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TOP 500 REZENSENTam 24. September 2011
Rebecca Gable ist ein Garant für gut recherchierte historische Romane.Sie vermischt geschichliche Fakten mit fiktiven Elementen und heraus kamen neben einigen anderen Romanen vor allem die immer wieder sehnlichst erwarteten Bücher um die Familie Warringham.Ist die zeitlich bevorzugte Epoche der Autorin eigentlich das Mittelalter, in dem die Vorgängerbände spielten,so war ich doch glücklich zu erfahren, dass sich die Warringhams nun in der Neuzeit tummeln, da dies meine bevorzugte Zeit ist.Gewohnt versiert hat die Autorin auch diese Zeit in Szene gesetzt und herausgekommen ist ein Buch, dass ich trotz seiner fast 1000 Seiten fast kaum aus der Hand legen konnte.

Als Hauptperson fungiert natürlich wieder ein Warringham, diemal in Gestalt von Nick Warringham.Seine Geschichte ist natürlich fiktiv,erhält aber einen mehr als interessanten Rahmen, nämlich die Zeit Heinrich VIII.Seine Regierungszeit ist wohl eine der blutigsten, wohl auch, da Cromwell sein Sekretär war. Es ist vor allem die Zeit, in der die Reformbewegungen hin zum prostestantischen Glauben eine starke Unterstützung erhielten.Viele Menschen, die als sogenannte Papisten ihrem alten Glauben anhingen,kostete es im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf.Nick Warringham, auch ein Anhänger des alten Glaubens übernimmt in Rebecca Gables Geschichte die Beschützerrolle Marys, der 1. Tochter Heinrich VIII., der einen wahren Verschleiss an Ehefrauen hatte, die nicht selten den Tod fanden, wenn kein männlicher Erbe diese Ehe krönte.Diese Beschützer,-und Beraterrolle bringt Nick mehr als einmal in gefährliche Situationen.Aber auch über sein mehr als abwechslungsreiches Privatleben erfährt der Leser sehr viel, da dieses sehr spannend und unterhaltsam erzählt wird.

Überhaupt erzählt Rebecca Gable in einer Art und Weise, die den Leser bannt.Geschichte erlebbar machen, sich mit den Figuren identifizieren und einen Einblick in die damalige Zeit zu erhaschen, ohne das man dies als trockene Geschichtsvermittlung erlebt, das ist die Stärke der Autorin, der ich wirklich faziniert durch das 16. Jahrhundert folgte. Die Umwälzungsphase, die vor allem auch die kleinen Leute spürten, denn die Klöster wurden aufgelöst,was nicht nur die Mönche und Nonnen mittellos und arbeitslos machte, sondern auch als Fluchtburg für die armen und kranken Leute wegfiel, wird ebenso beschrieben, wie die Ränkespiele der Großen, die sich um den König scharrten, um sich nicht nur im seinem Ruhm zu sonnen , sondern um auch selbst etwas vom Glanz der Macht abzubekommen ,um eigene Ziele durchzusetzen.Doch in dieser Zeit waren nicht selten die Gewinner von heute die Verlierer von morgen.

Rebecca Gable ist ihr Ausflug in die Neuzeit ausgesprochen gut gelungen und auch ich würde mich freuen,eine Geschichte der Warringhams zur Zeit Elisbeth I.lesen zu dürfen.
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am 14. März 2016
Ich schreibe diese Rezension für alle Warringham-Romane, daher gehe ich auch nicht näher auf die Handlung ein, da diese natürlich von Roman zu Roman unterschiedlich ist.
Ich habe in der Reihe bisher die Romane 1-4 gelesen und kann absolut alle empfehlen! Extrem gute ausgearbeitete Charaktere (nicht nur die Hauptperson, auch alle übrigen Personen sind extrem ausgefeilt gearbeitet) und ein fesselnder historischer Hintergrund! Absolut empfehlenswert!!!

Ich würde auch allen Lesern anraten, das Nachwort von Gable zu ihren Romanen zu lesen- hier geht sie nochmal auf einzelne Aspekte des historischen Hintergrunds ein, was ich bei jedem Buch ungemein aufschlussreich fand und was mich auch dazu bewogen hat, mich anschließend tatsächlich noch weiter mit einzelnen Personen aus dem damaligen Geschehen genauer zu beschäftigen...
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Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich zu diesem Buch eine Rezension schreiben soll. Ich bin langjähriger Gablé-Fan und habe "Der dunkle Thron", wie alle anderen Romane aus der Feder der Autorin seit dem Erscheinen von "Das Lächeln der Fortuna", vorbestellt und ungeduldig erwartet. Und ich war mehr als bereit, ihn genau so zu lieben wie seine Vorgänger. Nur dieses Mal brauchte ich tatsächlich drei Anläufe, um das Buch zu beenden - und das ist mir bisher bei einem Gablé noch nie passiert. Da sich aber vermutlich nicht jeder an den Dingen stört, die mir das Lesen vergällt haben, möchte ich versuchen, hier ein Pro und Kontra zu präsentieren.

Zunächst zur HARDCOVER-AUSGABE:
+ Druckbild, Umschlaggestaltung und Bindung sind hervorragend. Das Buch macht sich nicht nur schick aus im Bücherregal, sondern verspricht auch, beim dritten und vierten Lesen noch seine Seiten bei sich zu behalten. Das war bei den bei Ehrenwirth erschienenen Vorgängern ja leider nicht immer der Fall.

Und nun zum INHALT:
+ Gablé lesen ist wie nach Hause kommen: Männlicher Protagonist aus volksnaher Adelsschicht oder adelsnaher Volksschicht wird in die Probleme der herrschenden Königsfamilie hineingezogen, macht sich durch seine ehrliche Art nicht nur Freunde, hat aber früher oder später einen Kreis von Getreuen, bleibt im Großen und Ganzen immer fair, findet sowohl die Liebe seines Lebens als auch einen Lieblingsfeind, kommt über Schicksalsschläge hinweg, wird irgendwann einmal wochenlang eingekerkert und hat ein Happy End. Auch dieser Roman ist wieder nach diesem Schema gestrickt.
- Leider ist der Charakter Nick diesmal weniger liebenswert als seine Vorgänger. Stiefmutter und -schwester bedenkt er mit Namen wie Sumpfhexe und Brechnuss und ist ihnen gegenüber so irrational nachtragend und gehässig, dass man den beiden irgendwann nicht mal mehr böse sein kann; dem Adel gegenüber benimmt er sich derart impertinent, dass man ihm die in Gablé-Romanen fast obligatorische Einkerkerung fast von Herzen gönnt.

+ Die Waringhams haben sich im Laufe der Generationen ein großes Sortiment an Mitstreitern und Feinden angesammelt, und der Kreis ist durch die Verbindung der Waringhams mit den Durhams und of Helmsbys aus Gablés Romanen außerhalb der Waringham-Reihe in den vorangegangenen Romanen nicht eben kleiner geworden. Man erfährt, was aus den Familien der Charaktere geworden ist, die einem in den vorangegangenen Romanen ans Herz gewachsen sind.
- Leider nimmt das ja schon in den vorangegangenen Romanen praktizierte Aufgreifen von Nachkommen befreundeter Familien in diesem Roman Züge an, die den Lesespaß doch arg beeinträchtigen. Zum einen stolpert man gehäuft über Dialoge wie "Wer bist du eigentlich?" - "Blah of Blahchester, dein Schwippschwager siebten Grades um drei Ecken." Damit ist oftmals alles gesagt und der entsprechende Charakter wird nicht einmal näher beschrieben oder charakterisiert, sondern wird aufgrund der Familiengeschichte ins Lager Freund oder Feind einsortiert und bleibt oft ein Pappaufsteller. Auf schillernde Gestalten wie John of Gaunt, Mortimer Dermont, Isaac oder Leofric wartet man in diesem Roman leider vergeblich.

+ Die Zeit von Henry VIII ist faszinierend - nicht nur das königliche Gattin-wechsel-dich, dass meist recht zentral in Romanen dieser Zeit steht, sondern auch die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken, die die Herrschaft Henrys überdauern sollten. Gablé konzentriert sich auf den letztgenannten Konflikt und blendet die Geschehnisse bei Hofe fast komplett aus, und konzentriert sich mehr auf die Bewegungen im Volk und auf Henrys Tochter Mary, was ich persönlich erfrischend fand.
- Allerdings konnte ich nicht genießen, dass sie Henry VIII auf Basis persönlicher Abneigung - und entgegen historischer Quellen, die ihn zumindest in seiner Jugend als charmante Sportskanone und gerühmten Fechter preisen! - fälschlicherweise bereits in seiner Jugend als einen fetten, unleidlichen Widerling beschreibt. Stattdessen hält sie zusammen mit ihrem Hauptcharakter Nick Henrys Tochter Mary die Stange, die ob ihrer Protestantenverbrennungen (die von Gablé im Nachwort psychologisierend gerechtfertigt werden) als "Bloody Mary" in die Geschichte eingeht (unverdient, wie Gablé findet). Einen historischen Roman, der Geschichte verdreht und dann schön schreibt, kann ich persönlich nicht mit Genuss lesen.

FAZIT:
Wer nicht mehr alle Familien aus allen Waringham-Romanen im Kopf hat (und auch nicht bereit ist, Ursachenforschung in den anderen Büchern zu betreiben) wird sich mit diesem Roman genau so schwer tun wie Leser, die nicht darüber hinwegsehen können, dass Gablé sich in ihren Beschreibungen der historischen Charaktere nicht nur interpretative Freiheiten nimmt, sondern die historischen Quellen auf Basis ihrer eigenen Sympathien schlichtweg ignoriert. Wer sich allerdings zutraut, über beides hinwegzusehen und den Roman trotz des etwas unsympathischen Hauptcharakters und des wie üblich ablaufenden Plots zu lieben, wird an diesen Büchern genau so viel Freude haben können wie an Gablés anderen Romanen.
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am 14. Januar 2016
Habe mir das Hörbuch von der dunkle Thron bestellt. Volle fünf Sterne für D. Bierstedt, der wieder einmal einfach toll seinen Leser mitnimmt in die Story.
Teil vier ist besser als der dritte Teil der Saga, weil hier nur eine Person die Hauptrolle übernimmt. Man erlebt wie Nick Waringham sein Leben meistert, eingebettet in die geschichtlichen Hintergründe der Zeit um König Henry. Dieser König kommt im der Story nicht gut weg. Er wird sehr neg. dargestellt. Aber im Grunde ist dieser Teil wieder eine Steigerung, kommt aber an die ersten beiden Teile nicht ran. Schade, das die Autorin ein paar Generationen der Waringhams übersprungen hat. Wenn man allerdings die ersten Teile gehört hat, will man einfach wissen, wie es weitergeht.
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am 19. Januar 2012
Die Waringham Saga geht weiter! Leider haben sich auch im guten alten England die Zeiten geändert. Wir begleiten in diesem Buch Nick, der mit König Heinrich VIII so rein gar nichts anfangen kann und regelmäßig als Beinahe-Verräter kurz vor der Enteignung steht. er schwört der ungeliebten Königin Catharina, ihre Tochter Mary Tudor zu beschützen und ihren Anspruch auf den Thron zu wahren und gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten.

In diesem Waringham Buch ist vieles anders: Pferde kommen kaum vor (weil in der Renaissance keiner mehr Schlachtrösser braucht), es gibt keine Nähe zum König, Mary als Bezugsperson ist extrem passiv (kein Wunder, sie war die meiste Zeit ihres Lebens abgeschottet und unter Hausarrest), es gibt keine saftigen Schlachten oder andere Action... schwierig, darüber kurzweilig zu schreiben.

Rebecca Gablé hatte ja schon angekündigt, dass das Mittelalter eher ihrer Neigung entspricht und das merkt man dem Renaissance-Buch leider an. Es war unterhaltsam, keine Frage, aber wer die Vorgänger kennt, kann leicht enttäuscht sein.
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am 14. September 2013
Ich habe mich sehr auf den neuesten Teil der Waringham-Saga gefreut und wurde nicht enttäuscht. Einmal zu lesen begonnen, konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Nirgendwo kann man so kurzweilig so viel über Englands Geschichte lernen, wie in den Romanen von Rebecca Gable. Dieses mal dreht sich alles um Heinrich VIII, seine sechs mehr oder weniger unglücklichen Frauen und um seine drei Kinder, wobei "Bloody Mary" eine große Rolle spielt. Und wieder ist es ein Waringham, dessen Schicksal eng mit dem englischen Königshaus verbunden ist. Das Buch ist spannen vom Anfang bis zum Schluss. Ein Muss für jeden Fan historischer Romane!
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am 6. September 2013
Habe alle bisherigen Titel gelesen und war diesmal genau so zufrieden wie bei den anderen Büchern.
Über den Inhalt möchte ich eigentlich nur sagen, dass es wieder um einen der Warringhams geht und dass es in der Zeit Heinrich des Achten handelt. Es ist spannend,scheint realistisch und liest sich einfach gut. Für mich gibt es nur eine klitzekleine Einschränkung, die Erotik . Ich finde es überflüssig die erotischen Elemente so auszuschmücken. Das sind so die Seiten die ich überflogen habe aber Gott sei Dank waren das nicht so viele und somit kann ich das Buch gut und gerne weiter empfehlen. Übrigens ist " Hiobs Brüder" mein Lieblingsbuch von Rebecca Gable.
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am 4. September 2015
Erstmal: Hut ab vor RG, dass sie sich doch daran gewagt hat, die Waringham-Saga weiterzuführen.

Aber: Ich bin der Meinung, dass es vielleicht besser gewesen wäre, nicht so eine große Zeitspanne zwischen dem letzten Roman vergehen zu lassen und eine Generation quasi zu überspringen. Mich persönlich hat das sehr gestört. Außerdem hat mich die Figur des Nick nur wenig angesprochen. Zu blass und farblos. Dann sein Verhalten seiner ersten Frau gegenüber... Das ist einfach eine Art Mensch, mit der ich nicht warm werde und über die ich nichts lesen will.

Ich habe alle Bücher von RG gelesen und habe mich mit keinem so schwer getan. Stellenweise habe ich nur flüchtig überflogen, weil mir vor lauter Namen nur noch der Kopf schwirrte. Gut, es kann der Autorin nur schwerlich angelastet werden, dass die Regentschaft von Henry VIII. sehr turbulent war, aber sie hätte das nicht noch mit so vielen zusätzlichen Charakteren verkomplizieren müssen. Zudem kommt das Leben bei Hofe in diesem Roman arg zu kurz, was ja sonst die Waringham-Saga ausmacht.

Fazit: Ich lese weiterhin gerne Romane von RG und werde mit Sicherheit auch "Palast der Meere" kaufen. Aber ich habe mit den Warunghams eigentlich abgeschlossen. Sehr gut hat mir übrigens "Das Haupt der Welt" gefallen. Da kann ich nur sagen: Weiter so!!! :-)
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am 24. April 2012
Als recht junge Leserin ist dies mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte zuvor schon einiges vielversprechendes gehört und fand die Waringham Saga sehr interessant. Da diese Handlung in der Zeit Heinrichs des VIII spielt, war ich sehr neugierig und begann die Saga nun mit diesem Buch.
Nun der Erzählstil und Schreibweise der Autorin war von Anfang an sehr gut. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzten usw....
Soweit so gut.
Leider musste ich aber feststellen, dass der Hauptcharakter des Nick Waringham mir immer mehr unsympathischer wurde, bis ich schlussendlich im letzten Drittel das Buch zuklappen musste, weil mich im Grunde genommen nicht mehr interessiert hatte wie es mit diesem Charakter weitergeht bzw. die Story endet.
Die Geschichte um Heinrich des VIII ist ja hinreichend bekannt. Dennoch war ich neugierig auf die Story die eingebettet war in diese sehr bewegte Zeit. Ich wollte mitleiden, mitfiebern und mitfühlen. Das fiel mir mit diesem eitlen, selbstgefälligen und teilweise grausamen Charakter sichtlich schwer.
Ich weiß nicht ob ich die einzige bin. Manchen Leuten würde wohl ein so zwiespältiger Charakter gefallen. Aber ich bevorzuge irgendwie doch Helden mit allen Attributen die ein Held nun mal besitzen sollte. Dieser Waringham war einfach nur fies. Manchesmal hätte ich mir seine Hinrichtung wirklich gewünscht.
Warum ich so enttäuscht bin?:
- Zum einen verurteilt er vehement die Scheidung des Königs. Selbst lässt er sich aber gerne Scheiden, um seine liebe Nonne zu ehelichen. Und das als Papist! (Kopfschütteln meinerseits!)
- Zudem hält er sich für den edelsten und ehrenhaftesten Gentleman in Person, verhält sich aber nicht immer so. Besonders auffallend mies ist er gegenüber seiner Frau. Und dies nur weil sie eine (ehem.) Magd war. Für seine Zwecke war sie stets gut genug. Ich weiß, so fiese Ausbeuter gab es nunmal früher. Aber will ich dies lesen? Nein!
Schändlich, wie er sie immer wieder spüren lässt, dass sie von niederem Stand ist. Dieser Standesdünkel des Helden war hier echt deplaziert. Die Autorin hätte besser die arme Figur der Frau weglassen sollen.
- Und dann diese ewige Unterwürfigkeit gegenüber dieser engelsgleichen Lady Mary, der späteren Königin. Ok, der Held musste sich nunmal irgendwo positionieren. Aber ich fand die Verharmlosung dieser Lady schlichtweg unglaubwürdig. Wissen wir doch alle, dass sie später aus gutem Grund den Beinnamen 'Bloody Mary' bekam. Eine Lady Mary wie sie die Autorin beschreibt, hätte so etwas niemals zugelassen. Also einfach nur eine schlechte Interpretation dieser Person!

Das diese Zeit kein Friede, Freude, Eierkuchen war, ist mir bewusst. Aber wollen wir das wirklich lesen?
Ich interessiere mich eher für wahren Heldentum, Ritterlichkeit und Loyalität (nicht nur gegenüber einer Königin).
Bleibt für mich nur zu hoffen, dass die früheren Werke der Autorin bzw. die Waringham Trilogie nicht auch so schnöde daherkommen wie dieses Werk.
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am 27. September 2011
Ich habe auch die anderen Bücher von Rebecca Gable gelesen, und insbesondere die "Waringham"-Reihe hat mir bisher sehr gut gefallen. Doch leider kann der "Der dunkle Thron" dabei nicht mithalten. Das liegt vor allem daran, dass eine wirklich packende und dramatische Handlung fehlt.

Während sich die früheren Waringhams mit dem Schwert in der Hand für König und Vaterland mitten ins Kampfgetümmel stürzten, hält sich Nicholas, der aktuelle Lord Waringham, aus Politik und Intrigen weitgehend heraus. Nach 100 Seiten denkt man sich "so, jetzt ist die Einführung wohl vorbei, jetzt könnte es ja mal losgehen". Aber es geht nicht los, dem Buch fehlt irgendwie ein packendes Motiv, und daher besteht die Handlung zum Großteil aus belanglosem Alltagsgeschehen: Nick besucht Prinzessin/Lady Mary in ihrem jeweiligen Exil und tauscht mit ihr Neuigkeiten aus, Nick reitet nach Waringham, Nick besucht seine Pferdezucht, Nick reitet nach London und inspiziert sein Waisenhaus, Nick reitet wieder nach Waringham usw. usw. Von den Ereignissen der "großen" Politik erfährt Nick (und damit der Leser) in den meisten Fällen nur indirekt und in groben Zügen aus dem Mund anderer.

Trifft Nick doch mal auf König, Königin, Lordkanzler oder sonst einen Mächtigen, benutzt er die Gelegenheit, sein Gegenüber durch respektlose Bemerkungen gegen sich aufzubringen - nicht gerade ein Zeichen von Intelligenz. Landet er dann als Verräter oder Ketzer im Tower, ist es für den Leser geradezu eine willkommene Abwechslung von dem sonstigen Alltagstrott.

Sehr schlicht und platt ist auch die Darstellung der zahlreichen Figuren geraten. Nur bei Nick selbst und bei Prinzessin Mary macht die Autorin sich die Mühe einer einigenmaßen nachvollziehbaren Charakterzeichnung. Fast alle anderen sind auf bloße Namen reduziert, sogar Nicks unmittelbare Verwandte wie seine Schwester und seine Kinder. Ab und zu werden sie mal erwähnt und dürfen vielleicht einen Satz sagen, aber das war's auch schon. Und die meisten Personen aus Nicks Umfeld verhalten sich über einen Zeitraum von 20-30 Jahren immer nach Schema F: Mary vertraut auf Gott und geht beten, die Stiefmutter ist böse und gehässig, Chapuys weiß über alles Bescheid etc.

Fazit: Verglichen mit seinen Waringham-Vorfahren ist Nicholas eine langweilige (und mir persönlich unsympathische) Hauptfigur, und Heinrich VIII, seine Ehefrauen und sonstige Akteure auf der politischen Bühne wie Wolsey, Cromwell, Norfolk usw. bleiben blasse Randfiguren. Dadurch treten auch die dramatischen Umwälzungen in England zu dieser Zeit weitgehend in den Hintergrund und werden nur sehr grob beschrieben.
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