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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 5. Januar 2011
Ich habe dieses Buch (und leider auch noch die nächsten zwei Bände) relativ spontan gekauft: Cover und die Beschreibung fand ich sehr ansprechend und die Rezensionen waren weitestgehend sehr gut. Ich habe (oh ja, ich armer Tropf) sogar die teurere Variante gekauft, weil ich total anfällig für so tolle Sachen wie farbige Seiten bin. -.-

Ich bin normalerweise jemand, der Bücher dieser Länge in ein bis zwei Tagen durchliest und innerhalb weniger Wochen eine ganze Reihe im Regal stehen hat. Mit freudiger Erwartung packte ich also das Buch aus und fing an zu lesen:
Ich habe noch nie (NIE!!) ein so schlechtes Buch gelesen und ich lese wirklich sehr viel. Gerne entschuldige ich soetwas mit der miesen deutschen Übersetzung - dummerweise hab ich auf englisch gelesen, also fällt das schonmal aus.

Wie der Klappentext schon nahelegt, die Idee des Buchs ist wirklich toll und auch echt mal was neues zwischen den ganzen Edward/Bella-Nachmachromanen. Aber die Umsetzung? Die ist grottig. Also wirklich, wirklich wirklich schlecht! Wie kann man so ne tolle Idee nur so kaputt machen?
Das Buch ist so voll von dummen Klischees, dass das sicherlich auch kein normaler Teenager aushalten kann (Ich gebe zu, ich bin etwas älter als die empfohlenen ab 13, aber selbst Dreizehnjährigen traue ich wirklich mehr zu). Es gibt den Klischee-Schwulen, die Klischee-Schwarze, die Klischee-dummeSchlampe und den Klischee-schönstenJungenderSchule (der natüüüüüüürlich in die Hauptprotagonistin verknallt ist, auch wenn sie nicht viel mehr als "äääähhh" "hmmm" etc. macht). Es gibt sicherlich noch 88937583975839 weitere dumme Klischees, die ich grad verdrängt hab.
Statt eine tatsächliche Handlung zu entfalten, dreht sich das ganze Buch nur um Kindergartenzickenterror und die Frage, welchen der ganzen tollen Typen sie nun nehmen soll (aber neiiiiin sie ist natürlich überhaupt keine kleine Schlampe).
Ich habe das Buch tapfer zuende gelesen. Auch den zweiten Teil der "Saga" noch (bei der zu den 83458934 Klischees noch 8935789359857389 Wiederholungen dazukommen, falls irgendein Trottel auf die Idee kommen sollte bei Band 2 anzufangen). Teil drei steht noch bei mir und ich werde zum ersten mal in meinem Leben ein gekauftes Buch ungelesen wieder loswerden. Schon für die ersten beiden Bücher hab ich ca. 3 Monate gebraucht, weil sie sich so ziehen. Das witzige daran ist, dass in dem Buch auch noch nicht mehr Zeit vergangen ist, da jeder Tag endlos lang mit einem Haufen Nichtigkeiten dargestellt wird (schon allein pro Riutal kann man locker ein paar Seiten sich ständig wiederholendes "ich zündete Kerze xy an..." überspringen).
Ich gebe zu, dass ich schon gerne wissen würde wie es ausgeht. Aber aber das kann ich mir ehrlich gesagt auch bei Wikipedia durchlesen, ohne wirklich was verpasst zu haben.

Diese Reihe ist nicht nur Geld- und Zeitverschwendung, sondern verschenkt auch eine schöne Idee, die zu einem guten Buch hätte werden können.
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am 5. August 2012
Auch ich habe das Buch vor gut einem halben Jahr geschenkt bekommen und mir gedacht: Ach, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Na ja, dem hier schon. Ich möchte gar nicht mehr viel dazu sagen, die hilfreichste Rezension (siehe oben) spricht mir aus der Seele.
Aber einen Punkt möchte ich dennoch noch einmal hervorheben.

Ich persönlich habe genug davon, dass in letzter Zeit haufenweise Bücher herauskommen, in denen der Protagonist wie durch ein Wunder alles kann und alles ist. Obwohl er viel später mit dem Lernen anfängt als die Anderen, übertrifft er sie bald schon nach ein paar Wochen in allem, was sie können. Sogar die, die ihrerseits nach langen Anstrengungen als begabt galten. LAHM!

Außerdem sieht der Protagonist natürlich blendend aus, ist sportlich, intelligent, weiß immer genau, was zu tun ist, hat Geschick und immer Glück. Wer von diesen Charakteren, denen es an Tiefe einfach nur mangelt, genug hat, sollte dieses Buch meiden. MEIDEN großgeschrieben.

Für alle anderen, denen es nicht so auf Tiefe ankommt, sondern eher auf eine auserzählte Geschichte, die für Abende nach dem Arbeiten die perfekte Berieselung darstellt, ist dieses Buch dann definitiv kein No-Go.
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am 24. Juni 2015
Worum geht's?

Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten...

Meine Meinung

Ich denke, es gibt so gut wie niemanden, der noch nicht von der gigantischen House Of Night-Reihe gehört hat - wörtwörtlich, denn diese Reihe umfasst wirklich 12 Bände. Mit Abstand die längste Reihe in meinen Bücherregalen. Es ist schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen hab, aber manche Bücher bleiben einfach im Gedächtnis - ob man sie da haben will oder nicht. Und die Reihe ist überhaupt leicht einzuschätzen: entweder, man liebt sie oder man hasst sie. Bei mir hat sich das etwas geändert. Als ich den ersten Band gelesen habe war ich gerade mal dreizehn und total begeistert, inzwischen muss ich sagen, dass mich das ganze eher die Augen verdrehen lässt und ich kann eigentlich bis heute nicht sagen, wieso ich mich wirklich durch alle 12 Teile gekämpft habe...

Die Hauptperson Zoey lässt sich mit einem einzigen Wort beschreibend: nervtötend. Sie ist so nervtötend schön, nervtötend talentiert und ach ja, so nervtötend begehrt bei den Jungs. Gut, sie ist zwar erst sechzehn, aber sogar für eine sechzehnjährige befindet sie sich anscheinend wirklich in einer pubertären Hochphase, aus der es so schnell kein Entkommen gibt. Sehr zum Leidwesen des Lesers. Ich hatte wirklich von Anfang an Probleme mit ihr, denn ihr Motto ist...zum Haareausreißen: wer nicht so ist und denkt, wie sie, der ist entweder uncool, eine Schlampe oder sollte sich am besten von der nächsten Parkbank stürzen. Das machte sie nicht nur wirklich unsympathisch, sondern auch nervig. Da das Buch (leider) aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, bekommt der Leser nämlich einen tausendfachen Aufguss davon wie s****** alle anderen sind und wie cool sie selbst. Überhaupt scheinen die Autorinnen die Leser für dumm zu halten, denn es wird unendlich viele Male wiederholt, wie talentiert und unglaublich besonders Zoey doch ist. Geht's noch unsympathischer? Ich kam null mit ihr zurecht - wirklich null. Das schlimmste ist, dass sie denkt, sie wäre witzig, was sie aber nicht ist. Kein bisschen. Stattdessen werden uns hier Begriffe um die Ohren geworfen, die ihrer Meinung nach cool sind und es scheint fast so, als hätte dieses Buch das Prinzip des Wörter-mit-Bindestrichen-aneinanderreihen erfunden und das nervt auf Dauer ganz schön beim Lesen...

Eine richtige männliche Hauptperson gibt es nicht, nein. Denn unsere liebe JungvampyrHOHEpriesterin aka Zoey Redbird/Montgomery beansprucht das Rampenlicht ganz für sich. Dafür aber jede Menge klischeehafte Nebencharaktere. Da gäbe es mal Erik - den UNGLAUBLICH HEIßEN Schulliebling, der einfach alles kann. Alles. Und am besten kann er natürlich zu jeder Zeit super auszusehen. Er ist natürlich auch Dichter (ach, nee, tschuldigung, der Dichter war der andere Typ, ich meinte natürlich Schauspieler, diese dämliche Autokorrektur, also wirklich...) Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass er super aussieht? Er war so sehr klischee, dass ich nur den Kopf schütteln konnte und dazu war er nicht mal besonders individuell, besonders interessant oder irgendwie aussagekräftig. Sogar Zoey hatte mehr Charakter, als diese Pappfigur... Zoeys Streberclique ist auch nicht besser. Stevie Rae - Zoeys neue Freundin, die sie schon nach zwei Tagen, als ihre beste Freundin bezeichnet, ging ja noch. Sie war ganz süß mit ihrem Oklahoma-Trip, aber leider auch wahnsinnig naiv und "welpen"haft. Trotzdem mochte ich sie ganz gerne - einzig und allein der Versuch ihren Dialekt ins Deutsche zu übersetzen ist irgendwie misslungen... Die "Zwillinge" Shaunee und Erin - die zwar keine Zwillinge sind, aber doch irgendwie eine Art Gedankenübertragung haben, mit deren wichtiger Hilfe sie ihr tägliches "Oki-doki" und "Isi-pisi" abziehen können. Die beiden waren so unfassbar kindisch, dass ich mir ehrlich gedacht habe, wovon die Autorinnen sich bei diesen Jugendlichen haben inspirieren lassen... Dann gibt es noch unseren lieben Schwulen Damian, dem es anscheinend nichts ausmacht, sich von seinen "Freunden" permanent beleidigen zu lassen. Eher redet er so, als habe er ein Wörterbuch verschluckt, was nicht nur anstrengend war, sondern lächerlich. Dadurch kommt er nämlich mit Wörtern um die Ecke, die unsere Leuchten Shaunee und Erin nicht verstehen und ihr ständiges "Häh?" hat sich nach einer Weile auch ausge"häht"... Zoeys Mentorin Neferet war noch mit die interessanteste von allen. Sie ist deutlich erwachsener und autoritärer und endlich mal jemand, der inmitten dieses Kindergartens die Verantwortung definiert. Und last but not least: Aphrodite. Die Schulschlampe vom Dienst und Zoeys erklärte Feindin Nr.1, da Erik ja mal ihr Exfreund war. Das war mir ziemlich schnell klar und die Szene, die mir das gezeigt hat, hat bei mir leichte Würgereize ausgelöst... Aphrodite war aber trotz ihrer Zickigkeit und "Bösheit" eine Person, die Zoey endlich mal die Stirn geboten hat und ihr nicht gesagt hat, wie unglaublich besonders und perfekt sie ist. Alleine dafür musste ich sie schon mögen...

Der Schreibstil ist unter - entschuldige für den Ausdruck, aber wahr - einfach "unter aller Sau". Es liest sich so, als hätte das Buch eine zehnjährige mit Sprachproblem geschrieben. Und was sollen denn diese ständigen Bindestriche?? Soll das irgendwie cool wirken? Oder Zoeys Individualität noch hervorheben? Das ist geschafft worden, denn meiner Meinung hat die junge Frau gewaltig einen an der Waffel. Wer selbst mit bis zu fünf (in späteren Bänden, aber !!!!) Typen gleichzeitig zusammen ist, der sollte lieber mal seine Prioritäten klären... Ganz ehrlich: eine Fünfecksgeschichte. Ich werde mich nie, also NIE wieder über Dreieicksbeziehungen beschweren, nicht nach dieser Reihe... Allerdings lässt sich das Buch locker lesen, was so ziemlich das einzig gute ist, das ich an dieser Stelle sagen kann, dafür sind die Schriftgröße und die Seiten auch enorm groß/dick. Die Handlung wäre nicht schlecht gewesen, also die Idee. Aber die Umsetzung endete in einem Teeniedisaster der besonderen Art. Grauenhafte Charaktere, ein Ich-hab-noch-nie-Teenies-reden-gehört-Schreibstil und ganz, ganz viele "witzige" Kommentare von Seiten Zoey lassen den Lesespaß schnell abflauen. Sorry, aber wenn ich High School-Drama lesen will, dann okay. Aber doch nicht in einem verkauften Fantasybuch - einem BESTSELLER, wohlgemerkt. Wenn man da mal nicht merkt, wo unsere Gesellschaft hinsteuert...

Fazit

Dieses Buch ist wie ein Nachschlagewerk für "Wie-ich-eine-Geschichte-niemals-schreiben-sollte". Der Storyentwurf ist ja noch ganz akzeptabel, die Umsetzung dafür umso mieser. Die nervtötenden, klischeehaften und teils wirklich kindischen Charaktere tun ihr restliches, lassen viele Leseschwächen entstehen, aber daran wird man sich bei der HoN-Reihe gewöhnen müssen, das werden Leser schnell merken ;) Wieso ich damals auch die anderen Bände gelesen hab, weiß ich nicht mehr, wahrscheinlich weil die Hoffnung ja zu letzt sterben sollte. Aber die Buchreihe ist und bleibt abgesehen von einzelnen Akspekten einfach grauenhaft...

1,5/5 Sternchen

Zitat

"Die Dunkelheit und das Böse sind nicht immer gleich zu setzen, eben so wie das Licht nicht immer Gutes verheißt."
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am 18. Februar 2014
Ja auch ich habe es mit der „House of Night“-Reihe probiert. Der Plot ist ja auch sehr spannend. Zoey Redbird kommt auf ein Vampirinternat. Noch dazu ist sie eine Auserwählte der Vampirgöttin Nyx. Soweit so gut. Leider ist die Umsetzung der Story grauenhaft, weshalb ich es auch nur bis zum 5. Buch geschafft habe. Unter anderem fand ich folgende Punkte extrem störend:
1. Sprache: Der Text strotzt nur von blödsinnigen Neologismen und nervtötenden Phrasen, die sich immer wieder wiederholen wie z.B. „easy-peasy“ hier, „oki-doki“ da.
2. Handlung: Zoey und ihre Freunde stürzen von einem Drama ins nächste. Trotzdem ergeben sich etliche Längen, wo eigentlich nichts passiert, wo eben nur darüber gesprochen, was passieren und was sie unternehmen könnten. Aber meistens bleibt es beim Konjunktiv. Mehr Action würde den Büchern echt gut tun. Am Anfang jedes Buches werden ALLE Personen nochmals beschrieben. Ich weiß nicht, wieso das bei einer Buchreihe notwendig ist.
3. Figuren: Diese sind charakterlich eigentlich sehr verschieden, und werden gut beschrieben. Jedoch sind sie im Prinzip dennoch alle gleich, weil alle hübsch und übermäßig talentiert sind. Sie sind alle zu perfekt, weshalb es einem nicht so einfach fällt, sich in die Personen hineinzuversetzen. Die Nebenfiguren sind zudem sowieso nicht wichtig, da sich sowieso alles um Zoey dreht. Sie ist die Beste, um die sich immer alles dreht. Da bleiben die anderen irgendwie farblos. Überhaupt ist die Hauptperson der Buchreihe mir nicht unbedingt sympathisch. Sie ist egozentrisch, jammert ständig rum und hat drei Männer nebeneinander. Och das arme Ding!
Ich könnte noch länger so weitermachen, aber belassen wir es dabei. Eine Kaufempfehlung kann ich keinesfalls aussprechen. Sorry!
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am 13. Oktober 2013
Das Cover von dem Buch finde ich wirklich sehr schön, und die Ornamente im Hintergrund geben ihm einen besonders mystischen Ausdruck. Wenn man den Einband umdreht befindet sich auf der Rückseite ein schönes House of Night Poster.

Eigentlich kenne ich die House of Night Bücher schon, weil ich mir den 1. bis 9. Band in der Bücherrei ausgeborgt habe. Trotzdem möchte ich, zumindest die ersten vier, Bücher auch zu Hause haben und deshalb habe ich den ersten Band jetzt nochmal gelesen. Wirklich verblüffend wie viele Details einem ins Auge springen und wie viel Spannung in dem Buch steckt obwohl ich genau weiß wie es ausgeht. Was mir auch gut gefallen hat, das man den Unterschied zu den anderen Bänden sehr stark sieht, im ersten Band setzt das Mutter-Tochter-Team wirklich sehr viel auf Sarkasmus und es machte richtig Spaß es zu lesen.
Zoey ist eine Protagonistin die man einfach lieben muss, ihre Gedanken sind einerseits weise aber andererseits auch total 'jugendlich' muss ich mal sagen, außer Vampyrrituale zerbricht sie sich auch den Kopf über Jungs und Freunde. Sie ist weder eingebildet noch arrogant obwohl sie weiß das Nyx etwas besonderes mit ihr vorhat. Das macht sie in meinen Augen zu einem perfekten Protagonisten!
Die Handlung ist wirklich spannend und es kam zu keinem einzigen Zeitpunkt langeweile auf, immer passierte etwas und leitete auch ein wenig in den 2. Teil ein. Was ist mit Elliot und Elisabeth? Obwohl ich bereits weiß was mit den Jungvampyren geschehen ist, freue ich mich auf den nächsten Band den ich bereits bestellt habe.

Fazit: Das erste Buch ist wirklich das beste Buch der House of Night Reihe weil Zoey einfach so real und vorallem bodenständig rüberkommt. Auch wenn der Vampyrhype schon etwas gestillt ist, empfehle ich das Buch für die wenigen die es noch nicht kennen :)
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am 31. Dezember 2009
Zu aller Anfang, habe ich die House of Night Reihe auf englisch gelesen.
Auf deutsch habe ich nur verschiedene Stellen gelesen, was mir eindeutig genügt hat.
Ich habe mir die Reihe in London gekauft, nachdem für dieses Buch so unheimlich geworben wurde.
Daran erkennt man mal wieder, dass der Inhalt durch eine gute Werbekampagne vertuscht werden kann ;)
Zuerst dachte ich mir "Kann ja nicht schlecht sein, bei der Werbung."
Doch nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte, stiegen in mir schon gewissen Zweifel auf.

Im Grunde ist die Idee rund um Zoey neu und frisch, jedoch scheitern die Autorinnen vollkommen in der Umsetzung.
Mir fallen sofort einige Beispiele ein:

1.
Es gibt ständige Wiederholungen, in bis jetzt allen erschienenen Bänden. Ständig muss der Leser erneut Dinge lesen, die erst Kapitel
zuvor ausgiebig beschrieben wurden.
z.B. wenn Zoey (Der Hauptcharakter) etwas passiert und sie dann ihre Oma anruft, dann wird die ganze Situation nochmals beschrieben,
anstatt zu schreiben "Zoey erzählte ihr Erlebnis ihrer Oma..."

2.
Der Hauptcharakter ist einfach nur schlecht charakterisiert und dargestellt. Ich konnte mich überhaupt nicht, auf irgendeiner Weise, mit
Zoey identifizieren. Für mich wirkte der Charakter zerrissen, als wenn beide Autorinnen ihren Senf zusammengewürfelt haben und das
Ergebnis ergab den Hauptcharakter.
z.B. kann sich Zoey in eigentlich jedem Band der Reihe nicht für einen Mann entscheiden. Das ist eigentlich ja auch okay, vielleicht
sogar verständlich, schließlich muss nicht jedes Buch die "wahre Liebe" thematisieren, jedoch wechselt Zoey STÄNDIG
zwischen 2 bis 3 Männern (egal ob Lehrer, Vamp, oder Kindergartenfreund).
Dazwischen kommt immer der Gedankenruf "Ich bin keine Schlam**..."

3.
Der Hauptcharakter ist übertrieben machtvoll. Zoey wird andauernd stärker und überwindet jedes Problem.
Mich hat es immer an Harry Potter erinnert, wobei selbst dieser nicht so viel Macht in so kurzer
Zeit erlangt hat.
Mal abgesehen davon, das Urban nicht unbedingt realistisch ist ;), hat es mich trotzdem tierisch gestört,
dass Zoey alles andauernd löst und immer stärker wird, besser wird, geliebt wird...

4.
Das Tempo. Es ist rasend. Ich habe kaum noch Erinnerung ob es Tage, Wochen oder doch vielleicht Monate waren.
Die Bücher sausen nur dahin, so dass ich mich beim Lesen gehetzt gefühlt habe.

5.
1000 unrelevante Dinge, die sich in die Story einmischen, ohne Grund, ohne irgendwas.
Daran hat man gemerkt, wie die Autorinnen Geld machen wollen.
Um so mehr sie schreiben, um so mehr Bücher entstehen und anscheinend war hier egal, ob ständige
Füller Kapitel entstanden sind, oder nicht.
Es nervt auf Dauer. Es ist okay, wenn der Autor ab und an ein Füller Kapitel schreibt, aber
nicht in den Maßen, wie sie in der House of Night Reihe zu finden sind :(

6.
Ein letzter Punkt zur deutschen Übersetzung, die mir mal wieder zeigt,
dass nicht alle Verlage die gute deutsche Sprache schätzen.
Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich in einem Buch lese "denk mal".
Jugendsprache hin oder her, aber wie kann man sich bei dem Beispiel wundern,
dass die heutige Jugend die deutsche Sprache nicht mehr richtig beherrscht?!

Fazit:
Ich habe selten solch ein schlechte Buch erlebt, schäme mich schon, dass ich diese Reihe bei mir Zuhause habe.
Letztendlich habe ich nur über dieses Buch gelacht ;)

Eindeutig nicht zu empfehlen für Leseratten!
77 Kommentare| 89 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2014
Wieso ist das ein Bestseller?

Die Idee - eine junge Frau findet heraus, dass sie sich langsam in einen Vampir verwandelt und dass sich ihr ganzes Leben ändert - finde ich in Ordnung. Man hätte viel daraus machen können, auch wenn es schon etliche Vampirromane gibt. Ein Vampir-Internat ist ein interessanter Gedanke, leider ist er hier schlecht umgesetzt.

Am Anfang war es noch spannend; Zoey merkt, dass sie sich wandelt, sie geht ins Internat und lernt die Welt der Vampire kennen, es wurde jedoch von Seite zu Seite immer langatmiger, unglaubwürdiger und kindischer.

Na schön, es ist ein Jugendbuch, und mich hat, zugegeben, die Sprache fasziniert - denn die ist überraschend hart und ausdrucksstark - jedoch sind die äußerst unglaubwürdigen und an den Haaren herbeigezogenen Handlungen und Wendugen in der Geschichte unglaublich nervig. Zwar ist die Protagonistin mutig, selbstsicher und reif, dies geht dann aber irgendwann so weit, dass man sich fragt, ob dass jetzt wirklich noch eine 16-jährige sein kann, deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde und die gerade ihre Freunde und Familie verloren hat.

Außerdem ist das Werk von P.C. Cast und ihrer Tochter überraschend religiös/esoterisch. Ein weiterer Aspekt der mich gestört hat. Beim Lesen der Vampir-Zeremonien konnte ich nicht anders als über die ungewollte Komik zu lachen.
Dieses Buch ist wohl eher ein esoterisches Hexen-Okkultismus-Buch, als ein Vampirroman. Wenn man nichts gegen unglaubwürdige Handlungen, vorhersehbare Wendugen und klischeehafte Charakter hat, ist dieses Buch als "Dahin-Pletscherer" ganz ok.

Ich habe mich beim Lesen dauernd gefragt: "Wieso ist dieses Buch ein Bestseller?" und werde dementsprechend wahrscheinlich auch nicht den nächsten Teil lesen.
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am 23. März 2012
Das Buch stand nie wirklich auf meiner Wunschliste, da der ganze Hype um Vampirromane mir schon immer suspekt war und ich mit der Vampirfigur an sich nur wenig anfangen kann. Trotzdem landete das Buch zufällig als preiswertes Mängelexemplar in mein Regal, schließlich wollte ich schon verstehen, weshalb die House of Night-Reihe vor ein paar Jahren so sehr gelobt und beworben wurde.

Grundsätzlich finde ich die Idee eines Vampirinternats, in dem Teenager nach Harry Potter-Manier leben, gar nicht einmal so schlecht und empfinde dies vor allem für Jugendliche sehr ansprechend und passend. Leider war es den beiden Autorinnen nicht möglich, dem Leser diese Idee überzeugend näher zu bringen und spannend zu gestalten.
Ich habe schon viele Jugendbücher gelesen, die vom Wortlaut her recht locker geschrieben waren und ein jüngeres Publikum deshalb genau ansprachen. Aber 'Gezeichnet' ist eine einzige Katastrophe und aufgrund des wirklich sehr freien Gebrauchs der deutschen Sprache wirkt dieses Buch einfach nur noch lächerlich und man sucht vergeblich nach irgendetwas, das noch an den sorgfältigen Gebrauch von sprachlichen Mitteln erinnert. Hinzu kommen Ausdrücke wie "Stiefpenner" und Teenager, die sich, bei dem Versuch möglichst rebellisch und aufgeklärt zu klingen, ständig die Worte "Penis", "Schlampe" und "Miststück" an den Kopf werfen. Ebenso nervig waren die ständigen Einschübe mithilfe von Klammern, das hätte man durch Spiegelstriche lösen oder einfach ganz weglassen können, denn in den meisten Fällen war es einfach unnötig. Es interessiert mich als Leser nicht, von welchem Highschoolteam der Pullover stammt, den Zoey gerade trägt und ich muss auch kein "Igitt!" in Klammern lesen, wenn das Mädchen gerade daran denkt wie es ist, Blut zu trinken.
Ja, die Ich-Perspektive kann unheimlich nützlich sein, um den Leser tiefer in eine Geschichte eintauchen zu lassen und das Ganze mithilfe von Gedanken lustig zu unterstreichen, aber hier wirkt es doch ziemlich erzwungen und meistens eher nervig und billig als lustig. Versucht, aber nicht gekonnt.

Die Charaktere blieben auch ziemlich farblos. Ja, da gibt es das unheimlich tolle blonde Mädchen, das Anführerin der tollen Clique ist; die Protagonistin, die sich selbst nicht hübsch findet, der aber alle Jungs nachlaufen; die nervige und naive beste Freundin; den schwulen besten Freund; die sich ständig zankenden Freundinnen; den unheimlich gottgleichen Jungen aus der Oberstufe und die Freundin, die etwas "freakig" ist. Und ja, alle Charaktere bedienen sich perfekt den allseits bekannten Klischees. Keine einzige Figur versucht sich auch nur irgendwie charakterlich weiterzuentwickeln oder überrascht den Leser mit neuen Facetten, unbekannten Ecken und Kanten. Selbst mit der Protagonistin kann man sich in keiner Weise identifizieren, denn die bleibt bis zum Ende oberflächlich und gleicht mehr einer Puppe, die nur einen Sinn hat: Erstaunlicherweise schnell übernatürliche, starke Kräfte zu entwickeln. Auch die Liebesromanze ist vollkommen eintönig und hier fehlt es eindeutig an Tiefe, die dem Ganzen vielleicht etwas Leben eingehaucht hätte. Sie findet ihn unwiderstehlich, er kreuzt zufällig immer auf, wenn sie alleine ist, sie küssen sich, mehr darf man auch nicht erwarten.

Wie bereits erwähnt finde ich ganze Idee um ein Vampirinternat und eine Welt, in der die Vampire mehr oder weniger von den Menschen akzeptiert werden, sehr ansprechend und man hätte so einiges daraus machen können. Dennoch fand ich die Geschichte stellenweise zu aufgesetzt. Das Ganze beginnt schon mit den Namen: Die Teenager dürfen sich nämlich beim Einzug in das Internat auch einen neuen Namen geben. Heraus kommen dann äußerst kitschige Sachen, wie "Aphrodite", "Steve Rae" oder "Dragon". Mir persönlich hätte es viel besser gefallen, wenn man hier ganz normale Namen genommen hätte, was die Figuren an sich auch ein ganzes Stück glaubhafter wirken ließe.
Zudem fand ich die ganzen Heiligen Kreise schon wieder zu abgehoben und erinnerten mehr an Hexenkult, als an die griechische Mythologie. Die Beschreibungen der mystischen Treffen wirkten ziemlich gezwungen und statt dem Buch einen mysteriösen und geheimnisvollen Nebenklang zu geben, waren sie recht langweilig und nüchtern, wollten auch so gar nicht in die Geschichte selbst passen.

Eine verschenkte Idee, für mich vier vergeudete Lesestunden und ein weiteres Buch, das zwar viel Hype ausgelöst hat, im Grunde aber nur eine vor Kitsch und Klischee triefende Ansammlung von Buchseiten ist und Leseratten mit seinem verschandelten Sprachstil vor den Kopf stößt.
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P. C. und Kristin Cast sind das neue Erfolgsduo bei paranormalen Teenagergeschichten. Das Mutter und Tochter Gespann hat eine ganze Serie über das House of Night, ein Vampyrinternat geschaffen, von der im Original schon mehrere Bände erschienen sind. Tochter Kristin hat den Part der Teenager übernommen, ihre Sprache soll authentisch wirken. Leider wirkt sie eher aufgesetzt und gewollt kindisch, ein Mittelding zwischen Erwachsenen und Teenagern. Zoeys Einwürfe, oft witzig und sarkastisch, lockern die Sprache zwar sehr auf, ein störender Eindruck bleibt aber haften. Nicht nur Teenager, sondern auch der erwachsene Leser soll angesprochen werden mit einer Geschichte, die sehr viel Potential enthält.

Leider merkt man dem ersten Band Gezeichnet doch sehr stark an, dass es zum einen der erste Band einer Serie ist und zum anderen die Serie auf viele Fortsetzungen aufbaut. Langatmig werden alle Charaktere vorgestellt und auch die neuen Erfahrungen, die Zoey in der Schule überfluten, werden bis ins kleinste Detail beschrieben. Natürlich gibt es als Vampyr eine Menge neuer Rituale, auch diese werden minutiös dargestellt. Das zeugt zwar von einer Menge Phantasie, aber ein bisschen weniger wäre erheblich spannender gewesen. Man muss sich schon zusammenreißen, um bei der Stange zu bleiben, der Spannungsbogen kann nicht gehalten werden, da viel zu viel erklärt und beschrieben wird, vor allem unnötige Wiederholungen fallen immer wieder auf. Wenn Zoey ihre Erlebnisse jemandem anderen erzählt, dann werden sie detailgenau wiederholt, als ob man dem Leser nicht zutraut, die Handlung auch über zwei Seiten zu behalten. Auch die Rituale sind beim ersten Mal noch ganz spannend, bei der zweiten oder dritten Wiederholung hätte man sich den langen Text wirklich sparen können. Der erste Band umfasst lediglich die ersten 4 Tage, die Zoey in der neuen Schule verbringt, dafür passiert aber schon eine ganze Menge.

Und es ist einfach zuviel, dadurch wird es ziemlich unglaubwürdig. Zoey bekommt nicht die Zeit, sich mit ihrem neuen Dasein abzufinden und einzugewöhnen, sie muss sich von Anfang an immer wieder beweisen. Ihre neuen Freunde, Stevie Rae, Damian, Shaunee und Erin sind lediglich Staffage für ihre Superkräfte, intuitiv handelt sie richtig und folgt meistens erst in letzter Sekunde ihrer Eingebung. Die Kräfte, die sie entwickelt, haben andere erst nach 4 Jahren Schule - wenn überhaupt. So verstärkt sich während des Lesens immer mehr das Gefühl, dass hier eine neue Superheldin gezüchtet wird, leider zu überstürzt und zu gewollt mächtig. Auch hier wäre weniger wesentlich mehr gewesen.

Die Charaktere sind recht einseitig gezeichnet, Zoey die Superheldin, Stevie Rae das Cowgirl, Damian der schwule Vampir und die Zwillinge Erin und Shaunee, die zwar unterschiedlich aussehen, aber in Charakter und Verhalten sich gleichen wie ein Ei dem Anderen. Diese Vier stehen absolut hinter Zoey, sie sind froh, dass endlich jemand die verhasste Aphrodite vom Thron stoßen will. Auch Aphrodite ist ein stereotyper Charakter, die betörend schöne Blondine, die ihr Gift gezielt verspritzt. Ist sie wirklich so gut, dass es die erwachsenen Vampire nicht merken? Angeblich bemerken sie jede Lüge sofort, deshalb ist das Rätsel auch dem Leser überlassen, warum erst eine Zoey kommen muss, um eine Fastabsolventin der Schule, mit Ausbildung zur Hohepriesterin, zu enttarnen. Lediglich Eric Night, in den sich Zoey sofort verliebt und ihre Mentorin Neferet, die Hohepriesterin und Rektorin des Internats sind etwas undurchsichtiger, die beiden lassen sich nicht wirklich einschätzen und in eine Schublade packen. Im Gegensatz dazu werden Zoeys ehemalige Mitschüler auch nur als feiersüchtige, biertrinkende und kiffende Teenager dargestellt, Zoey war wohl die einzig Vernünftige an ihrer Highschool.

Vampire werden hier sehr verherrlicht, nicht nur, dass alle betörend gut aussehend sind und eine magische Ausstrahlung haben, so wird auch ständig darauf hingewiesen, dass alle Künstler wie Schauspieler, Musiker oder Maler echte Vampire sind - reine Menschen sind zu solcher Kreativität nicht in der Lage. Als menschlicher Leser fühlt man sich dann ein bisschen verletzt und minderwertig, auch wenn man weiß, dass es nur eine erfundene Geschichte ist. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Vampire bei den Menschen bekannt sind und geduldet werden, keiner ist verblüfft, wenn jemand Gezeichnet wird.

Unwillkürlich drängen sich Vergleiche mit Harry Potter auf. Ein Teenager, der sich Zuhause unwillkommen fühlt, wird von heute auf morgen in eine andere Welt geworfen. In eine Welt der Magie und Mystik, in der es andere, nicht-menschliche Wesen gibt und jeder besondere Gaben hat. Dazu das Internat, in dem sofort gute Freunde gefunden werden. Rivalisierende Gruppen tauchen auch sofort auf und natürlich hat die Protagonistin eine außergewöhnliche Gabe, die sie übermächtig macht und die auch kein anderer hat. Und nicht zu vergessen, die größte Gemeinsamkeit, das Mal auf der Stirn. Wieder nur eine Schriftstellerin, die auf der Erfolgswelle mitschwimmen will? Warum nicht, wenn es gut gemacht ist, denn J. K. Rowland hat uns ja gezeigt, an welchen Geschichten Teenager Gefallen finden und selbst Erwachsene in eine Welt eintauchen können, die niemals real existieren wird.

Das Buch ist wunderschön ausgestattet, nicht nur durch sein geschmackvolles Cover. Hier hat sich der Fischer Verlag wirklich etwas einfallen lassen, jeder Anfang eines neuen Kapitels wird von stilvollen Ornamenten begleitet. Die gleichen Ornamente finden sich auch in schwarz auf dem Schutzumschlag wieder und in geschmackvollem Pink auf den Coverinnenseiten. Außerdem beinhaltet der Schutzumschlag von innen ein Poster, allerdings braucht man dafür alle Teile der Serie, bis es vollständig ist. Trotzdem ist es für Fans eine nette Idee und man bekommt diesmal wirklich etwas geboten für sein Geld.
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am 10. August 2012
Geklaut, gestohlen und dreist übernommen - das sind wohl die drei häufigsten Worte, die mir beim Lesen dieses Schundstücks durch den Kopf gegangen sind. Eigentlich mag ich ja gar nicht schlecht über Bücher reden, die im Grunde genommen einfach nicht ernst zu nehmen sind - damit macht man sich nur selber lächerlich. Aber dieses Buch ist DERMASSEN kackend dreist, irgendwie bekomme ich dabei Lust es rezensionsmäßig zu zerfetzen.
Was sind Eure Erfahrungen mit der Reihe? Habt ihr eine Meinung? Habt ihr mehr als einen Band durchgehalten? Wie?

Fangen wir doch mal hinten im Klappentext, auf dem sich die Autoren vorstellen, an: Das Buch Gezeichnet (House of Night) wurde von P.C. Cast und Kristin Cast geschrieben. Die beiden bezeichnen sich (achtung, Zitat!) als:

"Das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit.. Sie leben beide in Oklahoma, USA."

Als ob die beiden diese mutige Behauptung nochmal beweisen müssten, folgt daraufhin ein:

"House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 40 Ländern. Die Verfilmung ist in Vorbereitung. Großes Poster zum Sammeln..."

Nagut, den Rest lasse ich weg. Soviel schonmal zu den Autoren, ich denke deren Beschreibung spricht für sich. Kommen wir zum Buch selbst.

Gezeichnet ist der erste Teil einer bisher neunbändigen (mehr in Arbeit) Buchreihe über die 16-jährige Zoey die zu einem Vampir wird und damit in die Vampirschule 'House of Night' aufgenommen wird.
Internat, blöde bis ziemlich unzuverlässige Eltern, findet in der Schule eine Gruppe von Freunden.. irgendwoher kennt man das doch? Erstaunlicherweise trägt sie auch noch eine Brille, aber nur vor'm zu Bett gehen, da ihr Kontaktlinsen lieber sind. Jetzt könnte man sagen, sie hat ja aber keine Narbe auf der Stirn - nein, aber ein Mal dafür! Und zwar das eines Halbmondes. Kommt euch das AUCH woanders bekannt vor?

All die bisher genannten Dinge könnte man natürlich noch verkraften - gäbe es in Zoeys Geschichte etwas, was irgendwie originell ist. Ob nun Handlung, Charaktere. Gibt es aber nicht. Schlimmer noch, es scheint als hätten sich die Cast-Frauen an sämtlichen Vampir-Klischees bedient und nur die unangenehmen, unschönen weggelassen. Vampire in ihrer Vorstellung sind:

Gutaussehend (Sie glitzern zwar nicht in der Sonne, aber das wäre wohl zu offensichtlich geklaut gewesen). Nachtaktiv (erstaunlich!). Blutverrückt (nur gebissen wird nicht. Das tut ja weh). Magietechnisch scheinen sie nicht sehr begabt zu sein, irgendwie gibt es einen Mix aus griechischer Myhologie, Voodookult und Hexenkesseltanz - deren Zeremonien jedoch so zäh und geschmacklos wie zu lange stehengelassener Wackelpudding ist.
Fledermausverwandlungen, bei Sonnenlicht zu Staub - bah, wer braucht das denn. Die Vampire im House of Night sind im Grunde genommen ganz normale Amerikanerinnen, die Ashton Kutcher anhimmeln und Americas Next Top Model schauen.
Bissübertragungen gibt es auch nicht mehr - zum Vampir wird man, indem ein ausgewählter Vampir mit dem Finger auf dich zeigt und "BUYA!" schreit. Oder so. Dann bekommst du eine nette Mondsicheltättowierung auf der Stirn und wirst innerhalb der nächsten Jahre (dafür ist die Akademie dann gut genug, wenn du nicht hingehst, stirbst du. Einfach so. An Schleimhusten.) zu einem Vampir.

So geschah es eben auch mit Zoey - und hier kommen wir zum nächsten unerträglichen Kritikpunkt: Zoey kann alles. Irgendjemand meinte mal, die Mutter des Autorenpärchens würde sie als Ebenbild ihrer Tochter gemacht haben: Braune Haare, indianische Züge - und natürlich gutaussehend.
Zufälligerweise ist Zoey nämlich die von Nyx (Vampirgöttin) gesegnete Auserwählte die nicht nur eines der fünf Elemente in sich vereinigt, sondern alle. Im ersten Buch stellt sie das natürlich auch sofort unter Beweis, spoilern werde ich hier jedoch nicht.
Nebenbei steht natürlich auch genau der Kerl, in denen alle Mädchen ihrer Stufe verknallt sind, genau auf Zoey und macht ihr Avancen - genauso wie ihr Exfreund. Es liegt nahe zu sagen, Zoey ist eine Mary Sue, da sie natürlich auch bei den Lehrern sehr gut ankommt - und sie jedem Unterrichtsfach mit der gleichen Begeisterung und Freude begegnet. Schwächen hat sie keine - nur eine unterwürfige Mutter und einen bösen Stiefvater, der sehr gläubig ist, Killerspiele spielt und trinkt. Dementsprechend verteufelt Mary Sue auch Drogen jeglicher Art.
Ja, die Ich-Perspektive kann das Identifikationspotenzial eines Protagonisten sehr unterstützenund den Leser tiefer in eine Geschichte eintauchen lassen doch im Falle von Gezeichnet nützt das alles nicht: Zu oberflächlich und farblos ist Zoey Redbird.

Der Schreibstil in Gezeichnet ist sehr umgangssprachlich und locker. Teilweise sogar ziemlich vulgär, aber das soll wohl dazugehören. Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen - Zoeys Gedankengänge sind zwar nicht sonderlich humorvoll (und die dauernden Klammern die wiederholen, was sie denkt und Zweifel andeuten sollen, nerven etwas) aber meiner Meinung nach ist der Schreibstil das einzige, was Gezeichnet noch halbwegs rettet - und das Buch bei so vielen Teenager so beliebt macht. Ich kann mir schon vorstellen, dass es für Jüngere ein höheres Identifikationspotenzial hat. Hie- und da werden immer wieder Marken- und Starnamen fallen gelassen, da diese Dinge für Zoey anscheinend recht wichtig sind. (Er trug einen schwarzen, ledernen Mantel reicht nicht - er muss auch noch von Gucci sein.)

Die Handlung reißt das wenige, was der Schreibstil wettmacht, jedoch wieder runter: Sie ist derartig nichtssagend und vorhersahbar, dass es schmerzt. Neben der Vorstellung von einem Dutzend Klischeenebencharakteren (den typischen Schwulen Freund, die Klischeeoberzicke mit ihrer Gang, eine mächtige und vertrauensvolle Mentorin, ein spruchschnelles BFF-Zwillingspärchen, Zoeys 0815-Bestefreundin, das typische Gangopfer u.s.w.) und Zoeys Romenzenbeschreibungen passiert kaum etwas. Das sollen wohl die restlichen Bücher erledigen. Danke, nicht mit mir.

Seltsam fand ich weiterhin die Ideologien, die dieses Buch anspricht: Vampire sind in der Gesellschaft, in der House of Night spielt, zu einer Art Überwesen mutiert die sämtliche berühmte und mächtige Positionen besetzen. Obwohl nicht alle von ihnen wirklich menschenfreundlich sind (das impliziert ja im Grunde genommen schon der Name) scheint das jedoch von den überwiegend menschlichen Bürgern anstandslos akzeptiert zu werden.
Gottesgläubige, Priester, Prediger u.Ä. werden von Zoey alle über einen Kamm gezogen: Sie sind ja alle durchwegs hinterhältig, listig und böse. Ausnahmen gibt es nicht.

Der Punkt, dass sie die Schüler der House of Night Schule ihren zu Beginn ihres Schulstarts einen neuen Namen aussuchen dürfen, ist geschmackssache. Dabei kommen dann so typische Pferdenamen heraus: Aphrodite, Dragon.

Das Cover des Buches ist schick aber einfallslos - der Halbmond hätte wenigstens auf die Stirn der jungen Frau gekonnt.

Letzter Kritikpunkt: Deus ex machina. Auf deutsch: Ob es passte oder nicht, die Autorinnen ließen es so geschehen, wie sie es brauchten. Beispiel: die Vampirlehrer bzw. Vampirerwachsenen wissen immer über alles und jeden Bescheid. Einfach so. Erklärt wird das nicht.

Fazit: Massenbücher sind in seltenen Fällen gut - Gezeichnet, House of Night ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Masse im Geschmack irren kann. Das Buch schafft es auf keiner Seite eine für mich überzeugende Atmosphäre zu schaffen, mich Teil der Geschichte werden und mich mit Zoey oder einer ihrer Freundinnen mitfiebern zu lassen. Ganz im Gegensatz zu Harry Potter, der Bis(s) Reihe* oder Sailor Moon, von denen das Buch ja so fleißig abkupfert.
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