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Kundenrezensionen

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am 6. Mai 2000
„Der Wurm Ouroboros" ist das Hauptwerk Edward Rücker Eddisons, eines britischen Autors aus der Hälfte des vergangenen Jahrhunderts: schon 1922 erschien der Wurm, also zehn Jahre bevor Tolkien den kleinen Hobbit ersann. In der Aufzählung der klassischen Fantasyromane wird der „Wurm" entweder gleich neben Tolkien gestellt oder überhaupt nicht erwähnt; ein Grund dafür mag sein, daß dieses Werk lange nicht auf Deutsch übersetzt wurde, es gemeinhin als unübersetzbar galt. Der Roman ist alles andere als leicht handzuhaben: es handelt von den Kriegen der „Dämonen" gegen die „Hexen" in der Phantasiewelt Merkurien, von den Feldzügen und Gefahren, die die Heroen beider Völker zu bestehen haben. Nichts, was man allgemein mit „Dämonen" oder „Hexen" verbindet, haben aber diese beiden Völker gemein, im Gegenteil, die Dämonen sind die rechtschaffene Seite hier, sie haben eine Anzahl prunkvoller Könige, Fürsten und Helden, während die Hexen ebensolche Fürsten und Haudegen ins Felde führen. Magie ist ihnen nicht geläufig, nur der König von Hexenland, Gorice, versteht sich auf die „Ergomantie" und beschwört in zwei Szenen Mächte der Finsternis. Und er besitzt einen Ring mit dem „Wurm Ouroboros", einem Drachen, der sich selbst in den Schwanz beißt, als Symbol für die ewige Wiederkehr. Von diesem wechselhaften Kampf handelt also das Buch, und das alles wird beschrieben mal im Stile der klassischen Heldensagen des Nordens, mal im Stile der Shakespearschen Dramen und dann wieder als griechische Sagen a la Ilias. Zudem verwendet der Autor eine derart eigenwillige Sprache, die ihresgleichen sucht. Es finden sich Größtenteils sehr schöne mittelalterliche Ausdrücke und Redewendungen darin, dann wieder Anspielungen auf griechische Götter, auf alte Verse in den Sagas, und mal schwenkt der Erzählstil ganz in die altenglische, mal in einen kunstvoll gedrechselten Mischmasch um. Tolkien hat ja später das Erschaffen von Sprachen perfektioniert, Eddison gefällt es, spielerisch damit umzugehen: eine durchgehende Linie sucht man vergebens, seine Erzählstil ist aber nichtsdestotrotz beachtenswert und immer wieder überraschend. Dazu kommt, daß die Schilderungen immer sehr ins Extreme gehen. Es ist kein Buch mit Taten von gewöhnlichen Menschen, sondern von Heroen sondergleichen: da ist alles prächtigste, prunkvollste, mächtigste und edelste, da wird der Pomp an den Fürstenhäuusern mit altertümlichen Fachausdrücken seitenlang geschildert, da wird der Schlachtenverlauf ausführlich dem Leser vermittelt, und es wird klar, in dieser Welt, da gibt es Helden im wahrsten Sinne des Wortes. Die Beschreibung der Landschaften sind ebenfalls faszinierend, immer wieder stößt man auf Wendungen, Beschreibungen in Eddisons Stil, an den man sich zwar relativ langsam gewöhnt, ihn dann aber um so mehr schätzt. Dieses Buch ist somit nichts für den eiligen Leser. Die Handlung ist zwar stellenweise spannend, aber nicht herausragend. Was das Buch zum Klassiker machte, das ist dieser erwähnte ungewohnte, mittelalterlich anmutende Stil, der nahezu einzigartig ist. Lediglich die Werke von Lord Dunsany sind ähnlich gehalten, wer die wunderbare Prosa dieses phantastischen Schriftstellers schätzt, dem wird auch der „Wurm Ouroboros" begeistern. Und, ja auch bei H.P.Lovecraft findet man solcher Art Phantastik: in seinen Traumlande-Novellen, wenn er von den goldenen Dächern von Celephais berichtet. In dem vorliegenden Bastei-Taschenbuch ist lobenswerterweise eine 50seitige Einführung von Paul Edmund Thomas dabei: sie ist unbedingt notwendig, will man den „Wurm" in seiner Gänze verstehen. Hier erfährt man auch Wissenswertes aus Eddisons Umfeld, über seine Vorlieben und seine Zeitgenossen. Und auch während des Romanes selbst stößt man immer wieder auf jede Menge Fußnoten, die zwar den Leseverlauf etwas hemmen, aber dann interessante Einblicke zu alten Wörtern oder Zitaten geben. Als Unterhaltungslektüre ist der „Wurm Ouroboros" nur bedingt geeignet und nur geduldigen Lesern empfohlen, wer jedoch um der Sprache wegen liest oder einmal wirklich ein außergewöhnliches Buch zur Hand nehmen will, einen Klassiker aus der Zeit, als das Wort Fantasy noch gar nicht existierte, dem sei der Wurm bestens empfohlen!
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am 6. März 2000
in der langen geschichte der fantasy literatur ist der "der wurm ouroboros" ein einzigartiges meisterwerk. ein heldenepos von gewaltiger größe. denn die helden sind keine menschen, sondern wesen mit gigantischen kräften. so kraftvoll wie eddison's archaische sprache, die einem alles irdische und moderne vergessen lässt. vor allem den vergleich zu anderen werken der fantasy literatur. der roman lässt sich vielmehr mit werken wie den niebelungen vergleichen. es ist ganz sicher kein buch für zwischendurch, dafür sind sprche und handlung zu kompliziert. es ist eine eingewöhnung an die sprache und fremdheit der welt merkurien, wohin uns der autor entführt, nötig um die charaktere und ihre taten voll zu verstehen. dann ist man jedoch gefangen in dieser unendlichen geschichte und will nicht eher zur ruhe kommen, bevor man alles weis. bitte lesen sie das gelungene vorwort erst nach der eigentlichen geschichte.
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am 27. Dezember 2007
Positives:

+ Schreibstil: An alte Sprache angelehnt. Erzeugt eine tolle Atmosphäre und bleibt trotzdem flüssig lesbar. Sprachlich genial. Tolle Formulierungen.
+ Gute Handlung
+ gewaltig (die Herrlichkeit der Helden, der Prunk des Thronsals, die Bösartigkeit der Gegner, ...). An Superlativen wird auch nicht gegeizt.
+ Auch was besonderes: Am Anfang von jedem Kapitel wird dieses kurz zusammengefasst, aber auf eine Art die zusätzliche Spannung erzeugt und nichts wirklich wichtiges im voraus verrät! Diese Intros sind sprachlich besonders stark auf alt getrimmt (siehe unten)
+ Tolle Bösewichte und Helden
+ keine Durchhänger, vom Anfang bis zum Schluss spannend

Negatives:
(für mich gibts nichts, aber möglicherweise könnte man sich stören an ...)
- der auf alt getrimmten Sprache
- an häufigen Schlacht-Szenen
- Standard-Fantasybegriffe die Ghule, Dämonen usw. werden hier etwas anders verwendet

Intro des ersten Kapitels (hat mich sofort in den Bann gezogen):

Das Schloss des Fürsten Juss

Von den Schätzen, dergleichen in dem hohen Audienzsaal waren gar schön und lieblich anzuschaun, und von den Vorzügen und dem Stande der Fürsten des Dämonenlandes; und von der Botschaft, welchselbige ihnen König Gorice XI. gesandt, und der Antwort darob.

Hat es sich gelohnt?
Von der investierten Zeit her betrachtet: Zeit kann man kaum besser verbringen
Vom investierten Geld her betrachtet: jeder cent lohnt sich.

Werde ich es nochmal durchlesen? Ich habs schon 4 mal gelesen, bin gerade beim 5ten mal ;)
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am 11. Februar 2012
Tolkien preist das Buch als eines der besten, die er je gelesen hat. "Der Wurm" hat es mir aber nicht leicht gemacht. Dämonen kämpfen gegen Hexen. Die Dämonen sind aber eher aufgebrezelte Elfen mit Hörnchen, die Hexen schwere Krieger. Zwar gibt es auch Wichte und Kobolde, aber irgendwie erscheinen sie alle sehr menschlich. Das Buch ist sehr schwer zu lesen, irgendwo zwischen Isländischen Sagas und Griechischer Mythologie verortet. Seitenlang kann man sich die prächtigen Paläste beschreiben lassen, ebenfalls seitenlang auch die Kleidung von einzelnen "Helden". Gefühlte 100 Seiten gehen für eine Kletterpartie zweier Dämonen drauf, der ich fast nichts abgewinnen konnte, da mir der Bezug dazu fehlt. Warum ich es dann gelesen habe? Weil es etwas ganz Besonderes ist. 1922 geschrieben, barocke Sprache, barocke Bilder, spannende fessende Geschichte, massenweise große Schlachten, abgetrennte Körperteile, literweise Blut, schöne Prinzessinnen, Zauberei,...
Meine Ausgabe hat ein Vorwort des Übersetzers, der leider viel zu viel vom Inhalt preisgibt, und sich rühmt ein eigentlich unübersetzbares Buch übersetzt zu haben. Auch dafür gibt es Punktabzug. Also: Wer sich dranwagt (gebraucht für ca. 5,00 EUR) nicht das Vorwort lesen, nicht Wikipedia o.ä., sondern direkt mit der Inkarnation einsteigen (die auch eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun hat, aber eben dazugehört).
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am 8. November 2011
Dieser klassische Fantasyroman ist wirklich sehr interessant. Trotz der antiquierten Sprachweise lässt es sich schon lesen.
Es enthält eben die klassischen Motive des Fantasyromans: Den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, Ruhm und Ehre und Heldentum.
Junge Leser werden sich etwas schwertun mit der Sprache, deshalb es ist empfehlenswerter dass das Buch von Leuten gelesen wird die mit antiquierter Sprache umgehen können.
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am 5. September 2003
Meine beiden Vorredner/schreiber haben eigentlich schon alles gesagt: Der Wurm Ouroboros ist ein gewaltiger, monumentaler Heldenepos, der durch die erfrischend ungewöhnliche Welt und ihrer Bewohner und ganz besonders durch die Sprache besticht.
Prädikat: unbedingt lesenswert, jedoch nicht Freunde der schnellen Unterhaltung
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am 15. Januar 2000
In Eddisons Wurm sehe ich neben dem Herrn der Ringe das Fantasybuch schlechthin.Die sprachlichen Fähigkeiten Eddisons sind gigantisch. Die Freude am lesen wird nur durch die teils verworrenen Gedankengänge und der noch immer schwachen Übersetzung beeinträchtigt.
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am 23. März 2014
Ich habe mich wegen des Zitates von J.R.R. Tolkien auf dem Einband des Buches "Der Wurm Ouroboros" von E.R.Eddison durch dasselbe gequält, in der Hoffnung, die Geschichte sei gut.
Leider habe ich mich stattdessen ganz schrecklich gelangweilt. Ständig hoffte ich, dass die Story endlich anlaufen und/oder interessanter werden würde.
Manch gelungener Fantasy-Roman braucht anfangs etwas Zeit, um sich zu entfalten, nicht aber "Der Wurm Ouroborus". Diese Geschichte plätschert auf 508 Seiten beständig vor sich hin ohne große Spannungsmomente.
Meiner Ansicht nach hätte man das Buch mindestens ein Drittel kürzen können, was den Geschehnissen innerhalb der Geschichte keinesfalls geschadet hätte, im Gegenteil.

Empfehlen kann ich den Roman nur hart gesottenen Fans langwieriger Fantasy-Romane.
Vielleicht erfreut sich auch der eine oder andere Fantasy-Fan dieser Geschichte- für mich war das Buch allerdings ein Reinfall.
Wenn man viele Fantasy-Geschichten liest und mit langatmigen Be- und Umschreibungen nichts anfangen kann, sollte man das Buch besser nicht lesen.
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am 30. Oktober 2011
Herr der Ringe als Buch hat mir aufgrund der ausschweifenden Beschreibungen von Land und Leute nicht gefallen. Ähnlich ging es mir bei diesem Buch. Viel Beschreibung und für mich langweilige Story - da halte ich mich lieber an der "Drachenlanze" fest.

Jedenfalls habe ich das Buch nicht zu Ende lesen wollen.
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am 28. Dezember 1999
Eddisson hatte eine Idee, einen Traum, eine Philosophie, ein Weltbild und das hat er in seiner wunderbaren und unverwechselbaren Art in diesem Werk niedergeschrieben
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