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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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4,7 von 5 Sternen
Der lange Winter am Ende der Welt
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ 3,00 € Versandkosten


am 21. Februar 2007
Es beginnt im Jahre 1926. John Robert Shaw stürzt mit seinem Flugzeug irgendwo in Alaska ab und wird von den dort lebenden Menschen, den Eskimos, gesund gepflegt. 17 Jahre lebt er mit ihnen und sehnt sich doch die ganze Zeit nach seiner vermeintlich richtigen Heimat und vor allem nach seinen Verwandten.

Sachlich und gleichzeitig sehr gefühlvoll schildert Harris das Leben Shaws, seine großen Probleme in der Eingewöhnungsphase dieses neuen Lebens, seine sprachlichen und sozialen Verständigungsschwierigkeiten mit den Eskimos, seine Essensunverträglichkeiten und seine ständige Sehnsucht nach Hause. Man kann gut mitempfinden, auch wenn man selbst diese Erlebnisse noch nie machen musste, wie schwer es Shaw gefallen ist, sich anzupassen an diese Hölle, wie er sein neues Zuhause stets bezeichnet.

Absolute Reduktion auf die wesentlichen Dinge im Leben, keinerlei Ablenkung, weder durch Fernsehen, Radio noch Farben, nur so kann man zu sich selbst finden, nur so kann man ein erfülltes und zufriedenes Leben führen. Das trifft auf Shaw zu. Anregungen zum Nachdenken über die eigene Lebenssituation bietet diese Erzählung genügend, vorausgesetzt, die Thematik als solche spricht einen an.

Ich finde dieses Buch hervorragend erzählt, man kann sich mit dieser Geschichte durch Shaws Leben tragen lassen, nie wird sie langweilig, ohne jedoch das Interesse des Lesers durch unnötigen Aktionismus herauszufordern - absolut lesenswert.
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am 15. Januar 2013
Robert Shaw, ein junger, fanatischer Pilot, wagt 1926 den Versuch, einen Rekord im Alleinflug aufzustellen. Der begeisterte Flieger gerät jedoch in der Arktis, genauer im Nordpazifik bei Alaska, in einen Sturm mit dem Ergebnis, dass er seine Heimat in den Südstaaten der USA so schnell nicht wiedersehen wird. Robert Shaw wird schwer verletzt von einigen Inuit/ Eskimo geborgen und letztlich gerettet, eine Rückkehr scheint jedoch ausgeschlossen. Der durch seine schweren Verletzungen dauerhaft Gezeichnete muss sich mit dem (aus seiner Sicht) ewigen Winter arrangieren - oder zugrunde gehen.

Manch ein oberflächlicheres Buch hätte aus diesem Start eine hübsche kleine Abenteuergeschichte gemacht, in deren Mittelpunkt wahrscheinlich arktische Stürme, Bärenattacken und Waljagden gestanden hätten. Doch Shaw ist weder Abenteurer noch Held. Der Mangel an Vegetation, die ungewohnte Ernährung (Seehund, Wal, Fisch, wieder Seehund...) und die Kälte sind beinah noch seine geringsten Sorgen. Bei der Jagd nur wenig hilfreich, machen ihm Ödnis und Vereinsamung zu schaffen, bis Suizid eine verlockende Alternative zu sein scheint. Robert Shaw ist am Ende - und beginnt damit, auf ein paar geretteten Blättern eine Art Tagebuch zu führen.
In Rückblenden erzählt der Gestrandete darin auch von seinem vergangenen Leben, von seinen Fliegerträumen und vor allem von den Menschen, die ihm etwas bedeutet haben.

"Der lange Winter am Ende der Welt" gewinnt gewiss nicht durch Action. Shaws Blick ist oft nach innen gerichtet, seine Sprache nicht sonderlich kultiviert (konsequenterweise, denn er bezeichnet sich zu Recht als wenig gebildeten Schulflüchter). Beobachtungen über seine Gastgeber, die nach und nach auch seine Familie, sein Volk werden, wechseln sich mit düsteren Gedanken über das ab, was hätte sein können. Eine Frage steht immer im Raum: Ist sein Leben durch einen tragischen Unfall gescheitert? Letztlich kann der Exilant diese Frage erst für sich beantworten, als bereits alles wieder verloren scheint.

Eigentümlich: Irgendwann auf den ersten 100 Seiten hatte ich wirklich keine Lust mehr über Stürme, Schnee und Eis zu lesen. Ich habe den armen Kerl wirklich bedauert, fand das Buch aber nicht durchweg fesselnd. Doch es kam schnell besser. Insbesondere die letzten 100 Seiten sind großes Kino, bewegend in ihrem Realismus und lassen schwer nachdenklich zurück.
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am 22. Juni 2017
Es ist bemekenswert was Menschen alles aushalten können. Eine wahre, spannende und interessante Geshichte. Vollste Kaufempfehlung. Die Menschen aus der eiswüse haben meinen uneingeschrasänkten Respekt.
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am 12. Januar 2004
Eine unglaubliche und tief ergreifende Geschichte wird in diesem Buch erzählt. Obwohl ich eine absolute Vielleserin bin, kann ich mich nicht erinnern, viele bessere Buch gelesen zu haben. Wer sich für Grenzerfahrungen und außergewöhnliche Leben interessiert, wird von diesem Buch begeistert sein!
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am 5. Januar 2011
..ich muss vorweg sagen, dass es kaum ein Buch gibt, dass mich je emotional so sehr berührt hat und mich so lange beschäftigt hat.

Der Roman basiert auf den Memoiren von John Robert Shaw, der in den 20er Jahren mit seinem Flugzeug abstürzte und auf einer Insel vor Alaska von den dort lebenden Aleuten oder Unangans gefunden wird.

Da er auf der Insel festsitzt (denn ein Fortkommen ist ja nicht möglich), lebt er bei und mit den Ureinwohnern dort...allerdings erfährt man auch viel über sein Leben früher, seine Familie und seine Gedanken und Gefühle.

Die harten Lebensumstände dort, das völlig andere Leben der Menschen dort, die völlig fremde Nahrung, die Eiseskälte, das Fehlen jeglicher Farben, Bäume, Blume....man weiß gar nicht, wo man beginnen soll, denn das Leben dort unterscheidet sich natürlich so sehr von dem Seinigen (unsrigem), wie man es sich kaum jemals vorstellen kann.

John ist zunächst desorientiert, traumatisiert und leidet unter Depressionen,ja ist ein paar Mal kurz vor dem Suizid.
Er empfindet sein Leben dort wie im Gefängnis....nie wird er seine Mutter und seine Schwester wiedersehen, nie mehr Fliegen, nie mehr.....

Manchmal klingt alles ein wenige wie durch einen Schleier wahrgenommen, es scheint manchmal ungeordnet, was unter den Umständen normal ist...

Das Leben dort ändert seine Sichtweise auf die Dinge, die er erlebt hat, lässt ihn sein bisheriges Leben von einer andere Sicht betrachten.

Aber irgendwann, nach einigen Jahren beginnt John dort, sein Leben zu mögen, ja glücklich zu sein...inwzischen hat er eine Frau und Kinder, Freunde gefunden...und er mag die Mensch dort; er bewundert ihr stetige Zufriedenheit - es gibt keinen Neid, wenig Streit, wenig Gewalt, da alles allen gehört...

Nach 17 Jahren dann (es herrscht Krieg) wird die Insel gefunden, als Kriegsgebiet erklärt und alle EInwohner evakuiert (zwangsevakuiert) - John wird von seiner Familie getrennt....ist verzweifelt

Obwohl er die ganze Zeit nichts anderes wollte, als weg (zumindestens in den ersten Jahren), so merkt er plötzlich, dass er mit diesen Menschen (dem Militär ) nichts mehr gemeinsam hat...er fühlt sich als Unangan..er behält keine Nahrung bei sich....wird quasi erneut entwurzelt...

Es ist traurig und ich denke viel über ihn nach,viel über die Menschen und habe über die Unangans (Aleuten) im Internet nachgelesen....

Besonders gefällt mir, dass das Buch nicht beschönigt, nicht idealisiert, so wie es in vielen Büchern der Fall ist, die von dem Leben bei den Naturvölkern handeln....das harte Leben dort wird beschrieben, so wie es ist...

Das ganze Buch ist sehr einfühlsam geschrieben , sehr sensibel...die ganze Zeit muss ich mich in John hineinversetzen...ich kann so genau nachempfinden, wie er sich gefühlt haben muss...

Ein wirklich sehr gutes Buch, das zum Nachdenken anregt, das traurig macht, aber ungemein bereichert.
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am 30. Dezember 2007
17 Jahre gefangen in einer anderen Welt, in einer Welt aus Eis und Kälte. Am Rande der Verzweiflung und der Selbstzerstörung, ist es der sehnlichste Wunsch von John Robert Shaw zurückzukehren zu seiner Familie in seine Heimatstadt Abbeville, South Carolina.

Doch was wird ihn dort nach all den langen Jahren, nach dem längsten Winter seines Lebens, erwarten? Wie lassen sich seine Erinnerung, seine Hoffnung und die Realität zweier Welten vereinen, die unterschiedlicher nicht sein könnten?

Ein ergreifender Roman, der die tiefe Verbundenheit zweier Freunde beschreibt, zwei Menschen, die das Schicksal trennt und die doch niemals einander verlieren. Zwei Welten, die nicht miteinander vereinbar scheinen und die Erkenntnis, dass im Leben nur eines zählt: Freundschaft und Liebe.

Ein Buch voller Traurigkeit, Mut und Hoffnung und großer Liebe.
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am 12. April 2008
"Der lange Winter am Ende der Welt" von Julie Harris, gehört zu den Büchern, die ich nie vergessen werde und sicher noch ein zweites Mal lesen werde.
1926 stürzt der Pilot John R. Shaw über den Aleuten (Alaska)ab. Schwer verletzt wird er von den dort lebenden Inuits (Eskimos) gefunden und gesund gepflegt. Wegen der Abgeschiedenheit der INseln ist er gezwungen lange Zeit mit diesem Volk zu leben.Seine anfängliche Ablehnung diesem Menschenschlag gegenüber lernt er in 17 Jahren in das Gegenteil zu wenden und erlebt diese Zeit als die wichtigste und lehrreichste seines Lebens.

Wunderschön und auch humorvoll wird das Leben des John R. Shaw mit den Inuits beschrieben. Wir lernen in diesem Buch Menschen und ihr Lebensumfeld kennen,die uns sonst selten begegnen.Doch gerade ihre Lebensart und ihr Umgang mit der Natur, sind Dinge, die mich das Buch haben lieben lassen.

Ein wunderschönes Buch, das zum Nachdenken anregt.
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am 30. Juni 2010
Seit langem lese ich (faste jede) Abenteuergeschichte aus Kanada und Alaska. Verstehe nicht, wie ich so lange an diesem Buch "vorbei"-schauen konnte:

Die Geschichte ist so unglaublich, dass es sich eigentlich um einen fiktiven Roman handeln müsste. Ein junger Mann bricht Anfang des 20. Jhts auf, um die Welt per Flugzeug zu umrunden. In einem Sturm stürzt er ab und wacht erst Monate später schwerstverletzt auf. Er weiß anfangs nicht wo er sich befindet (auf einer kleinen dem Festland von Alaska vorgelagerten Insel, jedenfalls wird er von einer Eskimofrau gepflegt (die er später heiratet) und von dem (etwa 50 Menschen fassenden) Inuitstamm ernährt. Diese kennen zu dieser Zeit weder Schusswaffen, noch Bücher noch irgendwelche sonstigen technischen oder medizinischen Hilfmittel und leben und überleben so wie ihre Vorfahren hunderte Jahre zuvor. Erst nach knapp 2 Jahrzehnten wird er "gerettet", indem die gesamte Insel brutalst evakuiert wird, zu einer Zeit, in der er schon die "andere Welt" akzeptiert und liebgewonnen hatte...

Das Buch ist absolut empfehlenswert, eine tragische Geschichte, die wunderschön und interessant erzählt wird und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt!
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am 15. Februar 2007
Wie verzweifelt muss man sein, wenn man gezwungen ist, von einem Tag auf den anderen mit einem Volk zu leben, dessen Kultur und Lebensgewohnheiten nicht unterschiedlicher sein könnten als die bisher gewohnten?

Der Pilot John R. Shaw muss dies am eigenen Leib (und seiner Seele) feststellen, nachdem er durch einen Flugzeug-Crash bei einem Inuit-Stamm zu sich kommt - keine Möglichkeit zur baldigen Rückkehr.

Warmes Seehundblut als eines der Hauptnahrungsmittel, nicht die gewohnte Hygiene, niemand, mit dem er sich in seiner Sprache verständigen kann - die Hürden sind fast unzählbar. Und doch verändert Shaw sich unmerklich in einen von "ihnen"... doch das stellt er erst fest, als er wieder in "seine" Welt zurück kehrt.

Ich will nicht zuviel vorweg nehmen.

Das Buch ist nicht direkt spannend, aber doch äusserst interessant. Es regt zum Nachdenken an und lehrt den Leser einerseits das zu schätzen, was man hat und es nicht als selbstverständlich hinzunehmen, anderseits aber auch offen zu bleiben für andere Lebensweisen und Philosophien.
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am 24. August 2001
Als ich anfing zu lesen, wusste ich noch nicht so recht, was ich von dieser Geschichte halten soll - am Schluss wünschte ich mir nur, dass es noch viele solche Bücher gibt!
Trotz der Tragik ist es eine der schönsten Geschichten, die ich überhaupt je gelesen habe. Nicht nur John selber und seine Geschichte ist interessant, auch die anderen Figuren um ihn herum. Es ist nicht nur die Geschichte von John, sonder von ihm und den damit verbundenen Leben.
Ein wunderbares Buch über die Selbstfindung und die Erkenntnis, dass ein Traum der nicht Wirklichkeit wird ebenso wertvoll ist wie die Sache selbst.
Ein Buch das uns zeigt, was wirklich zählt.
Ein Buch das uns lehrt, die Hoffnung auch wenn es hoffnungslos ist, nicht aufzugegen.
Ein Buch das uns sagt, dass es noch Wunder oder was wir als solches bezeichnen gibt.
Ein wunderschönes Buch.
Die Sprache von Julie Harris ist feinfühlig und die Handlung einzigartig.
Wirklich lesenswert!
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