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am 31. Januar 2008
Die Pellinor-Saga greift auf bewährte Muster zurück: Eine junge Frau namens Maerad wächst in einer schäbigen Burg auf, ohne sich ihrer Herkunft bewusst zu sein. Das sie mehr als nur eine Sklavin ist wird ihr von dem Barden Cadvan offenbart, der sich auf der Flucht vor dem Bösen (huch) befindet. Er nimmt sie natürlich mit und führt sie in die Welt des Bardentums ein. Alison Croggon verschmilzt die fantasytypischen Magier, Druiden, Künstler und Barden in ihrem Roman zum "Dhillareare", übersetzt Sternensänger. Diese sind in der Welt Edil-Amarandh all das in Personalunion. Magiebegabte Monster, wie Untote oder Grabunholde, sind dementsprechend "Schwarze Barden".

Die Bardenschulen scheinen nicht nur kulturelle Zentren zu sein, sie nehmen auch Abgaben von den umgebenden Ländereien und lehren dafür das Volk im Gegenzug lesen, rechnen oder in anderen Künsten, ebenso sorgen sie für fruchtbare Felder und gute Ernte. Über sonstige Machtinstanzen erfährt man nichts, außer über das dunkle Land eines gefallenen Barden, des "Namenlosen", Dén Raven. Sein Einfluss droht das Land zu verderben, immer mehr Barden wenden sich dem Bösen zu, ganze Bardenschulen scheinen bereits unterwandert.

Maerad entpuppt sich als außerordentlich fähige Bardin, die auch ohne Ausbildung untote Barden in Flammen aufgehen lassen kann. Mit handfester Anwendung von Magie wird nicht gegeizt, aber auch Naturmagie und -schönheit wird viel Raum eingeräumt. So reisen Maerad und Cadvan durch dunkle Täler oder wunderschöne lichtdurchflutete Wälder, der Zustand des Ortes alleine reicht aus, um anzuzeigen was die beiden hier jeweils erwartet. Der Dichtkunst und Musik des Bardentums wird auch eifrig Rechnung getragen, aber auch kulinarischen Genüssen. An köstlichen Weinen und Leckereien herrscht kein Mangel, unter schlechter Ernährung leidet man nur auf der Flucht vor den Untoten. Tiere wie ein edler Berglöwe oder ebenso edle Pferde, mit denen Barden sich natürlich in der Tiersprache unterhalten können, oder Raben die als Boten fungieren, sind ebenfalls vorhanden.

Recht altbacken sind die Charakterisierung der Figuren und die Erzählweise. Es wird exzessive Schwarz-Weiß-Malerei betrieben, der Fokus des Erzählers ist ausschließlich an Maerad gebunden. Hätte mir der Erzähler nicht von Maerads hitzigen Temperament berichtet, ich hätte es gar nicht bemerkt. Denn alle Charaktere sind lieb und nett oder abgrundtief verdorben und böse, hier gibt es keine Grautöne, Ecken und Kanten an sonst liebenswerten Charakteren oder ähnliches. Das ist alles sehr voraussehbar, eine Liebesbeziehung zwischen Cadvan und Maerad fehlt noch, wird aber vermutlich in Band 2 nachgeliefert.

"Die Gabe" liest sich widerstandsfrei und gefällig, was gewöhnlich gute Rezensionen nach sich zieht. Besondere Komplexität des Weltenbaus, Innovation oder starke Charaktere vermisse ich jedoch. Alison Croggons Sprache kann auch in der gelungenen Übersetzung durch Michael Krug verzaubern, doch dieser Zauber währt nicht lange. Ich konnte keine wirkliche Beziehung zur Heldin, anderen Charakteren oder der Handlung herstellen, das ist mir einfach zu viel Wohlfühl-Fantasy ohne wirklich eigenen Charakter.
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am 31. Januar 2008
Mit "Die Gabe" führt die Autorin Alison Croggon den Leser in das Land Edil-Amarandh. Angelehnt an die ersten beiden Bücher des "Naraudh Lar-Chanë", die über das Volk der Annaren berichten - bei dem es sich wohl um die Bewohner des atlantischen Kontinents handelt, der im Meer versank -, erschafft die Autorin eine eigene Version und versucht mit "Die Gabe", diese Texte dem Leser näher zu bringen.
Nach diesen Informationen aus dem Vorwort mag es den Leser auch kaum verwundern, wie komplex das Drumherum dieses Buches ist. Eine zweiseitige Karte wird dem Leser zu Anfang an die Seite gestellt, ebenfalls findet er am Ende es Buches Hinweise zur Aussprache, einen kurzen Abriss über die Geschichte Edil-Amarandh und den gesellschaftlichen Ordnungen des Landes sowie der Barden. Garniert wird das Ganze mit einer ausführlichen Anmerkungssammlung mit allerlei Verweisen auf andere Literatur für denjenigen, der sich auf die Suche nach den wahren Wurzeln von Edil-Amarandh begeben mag.
Die Geschichte selber mutet leider etwas schwammig an. Sicherlich ist sie abwechslungsreich und mag den ein oder anderen ob der vielen Landschaftsbeschreibungen an "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien erinnern, aber wirklich viel erfährt der Leser nicht, trotz der teilweise sehr anschaulichen Sprache mit der Liebe zum Detail, was gerade die Personen und Landschaften angeht. Dieser Eindruck mag vor allem daran liegen, dass der Leser so im Ungewissen gelassen wird und noch kein richtiges Ziel auszumachen ist. Sicherlich scheint der Kampf gegen das Böse und das Maerad der Schlüssel zu sein, aber das Wie und Was bleibt ein einziges Rätsel. Freundlich und feindlich gesinnte Figuren wechseln sich ab und Alison Croggon zaubert immer neue Wesen hervor, wodurch die Spannung nicht unwesentlich gestaltet wird, aber trotzdem vermisst man einfach etwas Konkretes, Greifbares. Alles ist sehr mystisch, ähnlich wie die Prophezeiung, der die Figuren von Alison Croggon hinterher jagen. Auch ist das Buch nicht unbedingt etwas für zart besaitete Wesen. Untote können einen, so anschaulich beschrieben, schon gruseln und es wird auch nicht gerade wenig gekämpft und gestorben, dennoch wird ein gesundes Verhältnis gewahrt und dem Leser wird kein Blutbad zugemutet.
So kann der Leser nur hoffen, dass die Nachfolgebände konkreter werden und etwas Licht in das Dunkel bringen. Auf jeden Fall erwartet den Leser eine durchaus unterhaltsame Leselektüre, auf ihre Art fantastisch mit wohl einem sehr interessanten historischen Hintergrund, den man aber nicht kennen muss, um Gefallen an diesem Buch zu finden.
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am 19. Januar 2009
Ich war guter Dinge beim Kauf von "Die Gabe"; die Vorstellung eine Bardin auf ihren Reisen zu begleiten, hat mir gefallen.

Leider ist die Anlehnung an sämtlich vorhandenen Fantasy-Bestsellern etwas sehr eng, fast dreist; an manchen Stellen wirkt es wie eine Kopie.

Dazu kommt der eher Erzählstil; ein Eintauchen in die Geschichte ist schwerlich möglich, ich kann mich mit nichts und niemandem identifizieren. Die Protagonistin wirkt fahrig konstruiert, man bekommt kein prägsames Bild von dem armen Ding. Dem Leser wird wenig zugetraut, alles wird ihm vorgesetzt - obendrein mit wenig Emotionen oder mal anschaulich zu wirken. Friss oder Stirb, statt Show don't Tell. Es hagelt Wortwiederholungen und ungeschickt formulierte Sätze. Fantasielose Konstrukte wie "Seelenblick" (siehe auch Gilde der Magier) oder die Umschreibung "namenlos", "der Namenlose, dessen Namen nicht genannt werden darf", "namenloses Grauen" etc. an jeder sich nur bietenden Stelle ermüden doch sehr.

Wo in anderen Erzählungen ein fantasievoller, flüssiger und gewandter Wortfluß über Grammtik- oder Satzzeichenfehler hinwegsehen lässt, werden hier durch den sehr einfachen, leb-/farblosen Stil die zahlreichen Fehler geradezu hervorgehoben. Ich war doch etwas irritiert ob des Lektorats.

Als Jugendbuch könnte man es mit viel gutem Willen empfehlen; Fans komplexer, ideenreicher und eigenständiger Fantasy werden nicht auf ihre Kosten kommen.
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am 30. Oktober 2008
Das Land Edil-Amarandh wird von der Finsternis bedroht und nur Maerad, eine ehemalige Sklavin, die eigentlich einem mächtigen Barden-Geschlecht entstammt und der Barde Cadvan, der sie aus der Sklaverei befreit und meint, in ihr die Ausersehene zu erkennen, von der in einer uralten Prophezeiung die Rede ist, können dem Verderben, das dem Land droht, entgegentreten.
So begeben sie sich auf die gefahrvolle Reise, um das Baumlied zu finden, das den Frieden im Land sichern kann, von dem sie allerdings nicht einmal wissen, was es überhaupt ist.

Man muß zugeben, daß das Buch einige Längen hat, was sich in einem Roman, in dem es nahezu ausschließlich um eine lange Reise geht, wohl nicht gänzlich vermeiden läßt.
Allerdings ist diese Reise voller Gefahren, da die Protagonisten von den Schergen der Finsternis gejagt werden.
Und eigentlich jedesmal, wenn das Buch Gefahr läuft, in gepflegte Langeweile abzudriften, passiert irgendetwas. Sei es nun ein Angriff oder einfach nur das Kennenlernen von neuen, teilweise sehr liebenswerten Figuren. Sofort ist man wieder bei der Sache und liest gerne weiter.

Wer bereits sehr fantasyerprobt ist, dem wird natürlich schnell klar werden, das dieses Buch in dieser Hinsicht das Rad nicht neu erfindet. Auch das fast schon typische "Schwarz-Weiß" hat mich ein wenig gestört. Entweder sind die Charaktere von Herzen gut oder sie sind abgrundtief böse. Dazwischen gibt es leider nicht viel.
Es hätte die Spannung mit Sicherheit erhöht, wenn Alison Croggon die Charaktere etwas facettenreicher gestaltet hätte. Gerade bei einer solchen Story hätte man diesbezüglich mehr herausholen können.

Aber trotz der kleinen "Fehler" verleitet es doch dazu, das man sich auch den zweiten Teil ("Das Rätsel") zulegt, da man wissen möchte, wie es weitergeht.
Mir zumindest ging es so.
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am 10. Juni 2013
Inhalt:
Der erste Teil der Pellinor-Saga beginnt mit der Begegnung von Maerad und Cadvan. Zusammen erleben die beiden interessante und spannende Abenteuer, denn die Welt ist nicht so friedlich und die Menschen erst recht nicht …

Schreibstil:
Der Stil von Alison Croggon ist so gar nicht meiner. Ich kam erst auf den letzten 50 Seiten in die Geschichte rein und fand die ganze Reise der Protagonisten zu lang. Der Ausdruck ist angemessen aber die Satzstellung gruselig. Ob dies nun an der Übersetzung oder dem Stil liegt kann ich nicht beurteilen, aber das Bemühen in alter Sprache zu schreiben hat nicht funktioniert.

Charaktere:
Cadvan hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Mysteriös und eigenartig und doch sympathisch. Maerad kann ich gar nicht greifen. Sie reagiert konstruiert und vorhersehbar und ist dadurch nur langweilig und unsympathisch.

Cover:
Das Cover erinnert sehr an die Bücher von Trudi Canavan und hat daher andere Erwartungen geweckt.

Fazit:
Für Leser von “Der Herr der Ringe”, “Die Gilde der schwarzen Magier” und “Sonea” gibt es leider nicht viel Neues zu lesen, aber dennoch bleibt die Geschichte abwechslungsreich. Der Spannungsbogen ist nicht sonderlich hoch und auch gibt es wenig Überraschungen. Der erste Teil der Saga hat mich nicht überzeugt, weder Story noch Stil konnten Punkten, daher nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich noch nicht aus – ich möchte erst mal schauen was die anderen Teile zu bieten haben.
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*
... erscheint der erste Teil des neuesten Fantasy-Bestsellers aus Australien! Jedoch nur auf den ersten Blick betrachtet.

Eine gewichtige Prophezeiung ... eine ahnungslose Auserwählte ... ein weiser Mentor ... ein mächtiger "unsichtbarer" Feind, der einst zu den "Guten" dazuzählte und natürlich eine entbehrungsreiche Heldenreise durch eine mittelalterliche phantastische Welt!
Alles altbekannte Elemente der High Fantasy und doch so neuartig erzählt, daß die Geschichte nur selten vorhersehbar wird und somit spannend bleibt.

Allerdings sollte man eher zu den geduldigen Fantasy-Lesern gehören um dies Buch zu geniessen, denn die Autorin beschreibt gerne, sehr viel und ziemlich genau ( wenn auch nicht allzu extrem, da kenne ich Schlimmeres ).

Man findet in diesem Roman keine klassischen Figuren der High Fantasy, wie Elfen ( bzw. Elben ), Zwerge, Orks, Drachen, etc.
Andererseits erinnert das uralte Volk der Dhyllin doch sehr an das elfische Volk! Wirklich sehr! Eigentlich könnte man auch sagen, daß bloss der Name der Rasse anders ist ( und für Puristen die fehlenden Spitzohren! ) ... alles andere passt wie die Faust aufs Auge! ^^

Stattdessen gibt es hier v.a. Menschen ( zu denen auch die sog. "Barden" - auf die ich später noch komme - zählen ) und normale ebenso wie ungewöhnliche Tiere. Wobei auch solche Gestalten, wie Untote, Werwesen und Naturgeister vorkommen.

Die Hauptfigur ist das sechzehnjährige Mädchen Maerad, welches zwar seit der frühesten Kindheit die Sklavin eines despotischen Burgherren mitten im Nirgendwo ist, jedoch als Hexe von ihrem gesamten Umfeld gefürchtet und gehasst wird. Das ist ihr sogar recht, denn durch ihre ( sehr wirkungsvollen ) Flüche hatte sie es bisher vermeiden können, von den Männern ihres Herrn geschändet zu werden. So fristet sie tagein-tagaus ein elendes Dasein, in welchem nur das Musizieren ihre einzige Lebensfreude darstellt. Der Wendepunkt in ihrem Leben findet statt, als sie unvermittelter Dinge im Stall auf einen höchst erschöpften älteren Mann trifft. Dieser erweist sich schliesslich als Magier, als sog. "Barde" wie man sie in dieser Welt nennt und er ist auf der Flucht vor etwas. Der Mann namens Cadvan erkennt in Maerad sofort eine unausgebildete "Bardin" und flieht mit ihr zusammen aus der Feste. Und hier beginnt ihre gemeinsame Reise quer durch das Land Edil-Amarandh.

Das Buch gliedert sich in vier Teile, welche die einzelnen Etappen der Reise beinhalten.

Auch in diesem Buch finde ich die Magie dieses "Bardentums" sehr interessant. Sie verehren z.B. "das Licht", wie eine Gottheit. Es gibt drei Künste ( das Lesen, Erschaffen und Behüten ), auf die sich die einzelnen "Barden" spezialisieren und deren Magie beruht z.T. auf Musik ( Sprechgesang ), welche sie in der "Hohen Sprache" ausüben. Besagte uralte Sprache kann übrigens auch verwendet werden, um mit Tieren zu kommunizieren ( verstehen und mitteilen ). Da erging es mir wie Maerad, die staunend ihrem neuen Mentor dabei zusah. Sie selber muß allerdings noch viel lernen um eine vollwertige "Bardin" zu werden. ^^
Genug dazu ... es gibt noch viel mehr!

Wo zu Beginn des Buches noch alles geheimnisvoll und verschwiegen wirkte ( und der Leser geanuso ahnungslos wie Maerad ins Geschehen hineinkatapultiert wurde ), erfährt man im Verlauf der Handlung, was es mit der Geschichte und der Mythologie des Landes, sowie des Bardentums auf sich hat ... auch über Maerads Herkunft und Zukunft, da sie sich nicht bloss als eine normale Barden-Elevin entpuppt.
Und natürlich hat auch ihr Mentor Cadvan seine eigenen düsteren Geheimnisse!

Alison Croggons Sprache ist sehr poetisch ( kein Wunder, da sie auch als Dichterin in ihrer Heimat bekannt ist ) und oft findet man in diesem Buch Lieder oder Gedichte vor. Hut ab vor dem Übersetzer, der diese Texte so schön in deutscher Sprache wiedergegeben hat! ^^

Es gibt natürlich auch eine schön detaillierte Karte von Edil-Amarandh und seinen acht Königreichen.
Zudem noch ein recht seltsames Vorwort, welches den Roman aussehen lässt, als beruhte er auf historischen Fakten.
Am Ende des Buches findet man Anhänge mit genaueren Informationen über a) Hinweise zur Aussprache, b) kurzer Abriss der Geschichte von Edil-Amarandh und seinen Zeitaltern, c) Annar und den sieben Königreichen, d) die Hohe Sprache und e) das Bardentum in Geschichte, Gesellschaft und Kultur.
Da hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben, um einen soliden Hintergrund für ihre Story herzustellen.*daumenhoch*

FAZIT:
Wer die Romane "Der Herr der Ringe" UND (!) "Die Gilde der Schwarzen Magier" mochte, dem dürfte dieses Werk ebenfalls sehr gut gefallen!
Ich jedenfalls freue mich schon auf die drei Folgebände "Das Rätsel", "Die Krähe" und das vierte, noch unbenannte Buch. ^^

PS:
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die Tatsache, daß die Autorin ihre Magier als "Barden" bezeichnet ( in der Hohen Sprache heißen sie übrigens "Dhillarearë" = Sternmensch ). Im Prolog wird zwar erklärt, warum sie sich für diese Benennung entschieden hat, aber für mein Verständis steht der Begriff Barde für einen Musiker und Dichter aus früheren Zeiten und nicht für einen magischen Beruf.
Aber nun gut! Ändere ich halt das Wort "Barde" jedes mal in "Magier" um, während des Lesens im Kopf. Bis ich mich an den Begriff gewöhnt habe! ^^
Klingt zwar doof, sich über solche Kleinigkeiten zu echauffieren, aber manche stören sich schon an nur einem Buchstaben ( z.B. El-f-en statt El-b-en ) ... also von daher! ^_~
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am 22. August 2008
Die Gabe. Die Pellinor-Saga 01

Bei diesem Buch sticht dem Leser eine interessante Sage ins Auge, die auf einer alten Überlieferung aus grauer Vorzeit stammt und von Frau Croggon nun in Romanform jedem zugänglich werden soll. Leider merkt man in diesem Buch auch, daß es der erste Phantasieroman von ihr ist. An vielen Stellen fragte ich mich, ob hier nicht etwas weggelassen sei. Zum Beispiel freute ich mich beim lesen auf das wichtige Bardenfest in Inneil und dachte dort würde sie nun in schillernden Farben auf die Feierbräuche eingehen um dem Leser diese Kultur näher zu bringen und um ein Bild dieser Hauptfiguren zu zeichnen. Leider wurde ich enttäuscht. Das eigentliche Fest wurde lediglich zwei Seite lang behandelt. Die Hauptfigur wurde aus heiterem Himmel müde und ging zu Bett.
Ferner ist eine Ungeübtheit bezüglich der Beschreibung der Umgebung spürbar. Wenn Frau Croggon etwas beschreibt wirkt das immer sehr steif. Die Protagonistin schaut nach links ..... dort sieht sie dieses und bald jenes ...... dann schaut sie nach rechts ..... dort sieht sie dieses und bald jenes.... so geht das sehr häufig und man fragt sich warum sie nicht im allmächtigen Erzählerstil einfach die Umgebung beschreibt. Auch bei der Umgebungsbeschreibung geizt sie mit Wörtern. Mir gelang es nur selten mich an einem Ort zu verlieren und ihn mir lebhaft vorzustellen.

Allerdings behielt ich im Hinterkopf, daß dies das Einleitungsbuch der Sage ist und viele Möglichkeiten gezeigt werden, die einfach mal kurz behandelt werden um im späteren Geschichtsverlauf sich nicht zu verlieren und es einfach mal gehört zu haben und trotz aller Sparsamkeit beim Beschreiben und Erklären fesselte mich dieses Buch. Ich finde die Sage sehr schön und freue mich jedes Mal, wenn ich merke wie sich Handlungen zu einem Gesamtbild verketten, wie die Hauptfigur (Maerad) dazu lernt und ihre Bardenkünste sich entwickeln. Es macht Spaß daß zu beobachten und sich vorzustellen, was sie wohl können wird, wenn sie erst einmal erwachsen ist. Auch habe ich nun schon den zweiten Band zur Hälfte durchgelesen und ich merke wie sich manche Erzählstruktur verbessert und wie ich mich an den Stil der Autorin gewöhne und es nicht mehr so ins Gewicht fällt.

Unterm Strich darf ich festhalten, daß ich das Buch für lesenswert und spannend halte.

Vielen Dank!
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... erscheint der erste Teil des neuesten Fantasy-Bestsellers aus Australien!

Die Hauptfigur ist das sechzehnjährige Mädchen Maerad, welches zwar seit der frühesten Kindheit die Sklavin eines despotischen Burgherren mitten im Nirgendwo ist, jedoch als Hexe von ihrem gesamten Umfeld gefürchtet und gehasst wird. Das ist ihr sogar recht, denn durch ihre ( sehr wirkungsvollen ) Flüche hatte sie es bisher vermeiden können, von den Männern ihres Herrn geschändet zu werden. So fristet sie tagein-tagaus ein elendes Dasein, in welchem nur das Musizieren ihre einzige Lebensfreude darstellt. Der Wendepunkt in ihrem Leben findet statt, als sie unvermittelter Dinge im Stall auf einen höchst erschöpften älteren Mann trifft. Dieser erweist sich schliesslich als Magier, als sog. "Barde" wie man sie in dieser Welt nennt und er ist auf der Flucht vor etwas. Der Mann namens Cadvan erkennt in Maerad sofort eine unausgebildete "Bardin" und flieht mit ihr zusammen aus der Feste. Und hier beginnt ihre gemeinsame Reise quer durch das Land Edil-Amarandh.

Das Buch gliedert sich in vier Teile, welche die einzelnen Etappen der Reise beinhalten.

Eine gewichtige Prophezeiung ... eine ahnungslose Auserwählte ... ein weiser Mentor ... ein mächtiger "unsichtbarer" Feind, der einst zu den "Guten" dazuzählte und natürlich eine entbehrungsreiche Heldenreise durch eine mittelalterliche phantastische Welt!
Alles altbekannte Elemente der High Fantasy und doch so neuartig erzählt, daß die Geschichte nur selten vorhersehbar wird und somit spannend bleibt.

Allerdings sollte man eher zu den geduldigen Fantasy-Lesern gehören um dies Buch zu geniessen, denn die Autorin beschreibt gerne, sehr viel und ziemlich genau ( wenn auch nicht allzu extrem, da kenne ich Schlimmeres ).

Man findet in diesem Roman keine klassischen Figuren der High Fantasy, wie Elfen ( bzw. Elben ), Zwerge, Orks, Drachen, etc.
Andererseits erinnert das uralte Volk der Dhyllin doch sehr an das elfische Volk! Wirklich sehr!
Stattdessen gibt es hier v.a. Menschen ( zu denen auch die sog. "Barden" - auf die ich später noch komme - zählen ) und normale ebenso wie ungewöhnliche Tiere. Wobei auch solche Gestalten, wie Untote, Werwesen und Naturgeister vorkommen.

Ich finde die Magie dieses sog. "Bardentums" sehr interessant. Auch wenn ich unter dem Begriff "Barde" eigentlich die Bezeichnung eines mittelalterlichen Sänger und Poeten verstehe. Deshalb wirkt das Wort "Barde" statt "Magier" etwas komisch auf mich.

Wo zu Beginn des Buches noch alles geheimnisvoll und verschwiegen wirkte ( und der Leser genauso ahnungslos wie Maerad ins Geschehen hineinkatapultiert wurde ), erfährt man im Verlauf der Handlung, was es mit der Geschichte und der Mythologie des Landes, sowie des Bardentums auf sich hat ... auch über Maerads Herkunft und Zukunft, da sie sich nicht bloss als eine normale Barden-Elevin entpuppt.
Und natürlich hat auch ihr Mentor Cadvan seine eigenen düsteren Geheimnisse!

Alison Croggons Sprache ist sehr poetisch ( kein Wunder, da sie auch als Dichterin in ihrer Heimat bekannt ist ) und oft findet man in diesem Buch Lieder oder Gedichte vor. Hut ab vor dem Übersetzer, der diese Texte so schön in deutscher Sprache wiedergegeben hat! ^^

FAZIT:
Wer die Romane "Der Herr der Ringe" UND (!) "Die Gilde der Schwarzen Magier" mochte, dem dürfte dieses Werk jedenfalls sehr gut gefallen!
Ich jedenfalls freue mich schon auf die zwei Folgebände "Das Rätsel" und "Die Krähe". ^^

PS:
Es gibt natürlich auch eine schön detaillierte Karte von Edil-Amarandh und seinen acht Königreichen.
Zudem noch ein recht seltsames Vorwort, welches den Roman aussehen lässt, als beruhte er auf historischen Fakten.
Am Ende des Buches findet man Anhänge mit genaueren Informationen über a) Hinweise zur Aussprache, b) kurzer Abriss der Geschichte von Edil-Amarandh und seinen Zeitaltern, c) Annar und den sieben Königreichen, d) die Hohe Sprache und e) das Bardentum in Geschichte, Gesellschaft und Kultur.
Da hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben, um einen soliden Hintergrund für ihre Story herzustellen.*daumenhoch*

Auch empfehlenswert bei Interesse an Jungmagierinnen:
Die Rebellin ( Die Gilde der Schwarzen Magier )
Die erste Wahrheit ( Die Bücher der Wahrheiten )
oder epischer Tochter des Windes ( Die Rhapsody-Saga )
33 Kommentare| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Mai 2013
...und es war kalt und sie froren und der Mond schien durch die Wolken, während es heftig regnete... ich glaube, das werd ich am Ende mit dem Buch verbinden. Die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit Reiten, Frieren, Schweigen (Reden ist in manchen Gegenden unangebracht!). Der Anfang war ja noch recht interessant, aber auf der Reise passiert teilweise so wenig, dass ich überlegt hab, überhaupt weiter zu lesen. Ganz zu Schweigen von den vielen Ungereimtheiten (es war so dunkel, dass sie nichts sehen konnte und als sie auf die Brücke kamen (die sie ja nur spüren konnte, weil es so dunkel war), sah sie hinab auf das schwarze Wasser. In der Mitte steht eine Steinfigur, die beschrieben wurde, obwohl man ja nix sieht)... und so weiter.
Schade, aber das Buch landet wohl in der Tonne.
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Mir fiel das Buch nur durch Zufall in die Hände und ich ging ziemlich neutral an die Sache ran. Schon nach den ersten 20 Seiten war mir klar, das ich es nicht beiseite legen würde bis ich auch die letzten Seite gelesen hätte. Und so war es auch.
Ich finde die Vergleiche mit anderen Büchern (Potter und Tolkien etc.) immer etwas unschön. Das sind große Werke und abgesehen davon gehören in denBereich Fantasy u.a. eben auch Zauberer, Gut und Böse, ein dunkler Lord und Magie in vielen Abstufungen. Dadurch ist klar, das sich einzelne Elemente der Bücher auch immer irgendwo ähneln.
Man sollte die Bücher immer als eigenständige Objekte betrachten, sonst wird man leicht ungerecht.
Eine tolle Story, flüssiger Schreibstil, die Liebe zum Detail und zu den Charakteren ist offensichtlich (was manch einem als Länge vorkommen kann).
Klare Kaufempfehlung!
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