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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. März 2013
Das Buch "Glencoe" wird vermutlich nicht jedem gefallen, da es sehr realitätsnah geschrieben ist und -auch auf Grund der familiären Verbundenheit der Autorin zu dem Ort und den Menschen dort- auf Fakten und historischen Tatsachen beruht.
Wer eine romantische Lovestory vor der exotischen Kulisse der schottischen Highlands erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, wer aber auch die leiseren Töne und die sperrigeren Charaktere mag, wird dieses Buch vermutlich genauso lieben wie ich.
Es erzählt von Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen um ihr Überleben kämpften, von Menschen, die eine Zeit erleben mussten, wo ihre Lebensweise nicht mehr zeitgemäß war, wo man anders denken und anders sein musste, wenn man überleben wollte. Eine Zeit, in der sich die Werte veränderten und es notwendig wurde, gegen das alte Denken aufzubegehren.
"Glencoe" beschreibt die Zeit kurz vor dem Massaker von Glencoe 1692, als der dort in Glen Coe lebende Clan der MacDonalds aus politischen Gründen auf niederträchtige Art ausgemerzt werden sollte. Der Leser begleitet den Clan des MacIain durch diese Zeit und begreift, wie es zu diesem Massaker kam. Trotz des eher düsteren Themas, ist dies ein Buch über das Überleben und ein Buch, das einige, nicht unbedingt einfache, aber dennoch wunderbare Charaktere auf ihrem Weg begleitet. Ob nun Sandy Og und seine Frau Sarah oder auch der MacIain selbst, Duncan und Angus...es gibt viele Personen, ob alt oder jung, die mich beeindruckt haben und mit denen ich gerne meine Zeit verbracht habe.
Da ich Schottland sehr liebe und mich die schottische Geschichte immer schon fasziniert hat, war dieses Buch für mich ein Erlebnis, das ich jedem Interessierten nur ans Herz legen kann.
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am 11. April 2017
Hatte aufgrund der guten Bewertung sehr viel mehr erwartet. Leider ist der Schreibstil sehr schwach, es werden völlig irrelevante Handlungen beschrieben, während die interessanten übersprungen werden. Charaktere ohne Tiefe und unsympathisch. Und dem Titel nach hatte ich etwas mehr über den Ort, die Menschen und die Lebensweise damals/dort erwartet. Leider mangelhaft.

Die Beschreibung des Buches ist irreführend. Soweit ich gelesen habe (knapp 200 Seiten), geht es bisher nur um den Krieg ... Sehr schade.
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am 25. Juni 2015
Leider ist die Sprache sehr umständlich und altertümlich. Die Geschichte fand ich gut, habe aber nach 40 Seiten aufgegeben. Einfach viel zu anstrengend zu lesen, dabei bin ich Vielleserin.Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen, da gibt es zu der Thematik deutlich bessere.
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am 12. Februar 2017
Unfassbar. Als ich am Ende war, saß ich nur da und dachte: "Nein. Ich muss weiterlesen!" Glücklicherweise konnte der historische Nachtrag meine Neugierde einigermaßen befriedigen. Die Geschichte, ihre Welt und ihre Figuren aus der Hand zu legen, tat trotzdem weh.

Um über alle Befürchtungen hinwegzukommen: es handelt sich hierbei nicht um einen schnulzigen Liebesroman in historischem Gewand, wie die Beschreibung es erwarten lässt, sondern um einen herrvoragenden Historienroman, der es locker mit Werken von Gablé aufnehmen kann. Es geht hier natürlich auch um Liebe und Beziehungen, aber auch um Schlachten, um Gewalt und Ungerechtigkeiten, es geht voll und ganz um die lebndig gewordene Geschichte im Kampf zwischen König Jamie und Willie von Oranien. Die Autorin beweist dabei nicht nur eine vortreffliche Recherchearbeit, sondern darüber hinaus ein unglaubliches Schreibtalent. Figuren und Orte besitzen eine solche glaubafte und lendige Tiefe, wie ich sie schon lange nicht mehr erebt habe, eine wirklich starke Atmosphäre die noch lange nachhält und die ganze Zeit über präsent bleibt. Ich kann es nur nochmal wiederholen, wie sehr ich bedaure dass es irgendwann zu Ende war. Auch wenn die Beschreibung über das Potenzial der Autorin hinwegtäuscht, ich kann eine klare Empfehlung aussprechen. Das wird nicht das einzige Buch von Lyne sein, dass ich mir zu Gemüte führen werde. Einen herzlichen Dank und die größte Hochachtung vor diesem Werk.
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am 22. Juli 2014
In einem schmalen Tal in Schottland namens Glencoe lebt im Jahre 1678 der Stamm der MacDonalds, die ihem König Jamie die Treue geschworen haben. Der jüngste Sohn des Clanchefs Sandy Og holt sich seine versprochene Verlobte Sarah aus dem benachbarten Glenylon und führt mit ihr eine etwas schwierige Ehe. Doch bald überschatten Kämpfe um die Treue des Königs und eine Bedrohung von Glencoe alles..
Mit diesem historischen Roman ist es Charlotte Lyne gelungen, einen authentischen Einblick in das Leben eines schottischen Clans zu geben. Auch wenn das Buch am Anfang ein bisschen Eingewöhnungszeit vom Leser fordert und ich ein wenig überrumpelt von zu viel Information war, hat es mich doch gepackt.
Die Figuren sind glaubhaft konstruiert und sehr gut in ihrem Wesen und Aussehen beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Besonders gut wird das alltägliche Leben in all seiner Beschaulichkeit, aber auch in seiner Härte dargestellt. Bräuche werden erwähnt, aber auch die anfängliche Unbarmherzigkeit gegenüber einem behinderten Kind.
Mir hat gefallen, dass im Buch ständig die Perspektive gewechselt wird und man so erfährt, was im Könighaus, in Glencoes verschiedenen Personen und in Glenlyon vorgeht.
Vom Schreibstil her ist das Buch sehr flüssig und detailliert verfasst. Spannung kommt im Verlauf auch auf, aber zum Ende steigt sie besonders an.
Insgesamt ist ,,Glencoe" ein spannendes und interessantes historisches Buch, dass auf mich sehr glaubwürdig wirkt.
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Wenn wir eine Geschichte lesen, lassen wir die Personen und ihre Umgebung auf uns wirken und es entstehen Bilder vor unserem geistigen Auge. Widmen wir uns nun "Glencoe", so wenden wir uns einem Werk zu, in dem die düsteren Farben dominieren - und das nicht nur, weil Glencoe auch als "das Tal im Schatten" bezeichnet wird.

Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit aus der Geschichte Schottlands - dem "Massaker von Glencoe". Man muss nicht unbedingt vertraut mit diesem historischen Ereignis sein, um dieses Werk zu verstehen. Um das Lesen zu erleichtern, ist es dennoch empfehlenswert, sich einen groben Überblick über die Thematik zu verschaffen.

Charlotte Lyne hat in ihrem Roman zwei sehr interessante Hauptprotagonisten geschaffen, die im Verlauf die verschiedensten Gefühle beim Leser hervorrufen werden: Sarah und ihren Mann Sandy Og. Zwei, zu Beginn schwächlich wirkende Außenseiter, die alles andere verkörpern, als einen üblichen Heldencharakter. Die Entwicklung dieser Beiden ist jedoch so faszinierend und authentisch, dass sie vielleicht (oder gerade) deswegen so real wirken.

Die Hintergründe, das Intrigenspiel und die verschiedensten Überzeugungen werden vor allem durch den ständigen Perspektivwechsel fassbar. Wenn man sich dann endlich im politischen Wirrwarr der Geschichte zurecht gefunden hat. Behilflich sind hierbei vor allem das integrierte Personenregister sowie die Landkarte. Wir finden ebenfalls auf den letzten Seiten Begriffserklärungen, die durchaus hilfreich sind, aber dennoch eine Kleinigkeit vermissen lassen - nämlich Anmerkungen zur Aussprache.

Nicht zu vergessen ist die sehr ausdrucksstarke Sprache des Werkes. Angepasst an die damalige Zeit, ist diese oftmals sehr derb und rau, in vielen Situationen aber auch sehr feinsinnig und poetisch.

Wir haben es hier mit einen sehr anspruchsvollen historischen Roman zu tun, den man nicht nebenbei auf dem Weg zur Arbeit lesen kann. Es fordert ein hohes Maß an Konzentration, um alle Umstände und Handlungen sofort begreifen zu können. Abschrecken lassen sollte man sich davon jedoch nicht. Wer schon lange nach einem weniger schlichten, sondern tiefsinnigen und diffizilen Buch sucht, ist mit "Glencoe" gut beraten.

(Text: KF)
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am 13. Oktober 2011
Glencoe ist ein historischer Roman über Schottland im späten 17. Jahrhundert. Glencoe ist auch ein Buch über die schottischen Highlands und seine stolzen, aber nicht immer einfachen Bewohner. Glencoe ist aber auch ein Buch über die Liebe zweier Menschen, die nicht einfach sind und es sich nicht einfach machen. Und Glencoe ist manchmal ein wenig düster.

Wie immer bei Charlotte Lyne ist der historische Hintergrund hervorragend recherchiert und die allermeisten Personen sind historisch verbürgt. Es dauert zunächst etwas, bis man sich in der politischen Großwetterlage zwischen England, Schottland und den einzelnen Highlandclans zurecht- gefunden und sich an einige gälische Begriffe gewöhnt hat. Sodann wird das Buch immer spannender, wobei es der Autorin gelingt, diese Spannung sehr subtil aufzubauen.

Besonders ist an diesem historischen Roman, dass die beiden Hauptpersonen keine strahlenden, schönen, zumindest partiell reichen und vordergründig tapferen und heldenhaften Menschen sind. Sandy Og und Sarah sind nicht die strahlend schönsten, reden nicht viel, vor allem nicht miteinander und haben tausend Ängste auszustehen. Aber sie sind intelligent und interessant. Sie sind tapfer, ohne damit zu prahlen, sie sind sensibel. Und sie sind füreinander gemacht, wenngleich man ihnen über weite Strecken des Buches helfen möchte, sich dies endlich einzugestehen.

Besonders ist auch (wieder) die Sprache: Sie ist ausdrucksvoll und lässt sofort Bilder entstehen, manchmal düster, fesselnd aber auch feinfühlig, sinnlich und fast schon poetisch. Nur dadurch kann eine Beziehung wie die von Sandy Og und Sarah realistisch erzählt werden, ebenso wie die eines Highland Clans. Öfters findet man einen Satz so schön, dass man nochmals zurückspringt und ihn schmunzelnd nochmals liest.

Ein ordentliches Personenregister (sinnvollerweise ohne Sterbedatum), eine Begriffserklärung, eine brauchbare Karte und ein gut erklärendes Nachwort runden das überaus lesenswerte Buch ab. Ein historischer Roman, der abseits derjenigen Romane, welche mit emanzipierten Frauen im Mittelalter, mit viel Blut, Gewalt und Sex ihre Leserschaft faszinieren, diejenigen begeistern wird, die Freude an einer feingesponnen Handlung und ebenso feiner Sprache haben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. September 2010
Glencoe in Schottland 1689. Auch nach 12 Jahren Ehe mit Sandy Og fühlt sich Sarah, eine geborene Campbell, nicht wirklich heimisch im Clan der MacDonalds, denn beide Clans stehen sich von je her nicht wohlgesonnen gegenüber. Sarahs verschlossene Art und ihre Unsicherheit macht sie zu einer Außenseiterin und der Umstand, dass ihr Sohn Duncan mit einem verkrüppelten Fuß auf die Welt gekommen ist, trägt ihr in ihrem Umfeld eher Mitleid ein. Ihr Mann Sandy Og hingegen kämpft seit Jahren gegen den übermächtigen Schatten seines Bruders, des künftigen Clanführers und ganzen Stolz seines Vaters. Beide Eheleute glauben, einander nicht gut genug zu sein und belasten ihre Beziehung durch gegenseitiges Schweigen und Missverständnisse. Während die kleine Welt in Glencoe immer mehr ins Schwanken gerät, bahnen sich auf der weltpolitischen Bühne große Ereignisse an. König James flieht nach Frankreich und wird abgesetzt, seine Tochter Mary und ihr Gemahl Wilhelm von Oranien drängen an die Macht. Die Clans müssen sich entscheiden, ob sie ihrem abgesetzten König die Treue halten oder sich auf die Seite der neuen Herrscher schlagen. Die Zeit für eine Entscheidung wird knapp und die Schlinge zieht sich immer enger um die stolzen Hochländer.

Charlotte Lyne erzählt über einen Zeitraum von drei Jahren die historischen Ereignisse, die zu jener furchtbaren Nacht im Februar des Jahres 1692 geführt haben, deren Schrecken bis heute nicht vergessen sind. Dank verschiedener Perspektiven ist der Leser hautnah dabei wenn politische Ränkespiele gemacht und Fäden gezogen werden, erhält einen Einblick in die Ereignisse aus der Sicht der Königin Mary und kommt am Ende doch immer wieder zurück heim ins Tal Glencoe, in dem die Menschen im Gegensatz zum Leser die Katastrophe nicht kommen sehen. Der Wunsch nach Erneuerung, nach Fortschritt und einem Machtwechsel der einen Seite trifft auf den Wunsch der anderen Seite, alte Traditionen zu bewahren, nach überlieferten Gesetzen zu leben, so zu leben, wie man es von jeher getan hat. Und der Leser weiß, wer bei diesem Aufeinandertreffen den Kürzeren ziehen, wessen Welt untergehen wird. Man kann es nicht aufhalten, muss es geschehen lassen und das trifft einem beim Lesen ins Herz. Aber es ist auch eine Geschichte voller Hoffnung, weil man weiß, dass die Protagonisten stark genug sind, auch nach so einer Katastrophe wieder neu anzufangen. Sie sind gewachsen im Lauf der Geschichte, gereift und geheilt, denn das sind die zentralen Punkte in Charlotte Lynes Geschichte. Es ist eine Geschichte über das Wachsen, Heilen und Verstehen: Die Heilung von körperlichen und seelischen Wunden, kleine Narben bleiben zurück aber am Ende stehen Menschen mit gereifter Persönlichkeit und mit Selbstvertrauen, die wissen und verstanden haben, dass sie nichts besseres brauchen, weil sie das Beste schon haben: einander. Sie stehen bedingungslos für einander ein, weil die Liebe immer mächtiger sein wird als das Leid, das Unverständnis und der Hass. Sie kämpfen für und um das, an was sie glauben, dafür gäbe es sogar ihr Leben, dieses unbändige, wilde, liebevolle und stolze Volk, das das Leben liebt und feiert, die Traditionen aufrecht erhält und so den Zusammenhalt der Gemeinschaft sichert. Irgendwann merkt man beim Lesen, dass man gerne selber Teil dieses Volkes wäre. Man liebt und leidet mit, nicht nur mit Sandy Og und Sarah, sondern auch mit Gormal, John, Alasdair, Morag und mit Ceana, die teilweise historisch verbürgt sind und denen Charlotte Lyne mit großem Einfühlungsvermögen eine Stimme und eine Persönlichkeit gegeben hat. Man möchte sie ein ums andere mal schütteln, diese Protagonisten, die allesamt keine Freunde der Worte sind und die lieber schweigen und dadurch oft Unglück heraufbeschwören. Es sind die unterschiedlichsten Gefühle, die sich beim Lesen einstellen: Verzweiflung ob der ständigen Missverständnisse zu Beginn, unbändige Freude, wenn diese endlich beiseite geräumt werden, Wehmut, weil die Protagonisten für so viel stehen, was wir heute längst vergessen haben, Sehnsucht nach dieser Zeit, in der jeder Einzelne für das Wohlergehen der Gemeinschaft wichtig war, Glück, weil man für eine kurze Zeit Teil dieser Gemeinschaft sein durfte, Trauer über jegliche Form des Schmerzes, den die Protagonisten erleiden müssen, Wut, weil sich der Lauf der Geschichte nicht ändern lässt.

Charlotte Lyne hat ein Buch geschrieben über den Krieg, über das Sterben und den Tod; vor allem aber ein Buch über das Leben, die Liebe, die Lebenslust, das Feiern und das Zusammenhalten, das Stürzen und wieder Aufstehen. Ein Buch, das eine ganz andere Klangfarbe hat als die bisherigen Romane, sprachlich fast schon zurückhaltend, aber nicht minder poetisch und fesselnd. Ein Buch, das eine Liebeserklärung an die Menschen von Glencoe ist, und ihnen die Würde und Gerechtigkeit zurückgibt, die ihnen im Februar des Jahres 1692 genommen wurde.
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am 1. November 2010
Die Handlung ist ja bereits mehrmals beschrieben.

Wie alle Bücher der Autorin kein leichtes Buch, das man mal so schnell wegliest. Man muß sich auf die Geschichte einlassen, auf die Figuren so voller Leben, Leidenschaft, auf ihre Unzulänglichkeiten, Nöte und Ängste. Gar manches Mal könnte man den Protagonisten eins überziehen vor lauter Sturheit, einen Schubs geben, damit sie den Mund aufmachen, oder übers Haar streicheln vor lauter Liebe und Zärtlichkeit: allen voran Sandy Og, der Schweiger und Denker, und Sarah, beide in sich wachsend und reifend.
Besonders imponiert mir die Gestalt des Rob Glenlyon's: ein um's ander Mal in Selbstmitleid zerfließend, anstatt Verdammung zum Bösewicht.

Die Einlagen mit Königin Mary würzen auf besondere Art das Geschehen, zeigen sie doch die weltfremde Lebensweise jener Dame und ihrer Gesellschaftsschicht.

Sehr wirkungsvoll ist das spannende Finale dargestellt, das Massaker eingehüllt in einen Schneesturm, die Grausamkeiten zugedeckt mit weißen Flocken.

In jeder Zeile spürt man, wieviel Herzblut die Autorin in diese Geschichte gelegt hat und auch, daß sie die rauhe Gegend liebt, in der sie spielt.

Ja und dann noch die Sprache. Hier find ich nicht die rechten Worte, um die Ausdruckskraft zu beschreiben, sie ist das ganz Besondere an dem Buch und hebt es weit über das übliche Mittel hinaus: stark und kraftvoll, weich, zärtlich und feinfühlig, mit Worten spielend.

Im Innern des Buchdeckels gibt es eine Orientierungskarte, für mich das I-Tüpfelchen in einem Buch.
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am 9. September 2013
Ich muss zugeben, ich hatte, aufgrund der vielen positiven Rezensionen große Erwartungen in dieses Buch gesetzt. Da aber schon einige hier ganz ausführlich über die Handlung und die "Schwächen" des Buches geschrieben haben, möchte ich dieselben nur kurz zusammenfassen: Ich finde den Schreibstil außergewöhnlich, poetisch, leider sehr verschachtelt und im positiven Sinne altmodisch (ich weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll). Für jemanden (wie mich) der eine solche Sprache nicht gewohnt ist, ist es sehr schwer sich in die Handlung zu versetzen ohne sich dauernd mit den Sätzen herumzuplagen. Abgesehen davon ging mir die sogenannte Liebesgeschichte zwischen Sarah und Sandy Og ziemlich auf die Nerven. Dieses ständige Hin und Her, das Unausgesprochene... nun ja, die die schon andere Rezensionen über das Buch gelesen haben verstehen was ich meine. Weiterhin war es quasi unmöglich sich all die Namen zu merken, vor allem die Namen der unzähligen Generäle und Commandeure etc.

Fazit: Ich liebe dicke Bücher, aber nur wenn sie mir während des Lesens nicht so dick vorkommen. Ich habe ungefähr 4 Wochen gebraucht um es durchzuwälzen, da mir die Lust immer wieder vergangen ist. Vielleicht versteht man vieles besser wenn man sich am Riemen reißt und es in einem Rutsch durchliest. Auch wenn es mir nicht so gut gefallen hat, behaupte ich, dass es ein außergewöhnlich gutes Buch ist, da es gut recherchiert und realistisch geschrieben ist.
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