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Dieses Buchzitat ist sehr treffend, denn mit Musik verbindet man so viele Erlebnisse aus der Vergangenheit.

Zoe ist Musiktherapeutin und glücklich verheiratet mit Max. Die beiden wünschen sich seit Jahren Kinder, aber inzwischen besteht ihr Leben nur noch aus Hormontherapien, Samenspenden, künstlichen Befruchtungen usw. Das ganze Leben richtet sich nur noch nach Zoes Zyklus; ein unbeschwertes Privatleben findet quasi gar nicht mehr statt.

Nachdem Zoe mehrere Fehlgeburten erlitten hat, ist sie nun wieder schwanger. Doch diesmal kommt es noch dicker; sie erleidet eine Totgeburt.

Jodi Picoult versteht es, wie immer, dem Leser die Gefühle der beiden so nah zu bringen, dass man sofort mit ihnen leidet.

Mir sind in den ersten Kapiteln nur die Tränen geflossen, so ergreifend wird der Kummer über den unerfüllten Kinderwunsch beschrieben.

Zoe hofft weiter auf die Möglichkeit, noch ein Baby zu bekommen, doch Max kann nicht mehr. Aus seiner Sicht besteht die Ehe nur noch auf dem Papier; es gibt keine Zweisamkeit mehr und ihre Interessen liegen inzwischen zu weit auseinander.

Während Zoe mit allen Mitteln versuchte, schwanger zu werden und für nichts anderes mehr einen Blick hatte, ist bei Max die Erkenntnis gewachsen, dass die Ehe an dem Kinderwunsch gescheitert ist.

Er verläßt Zoe und reicht die Scheidung ein.

Jodi Picoult erzählt aus drei Perspektiven ; das empfand ich erst etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl ich es schon von ihr kenne, aber dann gefiel es mir.

Denn so werden oft gleiche Begebenheiten aus verschiedenen Sichtweisen berichtet und so sieht man manche Dinge auch selbst wieder kritischer.

Mitten im tiefen Tal ihrer Tränen, um ihr tot geborenes Baby und den Verlust ihrer Ehe, lernt Zoe Vanessa kennen.

Nach anfänglicher Freundschaft entwickelt sich daraus eine Liebesbeziehung.

Im prüden Amerika haben die beiden mit allerlei Anfeindungen zu kämpfen, doch sie sind bereit, zu ihrer Liebe zu stehen.

So wie Vanessa Zoe geholfen hat, als sie ganz unten war, wird Max von einer streng religiösen Glaubensgemeinschaft aufgefangen.

Als Zoe, die sich immer noch ein Kind wünscht, die eingefrorenen Embryonen beansprucht, ziehen die beiden vor Gericht.

Denn die Gemeinde toleriert natürlich keine lesbische Liebesbeziehung.

Sowie sich Zoe und Max zwischendurch fragen, so fragt sich der Leser auch. Wie konnte es soweit kommen ? Schließlich haben die beiden sich einmal geliebt, wieso bekriegen sie sich hier vor Gericht ?

Picoult beschreibt den Prozess auch aus drei Perspektiven; jeder vertritt seinen Standpunkt und sie schafft es perfekt, dass man als Leser mit jedem der drei Protagonisten etwas mitleidet.

Es sind ja verschiedene Themen, die im Buch behandelt werden; der unerfüllte Kinderwunsch, die Belastungen für die Ehe durch die vielen Behandlungen; die Homosexualität, die strenge religiöse Gemeinde und der Kampf um die eingefrorenen Embryonen.

Das Buch ist voller Emotionen und die Gefühle jedes Einzelnen sind so genau beschrieben, dass man annehmen könnte, Jodi Picoult hätte alles selbst erlebt.

Ich habe noch länger darüber nachgedacht, nachdem ich das Buch gelesen hatte.
Sie hat mal wieder einen genialen Roman mit hochsensiblen Themen geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
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am 21. April 2017
Meine Meinung:
Geschichte:
Dieses Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen gelesen. Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich, dass ich so was bestimmt nicht gut finden werde und beschloss ihm eine Chance von 150 Seiten zu gewähren.
Gesagt getan. Ich war allerdings überrascht, wie gut die Autorin diese Themen verpackt und wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Obwohl es nicht sonderlich spannend war hat es mich bis zur letzten Seite gefesselt.

Charaktere:
Die Charaktere waren alle ziemlich gut beschrieben. Beim Lesen konnte man nach und nach auch ziemlich gut das Innere der Personen nachvollziehen. Zoe fand ich allerdings ein bisschen krass in Bezug auf ihren Kinderwunsch, fast schon besessen. Manchmal hat das schon ganz schön genervt.
Emotionen:
Trotz, dass der Schreibstil ein wenig distanziert war konnte die Autorin wahre Gefühle rüber bringen. Ich habe manchmal echt mit den Charakteren mitgefühlt und manche auch ein bisschen gehasst.

Aufmachung/ Design:
Von den Farben her finde ich, dass es gut zur Geschichte passt. Allerdings weiß ich nicht was die Frau da drauf zu suchen hat :D Auch den Perspektivenwechsel und wie sich die Schrift dadurch verändert hat, fand ich sehr interessant und gut umgesetzt.

Fazit:
Eine Geschichte die mich total überrascht hat. Ich war schnell in der Geschichte drin und wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
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am 10. Mai 2017
schon der erste Teil des Buches als Zoe versucht mit ihrem Mann ein Kind zu bekommen ist spannend, dann dreht sich das Leben der beiden.. sehr schön berichten vanessa und zoe dann über ihre Beziehung, so gut nachvollziehbar.. alles realistisch emotional geschrieben. Ich war gedanklich in den USA beim Lesen denn ich denke dort würde man solch eine geschichte ich heute, leider, noch zu 100% so finden können... Mal wird aius dem Blickwinkel von Vanessa, mal von Zoe oder ihrem Mann/Ex-Mann geschrieben... 4 Sterne nur deshalb weil sich manches dadurch wiederholt, aber wenig..danke für dieses Buch..
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am 28. Oktober 2012
Wie etwa in "Zeit der Gespenster" oder ihrem überragenden Erfolg "Beim Leben meiner Schwester" arbeitet Jodi Picoult in "Ein Lied für meine Tochter" kontroverse Themen auf: Unfruchtbarkeit und die zehrenden Herausforderungen, denen sich ältere Frauen stellen müssen, wenn sie schwanger werden wollen; die Schwierigkeiten eines späten Coming Outs sowie die Anfeindungen, die gleichgeschlechtlich liebende Menschen im prüden Teil Amerikas bis heute widerfahren. Eine ganze Kirchengemeinde ist in „Ein Lied für meine Tochter“ dagegen, dass Zoe und Vanessa als lesbisches Ehepaar ein gemeinsames Kind bekommen. Damit könnte Jodi Picoults Roman hierzulande nicht zeitlich treffender erscheinen, war doch jüngst die Frage nach der Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe ein politisch hochaktuelles und brisantes Thema, an dem sich die Gemüter gespalten haben. Wie in unserer Gesellschaft sind es auch im Roman vor allem die erzkonservativen Christen, die sich mit fadenscheinigen Argumenten zu Richtern über ihre Mitmenschen aufschwingen und auf kompromisslose Art und Weise für gewaltig Unmut und Probleme sorgen. Nun zeichnen sich Jodi Picoults Bücher gewöhnlich dadurch aus, dass die Autorin durch das Aufteilen der Handlung in mehrere Perspektiven ein Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. In "19 Minuten" und "Beim Leben meiner Schwester" ist ihr das großartig gelungen. In ihren jüngeren Romanen hingegen scheint sie dazu geneigt, Partei zu ergreifen. Das ist an sich nicht schlimm und ihr gutes Recht. In "Ein Lied für meine Tochter" gerät ihr die Kritik an den fundamentalen Christen vielleicht doch eine Spur zu negativ.

Hinzu kommt, dass die Story viel zu lange braucht, um richtig Fahrt aufzunehmen. Das erste Drittel konzentriert sich auf Zoe und Max, ihre vergeblichen Versuche, ein Kind zu bekommen und schließlich das unerwartete und tragische Ende ihrer Beziehung. Im zweiten Drittel schildert Picoult, wie Max und Zoe wieder Fuß fassen in zwei sehr unterschiedlichen Leben. Das letzte Drittel schließlich konzentriert sich auf den ungewöhnlichen Gerichtsprozess, der schonungslos unschöne Wahrheiten ans Licht zerrt und mehrere Menschenleben zu zerstören droht. Wenn die Autorin auch in den ersten beiden Dritteln gute Charakterzeichnungen abliefert und unterhaltsam auf durchaus reale Probleme in unserer Gesellschaft aufmerksam macht – sie sensibilisiert auf sympathische Weise für die Probleme lesbischer Beziehungen -, so ist es doch erst das letzte Drittel, das in typischer Picoult-Manier packt. Hat Max erstmal die Klage eingereicht, schlägt einen die Geschichte in ihren Bann. Dass ist leider viel zu spät, um dem Hörbuch in der Gesamtwertung die volle Punktzahl zu geben.

Einen Punkt allerdings retten die angenehmen Sprecherleistungen von Nicole Engeln, die den Part der Zoe spricht, Matthias Koeberlin, der die Max-Kapitel einliest und Sabina Godec (Vanessa). Ebenfalls schön ist, dass sich der Verlag dazu entschieden hat, zwischen den Kapiteln die eigens für den Roman geschriebene Musik einzuspielen. Wer Jodi Picoults Bücher mag, findet in "Ein Lied für meine Tochter" sicher einiges, was ihn anspricht. Wer noch nichts von der amerikanischen Bestsellerautorin gelesen oder gehört hat, sollte sich jedoch eher für einen anderen Roman entscheiden.
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am 23. August 2012
Zoe Baxter und ihr Mann Max versuchen seit Jahren ein Kind zu bekommen und haben schon alles probiert. Als Zoe dann endlich schwanger wird sind die beiden glücklich. Doch auch diesmal verlieren Sie das ungeborene Kind. Für Zoe ist ganz klar es weiter zu versuchen egal wie viel sie dafür aufgeben muss. Doch leider kommt Max damit nicht mehr klar und die Ehe zerbricht. Während sich Max erst im Alkohol verliert um dann zum Glauben zu finden, lernt Zoe die Psychologin Vanessa kennen. Mit ihr gemeinsam lernt Sie mit dem Verlust umzugehen. Die beiden verlieben sich und sie träumen schon bald von einem gemeinsamen Kind. Doch Max kommt damit nicht klar, dass sich zwei Frauen lieben und bestärkt durch seinen Glauben geht er dagegen vor.

Das Buch
Ein Lied für meine Tochter (17. August 2012 ) - Originaltitel Sing you home
An jedem neuen Kapitel ist ein Liedtitel aufgeführt und der Leser wird aufgefordert dort rein zu hören um die jeweilige Stimmung des Kapitels noch zu untermalen.

Wertung
Ein Lied für meine Tochter ist das erste Buch was ich von der Autorin Jodi Picoult gelesen habe und ich bin restlos begeistert. Ich habe schon sehr viel Gutes von der Autorin gehört, sodass ich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch hat einige Höhen und Tiefen und schon nach den ersten Worten ist man mitten im Geschehen. Spannend und gefühlvoll zugleich versteht es Jodi Picoult die Schwierigkeiten zu erzählen und vergisst dabei nicht, dass der Leser nicht nur den Eindruck einer einzigen Person erfahren möchte. Abwechselnd wird aus der Sicht von Zoe, Vanessa und Max erzählt. So fällt es sehr leicht die unterschiedlichen Standpunkte zu verstehen. Keiner wird zum Bösen abgestempelt, es bleiben alles normale Menschen mit unerfüllten Wünschen. Die einzelnen Abschnitte von den drei Personen sind durch verschiedene Schriftarten kenntlich gemacht und über jedem Abschnitt steht dann der Name über den gerade erzählt wird.

Etwas verwirrend sind die anfänglichen Rückblenden. Die werden nicht hervorgehoben und man kommt ein bisschen durcheinander ob es nun die Gegenwart oder die Vergangenheit ist. Sobald aber alles wichtige erzählt wurde hören die Rückblenden auf, die auch sehr wichtig für die Geschichte sind.

Die Momenten in denen Zoe mit Musik Kindern oder Erwachsenen hilft, werden sehr rührend und emotional beschrieben. Besonders berührend fand ich es, wo Zoe einer Familie mit Ihren Liedern hilft den Verlust eines verstorbenen Kindes etwas zu lindern.

Die Protagonisten sind sehr glaubwürdig und keiner von ihnen hat eine weiße Weste während ein anderer als der Böse" dargestellt wird. Man kann sowohl Zoes, als auch Max oder Vanessas Sichtweise der Dinge verstehen und fühlt mit ihnen mit. Auch Liddy und Lucy werde gut eingeführt und es ist sehr interessant wie sich die Charaktere doch verändern und nicht fest auf einer Meinung bestehen. Die Anwältin von Zoe besticht einfach mit ihrem Humor und schafft es ebenso wie die Hauptcharaktere sich ins Herz des Lesers zu schleichen.

Ist es tatsächlich möglich, dass jemand von einer Sekunde auf die andere extrem Religiös wird. Mir kam das etwas unrealistisch vor. Wenn man zum ganz plötzlich zum Glauben findet ist das meiner Meinung nach noch realistisch, aber wenn jemand von einer Sekunde auf die andere seine Ansichten total ändert und sich mit Feuereifer in die Religiösität stürzt, dann wirkt das auf mich nicht sehr wahrscheinlich. Aber mag sein, dass ich mich da täusche.

Das Ende ist sehr unerwartet und so voller Emotionen, dass es nicht möglich ist gleich wieder ein anderes Buch zu lesen. Das Geschehene muss erstmal verarbeitet werden. Es lohnt sich wirklich.
Während alles seinen Abschluss findet und die meisten Fragen geklärt werden habe ich doch noch ein wenig mehr über Lucy erwartet.

Fazit
Eine sehr emotionale spannende Geschichte um den noch unerfüllten Kinderwunsch und den Kampf vor einem Gericht. Packend erzählt und voller unerwarteter Wendungen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, ihr werdet es nicht bereuen.
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am 2. September 2012
Zoe und Max Baxter versuchen seit Jahren vergeblich ein Kind zu bekommen – leider vergeblich. Ihr verzweifelter Weg dorthin ist mit Fehlgeburten und einer Totgeburt gepflastert und letztendlich muss Zoe sogar wegen einer Krebserkrankung die Gebärmutter entnommen werden.
Max ist mit dieser Situation total überfordert und läßt sich scheiden. Er beginnt zu trinken und findet schließlich neuen Halt in einer extremen Glaubensgemeinschaft.
Zoe stürzt sich als Musiktherapeutin in ihre Arbeit, um über ihren Schmerz hinweg zu kommen. Dabei kommen sich Zoe und Vanessa langsam näher und besiegeln wenig später ihre lesbische Partnerschaft mit einer Hochzeit.
Wird sich der unerfüllte Kinderwunsch von Zoe doch noch erfüllen können?

Dies war mein erster Roman von Jodi Picoult und er hat mich von Anfang an gefesselt. Es wurde sehr gut und viel recherchiert, so dass man die einzelnen Situationen sehr gut nachvollziehen kann. Man erlebt allerlei Gefühlschaos von Weinen, Lachen, Träumen und wird sehr zum Nachdenken angeregt.
Es werden sehr viele aktuelle Themen mit aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Ein sehr emotionaler fesselnder aber auch anspruchsvoller Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.
Von mir gibt es 5 Sterne dafür.
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am 26. August 2012
Ich habe den Roman "Ein Lied für meine Tochter" von Jodi Picoult im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen. Jodi Picoult greift in ihrem Roman nicht nur ein oder zwei heikle Themen auf, sondern setzt sich mit sehr vielen, kleinen und großen Reizthemen auseinander. Die drei Protagonisten Zoe, Max und Vanessa verkörpern dabei je eines der größeren Themen, Nebencharaktere wie Lucy oder Liddy dienen der Darstellung kleinerer Thematiken.

Zoe ist eine nicht mehr ganz junge Frau, deren sehnlichster Wunsch nach einem eigenen Kind weder auf natürlichem noch auf medizinisch unterstütztem Weg erfüllt werden kann. An ihrer Sehnsucht zerbricht nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Leben mit ihrem Mann Max und ihrem sozialen Umfeld. Nach mehreren Fehlversuchen und dem Schicksalsschlag einer Totgeburt verkriecht sich Zoe vorerst ganz, bevor sie sich mit Hilfe ihrer Arbeit wieder den Weg zurück ins Leben bahnt. Darin findet sie Halt und Unterstützung in ihrer Freundschaft zu Vanessa. Aus der Freundschaft wird schnell mehr. Vanessa bietet Zoe die Schulter zum Anlehnen und ist für sie da, auch als es Zoe erneut schlechter geht.

Max kämpft in dieser Zeit ebenfalls gegen seinen Absturz. Sein Bruder Reid und dessen Frau Liddy gewähren im Unterkunft und helfen ihm, sich vom Alkohol zu lösen und bringen Max zu Pastor Clive. Dieser ist Oberhaupt der Eternal Church of Glory, in deren Glauben Max Kraft und Mut schöpft. Er wird ebenfalls Mitglied dieser extremen Glaubensgemeinschaft.

Bereits hier geraten die Konflikte beider Parteien gegeneinander, denn die Eternal Church duldet keine Homosexualität. Als Zoe Max dann um die drei eingefrorenen Embryonen bittet, so dass Vanessa diese austragen kann, eskaliert das ganze in einem typisch amerikanischen Gerichtsstreit. Schmutzige Wäsche und (un)schöne (Un)Wahrheiten werden hervorgeholt. Doch es kommt noch sehr viel mehr ans Licht...

Jodi Picoult hat es durch ihren Schreibstil geschafft, dass man keinen der drei Protagonisten von vornherein ablehnt. Die Darstellung der Szenen aus Sicht der jeweiligen Hauptcharaktere hilft, sich in deren Lage zu versetzen und besser zu verinnerlichen, was in ihnen vorgeht. Sie verwendet unterschiedliche stilistische Mittel, um diesen Eindruck noch weiter zu verstärken.

Auch wagt Frau Picoult eine weitere Neuerung: der Roman wird mit eigens dafür komponierter Musik umrahmt. Eine Methode, die nicht für jeden Leser geeignet ist, dennoch hilft diese Musik, sich die Gefühle besser vorzustellen, die Zoe als Hauptcharakter durchlebt.

Im Gesamten ein sehr gelungener Roman, der die Autorin auf meine Favoritenliste bringt. Ihre unverblümte Art, sich mit interessanten gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen, ihre fundierte Recherche zu den medizinischen Belangen des Romans, sowie ihre Leidenschaft zum Happy End sind eine perfekte, lesenswerte Mischung!
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am 1. September 2012
In dem Buch geht es über Zoe und Max, die sich beide ein Kind wünschen, allerdings aber mit Fruchtbarkeitsstörungen zu kämpfen haben und darum der Wunsch bisher unerfüllt blieb. Beide versuchen einiges, um ein Kind zu zeugen. Dies führt jedoch zu Problemen zwischen Zoe und Max. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ansonsten zu viel vom Inhalt des Buches preisgegeben wird.
Die Kapitel in dem Roman werden von unterschiedlichen Hauptpersonen erzählt, was den Roman sehr tiefgründig macht. Auch werden Zeitsprünge in die Vergangenheit gemacht. So sind manche Dinge, die geschehen, noch besser verständlich.

Das Buch hat mir selbst sehr gut gefallen und es wird sicherlich nicht das letzte Buch von Jodi Picoult sein. Der Roman war fesselnd und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte, die die Geschichte zwischen beiden ausgeht.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. August 2012
Nachdem ich die sehr ergreifende Romanverfilmung "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult gesehen habe war für mich sofort klar dass ich unbedingt mal einen Roman dieser Autorin lesen möchte. Da sie dafür bekannt ist, in ihren Büchern umstrittene Themen zu behandeln und faszinierende und fehlerhafte Charaktere zu zeichnen, habe ich mich sehr auf das Buch "Ein Lied für meine Tochter" gefreut. Doch jetzt, nachdem ich es beendet habe muss ich zugeben, dass ich mich mit dem Lesen sehr schwer getan habe.

Kurz zum Inhalt:
In "Ein Lied für meine Tochter" geht es um ein sehr ernstes Thema, dem unerfüllten Wunsch nach einem Kind. Ein Thema, dass eine große emotionale Belastung für das Paar darstellt und an dem nicht selten eine Beziehung zerbricht. So geschieht es auch bei Zoe und Max Baxter.
Da sie auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, habe sie sich für die aufwändige In-Vitro-Fertilisation, die künstliche Befruchtung, entschieden. Als Zoe, nach einigen Versuchen, in der 28. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleidet, will sie es auf einen erneuten Versuch ankommen lassen. Doch Max hat sich mit der Kinderlosigkeit längst abgefunden, verlangt die Scheidung und verfällt in seiner Trauer dem Alkohol. Während Zoe ihre Traurigkeit mit der Musik bewältigt und sich in eine Frau verliebt, hat Max einen Autounfall und begegnet in seiner Bewusstlosigkeit Jesus Christus. Als gläubiger Christ ist ihm, und seiner evangelikalen Gemeinde, die Liebesbeziehung seiner Ex-Frau ein Dorn im Auge. Die Situation eskaliert als Zoe Max darum bittet ihr die noch übriggebliebenen eingefrorenen Embryonen zu überlassen. Mit dieser Bitte beginnt ein erbitterter und rücksichtsloser Kampf.

Die Grundidee dieser Geschichte finde ich großartig. Doch beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl dass sich Jodi Picoult zu sehr mit den Rechten homosexueller Paare und dem Christentum auseinandersetzt. Wobei sie die Christen als engstirnige Fanatiker stereotypisiert und sie dadurch in einem äußerst schlechten Licht darstellt. Die gesamte Geschichte empfand ich einfach zu politisch und das hat mich teilweise wirklich gelangweilt.
Auch mit dem fast antiklimaktischen Ende konnte ich mich nicht richtig anfreunden. Es war zwar sehr schön zu lesen, doch es ist zu vollkommen, zu leicht, zu unwahrscheinlich und einige sehr wichtige Sachen bleiben leider ungeklärt.

Gut finde ich hingegen Jodi Picoults Art zu schreiben. Sie erzählt ihre Geschichte sehr intelligent und emotional. Man hat beim Lesen das Gefühl sie hätte das Leiden der Protagonisten am eigenen Leib erfahren.
Sehr gelungen ist auch der Perspektivenwechsel zwischen den drei Hauptcharakteren, wodurch der Leser einen besonderen Einblick in die sehr unterschiedlichen Sichtweisen bekommt und kann somit ihr Verhalten besser nachvollziehen. Die Umgebung allerdings fand ich weniger gut gezeichnet, diese wirkte auf mich sehr eindimensional.

***Fazit***
Vielleicht waren meine Ansprüche an diesen Roman zu hoch, denn insgesamt gesehen bin ich von "Ein Lied für meine Tochter" enttäuscht. Auch wenn mir die Idee der Geschichte gefällt, finde ich das Jodi Picoult diese nicht gut umgesetzt hat. Von ihrem Talent bin ich weiterhin überzeugt, doch dieses Buch war mir zu politisch, zu engstirnig, zu vorhersehbar.
99 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2013
Erzählt wird Ein Lied für meine Tochter aus der Sicht von Zoe, Vanessa und Max. Wenn der Erzähler wechselt, ändert sich auch die Schriftart. Zwischen Zoe und Vanessa ist diese Änderung zwar nur minimal, gegenüber Max hingegen deutlich sichtbar.
Während Zoe, Vanessa und Max erzählen schweifen sie immer mal wieder in die Vergangenheit ab und erzählen von damals (oder auch erst von gestern). Diese Erzählweise war nicht schlecht, da man so die Handlungen der Gegenwart besser verstehen konnte.

Das Buch hat 10 Kapitel bzw. Tracks. Das Buch ist wie eine CD aufgebaut. Wenn man bedenkt, welchen zentralen Punkt die Musik in diesem Buch einnimmt, finde ich das sehr passend und eine gute Idee. Jodi Picoult weist am Anfang des Buches noch darauf hin, dass die Songs auf ihrer Homepage angehört werden können.

Zu Beginn der Geschichte ist Zoe schwanger. Sie erzählt aus ihrer Vergangenheit und über ihre Arbeit als Musiktherapeutin. Doch dann verliert sie ihr Kind, Max trennt sich von ihr. Nun geht es darum, wie gehen die beiden damit um: Max schließt sich der Eternal Glory Church an, welche Homosexualität nicht akzeptieren kann. Zoe lernt Vanessa kennen, woraus sich nach und nach eine Liebesbeziehung entwickelt.
Doch es gibt eine Sache, welche bei der Scheidung von Zoe und Max nicht geregelt wurde, so dass sie sich schnell ein einem emotionalen Gerichtsverfahren wieder finden.

Es ist kein Buch, welches man liest und dann einfach weg legt. Jodi Picoult gelingt es gefühlvoll zu schreiben. Als Zoe ihr Baby verliert leidet man mit ihr mit. Und auch der Gerichtsprozess ist sehr emotional.

Am Anfang hatte ich noch meine Probleme ins lesen zu finden. Max war mir am Anfang eher unsympathisch. Pastor Clive ging mir mit seinen Predigten auf die Nerven und ich hatte das Gefühl, dass er Max einer Gehirnwäsche unterzogen hat. Angela, Zoes Anwältin mochte ich hingehen. Sie hat das Buch etwas aufgelockert.
So aber ab der Mitte und auch während des Prozesses konnte und wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mit dem Ende kann ich ganz gut leben. Ich habe auf den letzten Seiten schon geahnt, dass es auf eine solche Lösung hinauslaufen wird.

Ein Lied für meine Tochter bekommt von mir gute vier Sterne.
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