Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Read for free AmazonMusicUnlimitedEcho longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Dezember 2010
Mads ist 38 und Redakteur bei einer Frauenzeitschrift, wo er von einer bildhübschen Kollegin gemobbt und vom Chefredakteur, dessen Nachfolger er möglicherweise werden soll, hingehalten wird. Ansonsten leidet er vor allem darunter, dass seine bisherigen Beziehungen daran scheiterten, dass er, wie er glaubt, in der Verliebtheitsphase nicht zu erkennen in der Lage war, wie wenig gut die jeweiligen Frauen zu ihm passten. Deshalb beschließt er, diesem Gefühl nicht mehr nachzugeben. Er wird "Verliebtheits-Gegner" und trägt diese Meinung vor sich her wie andere ihre Smartphone-Headsets. Als er seine Jugendfreundin Rene wiedertrifft, die zwei Kinder hat und mit der alles außer Sex exzellent funktionierte, gründet er mit ihr eine kuschelige WG, wird zum Ersatzvater für die entzückenden Kids und ein rundum zufriedener Mensch. Dann begegnet ihm auf einer Party die spröde, blasse, aber wunderschöne Eva, in die er sich in Sekundenschnelle verliebt, und plötzlich hat der Mann neben seinen marginalen Luxusproblemen noch ein weiteres. Aber Eva wird nach sowieso Kanada auswandern, und gleichzeitig bekommt Rene eine böse Diagnose.

Auf sprachlich eher mittelhohem Niveau erzählt Birbaek eine simple Geschichte von ausschließlich extrem guten Menschen (das bisschen Mobbing in der Redaktion ist nebensächlich), die verblüffenderweise immer noch immer besser werden. Das eigentliche und sehr aufgesetzt wirkende Thema - Verliebtheit verklebt das Hirn -, das der Held mantrisch wiederholt, ohne in dieser Hinsicht jemals glaubwürdig zu sein, verpufft am Ende genauso wie die kaum als solche auszumachenden Konflikte; selbst die im letzten Drittel ausgepackte Krebskeule erweist sich als Wattestäbchen. Bis dahin trieft es vor Emotionalität; seitenweise schildert Birbaek rührselige Szenen, die vor kleinem Glück nur so strotzen, bis es am wenig überraschenden Ende noch einmal noch viel glücklicher wird. Als hätte er (spät) bemerkt, dass Romane auch über ein Element, das sich "Spannung" nennt, verfügen sollten, hängt der Autor im Epilog einen kleinen Knalleffekt an, der sich aber glücklicherweise schon zwei Zeilen später als eine Art Scherz erweist. Das Drama in "Die Beste zum Schluss" reduziert sich also auf einen halben Absatz.

Okay, was ist gegen eine Geschichte eigentlich zu sagen, die nur vom Glück und von perfekten, superehrlichen, fast schon schmerzhaft treuen, extrem feinen, einfach guten Menschen handelt? Nunwohl. Wäre es wenigstens witzig (das ist es hin und wieder, aber nur ausnahmsweise), wäre es gut erzählt (stattdessen wiederholen sich z.B. Wendungen wie "musterte mich aufmerksam" im Dutzend), wäre da irgendwas, das man unterm Strich als Botschaft extrahieren könnte. Gäben die Figuren etwas her. Aber Rene ist nur der Workaholic, Eva ist fast überhaupt nicht erkennbar, und Mads stolpert eher fremdbestimmt durch den schmalen Plot. Einzig Lola, Renes sechsjährige Tochter, verfügt über eine Idee von Kontur. Bei all der Beschaulichkeit und Idylle hat Birbaek schlicht und ergreifend alles andere vergessen. Oder, auch möglich: Es handelt sich um ein literarisches Experiment.

Wer (sinngemäß zitierte) Sätze wie "Krankenkassen sollten Dachterrassen bezahlen" oder "Man sollte Kleinkinder vermieten, damit jeder mal das Glück verspüren kann, das eine Kinderhand in der eigenen auslöst" lesen und ansonsten einen Roman zur Kenntnis nehmen möchte, in dem überhaupt nichts passiert, außer dass alle glücklich sind oder werden (oder andere glücklich machen), ist mit diesem Buch möglicherweise gut bedient, eher geringe stilistische Erwartungen vorausgesetzt. Aber eigentlich bekommt man solche Schmachtfetzen für deutlich weniger Geld wöchentlich am Zeitungskiosk, die Verlage haben meistens Mädchennamen und die Formate sind handlicher. Und, kaum zu glauben, die Konflikte in diesen Groschenromanen sind viel, viel dramatischer als in diesem unerträglichen Buch.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2012
Der Inhalt der Geschichte ist mit dem Klappentext eigentlich ganz gut beschrieben, deshalb gehe ich hier nicht nochmal darauf ein.

Ein wichtiger Aspekt geht allerdings in allen Beschreibungen des Buches unter. Wie schon in Birbaeks Buch "Wenn das Leben ein Strand ist..." geht es nicht nur um die Beziehungen zwischen seinen Protagonisten, sondern auch um ungewöhnliche Lebenskonzepte. Vor allem am Ende des Buches wird klar, dass es Birbaek ein Anliegen ist, für mehr Toleranz für jede Art von Lebensmodellen und Patch-Work-Konstellationen zu werben. Seine Hauptdarsteller sind Vorreiter, wenn es darum geht mit Traditionen zu brechen und Mut zu machen im Leben neue Wege zu gehen.

Und so ganz nebenbei legt Birbaek seinen Protagonisten gerne auch mal ein paar gesellschaftskritische Bemerkungen in den Mund.
So sinniert Mads als er Rene beim tanzen zuschaut: "..., aber ich konnte noch nie zu Texten tanzen, die Frauenhass und Gewalt als Lösung propagieren. Wann wurde es eigentlich hip, ein Assi zu sein?"

Was das Buch aber unabhängig von jedem Inhalt zu einem Genuss macht, ist wieder einmal die Sprache und der Schreibstil Birbaeks. Wenn ich so gut wäre wie er, könnte ich es in Worte fassen, aber leider gelingt mir das nicht. Er ist einfach ein außergewöhnlicher Wortakrobat:
"Ihre Augen leuchten, und im Raum schweben Liebespartikel herum wie Satelliten im All."
"...., dann läuft sie mit meiner Hand los. Der Rest von mir nimmt die Verfolgung auf."
"Ein Schweigen guckt vorbei, fühlt sich wohl und macht sich breit."

Manche erzählen, und manche können eben mit unserer Sprache zaubern.

Man taucht ein in die Figuren und ist mittendrin. Von lachen bis weinen, Panikattacken, tiefe Ruhe und Glücksgefühle. Alles erlebt man mit.

Ich kann nur empfehlen: LESEN !!!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 5. September 2010
Von der Freundin verlassen, die Wohnung halb leer,verbringt Mads die Silvesternacht inmitten vieler unbekannter Menschen und zweifelt an einer langjährigen funktionierenden Beziehung. Er beschließt sogar, dass Verliebtheit etwas für Menschen ist, die nicht bewusst entscheiden können. An diesem Abend trifft er Rene, eine Jugendfreundin und beschließt mit ihr gemeinsam eine WG zu gründen. Genau genommen kommen da noch Rene's zwei Kinder hinzu, sodass sie nun ein glückliches Familienleben auf einer platonischen Basis führen. Dieses scheint auch über Jahre gut zu funktionieren, bis er eines Tages Eva trifft' Muss sich Mads nun zwischen seiner Liebe und der Freundschaft entscheiden?

Michael Birbaek gelingt es so natürlich humorvoll zu sein, es wirkt nicht bemüht oder aufgesetzt. Die Dialoge sind mit viel Witz gewürzt, sodass einem das Nicht-Schmunzeln wohl sehr schwer fallen würde. Den Epilog zum Schluß fand ich ebenfalls sinnvoll, denn ich finde es immer sehr spannend, wie es mit den Charakteren weitergeht und so habe ich diese letzten Seiten sehr genossen. Die Augen bleiben hierbei auch nicht trocken. Sehr beeindruckend empfand ich die Monologe zum Gefühl des Verliebtseins. Der Schreibstil ist ironisch, emotional und sensibel. Die Geschichte berührt.

Es wird ein modernes Familienleben geschildert, mir ihren Bereicherungen und Schwierigkeiten. Auch das Philosophieren über die Liebe und Freundschaft kommt nicht zu kurz. Für mich war dies der erste Roman von Michael Birbaek und mit Sicherheit wird es nicht der letzte bleiben!

Fazit:

Fesselnd, tragisch, rührend und voll mit humoristischen Einsprengseln! Dieses Buch ist ein absolutes Muss!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 3. September 2010
Und zwar in den Schreibstil von Michel Birbaek der mich nun zum wiederholten Male schwer begeistert.

In seinem neuen Roman geht es um Mads, der in seinem Leben nie viel Glück in der Liebe hatte und sich kurz nach dem Ende seiner letzten Liaison mit Isa auf einer Silvesterparty befindet, zu der er so gar keine Lust hat. Doch wie der Teufel es so will, trifft er dort Rene, eine Freundin aus Jugendzeiten, die er 15 Jahre nicht gesehen hat. Auch sie ist Single, alleinerziehend und gerade frisch schwanger von ihrem Ex.

Mads freut sich sehr über dieses Treffen, denn endlich fühlt er sich in seinem Leben nicht mehr einsam und verlassen. Deshalb beschließen die beiden auch sehr schnell, eine WG zu gründen. Was für Außenstehende unglaublich klingt, gelingt in dieser Konstellation wunderbar. Denn auch noch fünf Jahre später leben die inzwischen vier Personen glücklich miteinander in wunderbarer Harmonie.

Doch dann lernt Mads eines Tages Eva kennen und sein komplettes Leben scheint aus den Fugen zu geraten. Kann es sein, dass er sich eines Tages entscheiden muss zwischen Freundschaft und Liebe? Und wenn ja, wie wird diese Entscheidung aussehen?

Michel Birbaek schreibt über die Liebe so, wie jemand nur schreiben kann, der alle Facetten derselbigen kennt. Nicht rührselig, aber immer doch mit einem Hauch Melancholie beschreibt der das Vermissen, die Sehnsucht und die Erfüllung des schönsten Gefühls, das zwei Menschen miteinander teilen können.

Das Ende des Romans hat mich sehr betroffen gemacht und so blieben auch feuchte Augen nicht aus.

Wieder mal ein sehr gelungener Roman des Autors, der einen fast unverwechselbar schönen Schreibstil hat und in dessen Bücher man Sätze findet, die man sich ins 'Notizbuch schöner Worte' schreiben sollte.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. September 2012
Die ersten zwei Drittel des Buches gefielen mir mäßig: Mads ist von seiner alten Beziehung traumatisiert, will keine neue Partnerschaft eingehen, trifft siene Jugendfreundin auf einem Fest - und sie zieht bei ihm ein, mit einem Kind in der Hand und dem zweiten in ihrem Bauch. Vorübergehend, versteht sich. Und alles ist platonisch.
Vorübergehend ist dann fünf Jahre, platonisch bleibt es. Mads verliebt sich in die Kinder seiner Freundin Rene, wirkt als Ersatzvater.
Alles plätschert so vor sich hin, bis er Eva kennenlernt. Neue Frau, neue Liebe, verdrängen. Gelingt nicht. Eva wandert nach Kanada aus (was sie eh schon lange vor hatte) und Mads leidet still.
Doch dann wird Rene ernsthaft krank - und das ändert Mads Pläne und alles, was er bisher getan hat. Die Krankheit gemeinsam zu überstehen, die Kinder weiter zu lieben und Liebe zu geben und dennoch dann die Liebe seines Lebens zu sich zu bringen und dabei auch noch seine traumatische Kindeheitserinnerung zu verarbeiten - davon handelt der dritte Teil des Buches.
Was der Anfang bis etwa Seite 200 etwas verschläft, geht dann auf den letzten 140 Seiten sehr rasant - mir etwas zu schnell.

Dennoch: ein launiger Schreibstil, die Moral, dass Liebe Berge bewegen kann - das versöhnt für den den ersten etwas schwachen Teil. Die Entscheidung der Benotung war: 3 solide Sterne oder doch 4. Ich hab mich für letzteres entschieden, da ich das ein oder anderen Gramm an Kitsch liebe - ich gebe es zu. Und weil das Thema: "Liebe bewegt." auch in mir vieles bewegt (hat und wird).
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2010
Michel Birbaek hat das Talent in seine Geschichten so viel Gefühl und Liebe und alltägliche schöne Dinge zu bringen.. Ich habe das Buch am Ende zugeklappt, Tränen in den Augen, mein Herz berührt und mit ganz viel schönem Gefühl in mir drin.

Zum Inhalt: Mads trifft nach seiner gescheiterten Beziehung seine frühere beste Freundin wieder, er zieht mit ihr und ihren zwei Kindern zusammen in eine WG, genießt das Leben dieser Patchwork-Familie und schwört dem Verliebtsein ab. Bis er sich dann wieder verliebt. Und mit Vernunft dagegen ankämpft... Weitere Ereignisse folgen, aber davon will ich nichts weiter vorwegnehmen.

Wie meine Vorgänger auch schon beschreiben, ist es schwierig, das Gefühl, Birbaeks Schreibstil und das Lebeerlebnis in Worte zu fassen. Selber lesen ist das einzige, was ich empfehlen kann. Wer den Autor noch nicht kennt, erhält mit diesem Buch einen wunderbaren Einstieg in Birbaeks Welt und wird sicherlich direkt danach in den nächstbesten Buchladen gehen und seine anderen Werke kaufen. Aber Warnung: Wie das so ist mit tollen (Lese-)Erlebnissen, es könnte einen für die kleinen verderben ;-)
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. September 2010
Nachdem seine Freundin ihn betrogen hat, ist Mads von der Liebe enttäuscht. Er zieht mit seiner besten Freundin zusammen und erzieht mit ihr gemeinsam ihre Kinder. Dieses Familienmodell klappt auch wunderbar, bis er Eva trifft und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Eva allerdings ist gerade dabei auszuwandern und sitzt am nächsten Tag im Flieger. Als Mads sich entscheidet, ihr nachzureisen, erfährt er, dass Rene dringend seine Unterstützung braucht. Er ringt mit sich, in so dieser Situation eine Entscheidung zu treffen, die allen gerecht wird und sucht nach dem richtigen Zeitpunkt für den perfekten Augenblick.

Eine Beziehungskomödie, wie sie nicht besser sein könnte. Es gelingt M. Birbaek, den Leser zu faszinieren, zu lachen, zu weinen, dabei zu sein. Humorvoll geschrieben, mit viel Gefühl, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 2010
Was Michel Birbaek so unglaublich gut kann ist, mir das Gefühl zu geben, dass es weit entfernt von jedwedem Kitsch und der Überzeichnung von Figuren immer noch etwas gibt, was das Herz erwärmt.

Dieses Buch gehört zu denen, die ich sicherlich mehrfach lesen und immer wieder schöne neue Stellen entdecken werde.

Das fünfte und hoffentlich nicht letzte Buch von Birbaek ist im unnachahmlichen Stil geschrieben, weist jedoch auch wieder viele neue Elemente auf. Es geht direkt ins Herz, verursacht schlaflose Nächte weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht und zumindest ich habe es mit Tränen der Rührung in den Augen weggelegt. Es ist ein schöne, dichte Geschichte mit sympathischen Protagonisten, die wohl fast jeder nachvollziehen kann.

Ich persönlich hätte gern mehr davon.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2011
Mads wird von seiner Freundin verlassen und will daraufhin mit der Liebe endgültig Schluss machen. Das klappt eine Zeit lang ganz gut, doch dann trifft er auf einem Faschingsfest Eva und verliebt sich Hals über Kopf in die Schöne, die ja eigentlich nach Kanada auswandern will. Der Zeitpunkt ist obendrein denkbar schlecht, denn bei Réné, seiner besten Freundin und langjährigen Mitbewohnerin, einer Mutter von zwei Kindern, wurde gerade Brustkrebs diagnostiziert. Was also tun? Auf die Herzensdame verzichten und sich um die beste Freundin kümmern? Oder der holden Eva in die Ferne nachreisen und Réné sich selbst überlassen?

Meine Gedanken während der ersten Seiten: Armer Mads. Ein netter Typ. Hat echt Pech in der Liebe. Schade, dass er nicht real ist, ich würde ihn gerne mit meiner Schwester verkuppeln.

Im Laufe der Geschichte änderte sich meine Einstellung ihm gegenüber. Erst ging er mir in seiner Weichheit, Nachgiebigkeit und Selbstlosigkeit heillos auf die Nerven. Irgendwann wurde er zu einem irrealen, komplett altruistischen Gutmenschen, der für mich als Figur einfach nicht mehr glaubhaft war. Zu guter letzt hatte ich ihn so satt, dass ich froh war, als ich die letzte Seite gelesen und damit auch das schmalzige Happy End hinter mich gebracht hatte.

Stichwort Happy End: ich war etwas irritiert von dem Zeitsprung in der Story. Gerade war die umtriebige, aber todkranke Renée noch um die 40, und schon war sie eine alte Dame. Allerdings gab es trotzdem zum Zeitpunkt ihres Todes nichts futuristisch anmutendes, was auf einen Handlungsablauf in ferner Zukunft hindeutet, und umgekehrt haben die Leute zu Beginn der Geschichte schon ganz stinknormal mit Handys hantiert. Wann also spielt diese Geschichte??? Einige werden jetzt sagen: ist doch egal. Nun, mir fiel es irgendwie unangenehm auf und war es eben nicht egal.

Eva und Renée blieben für mich blasse Gestalten. Ich lernte beide nicht wirklich kennen und lieben, schade... Am witzigsten und charakteristischsten fand ich noch Renées kleine Tochter. Die hatte zumindest Persönlichkeit.
Sowohl unglaubwürdig als auch merkwürdig fand ich den Umgang mit Nacktheit. Dass Renée und Mads sich in ihrer innigen Wohngemeinschaft nackt voreinander zeigen, war für mich nachvollziehbar und verständlich. Dass aber Eva, die bei Mads erstmals übernachtet, rein freundschaftlich und ohne sexuelle Bestrebungen - nach der Faschingsfeier - NACKT neben ihm schläft, fand ich ziemlich unpassend und unglaubwürdig. Denn angeblich wollte sie ja eigentlich nix von ihm, und überhaupt....

Prinzipiell ist die grundsätzliche Story an sich okay, aber die Ausführung - besonders die gezeichneten Charaktere - hatte für mich ihre Mängel.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Oktober 2010
Als Mads mal wieder eine schmerzliche Trennung hinter sich hat, beschließt er mit seiner besten Freundin und ihren zwei Kindern zusammen zu leben. Dies klappt auch hervorragend bis Eva in sein Leben tritt und seine Gefühlswelt wieder durcheinander kommt.
Das Buch ist klasse und sehr gefühlvoll geschrieben. Die Charaktere sind tiefgründig und sehr sympathisch dargestellt, so dass man sich gut in sie hinein fühlen kann. Sehr gut gefällt mir auch, dass das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Eine romantische Geschichte die mich wirklich überzeugt hat und auf keiner Seite langweilig wird.
Sehr empfehlenswert!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden