von Vampirgeschichten und vor allen denen, die endlich mal ein Buch mit Action und Spannung haben wollen, in dem die Protagonistin nicht gleich über den nächstbesten attraktiven Vampir herfällt und eine Beziehung mit ihm anfängt. Hier geht es wirklich um Leben und Tod und das actionreich mit Gänsehautmomenten!

Idee: 5/5
Spannung: 5/5
Logik: 5/5
Witz: 5/5
Charaktere: 5/5

Gesamt: 5/5
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am 27. September 2005
Wenn man Vampirbücher mag soltte man dieses unbedingt lesen.
Laurell K. Hamilton schreibt mit einem herrlich trockenen Humor, möglich, dass dieser nicht jedem gefällt, aber für mich war es gerade dieser Stil, der mich angesprochen hat.
Sie schreibt eine Geschichte um Vampire, Zombies, Guhle und Werratten (hehe, welch eine Fantasie...) die einen einfach fesselt und in eine andere Welt entführt.
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am 10. November 2008
Anita Blake ist einfach genial. Besonders markant ist der Humor, der durch das gesamte Buch trägt. Es gab praktisch keine Seite, auf der ich nicht gelacht oder wenigstens geschmunzelt habe. Die Geschichte ist in Ich-Perspektive geschrieben, was dazu führt, dass man konsequent einem Handlungsstrang folgt, ohne Hüpfer zwischen verschiedenen Protagonisten - man also nie mitten in der Spannung auf eine andere Szene geswitcht wird. Das kann man mögen oder nicht - ich bin Fan von beidem. Aber es ist insofern sehr gelungen, weil dieses Buch nur eine Hauptdarstellerin hat. Das ist Anita Blake und die Dame hat einen zynisch-sarkastischen Humor, der vor Selbstironie trieft. Damit trifft Blake genau meinen eigenen Sinn für Humor. Es ist immer erfrischend, eigene Denkschemata anderswo zu finden. Die Ich-Perspektive lässt hierbei an den lustigsten Gedankengängen konsequent teilhaben.
Darüber hinaus ist die Story absolut vielfältig. Obwohl man immer nur bei Anita ist, trifft man trotzdem noch genügend andere, denn Anitas oft unfreiwilliger Bekanntenkreis ist bunt gemischt. Hier gibt es nicht nur Vampire, sondern auch Ghule, Zombies, Werwesen... von tot bis untot ist alles dabei... und gelegentlich begegnet man sogar den Lebenden ;-)
Zur eigentlichen Story: Blake wird erpresst, einen Auftrag anzunehmen, den sie sonst nicht mal mit der Rohrzange bedienen würde. Dabei kann sie praktisch niemandem trauen, wird gelegentlich verraten und findet genauso überraschend Hilfe, wo sie nicht vermutet wird. Der Arbeitsalltag der Anita Blake ist turbulent und so ereignisreich, dass 24 Stunden kaum genügen. Bei der Suche nach dem Vampirmörder kommt sie vom Regen in die Traufe.
Wer also detektivischen Geschichten mit Wesen aus der Anderswelt und bissigem Humor etwas abgewinnen kann, wird Bittersüße Tode lieben.
Was gleichfalls ein Plus ist: ich habe bis zum Schluss gerätselt. Man gähnt also nicht ab Seite 50 vor sich hin, weil man längst weiß, was passieren wird. Wer also kein Fan von Geschichten ist, die jeder aus der Teetasse vorhersagen kann, kommt ebenfalls auf seine Kosten.
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am 23. Januar 2008
In St. Louis sind die Vampire vor dem Gesetz den Lebenden gleichgestellt. Das gefällt durchaus nicht Jedem und ein Killer geht um, der sogar mächtige Untote abschlachtet.
Die gewitzte Anita Blake ist eigentlich Animatorin. Das bedeutet, sie kann Tote (z. B. für eine Befragung) erwecken und auch wieder zur ewigen Ruhe betten. Nebenher ist Anita aber auch Vampirjägerin.
Ausgerechnet der mächtigste Vampir der Stadt macht der zierlichen Frau ein Angebot, dass sie nicht abschlagen kann: Entweder sie findet den Vampirmörder, oder ihrer Freundin blüht Schlimmes!
Bei ihren Ermittlungen gerät die Animatorin in eine Zone des Zwielichts, in welcher die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen. Welcher Mensch arbeitet für die Untoten und welches Wesen der Nacht steht auf ihrer Seite? Anita und mit ihr der Leser weiß es lange Zeit selbst nicht.
Das etwas blutige Märchen für Erwachsene bietet alles, was man sich für eine spannende Lektüre wünschen kann: Spannung, Action, Grusel, Humor und einen Schuss Erotik.
Ich werde mir auch die anderen Romane dieser Serie zulegen!
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am 3. September 2004
Mit diesem Buch began mein "Vampir-roman-wahn". Als ich dieses Buch geschenkt bekam, war ich zunächst etwas skeptisch aber schon nach den ersten paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen. Selten habe ich mit irgendeinem Buchcharakter so mit gefühlt/gefiebert als mit jenen in diesem Buch. Es spiegelt gradezu die magische Anziehungskraft der Vampire wieder und verleiht jedem Charakter seine ganz eigenen Wesenszüge, so dass das Buch aufkeinen Fall schnulzig oder gar "typisch" wirkt. Man könnte sich förmlich in Anitas (evtl.) Schwarm Philip verlieben und trauert regelrecht mit, wenn Anita ihn am Ende ....(lest es selber)! Nach diesem Buch habe ich leider vergeblich versucht, einen ebenwürdigen Vampirroman zu finden, der genau so spannend, erotisch (ohne, dass auch nur viel darüber erzählt wird), anziehend und gefährlich zugleich wirkt (nicht dass es nicht auch andere gute gäbe aber sie sind nicht genau so gut). Ein muss für jeden Vampirfan oder Leute, die dem noch skeptisch gegenüberstehen!!! (Ich habe mir den noch nicht erschienenen Folgeroman schon vorbestellt)
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am 11. September 2005
Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, aber die Story um die Vampirjägerin Anita Blake hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Laurell K. Hamilton schreibt mit einem herrlich trockenen Humor, möglich, dass dieser nicht jedem gefällt, aber für mich war es gerade dieser Stil, der mich angesprochen hat.
Wer eine Geschichte um Vampire, Zombies, Guhle und Werratten (hehe, welch eine Fantasie...) mag, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.
Ich würde es nicht mit Buffy vergleichen, obwohl ich ein Buffyfan bin und vielleicht deshalb nach Vampirromanen gesucht habe. Anita ist keine Auserwählte, sie ist eine Animatorin (sie erweckt Zombies und bettet sie auch wieder zur Ruhe) und jagt nebenbei abtrümmige Vampire - mit dem Segen des Gesetzes.
Absolut lesenswert. Ich habe mir sofort die nächsten Bände bestellt.
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