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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 24. September 2011
Rebecca Gable ist ein Garant für gut recherchierte historische Romane.Sie vermischt geschichliche Fakten mit fiktiven Elementen und heraus kamen neben einigen anderen Romanen vor allem die immer wieder sehnlichst erwarteten Bücher um die Familie Warringham.Ist die zeitlich bevorzugte Epoche der Autorin eigentlich das Mittelalter, in dem die Vorgängerbände spielten,so war ich doch glücklich zu erfahren, dass sich die Warringhams nun in der Neuzeit tummeln, da dies meine bevorzugte Zeit ist.Gewohnt versiert hat die Autorin auch diese Zeit in Szene gesetzt und herausgekommen ist ein Buch, dass ich trotz seiner fast 1000 Seiten fast kaum aus der Hand legen konnte.

Als Hauptperson fungiert natürlich wieder ein Warringham, diemal in Gestalt von Nick Warringham.Seine Geschichte ist natürlich fiktiv,erhält aber einen mehr als interessanten Rahmen, nämlich die Zeit Heinrich VIII.Seine Regierungszeit ist wohl eine der blutigsten, wohl auch, da Cromwell sein Sekretär war. Es ist vor allem die Zeit, in der die Reformbewegungen hin zum prostestantischen Glauben eine starke Unterstützung erhielten.Viele Menschen, die als sogenannte Papisten ihrem alten Glauben anhingen,kostete es im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf.Nick Warringham, auch ein Anhänger des alten Glaubens übernimmt in Rebecca Gables Geschichte die Beschützerrolle Marys, der 1. Tochter Heinrich VIII., der einen wahren Verschleiss an Ehefrauen hatte, die nicht selten den Tod fanden, wenn kein männlicher Erbe diese Ehe krönte.Diese Beschützer,-und Beraterrolle bringt Nick mehr als einmal in gefährliche Situationen.Aber auch über sein mehr als abwechslungsreiches Privatleben erfährt der Leser sehr viel, da dieses sehr spannend und unterhaltsam erzählt wird.

Überhaupt erzählt Rebecca Gable in einer Art und Weise, die den Leser bannt.Geschichte erlebbar machen, sich mit den Figuren identifizieren und einen Einblick in die damalige Zeit zu erhaschen, ohne das man dies als trockene Geschichtsvermittlung erlebt, das ist die Stärke der Autorin, der ich wirklich faziniert durch das 16. Jahrhundert folgte. Die Umwälzungsphase, die vor allem auch die kleinen Leute spürten, denn die Klöster wurden aufgelöst,was nicht nur die Mönche und Nonnen mittellos und arbeitslos machte, sondern auch als Fluchtburg für die armen und kranken Leute wegfiel, wird ebenso beschrieben, wie die Ränkespiele der Großen, die sich um den König scharrten, um sich nicht nur im seinem Ruhm zu sonnen , sondern um auch selbst etwas vom Glanz der Macht abzubekommen ,um eigene Ziele durchzusetzen.Doch in dieser Zeit waren nicht selten die Gewinner von heute die Verlierer von morgen.

Rebecca Gable ist ihr Ausflug in die Neuzeit ausgesprochen gut gelungen und auch ich würde mich freuen,eine Geschichte der Warringhams zur Zeit Elisbeth I.lesen zu dürfen.
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am 29. Mai 2017
Die Waringham-Romane habe ich mit großem Interesse gelesen und habe mit diesem Buch eine weitere Fortsetzung gefunden. Ganz wunderbar! Die of Waringham sind mir ans Herz gewachsen. Die Autorin versteht es, den Leser zu bezaubern und beim Lesen die Zeit zu vergessen. So viel Spannung! Wahnsinn!
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am 21. Juli 2013
Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen, was ich allerdings schade fand und finde, ist, dass zwischen den Waringham-Romanen so große Zeitsprünge sind. Man liest plötzlich von Personen, die man gar nicht kennt, obwohl man sich auf eine Fortsetzung gefreut hatte. Aber von der Story her war auch dieser Roman wieder packend und interessant.
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am 27. März 2017
Spannend geschrieben. War total begeistert. Konnte garnicht aufhören zu lesen. Habe die ganze Serie gelesen. Werde es weiter verfolgen. Spitze.
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am 16. Juli 2017
Gute Fortsetzung die Geschichte wird stimmig weiter erzählt.Freue mich auf den nächsten Band der Warnungen Sage und wie in Zukunft witergeht
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am 10. Januar 2016
Nachdem im Jahr 1529 sein Vater stirbt, erbt Nicholas of Waringham neben einer heruntergewirtschafteten Baronie auch die Feindschaft von Henry VIII. Der König versucht sich von der katholischen Kirche loszusagen, um sich von seiner Frau Catalina von Aragon scheiden zu lassen. Schon bald müssen die „Papisten“, unter denen sich Mary, die Tochter des Königs befindet, um ihr Leben fürchten. In den Wirren der Reformation steht einzig Nicholas weiter treu zu Mary und schmiedet einen Plan, der die Prinzessin vor ihrem Vater schützen soll…

In den letzten Jahren habe ich viele historische Romane von Rebecca Gablé gelesen und muss leider sagen, dass Der dunkle Thron mit Abstand ihr schwächstes Buch ist. Was mich am meisten gestört hat, ist vor allem der Hauptcharakter Nicholas of Waringham. Er war mir von Anfang an völlig unsympathisch, was vor allem daran liegt, dass er ständig hohe moralische Ansprüche an andere stellt, die er selbst in keiner Weise erfüllt. Seine Stiefmutter, die durchweg als bösartiger und gemeiner Charakter dargestellt wird und ständig versucht Nicholas zu behindern, beschreibt ihn als „hochmütig und selbstgefällig“ und hat damit völlig Recht. Damit wären wir auch schon bei einem weiteren Kritikpunkt, der Darstellung der Antagonisten. Diese sind eigentlich alle nur böse und egoistisch und besitzen keine nennenswerten positiven Charakterzüge. König Henry VIII. ist nicht mehr als ein fetter, selbstsüchtiger und etwas dümmlicher Monarch, der ab und zu in einer Szene vorkommt, dem Leser ansonsten nicht näher gebracht wird. Man fragt sich nach der Darstellung des Buches, wie er es eigentlich geschafft hat, England solange zu regieren. Auch Thomas Cromwell, eine prägende Figur der englischen Reformation, wird ebenso undifferenziert beschrieben. Er tritt vor allem dann auf, wenn es darum geht, „Papisten“ zu verhaften und zu foltern. Dass er ein sehr streitbarer Charakter ist, soll hier in keiner Weise beschönigt werden, aber sowohl er als auch Henry VIII. haben mehr Differenzierung verdient, als es die Autorin anscheinend für nötig gehalten hat. Im Anhang fällt zudem die Bemerkung, dass Frau Gablé keine Persönlichkeit so sehr gehasst hat wie Henry VIII., was der Handlung häufiger anzumerken ist. Der Versuch Nicholas Stiefmutter und Stiefschwester, von ihm liebevoll „Sumpfhexe“ und „Brechnuss“ genannt, als nur bösartig zu beschreiben, ist zumindest bei mir nicht aufgegangen. „Brechnuss“ ist eigentlich für mich der einzige Charakter, der nicht nur schwarz weiß gezeichnet ist und immer wieder Dinge tut, die mich überraschten. Neben Nicholas spielt vor allem die Prinzessin Mary eine große Rolle. Leider ist ihre Darstellung ebenso wenig differenziert wie die ihres Vaters. Generell wird alles was sie tut oder sagt von Nicholas stillschweigend akzeptiert oder sogar bewundert.

Neben der Kritik an den Charakteren hat mich vor allem gestört, dass Nicholas häufig nicht dabei ist, wenn etwas Wichtiges geschieht, das die Handlung voranbringt. Als Charakter ist er zwar so angelegt, dass er sich dazu entscheidet, dem Hof fernzubleiben und sich politisch zu isolieren, aber als Leser war es doch langweilig, von großen Ereignissen oftmals nur durch die Berichte von anderen Personen zu erfahren.

Der dunkle Thron ist für mich der Tiefpunkt um die fiktive Geschichte der Waringhams. Mit Nicholas hat die Autorin einen absolut unsympathischen „Helden“ geschaffen, der mich nach einiger Zeit nur genervt hat und dessen Ansprüche offensichtlich nicht für ihn selbst gelten. Da auch die historischen Persönlichkeiten wie Henry VIII., Thomas Cromwell und Prinzessin Mary nur sehr undifferenziert oder klischeehaft dargestellt werden und die Handlung letztlich nicht wirklich spannend ist, kann ich diesen Teil der Waringham Saga nicht empfehlen.

(ACHTUNG, SPOILER!!!
Verbunden mit Mary ist einer meiner größten Kritikpunkte: Das Ende des Buches. Das Ganze endet mit ihrer Krönung, soweit so gut. Dass sie von ihren Untertanen den Beinamen „die Blutige“ bekam, wird nur in den Anmerkungen kurz erwähnt. Ebenso kurz erwähnt wird, dass unter ihrer Herrschaft ca. 300 Personen, vor allem Protestanten, verbrannt wurden. Dieser Umstand wird von der Autorin lapidar damit erklärt, dass es damals eben so üblich war. Es wirkt seltsam auf mich, wenn die Autorin Henry so stark verurteilt und Mary so sehr verteidigt. Während Henrys 40 Regierungsjahren wurden ca. 80 Personen zum Tode verurteilt, seine Tochter brachte es, wie bereits gesagt, in fünf Jahren dann auf 300. Der Umstand, dass der Roman einfach mit der Krönung endet und die weiteren Entwicklungen von Mary Regierungszeit verschweigt, die ein spannender Stoff gewesen wären, ist mir unerklärlich. Vielleicht hätte es Nicholas dann auch endlich einmal geschafft, Umstände kritisch zu hinterfragen.)
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am 25. Juni 2017
Wer meinen Kommentar zu "Der Palast der Meere" gelesen hat weiß, dass ich diesen als Gablés schlechtestes Buch halte. Allerdings direkt gefolgt von "Der dunkle Thron". Das liegt nicht daran, dass diesmal der Protagonist sich gegen den König stellt, sondern an folgenden Punkten:

1. Der Protagonist ist unsympathisch
Normalerweise kann ich mich mit dem Protagonisten irgendwie idenfizieren, aber bei diesem Roman war das unmöglich und ich stellte ziemlich schnell fest, dass ich Nicholas nicht mochte. Er erschien mir als komplett uneinsichtiger Dickschädel, der sich aus Prinzip gegen jede Vernunft stellt. Hinzu kommt, dass er so hohe moralische Erwartungen hegt, sie selber aber nichts im Mindesten gedenkt einzuhalten, was ihn noch dazu unglaubwürdig und arrogant wirken lässt. Und dass er ein total verblendeter Erz-Katholik ist, der sich ebenda gegen jedes vernünftige Argument quer stellt (was sein Vater übrigens nicht tat), setzt der Unsympathik noch die Krone auf.

2. Einseitigkeit der historischen Personen
Gable sagte deutlich, dass sie Henry VIII. hasst. Gut, die Meinung darf sie natürlich haben, und verständlich ist sie bei den aufgeführten Gründen auch. Aber deshalb diese Person so komplett einseitig dazustellen, wie es in dem Roman erfolgt, finde ich reichlich gemein - zudem falsch. Henry wird hier nur als böser Mensch dargestellt, der zudem vor Dummheit strotzt. Dass er aber eben auch Poet und Komponist war, wird komplett verschwiegen, es werden nur die grausamen Seiten aufgezogen - zudem kommt er nicht all zu oft vor, sondern eben nur, wenn er gerade mal was (aus heutiger Sicht moralisch undenkbares,) Grausames macht. Dass die von Gable geliebten Könige (Edward III, Henry V. usw) ebenso grausame Taten vollbrachten, sollte man sich dabei schon vor Augen halten - in jenen Romanen wird das nämlich kaum erwähnt, und in diesem wird es eben total hervorgehoben. Das ist schon auffällig. Und Henry ist nicht die einzige Person, die dieser Einseitigkeit zum Opfer fällt. Thomas Cromwell wird ebenso nur als grausamer Schlächter dargestellt - alles was er aber sonst noch tat, wird komplett verschwiegen. Das ist sehr schade, zudem untypisch für Gable. Und wie gesagt; dies nur aus eigene Unsympathie gegen diese Figuren zu tun, finde ich gemein. Zudem; wenn es ihr so widerstrebte, warum hat sie dann einen Roman in dieser Zeit angesiedelt? Nur, damit auf Biegen und Brechen die Waringham-Saga weiter geht? Das hat nicht funktioniert und ich hätte auf diesen roman verzichten können.

3. Auf der falschen Seite...
Was den Roman noch zusätzlich für mich schwer erträglich macht, ist die Tatsache, dass der Protagonist sich der falschen Seite anschließt. Schlimm genug, dass er so unsympathisch ist - muss er auch noch ausgerechnet der verblendeten Mary die Treue halten. Er nimmt auch einfach alles hin, was Mary beschließt - völlig kritiklos. Das grenzt an Irrsinn. Und m.M.n. hatte die gute Mary eine Schraube locker, war in ihrem Glauben so verbohrt, dass sie lieber 300 Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ, statt dem mal zuzuhören, was sie zu sagen hatten. Und DAS ist die Person, welcher Waringham folgt? Pfui Teufel...

4. Das Ende
Und schlussendlich endet der Roman damit, dass Mary gekrönt wird. Das passt zu dem üblichen Happy-End der Bücher, aber in dem Fall fühlt es sich einfach falsch an. Ihre Herrschaft war nur von kurzer Dauer und es ging allerhand schief, u.a. eben die 300 Hinrichtungen - genau das wäre DIE Gelegenheit gewesen, dass der Protagonist sich menschlich mal weiterentwickelt. Aber das wird er nie erleben - zumindest nicht in Form eines Romans.

Zitat: Neben "Der Palast der Meere" absoluter Tiefpunkt der Gablé-romane für mich. In meinen Augen sollte man die Waringham-Saga weiterhin als Triologie betrachten und bei den ersten 3 Büchern bleiben - und den Rest ignorieren. Man merkt es mir in dieser Rezession vielleicht nicht an, aber eigentlich bin ich ein totaler Fan von Gables Romanen. Das zeigt vielleicht umso mehr, wie sehr dieser Roman in die Hose ging - und ich will so ehrlich sein, dies trotz meiner Liebe zu Gables Romanen so zu berichten.
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am 3. Oktober 2011
Als ich damals völlig unbedarft in eine Buchhandlung marschierte und "Das Lächeln der Fortuna" kaufte, verliebte ich mich sofort in die Waringshams und Rebecca Gablés Schreibstil. Hab natürlich auch die anderen Bücher von ihr gelesen und besitze sogar ihr Sachbuch "Von Ratlosen und Löwenherzen". Ich habe alle Bücher mehr oder minder verschlungen und mir ein Loch in den Bauch gefreut, dass jetzt ein neuer Waringham-Roman erscheinen sollte. Von daher weiß ich nicht, ob meine Enttäuschung nur von den hohen Erwartungen herrührt.

Vom Schreibstil ist das Buch angenehm zu lesen und grundsätzlich unterhaltsam, wenn auch nicht übermäßig spannend. Allerdings sind mir einige Groß- und Kleinschreibfehler unangenehm aufgefallen. Insoweit scheint der Lektor gepennt zu haben. Es sind vielleicht nur ein oder zwei Fehler auf hundert Seiten, aber ich finde, dass so etwas in einem hochwertigen Buch nicht vorkommen sollte.

Ich empfinde die Geschichte als sehr sprunghaft. Kaum ein Kapitel knüpft an das vorige an, meistens ist eine gewisse Zeitspanne dazwischen, die einen Bruch zwischen den einzelnen Erzählteilen darstellt. Bisher habe ich das bei Gablés Büchern noch nie so wahrgenommen, auch wenn oft lange Zeitspannen erzählt werden. Sonst erscheint die Geschichte selbst bei Sprüngen von mehreren Jahren wie aus einem Guss. Das finde ich sehr schade.

Die Charaktere finde ich, wie bereits in einigen Rezensionen angeklungen, eher simpel, farblos und mit wenig Tiefgang. Nick ist einfach nur politisch ungeschickt. Er unterstützt Mary mehr "aus Prinzip", anstatt sich darüber Gedanken zu machen. Seine Schwester Laura bleibt blass. Der Hass der Geschwister auf seine Stiefmutter empfinde ich als schwer nachvollziehbar, weil eigentlich nur dargestellt wird, dass sie Sumpfhexe hassen, ohne nachvollziehbare Gründe zu erzählen. Sie werden lediglich genannt, nicht dargestellt. Erst nach Raymonds Tod konnte ich begrenzt nachempfinden, warum Nick so fühlt. Daher muss ich die "böse Stiefmutter" als wenig gelungen bezeichnen. Gleiches gilt für die Beziehung zur Stiefschwester. Auch hier kann ich Nicks Verachtung nicht nachvollziehen, vor allem, da er auch nach der Rettung vor Königin Anne fortbesteht.

Raymond hingegen ist ein gelungener Charakter. Es wäre aber schöner gewesen, wenn man von seiner unglücklichen Liebe mehr erfahren hätte. Dazu hätte sich Nick aber am Hof des Königs befinden müssen, doch das sollte wohl nicht sein.

Gern hätte ich auch mehr über König Henry VIII. und seine Ehefrauen erfahren. Daher wäre es mir lieber gewesen, wenn Nick zumindest gelegentlich am königlichen Hof gewesen wäre. Ich mag Henry VIII. auch nicht sonderlich, kann aber seinen Wunsch nach einem legitimen Thronerben insbesondere vor dem Hintergrund der verheerenden Rosenkriege durchaus nachvollziehen. Eine differenziertere Darstellung seiner Herschaft wäre mir daher durchaus angenehm gewesen. Das wäre meiner Meinung nach auch möglich gewesen, ohne den Fokus von Mary zu nehmen, in dem man ihn einfach als Marys/Chapuys Spion am Hof eingesetzt hätte, o.ä. Dann hätte man auch mehr über die Königinnen erfahren, die so irgendwie vollkommen im Hintergrund bleiben. Gleiches gilt für eine Menge politische Ent- und Verwicklungen, die lediglich erzählt und nicht szenisch dargestellt werden. Stattdessen liegt der Fokus oft auf Unwichtigem, wie dem Geschehen in der Krippe.

Mary nervt mich einfach nur mit ihrem Schwarz-Weiß-Denken. Sie ist mir durch dieses Buch kein Stück sympathischer oder verständlicher geworden. Ihre Schwester Elisabeth erscheint, obwohl nur Nebenfigur, deutlich interessanter und sympathischer.

Bleiben noch Nicks Ehefrauen und seine Beziehungen zu ihnen. In meinen Augen macht die Ehe mit Polly weder für die Geschichte noch für Nicks Person einen Sinn. Außerdem wirkt sie reichlich konstruiert. Doch schlimmer als die Ehe mit Polly finde ich die Scheidung: "Hups, mein Vater hatte ein Verhältnis mit deiner Mutter und schon können wir uns scheiden lassen. Außerdem hast du ja eh schon einen anderen, passt also großartig zusammen." In meinen Augen hätte man hierauf verzichten können, bzw. wenn man nicht darauf verzichten will, hätte mehr daraus gemacht werden müssen.

Janis hingegen gehört zu den gelungenen Charakteren. Ihre Behauptung sie wäre Nonne und ihre Weigerung diese Lüge aufzudecken wäre auch ohne Nicks Hochzeit mit Polly nachvollziehbar gewesen. Von daher war dieses "Hindernis" nicht nötig.

Insgesamt hätte die Geschichte deutlich mehr Potential gehabt. Ihr fehlt die Liebe zum Detail und zur Hintergrundgeschichte und das merkt man leider deutlich. Trotzdem schreibe ich die Waringham-Saga, sofern es denn jemals einen weiteren Teil geben sollte, keinesfalls ab und hoffe, dass der ggf. nächste Band an die Trilogie anknüpfen kann.
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am 12. Oktober 2014
England 1529: Der junge Nicolas of Waringham wächst bei seinem Vater mit seiner Schwester und einer bösartigen Stiefmutter und deren Tochter auf. Das Geschlecht der Waringhams ist bei König Henry VIII. in Ungnade gefallen. Doch als der König Anne Boleyn zu Frau nehmen will und Nicolas Vater im Tower stirbt, bittet Königin Catalina ihn darum, ihrer Tochter Mary ein Freund zu sein und sie vor den Launen des Vater zu beschützen. Um dies zu bewerkstelligen, schmiedet Nick einen waghalsigen Plan...
Dies ist der vierte Band von Frau Gable, der sich mit dem fiktiven Geschlecht der Waringhams beschäftigt. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, konnte ich mich gut in die Geschichte hineinfinden und hatte keinerlei Verständnisprobleme.
Die Figuren sind allesamt sehr genau und glaubhaft konstruiert und auch die, die es historisch gesehen nicht gegeben hat sind gut in die Handlung eingefügt. Mich hat besonders Nick Waringham beeindruckt, der vom Charakter her sicherlich viele Fehler hatte, aber dennoch für seine Überzeugungen gelebt hat und sich nicht scheute, hohen und gefährlichen Zeitgenossen die Meinung zu sagen.
Besonders hat mir auch gefallen, dass man während des Lesens allen wichtigen geschichtlichen Themen der damaligen Zeit begegnet. So sieht man die religiösen Konflikte zwischen Reformern und Katholiken, die Klosterenteignung und die Gnadenwallfahrt, aber auch die politischen Machtkämpfe und natürlich auch alle sechs Frauen des Königs.
Frau Gable schreibt flüssig und so spannend, dass ich das Buch sehr schnell durchlesen konnte. Es gelingt ihr immer wieder, mich mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen.
Insgesamt ist ,,Der dunkle Thron" ein tolles und spannendes historisches Buch, dass anderen Tudorgeschichten um kaum etwas nachsteht.
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am 30. Oktober 2015
Zuerst muss ich sagen, dass ich ein großer Fan von Rebecca Gablé bin - durch ihre historischen Romane habe ich nicht nur meine Liebe zu Romanen der englischen Geschichte, sondern zum Lesen allgemein entdeckt. Kein Buch liegt mir so sehr am Herzen, wie "Das Lächeln der Fortuna". Die Waringhams haben sich einen Platz in meinem Herzen gesichert.

Leider muss ich aber gestehen, dass dieser Band der Reihe für mich mehr als enttäuschend ist. War schon der dritte Band, durch das untreue Verhalten von Protagonist Julian, für mich etwas frustrierend (im Vergleich zu den Vorgängerromanen), so wurde mit Nick dem jetzigen Protagonisten das Lesen unerträglich.
Ich habe noch nie den Protagonisten eines Romanes so gehasst wie ihn. Unglaublich, welche Ansprüche er an seine Mitmenschen stellt, ohne auch nur selbst etwas davon vorzuweisen. Alleine schon für sein Verhalten seiner ersten Ehefrau Polly gegenüber würde ich ihn am liebsten auf den Mond schießen. Für seine körperlichen Bedürfnisse ist sie ihm gut genug, aber als er sie dann schwängert und aufgrund SEINES EIGENS ausgedachten Plans erzwungenermaßen heiraten muss, kann er kein gutes Haar mehr an ihr lassen. Sie riskiert alles für ihn und er ist und bleibt undankbar und egoistisch und überträgt diese Abneigung auch noch auf seine Kinder. Keine Ahnung, ob es von Rebecca Gablé so gewollt war, aber ich kann nicht anders, als zwischen Nick und Henry VIII. viele Parallelen zu ziehen. Beide sind egoistisch, und herablassend und verdammen ihre Ehefrauen für Dinge, die sie nicht verschuldet haben und behandeln als eine Folge daraus auch noch ihre Kinder mit Desinteresse - für die Kinder seiner "Krippe" hatte er aber scheinbar genug Zuneigung übrig. Janet war mir zwar als Nicks zweite Ehefrau nicht unbedingt unsympathisch, allerdings sehe ich nicht, was sie zu so einer wundervollen Person macht bzw. zu einer besseren Frau als Polly. Für mich hat Polly einiges mehr an Mut und Willensstärke bewiesen, schon alleine, weil sie unter so einem Tyrannen wie Nick trotz allem Würde beweist. Und dennoch ist Janet für Nick die "Heilige" - wahrscheinlich einfach nur, weil sie nicht von niederer Geburt ist. Seinen Sohn erkennt Nick auch erst später an, seine Tochter jedoch nicht. Sie ist eben "auch nur eine Frau". Mal abgesehen von der Über-Ikonisierung von Janet, Mary und der Tochter von Thomas Moore sowie vlt. noch seiner eigenen Schwester erscheint mir Nick fast misogyn - oder vlt. hat er auch einfach nur keinen Respekt für Menschen niederer Geburt übrig, vlt. auch beides. Irgendwie kann er mich einfach auch nicht überzeugen. Er wirkt auf mich nicht authentisch. Natürlich gibt es solche Leute, die sich furchtbar verhalten, aber nach Außen ein Bild der Rechtschaffenheit verkörpern wollen - aber wie mich so ein Charakter von seiner Qualifikation als "guter Protagonist" überzeugen soll, ist mir schleierhaft.

Abgesehen von meiner extremen Abneigung des Protagonisten gegenüber muss ich, wie auch in einigen andere Rezensionen bereits erwähnt, sagen, dass die Geschichte für mich nicht genug "Action" besaß. Nick ist ja kaum aktiv in größere Ereignisse verwickelt, sondern bekommt meist vieles nur durch's Hören-Sagen mit.
Auch diese Schwarz-Weiß Malerei stört mich sehr. Für mich war Prinzessin Mary nie ein "Feindbild" - dass es da alleine schon durch die Taten ihres Vaters viele Seiten zu bedenken gibt, war mir schon klar. Sie war eine komplexe Persönlichkeit und ihr Image hat durch die Geschichtsschreiber sicherlich auch ziemlich gelitten. Aber wirklich alle Charaktere einfach nur in Gut oder in Böse aufzuteilen, war etwas zu viel des Guten - besonders wenn dann der "gute Protagonist" auch noch so unausstehlich ist. Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander bleiben alle recht farblos und seicht. Am ehesten ist eine realistische Zuneigung bei Polly und ihren Kindern zu sehen. Ansonsten fehlt mir da ziemlich der Tiefgang. Und vielen Charakteren fehlt es an sympathischen Eigenheiten. Prinzessin Mary hätte beispielsweise eine interessante Persönlichkeit im Buch darstellen können, aber blieb blass und langweilig und ziemlich stereotyp.

Dass die Helmsbys auch noch einen Auftritt in der Geschichte hatten, fand ich persönlich jetzt nicht unbedingt störend - allerdings ist es vlt. etwas merkwürdig, dass sie ausgerechnet jetzt zum ersten Mal in der Waringham-Saga auftauchen - ich meine damit keinen aktiven Auftritt der Personen im Geschehen. Aber vlt. wäre es realistischer gewesen, wenn der Familienname einfach in irgendeinem Vorgängerband mal gefallen wäre - so als Familie von Bedeutung während irgendeiner Unterhaltung zu politischen oder sozialen Verhältnissen. Dass dann ausgerechnet die Helmsbys auch noch als "Anführer" fungieren ist dann auch etwas übertrieben. Es hätte ja auch eine andere Familie die Leute anführen können und ein Helmsby hätte dann einen der "Sidekicks" darstellen können oder sowas.

Im Allgemeinen finde ich, dass in dem Buch von den historischen Ereignissen relativ wenig widergegeben wird bzw. viele wichtige und auch interessante Dinge ausgelassen oder eben nur gestreift wurden, die zu einer viel interessanteren Handlung hätten führen können. Nick hätte in Ereignisse eingebunden werden können, die mehr Spannungspotential besitzen.
So war das Lesen eine Qual, einfach weil man das Gefühl hatte, es ginge nur um Nick und sein egozentrisches Weltbild.

Ich bin ehrlich: Vielleicht hätte mich der Band mehr überzeugt, wenn Nick sympathischer dargestellt worden wäre. Und selbst ein unsypmathischer Protagonists müsste kein Untergang für ein Buch darstellen, wenn einfach die Nebencharaktere mit Charme, Witz und Liebenswürdigkeit überzeugen. Das tun sie hier aber nicht. Mehr als eine authentische Widergabe historischer Fakten, ist für mich die Au­then­ti­zi­tät der Charaktere und dass man merkt, dass der/die Autor/in die Figuren mit Liebe erdacht hat. Aber das fehlt mir hier. Die Figuren sind lieblos - eher nur ein Hilfsmittel, um irgendwelche Ereignisse zu schildern.

Fazit: Mit seinen Vorgängern kann dieser Band bei Weitem nicht mithalten. Historisch gesehen ist er zwar sicherlich korrekt, aber es mangelt fast allen Figuren an dem gewissen Etwas, was sie zu etwas besonderem macht. Der Roman ist zwar nicht schlecht, aber wird sicherlich nicht alle Leser so überzeugen können, wie es die vorangehenden Bände getan haben.
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