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am 21. August 2011
Das Gute vorneweg: Der Schreibstil ist leicht, die Geschichte temporeich. Es geht immer vorwärts und es zieht sich nichts in die Länge- sieht man von den meiner Meinung nach sehr langatmigen Kampfszenen ab, die zum Ende hin immer länger werden.

Ich persönlich war nach all den guten Rezensionen jedoch sehr enttäuscht von dem Buch. Die Charaktere gewinnen das ganze Buch hindurch nichts an Tiefe, es wird kaum an der Oberfläche gekratzt. Gerade der Hauptcharakter ging mir ein bisschen auf den Keks. Er hatte so gar nichts, was ich von einem Dämon erwarten würde, sieht man vielleicht von seinem Verlangen ab, den einfachen Weg in allem zu gehen und zu töten und zu verstümmeln. Trotzdem kommt er sehr naiv und kindlich daher. Einige Formulierungen waren lustig und haben mich zum Lachen gebracht, oft ließ der eine oder andere Gedanke den Dämon eher albern wirken. Schade. Ich kam leider gar nicht in die Gecshichte hinein, vertiefen ging nicht, denn Tiefe gab es nicht.

Und der Lektor hat seine Hausaufgaben leider auch nicht ganz richtig gemcht, denn mir sind einige falsche Worte oder sogar ganze Teilsätze, die keinen Sinn ergaben, aufgefallen.

Alles in allem: Ein Buch, das dem Leser nichts abfordert. Es ist einfach, seicht, liest sich schnell durch, denn weder Charaktere noch Handlung haben Ecken und Kanten an denen man sich nachdenklich verfangen kann. Es gibt einige Elemente wie die Warge und ihre Art zu jagen, die mir sehr gut gefallen haben und auch das ein oder andere Schmunzeln huschte mir übers Gesicht. Deswegen: 3/5 Sternen.
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am 14. Februar 2012
Mysteriöse Morde geschehen in dem beschaulichen Städtchen Brisenburg. Eine rätselhafte Prophezeiung wartet auf ihre Erfüllung und ein Dämonenfürst wünscht sich nichts mehr, als in sein Reich heimzukehren.
Mit viel Witz und schwarzem Humor erzählt der Autor die Geschichte des Dämons Baaszlabeth - Herr der Verwüstung und Zerstörer von Welten - welcher eines Tages von dem alten Zauberer Nemrothar heraufbeschworen wird. Gebunden durch die Macht der Magie muss Baaszlabeth dem Ruf des Zauberers folgen und ihm zu Diensten sein.
Nemrothar weiß, ist des Dämons Auftrag erfüllt, ist sein eigenes Leben verwirkt, denn einen Dämon zu beschwören hat seinen Preis. Deshalb stellt er Baaszlabeth eine ganz besondere Aufgabe. Er soll 5000 Goldstücke auf ehrliche Art und Weise verdienen. Erst dann ist er erlöst und es steht ihm frei in seine Welt zurückzukehren.
Ausgestattet mit einer magischen Holztruhe macht der Dämon sich - in Menschengestalt - daran die Aufgabe zu erfüllen. Doch so einfach wie er sich das vorgestellt hat, ist es bei weitem nicht. Denn sind die Goldstücke nicht redlich verdient, füllen sie die Truhe nicht, sondern lösen sich vor seinen Augen in Luft auf.
Als Dämon unter Menschen hat Baaszlabeth es wahrlich nicht leicht. Nichts ist in der Menschenwelt so wie es erscheint. Selbst ganz banale Dinge wie die Bestellung des Abendmahls gestalten sich schwierig. Ihn dürstet nach knusprig gebratenem Menschlein am Spieß. Er ahnt, das Strammer Hans" und Bauernpfanne" die auf der Speisekarte angepriesen werden, nicht das enthalten was ihr Name verspricht und so entscheidet er sich ganz spontan für Artischockenherzen".

Diese und andere Kleinigkeiten machen Baaszlabeth äußerst sympathisch. Es ist herrlich wie er von einem Schlamassel ins andere tappt, dabei stets bemüht die ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen, alle Regeln einzuhalten und keine oder besser gesagt möglichst keine Menschen zu töten.

Witzige Dialoge und gut ausgearbeitete Nebencharaktere vervollständigen das Bild und machen diesen Roman zu einem wahren Lesevergnügen.

Fazit: Hier mixt sich Fantasy mit schwarzem Humor. Daumen hoch! - Für einen spannenden, abwechslungsreichen, dabei sehr amüsant und erfrischend anders geschriebenen Roman.

© Catherine Oertel
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am 23. Januar 2012
"Dämonengold", der neuste Roman von Stephan Russbült ("Die Oger", "Der Rubin der Oger"), spielt mit einer so reizvollen wie unterhaltsamen Ausgangsidee: Ein durch und durch böser Dämon wird in die Menschenwelt beschworen und soll dort die schier unerfüllbare Aufgabe lösen, auf ehrlichem Weg 5000 Goldstücke aufzutreiben - eine unfassbare Summe in einer Welt, in der harte Arbeit nur schlecht bezahlt wird und jeder auf der Suche nach dem großen Gewinn ist. Zudem merkt Baazlabeth bald, dass der menschliche Körper, den er für dieses Abenteuer zwangsläufig als Tarnung annehmen musste, nicht für dämonische Eskapaden geeignet ist. Schnell wird die Stadtwache auf den seltsamen Neuankömmling in der Stadt aufmerksam und ebenso schnell zeigt Baazlabeths Körper die ersten Abnutzungserscheinungen ...

Die Grundidee, die ein wenig an Jonathan Strouds Bartimäus-Reihe erinnert, ist witzig und vielversprechend. Der Fantasyroman beginnt auch gut, zieht sich dann allerdings immer mehr in die Länge, so dass sich schnell Ernüchterung einstellt. Knapp 560 recht klein bedruckte Seiten und viele sehr umständliche Schilderungen und ständige Wiederholungen sorgen dafür, dass die Geschichte nicht recht von der Stelle kommt und sich für den Leser zieht wie Kaugummi. Zugegebenermaßen ist es schwer, Gold auf ehrlichem Weg zu verdienen, aber wenn der Dämon nach mehreren hundert Seiten kaum einen halben Schritt vorwärts gekommen ist, wird es langsam langweilig. Ungefähr ab der Hälfte des Romans bringt der Autor daher einen zusätzlichen Dreh in die Story, denn in der kleinen, mittelalterlich anmutenden Stadt, in die es den Dämon verschlagen hat, geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Doch auch dieser Handlungsstrang überzeugt nur mäßig.

Insgesamt ist Baazlabeth zwar ein recht interessanter Charakter - Russbült lässt uns die meiste Zeit über an seinen Gedanken teilhaben, was oft ironisch und treffend ist -, er entwickelt sich aber im Laufe des Romans praktisch gar nicht weiter. Zwar sammelt er die eine oder andere Erkenntnis über die wundersamen Menschen, ja er fühlt sogar hin und wieder menschliche Regungen, aber ansonsten bleibt er der Alte - blutrünstig und grausam, was immer wieder zu Szenen führt, in denen der Dämon in Menschengestalt andere grausam tötet, zerstückelt und verstümmelt. Diese Szenen sind zu Anfang noch spannend oder sogar amüsant, im weiteren Verlauf aber immer unnötiger eingestreut. Die schöne Idee, die dem Roman zugrunde liegt, wurde insgesamt nicht überzeugend genutzt, vor allem aber gnadenlos ausgewalzt - 100 bis 200 weniger Seiten hätten dem Roman auf jeden Fall gut getan. Leider hat zusätzlich das Lektorat - eigentlich ungewöhnlich für Bastei-Lübbe - ziemlich oft gepennt, so dass sich mehr als nur ein paar Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler durch den Text ziehen, der zudem oft ziemlich unbeholfen formuliert daherkommt.
"Dämonengold" ist eine durchwachsene Sache - der Fantasyroman lebt von seinem durch und durch bösen Protagonisten und der für ihn äußerst lästigen Aufgabe, die ihm gestellt wird. Leider ist das Buch an sich dann aber doch zu zäh und zu langatmig, um bis zum Schluss wirklich gut zu unterhalten. Die Fortsetzung "Dämonenzeit" ist übrigens bereits im November 2011 erschienen.
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am 5. August 2012
Ich habe die Inhaltsbeschreibung gelesen und war begeistert: klingt nach ner richtig tollen, witzigen Geschichte. Allein das Thema hat echt Zeug zum Bestseller: ein grausamer Dämon, aus seinem Reich per Beschwörung in eine "normale" Welt befördert, muss sich jetzt redlich darum bemühen wieder nach Hause zu kommen. Wow, dachte ich - kann nur gut werden.
Zu Weihnachten hatte ich es bekomen und hab es gleich nach den ersten zwanzig Seiten wieder zur Seite gelegt - ich kam einfach nicht rein in die Story. Jetzt im Urlaub hab ich es wieder hervor geholt und mich im wahrsten Sinne des Wortes durchgezwungen.
Denn so toll wie die Geschichte erstmal klingt - das Buch selbst hat mir überhaupt nicht gefallen: Der Dämon, ein reichlich großkotziger, Sprüche klopfender Typ, kommt auf den ersten Seiten noch passabel witzig daher. Im Laufe des Buches jedoch fangen seine Sprüche und gedanklichen Ausführungen wirklich an zu nerven. Nein, es ist NICHT witzig sich zum zwanzigsten Mal vorzustellen wie der Kopf seines Gegenübers platzt. Seine Gedankengänge an denen man zu Genüge teil hat sind ewig lang, großspurig und pseudo-lustig. Das Buch hat außer den "witzigen" Sprüchen des Dämon nicht viel Eigenwitz zu bieten. Im Gegenteil - die Story ist sehr blutrünstig und die Morde werden sehr außführlich beschrieben. Jeder Mord!
Das Buch ist bereits zur Hälfte gelesen als es endlich mit dem Haupthandlungsstrang, nämlich dem Zusammentreffen mit dem zweiten in der Stadt ansässigen Dämons, beginnt. Dann aber wird die Geschichte so schnell runter gerattert, dass sie keine Tiefe mehr aufbauen kann und es ein Knall-auf-Fall-Ende gibt das viele Fragen offen lässt: was geschieht mit Lilith, mit Moloch, der Mutter? Warum bleibt er jetzt doch in der Stadt? Was waren die wirklichen Beweggründe der Dverga-Frau und der blinden Seherin? Vermutlich soll hier irgendwann ein zweiter Teil folgen...
Mein Fazit: Sehr schade - das Potenzial war da, aber es wurde sträflich nicht genutzt.
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am 22. November 2011
Durch Beschwörung aus seinem Reich gerissen, muss der Dämon Baazlabeth 5000 Goldstücke durch ehrliche Arbeit verdienen und unter Menschen leben, die er normalerweise zum Frühstück verspeist. Die Idee hinter der Geschichte war für mich komplett neu und ich war deshalb gespannt, wie der Autor es schafft, damit nicht nur ein Buch zu füllen sondern auch den Leser gewissermaßen bei der Stange zu halten.

Schon auf den ersten Seiten legt Stephan Russbült mit schwarzem Humor so richtig los, dass ich häufig meine Umgebung an den wirklich gelungenen Formulierungen teilhaben lassen musste. Besonders die morbiden Gedanken des Dämons waren dabei so anschaulich beschrieben und mit so witzigen Vergleichen gespickt, dass ich gar nicht anders konnte als laut zu lachen. Allerdings hatte ich nach dem ersten Abschnitt Bedenken, ob man dies ein ganzes Buch lang durchhalten könnte, ohne dass es auf die Dauer langweilig und gewollt wirkt. Aber mitnichten. Das Zusammenspiel mit den verschiedenen Gestalten Briesenburgs liefert Baazlabeth immer wieder neuen Zündstoff, nicht zuletzt das "Platsch", wenn er sich mal wieder vorstellt, wie die Köpfe seiner Gesprächspartner in seinen Gedanken zerplatzen. Die Charaktere sind dabei anschaulich beschrieben und der Autor verschont den Leser mit unwichtigen Details aus deren Vorleben. Besonders der Dämon wird so gut dargestellt, dass man ihn lieb gewinnt und mit ihm mitfiebert ohne wirklich positive Eigenschaften von ihm zu erfahren. Je näher man die kauzigen Bewohner Briesenburgs kennen lernt, desto eher ist man davon überzeugt, dass sie den ein oder anderen Dämon in ihrer Mitte durchaus verdient hätten. Mir hat gefallen, dass Baazlabeth sich weitgehend treu bleibt und die Handlung nicht von einem Ende a la Hollywood kontaminiert wird.

Die Spannung bleibt über den kompletten Verlauf des Buches auf konstant hohem Niveau. Sehr gelungen sind die Kapitelnamen und -unterschriften, die die Handlung mit lustigen Wortspielen wiedergeben. Das Ende rundet die Geschichte würdig ab und lässt eine Menge Raum für eine Fortsetzung, die ich sicher ebenfalls lesen werde.

Die gesamte Szenerie vermittelt dem Leser glaubhaft, dass sich Stephan Russbült Gedanken um die Welt, deren Götter und die Interaktionen der einzelnen Figuren gemacht hat. Die Geschichte wirkt authentisch und Wendungen erscheinen nicht gewollt, nur um die Handlung in Richtung des geplanten Endes zu führen. Ich kann daher nur ein durchweg positives Fazit ziehen: Unter den ganzen schmachtenden Mädchen und den sich kasteienden Kuschelvampiren eine gelungene Abwechslung, die komplett ohne Schmalz und Pathos kurzweilig daher kommt und unbedingt empfehlenswert ist.
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am 22. Juni 2011
Baazlabeth ist ein Kriegerdämon, der zwar recht gelangweilt aber zufrieden in seiner kleinen, von ihm selbst geschaffenen Welt lebt. Abwechslung in sein Jahrhunderte währendes Leben bringen nur die *Gäste* die sich ab zu in seine Welt verirren und sich als leckere Bereicherung seines Speiseplans präsentieren. Neuester Gast ist Ingvarr, ein junger Zauberer, der durch eine missglückte Zauberei in Baazebeth' Welt und Käfig landet.
Während sich Baazlebeth auf eine nette Unterhaltung vor dem essen mit dem essen freut passiert das Unglaubliche: Eine Beschwörung wird ausgesprochen und er wird aus seiner beschaulichen Umgebung in die Welt der Menschen gerissen.
Nicht so schlimm, denkt, er. Etwas Abwechslung kann man immer brauchen und normalerweise wird er nur in die Welt der Menschen gerufen, um für Chaos zu sorgen und einige unliebsame Gestalten zu entsorgen. Und das ist ja immerhin seine Spezialität.
Doch diesmal ist alles anders. Der Zauberer Nemrothar, der ihn beschworen hat, gibt ihm den Auftrag, auf ehrliche Art und Weise 5000 Goldstücke zu verdienen. Kein Problem, denkt Baazlabeth. Doch auch hier unterliegt er einem Irrtum. Brisenburg, die Stadt, in der er landet, ist keine reiche Stadt. Die Schatztruhen von Lord Brackenmore sind leer, verschiedene Gilden und Sklavenhändler treiben ihr Unwesen und wollen die Macht über die Stadt erlangen und Nachts treibt sich ein unheimliches Wesen in den Straßen der Stadt herum, das den Menschen das Leben aussaugt.
Baazlabeth, der in einer menschlichen Gestalt versucht, den Auftrag von Nemrothar zu erfüllen, wird in Intrigen hineingezogen, von der Inquisition verfolgt und muß feststellen, dass Menschen wesentlich raffinierter, verschlagener und hinterhältiger sind, als ein guter, geradliniger und auf ehrliche Weise boshafter Dämon.

Es ist sehr unterhaltsam zu lesen, wie Baazlabeth versucht, diese 5000 Goldstücke zu verdienen. Skurile Gestalten kreuzen seinen Weg: Moloch, ein übergewichtiger, emotionsloser Mörder, Dumpf, der liebenswerte Wirt der Schänke, in der Baazlabeth in seiner Gestalt als Sil Quartier bezogen hat, Lilith, ein dämonisches Kind, das er unter seine Fittiche nimmt, Hauptmann Celest, der Baazlabeth für alle Morde in Brisenburg verantwortlich machen will und die kleine Dvergafrau Myrcella, in der mehr steckt, als man so einer kleinen Person zutraut. Das Buch ist aus der Sicht des Dämons verfasst und es ist, trotz aller Brutalität, sehr unterhaltsam und lustig, die Gedanken zu verfolgen, die sich der Dämon über die Komplexität der Menschen macht, die er bisher nur als Hauptgericht in seinem Menueplan angesehen hat. Absolut lesenswert. Es wurde Zeit, dass sich ein Autor dieser verkannten Bösewichter annimmt und ihnen ein Buch widmet.
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Baazlabeth ist ein Dämon, der in einer fernen Dimension lebt. Als er gerade seinem Lieblingshobby nachgeht, dem Foltern und Essen von Menschen und anderen Lebewesen, verspürt er plötzlich einen mächtigen Ruf. Er wurde von einem Magier beschworen. Baazlabeth ist ziemlich sauer, dass ihn dieser alte Mann, der sich Magier schimpft, einfach aus seinem Reich geholt hat und jetzt auch noch Bedingungen stellt: Der Dämon darf erst wieder in sein Reich zurück, wenn er eine Kiste mit 5000 Golstücken gefüllt hat, die er auf ehrliche Weise verdienen muss. Baazlabeth ist sich sicher, dass er in ein paar Tagen zurück nach Hause kann und macht sich an die Arbeit. Aber bald stellt er fest, dass es wohl doch schwieriger wird, als er gedacht hat. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Baazlabeth ist ein gewaltätiger, blutrünstiger Dämon, der sich in Menschengestalt in der Stadt Briesenburg bewegen muss, was zu allerhand Verwicklungen führt. Trotz allem ist der Dämon unheimlich von sich überzeugt. Das sorgt für einige Lacher. Aber er bleibt nicht der einzige seiner Art, in der kleinen Stadt was zu skurilen Verwicklungen und die eine oder andere Leiche führt

Selten habe ich mich von einem Fantasy-Roman so gut unterhalten gefühlt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben eine gewisse Tiefe. Der Plot ist gut durchdacht und spannend. Nur das Ende kam etwas zu schnell, was aber daran liegt, dass es noch eine Fortsetzung gibt. Dafür war es aber um so überraschender. Der Wortwitz in dieser Story ist unglaublich gut. Man läuft allerdings Gefahr, dass man die ganze Zeit mit einem Dauergrinsen im Gesicht dasitzt, was doch ziemlich dämlich aussieht.

Ich bin jedenfalls rundum begeistert von der Geschichte um den Dämonen Baazlabeth, der zwischendurch auch mal ganz schön Blutrünstig sein kann. Diesen Roman kann ich guten Gewissens allen Empfehlen, die spannende und lustige Unterhaltung suchen, die auch noch einen interessanten Plot hat.
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am 22. April 2011
Kann ein Dämon ehrliche Arbeit verrichten, was denken Sie? Unvorstellbar? Oder sind Sie sich nicht sicher? Dann sollten Sie unbedingt 'Dämongold', den vierten Fantasyroman des deutschen Schriftstellers Stephan Russbült, lesen. Denn hier lernen Sie Baazlabeth, einen Kriegerdämon, kennen, der vor genau dieser Aufgabe steht.

Schuld daran ist der Magier Nemrothar. Eines Tages ruft er Baazlabeth mithilfe eines Beschwörungszaubers in seine Welt, genauer gesagt in die Stadt Brisenburg und erteilt ihm dort den Auftrag, 5000 Goldstücke auf ehrliche Art und Weise zu verdienen. Bevor dieser Auftrag nicht erledigt ist, kann Baazlabeth nicht in seine eigene Welt zurückkehren. Was der Dämon sich am Anfang einfach vorstellte, erweist sich schon bald als eine Aufgabe, die kaum zu bewältigen scheint. So nimmt ein rasantes Abenteuer seinen Lauf, in dessen Verlauf Baazlabeth versucht, sein Ziel mithilfe einiger Helfer (wie seinem Diener, einem Homunkulus und Dumpf, dem Wirt in Baazlabeths vorübergehender Unterkunft, dem 'Einsamen Wanderer') doch noch zu erreichen. Getarnt als junger, gutaussehender Mann namens Sil malt er sich schon gute Chancen aus. Aber die Bewohner Brisenburgs machen es dem Dämon nicht leicht: neben Ärger mit der Stadtwache und dem Verdacht, er könne mit dem 'Fluch' zusammenhängen, von dem Brisenburg seit einiger Zeit belegt ist, muss Baazlabeth sich schon bald mit den Inquisitoren, der Finstergilde und einigen sehr zwielichtigen Bewohnern Brisenburgs herumschlagen'

Wer 'Dämonengold' liest und über die Vielschichtigkeit der Geschichte, die rasante Handlung ohne zuviel Schnickschnack und die Fülle an Fantasie, die in diesem Werk steckt, staunt, wird sich kaum wundern zu hören, dass Russbült das 'Pen-and-Paper-Rollenspiel' zu einem seiner größten Hobbies zählt. Die jahrelange Erfahrung im 'Erfinden' von Geschichten kommt der Geschichte eindeutig zugute. Während andere Werke von weiten Ausschweifungen und (mitunter zu) ausführlichen Beschreibungen gespickt sind, reiht sich bei 'Dämonengold' ein Ereignis ans andere. Spannung ist so vorprogrammiert.

Bei der Beschreibung von Schauplätzen beschränkt Russbült sich auf das Wesentliche, ohne dabei zu oberflächlich zu sein. So lässt er auf S. 61/62 einen Marktplatz vor dem Inneren Auge auferstehen, ohne bei der Darstellung zu weit auszuholen und so für Langeweile beim Leser zu sorgen.
Ebenso geht er bei der Beschreibung von Charakteren vor: Von den meisten Personen erfährt man nur die nötigsten Dinge ' oder besser gesagt nur die wenigen Dinge, die Baazlabeth als Protagonist selber weiß. So wissen wir von Nemrothar beispielsweise nicht viel mehr, als dass er ein mächtiger, alter Zauberer ist (S. 28) und dass er schwer zu durchschauen ist (s. 449, ''entweder ist er senil oder überaus gerissen').

Die einzige 'Person', die in allen Details beschrieben wird, ist Baazlabeth selbst. Hier allerdings lässt Russbült wirklich nichts aus. Von der Beschreibung seiner eigenen, von ihm regierten Welt (S. 13-15) über das äußere Erscheinungsbild (S. 17) bis hin zur Anzahl seiner Zähne erfahren wir alles über den 1000 Jahre alten Kriegerdämon. Am interessantesten ist jedoch Baazlabeths Charakter: Schon auf Seite 23 wird klar, wie eingenommen und überzeugt der Dämon von sich selbst ist ('Niemand war ihm ebenbürtig'). Er hält sich und seinen Körper für perfekt und unbesiegbar. Mit Befehlen oder der Lenkung durch andere kann er nicht umgehen ' eine Tatsache, die ihn im Laufe der Handlung in einige brenzlige Situationen bringt ' sehr zur Unterhaltung des Lesers.

Außerdem ist Baazlabeth ' wie es sich für einen Dämon gehört ' durch und durch böse und vor allem chaotisch, was es dem Leser nicht immer einfach macht, sich in den Dämon hineinzuversetzen. Gerade dies verleiht dem Buch meines Erachtens einen besonderen Charme. Russbült hat es geschafft, mit Baazlabeth einen Protagonisten zu liefern, mit dem man nicht immer übereinstimmt, dessen Handeln einem mitunter unverständlich oder zuwider ist, der einem aber dennoch sympathisch ist. Durch den Sarkasmus und die Ironie, mit der Baazlabeth sein Schicksal trägt und sein Ziel zu erreichen versucht, fiebert man trotz der ein oder anderen Bösartigkeit immer mit dem Dämon mit und schließt ihn sogar in sein Herz. Wer muss beispielsweise nicht schmunzeln, wenn er liest, wie Baazlabeth sich ein paar Goldstücke durch Holzhacken verdienen will und sich selbst die Arbeit schmackhaft macht, in dem er sich vorstellt, die Holzscheite wären Feinde (S. 75)?

Ein Detail, was mir außerdem positiv aufgefallen ist, ist, dass Russbült nicht nur beim eigentlichen Text Kreativität und Ideenreichtum zeigt, sondern auch die Kapitelüberschriften etwas Besonderes sind. Meist greift er hier bekannte Sprichwörter auf (z. B. "Je später der Abend, desto schöner die Gäste") und wandelt sie passend um ("Je später der Abend, desto böser die Gäste"). So kann man sich häufig schon bei den Überschriften ein Lächeln nicht verkneifen und stellt erste Mutmaßungen an, was wohl passieren wird.

Alles in allem kann ich 'Dämonengold' allen Fantasyfans ans Herz legen, die eine gute Prise schwarzen Humor zu schätzen wissen und die es interessiert, die Welt einmal durch die Augen des Bösen zu sehen. Eine spannende, innovative Abwechslung, welche schon jetzt die Vorfreude auf einen Teil 2 schürt.
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2015
Ein sehr gutes Buch und schnell durchzulesen. Spannend und sehr gut geschrieben. Den Autor kann man nur weiter empfehlen hoffe es kommt bald mehr.
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am 20. Juli 2011
Normalerweise foltert und tötet Baazlabeth Menschen in seinem Dämonenreich. Er zählt zur Rasse der Kriegerdämonen und ist noch dazu ziemlich von sich selbst überzeugt. Bis er eines Tages seiner Lieblingsbeschäftigung, Menschenfolter, entrissen und in eine Welt gerufen wird, um einen Auftrag zu erfüllen. Dieser lautet: Fülle eine Kiste mit 5000 ehrlich verdienten Goldmünzen. Kein Problem, denkt sich Baazlabeth, nachdem er dem Zauberer Nemrothar Rache geschworen hat, doch er muss schon sehr bald feststellen, dass er sich da gründlich getäuscht hat!

Dieses Buch zu bewerten fällt mir ziemlich schwer, denn eigentlich hab ich mich die ganze Zeit geärgert, dass ich immer nur so langsam voran kam mit Lesen. Denn die Geschichte war an sich echt nicht schlecht, doch hat sie sich gezogen wie Kaugummi! Irgendwie hat Baazlabeth mich in seinen Bann gezogen, nur der Schreibstil hat es eher geschafft, dass ich das Buch immer nach einigen Seiten entnervt zur Seite gelegt hab. Es war anstrengend zu lesen, es hatte zu wenig Action und Spannungsmomente, es hat eine Komponente gefehlt, die einen an die Seiten fesselt.

Der Schreibstil an sich war gut verständlich, aber an vielen Stellen langatmig und zäh. Es gab keinen wirklichen Spannungsbogen und oftmals war die Handlung ein vor-sich-hin-Geplätschere. Das finde ich total schade, denn so ein gruseliger und starker Dämon wie Baazlabeth hätte richtig viel Action und Spannung verdient. Erst als Lilith auf der Bildfläche erschienen ist, wurde die Geschichte ein wenig schwungvoller. Sie bringt frischen Wind in die, zu diesem Zeitpunkt, etwas festgefahrene Story.

Die Stadt Brisenburg, in die Baazlabeth gerufen wurde, ist sehr mittelalterlich geprägt und somit bleiben ihm auch nur mittelalterliche Jobs oder Methoden um sich ehrliches Geld zu verdienen. Außerdem hat er zu Beginn und auch im Laufe der Geschichte immer wieder Probleme damit, die Menschen richtig zu verstehen. Denn diese umschreiben Dinge gerne, während Baazlabeth sie lieber beim Namen nennt. Nemrothar ist ein greiser Zauberer, dem Baazlabeth seinen Auftrag verdankt. Er kommt zwar nicht so häufig vor, spielt aber dennoch eine Schlüsselrolle. Der interessanteste Charakter war, neben Baazlabeths Humunkulus aus Brotteig, die kleine Lilith, die sich vor den Menschen versteckt und ganz schön gerissen sein kann.

Die Covergestaltung ist sehr passend zum Buch gewählt worden. Hier ist verschwommen im Hintergrund ein fieser Dämon zusehen, der Goldmünzen in seiner Klauenhand hält. Der Titel und die Goldmünzen sind erhaben eingeprägt. Mir gefällt das Cover außerordentlich gut, denn es ist noch dazu schön düster!

Eigentlich habe ich von Dämonengold" einen spannenden Dämonenroman erwartet, der mit viel Action und Humor besticht. Leider wurden meine Erwartungen nicht so wirklich erfüllt und ich war mit der Zeit eher frustriert, weil Baazlabeth und ich einfach nicht vom Fleck kamen, uns immer wieder im Kreis gedreht und nicht so wirklich eine Richtung gefunden haben, in die sich die Geschichte entwickelt.

Mein Fazit lautet also: Sympathischer Dämon und interessante Ausgangslage, auch Humor findet man auf den Buchseiten und doch hielt die Geschichte nicht das, was sie versprach. Hier braucht man viel Geduld und Zeit um sich auf die Figuren einzulassen, trotzdem blieben sie meistens zu farblos für meinen Geschmack!
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