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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
209
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am 2. August 2009
Angesprochen und neugierig von einem ungewöhnlichem Titel und dem Einband, habe ich mir "Das Buch ohne Namen" von einem unbekanntem Autor schließlich gekauft, obwohl ich es ja etwas zu teuer fand. Jedenfalls erwartete ich irgendetwas mystery- fantasyähnliches und wurde überrascht.

Die Geschichte handelt von einer Verbrecherstadt in der gemordet, gesoffen, gestohlen und geprügelt wird. Eine Stadt, die weder in den Nachrichten vorkommt, noch auf Landkarten zu finden ist und die dennoch existiert, jedoch mehr oder weniger von der Welt, scheinbar wegen der Verbrechen und Gewalt, ignoriert wird. Diese Stadt birgt ein Geheimnis, sowie viele der Charaktere des Buches ein Geheimnis umwittert.

Die Atmosphere ist sehr zwielichtig und irgendwie "dreckig". Bars und Hinterhöfe stellen die Handlungsorte dar und die Dialoge sind nicht besonders tiefsinnig, aufgrund teilweise vulgärer Beschimpfungen und Auseinandersetzungen.

Nichtsdestotrotz ist "Das Buch ohne Namen" spannend bis zur letzten Seite. Fast jedes Kapitel ändert die Sichtweise und wechselt von einem Handlungsstrang in den nächsten. Man hält sich nie lange irgendwo auf und lernt mehrere Charaktere, die sich untereinander an Boshaftigkeit übertreffen, kennen. So richtige Hauptpersonen gibt es nicht. Das Buch ist witzig und schlagfertig geschrieben, spart jedoch nicht mit Gewalt und Blut. Etliche Morde geschehen, die teilweise richtig brutal sind.

Im großen und ganzen hat mir "Das Buch ohne Namen" gefallen, da es wirklich mitreißend und spannend geschrieben ist. Man möchte einfach wissen was das alles zu bedeuten hat, weiterlesen und die Charaktere näher kennen lernen. Ich bemängele jedoch die Auflösung und das Ende. So richtig aufgeklärt wird der Leser nicht, einiges bleibt offen bzw unbeantwortet was auf eine Fortsetzung schließen lässt.

Außerdem stimmt mich die Auflösung nicht sehr zufrieden, weil sie in Kontrast zum Buch steht. Über die Hälfte der Kapitel befinden sich in der rationalen Welt, als es jedoch zur Auflösung kommt trifft Realität auf Fantasy. Irgendwie schaffte der Autor den Schwung vom Realem ins Irreale nicht richtig, sodass man mehr oder weniger nur stutzen kann.

"Sie sind ein Genie."
"Nein. Ich habe nur das Glück, Zugriff auf eine Riesenladung vertraulicher Daten zu besitzen, deren bloße Existenz die meisten Bewohner dieses Landes als eine krasse Missachtung der Menschenrechte betrachten würden."
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am 2. Februar 2016
Es wurde sicherlich schon tausendmal zu diesem Buch geschrieben, aber ja … es ist wirklich wie ein Tarantino-Film, halt nur als Kopfkino. Aber funktioniert das auch ohne einen visuellen Eindruck? Ich war sehr skeptisch.

Charaktere:

Die größte Stärke des Buches sind seine Figuren, es lebt davon. Es ist einfach unglaublich was einem hier für durchgeknallte Typen begegnen. Man denkt man hat schon alles erlebt und dann kommt dieses Buch. Jeder der Figuren hat seinen eigen Vogel und entweder man mag sie oder eben nicht, es gibt nichts dazwischen. Ich habe mich in viele „verliebt“. Einige musste ich erst besser kennenlernen um sie zu mögen und war teilweise sehr überrascht als der ein oder andere sein Leben lassen musste. Für mich müssen Figuren in Büchern so aussehen: unverwechselbar im Verhalten und Aussehen, dabei dürfen sie gern übertrieben gezeichnet sein, ohne zu albern zu wirken. Das schaffen nur ganz wenig Autoren, ist aber hier mehr als gelungen.

5 von 5 Sterne

Plot und Umsetzung:

Alle sind auf der Suche nach einem blauen Stein. Die einen haben böse Absichten, während die anderen versuchen das Böse abzuwenden, denn der Stein hat die Macht ewige Dunkelheit über die Welt zu bringen. Ja, und dann gibt es noch dieses mysteriöse Buch, dieses ohne Namen von einem anonymen Schriftsteller. Der Plot ist schon ziemlich trashig und irgendwie auch nur nebensächlich. Klar, ein paar Auflösungen waren doch recht überraschend, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich die Geschichte an sich doch ziemlich platt fand. Sehr an der Haaren herbeigezogen und übertrieben. Etwas too much, aber doch passend zur Story. Hat mich allerdings nicht vom Hocker gehauen.

3 von 5 Sterne

Erzählstil:

Auch hier komme ich ins Schwärmen. Es ist einfach nur witzig geschrieben. Die Situationskomik erinnert einen schon an so manchen Slapstick-Film. Der Autor jongliert mit Wortwitz und gestaltet seine ganz eigene Welt, die irgendwie trotzdem in unserer angesiedelt ist. Der Autor spielt ständig auf Filme und Serien an, welche wahrscheinlich auch irgendwie dieses Buch geprägt haben. So ist die Verbindung zu Horror, Suspekt und Komödie klar zu erkennen. Sowieso kann man das Buch wohl in keine Genre-Schublade stecken, oder nein besser noch, in jede Schublade. Irgendwie ist hier wirklich alles vertreten und das war auch ganz klar das Ziel des anonymen Autors, hier zu übertreiben und zu verwirren. Es ist gelungen und ich habe mich beim Lesen dabei pudelwohl gefühlt.

5 von 5 Sterne

Fazit:

Abschließend sei gesagt, dass man diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben sollte, denn sowas verrücktes liest man nicht immer. Wer offen für alles surreale ist und sich mit den absurdesten Figuren umgeben möchte, ist hier bestens aufgehoben und kommt voll auf seine Kosten. Absolute Leseempfehlung.
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am 3. Januar 2010
Über den Inhalt haben Sich ja nun genug Andere ausgelasssen. Ich möchte noch einmal auf die vermeindlich hilfreichste negativ Rezension eingehen. Wer dieses Buch liest und bemerkt die ihm inne wohnende Ironie nicht kann es sicher nicht mögen.
Das herangezogene Textbeispiel:

"Innerhalb einer Sekunde war das Glas leer. Jeder in der Bar hielt den Atem an. Einschließlich des Deckenventilators. Nichts geschah.
Also hielt jeder noch etwas mehr den Atem an.
Und immer noch geschah nichts.
Also fing jeder wieder an zu atmen. Einschließlich des Deckenventilators."

Zeigt wohl mehr als eindeutig das es dem Autor nicht an Fähigkeit mangelt sondern eher dem erbosten Leser. Liest man das Buch so wie es in meinen Augen geschrieben wurde und zwar mit einem Augenzwinkern, denn kein Genre wird vom Autor nicht verhohnepiepelt, ist es ein Mordsspaß.
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"Das Buch ohne Namen" ("The Book With No Name" 2007) präsentiert sich als großformatiges, broschiertes Taschenbuch (Paperback). Der Roman eines anonymen Autoren verteilt sich auf insgesamt 447 Seiten.

Inhaltlich geht es um die Jagd nach einem kostbaren Edelstein, dem Auge des Mondes, das gleichzeitig ein magisches Artefakt ist. Die Story spielt in dem verrufenen Nest Santa Mondega, in dem Fremde rasch das Zeitliche segnen.
Auf dieser Bühne tummeln sich die verschiedensten Charaktere: Sanchez, der desillusionierte Barbesitzer; die Mönche Kyle und Peto (erinnern etwas an Caine aus der Serie "Kung Fu"); die Detectives Miles Jensen und Archibald Somers, als etwas schräge Vertreter des Gesetzes; der Auftragskiller Jefe; der lokale Gangsterboss El Santino; die Hotelangestellten Dante und Kacy sowie natürlich "The Bourbon Kid", ein geheimnisvoller, blutrünstiger Killer. Und auch das "Buch ohne Namen" spielt natürlich eine wesentliche Rolle.

Die Geschichte entspannt sich in mehreren Erzählsträngen, die sich grob an den genannten Charakteren orientieren und zum Ende hin zusammenlaufen. Der (leider) anonyme Autor hat grosses erzählerisches Talent und vermag den Leser schnell zu fesseln. Der Roman entwickelt rasch eine unglaubliche Spannung und man möchte einfach nur noch wissen, wer es denn jetzt war. Ein echter Pageturner mit wirklich überraschendem Ende.

"Das Buch ohne Namen" ist ein wilder Genre-Mix. Es ist wirklich einmal etwas Neues und lässt sich nicht ohne weiteres in eine Schublade stecken.
Hier treffen moderner Western und blutiger Horror aufeinander. Dazu etwas Martial Arts, Detektivstory, fantastische Elemente und eine kräftige Prise schwarzer Humor.
Das Endprodukt könnte man als blutigen, harten Thriller oder vielleicht als Horrorthriller oder noch besser als fantastischen Thriller bezeichnen.

Fazit: Wer gerne bestimmt Genres liest ist hier falsch und wird enttäuscht sein. Wer offen ist für Neues, wer fantastische Literatur mag und nicht allzu zarte Nerven hat, dem bietet "Das Buch ohne Namen" superspannenden Hochgenuß. Klare Kaufempfehlung!
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am 14. Juni 2016
Dieses Buch reiht sich wunderbar in die Serie von Anonymus ein und kann auch ohne Vorwissen gelesen werden. Die anderen Bücher: Buch ohne Staben, Buch ohne Gnade und Buch des Todes vervollständigen die Reihe. Wer also Tarantinos "From dusk till down" göttlich fand, der wird viel Spaß am Lesen der o.g. Bücher finden!
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am 7. Mai 2014
Ich hatte zuerst den 2. Teil gelesen, Das Buch ohne Staben, ohne vom ersten Buch zu wissen. Das war damals ein Zufallskauf nur wegen dem Lustigen Namen. WAS FÜR EIN GLÜCKSGRIFF!

Daher habe ich jetzt den 1. Teil bestellt u. bin absolut zufrieden. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen das hier einige geschrieben haben sie wären mit dem "wilden Genre-Mix" teilweise überfordert oder verwirrt gewesen.
Na kommt schon, wer diese Art von Literatur mag, also Horror / Fantasy Satiren oder ähnliches, der ist dass doch gewohnt. Lest mal Bücher von Robert Rankin, da geht es immer um seltsame Typen die dauernd im Pub rumhängen u. saufen, dann aber immer übles Böses auftaucht die Vernichtung der Welt droht, Dämonen u. Außerirdische müssen bekämpft werden usw. und das alles in einem kleinen Kaff namens Brentfort bei London.

Ich lese seit fast 40 Jahren alles mögliche u. habe meine Vorlieben bei Horror, Thriller, Fantasy-Aktion, Satieren usw.
Das Buch ohne Namen ist im Zusammenhang mit den folgenden Bänden eines der gelungendsten Werke seiner Zunft.
Es wird nie langweilig, hält einige Wendungen bereit, ist zum Teil sehr hart u. Aktion geladen und dabei immer auch so lustug, bleibt sich aber von Beginn bis zum Ende treu. Ich kann es nur weiter empfehlen. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir geholfen hat, zuerst das Buch ohne Staben gelesen zu haben, dort wurde einiges um den Bourbon Kid erklärt, was ich sonst im 1. Teil anders gesehen hätte. Die Bücher kann man in umgekehrter Reihenfolge lesen, jedes steht als ganzes Werk für sich.
Daher Fazit => sofort das Buch ohne Namen bestellen!
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am 27. Oktober 2009
...so muss man das Buch wohl lesen. Dann macht es auch Spaß.

Der große Fehler, den einige Rezensenten vor mir wohl begangen haben, war, das Buch ernst zu nehmen und eine richtige Science-Fiction-, Vampir- oder Mystery-Story zu bekommen. Wer so an das Werk rangeht, wird ganz sicher enttäuscht, den diesem Anspruch wird das Buch nie gerecht.

Ich glaube aber auch nicht, daß es so gedacht war. Ich denke, daß der Autor einfach nur einen Comic für große Jungs in Textform schreiben wollte - wenn man so rangeht, ist es eigentlich ganz lustig. Nur so macht das fortwährende Hineingreifen in die Klischee-Kiste auch Sinn; ganz abgesehen vom Klau ganzer Filmszenen (alleine der Beginn ist ziemlich gut aus der Startszene aus "Desperado" abgeschrieben, außerdem lassen "Pulp Fiction", "Underworld" etc. grüßen).

Es ist so ein bißchen wie "Hot Shots - Die Mutter aller Filme" in Buchform. Der Film an sich hatte auch keinen Sinn, war aber trotzdem lustig - so ist es auch mit diesem Buch. Also einfach nicht ernst nehmen und Spaß haben.
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am 29. April 2016
Ich selbst bin großer Fan von Quentin Tarantino und konnte mich daher für diese Lektüre sehr begeistern. Richtig geil!

- Schwarzer Humor der Extraklasse
- Coole, aber auch sehr lustige Charaktere
- Vampire und Werwölfe, wie ich sie mag (Ohne Glitzer)
- Satte Action mit reichlich Schusswaffen
- Blutig und brutal

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich habe mir auch alle anderen Bücher der Reihe für meinen Kindle gekauft und war vollends begeistert! :)

Bonuspunkte kriegt der Autor, weil er als @BourbonKid auf Twitter aktiv ist und da auch auf Fragen und Anmerkungen reagiert :).
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am 14. April 2016
"Dich kann man echt nirgendwohin mitnehmen."
Wacht ihr auch manchmal auf und habt keine Ahnung was ihr gestern Abend getan habt? Aber ihr wundert euch wieso eure Zunge so pelzig ist? Dann habt ihr wohl einen Kater mit Filmriss. Gut, dass die meisten Menschen dann einfach in einen komatösen Zustand fallen. Anders Bourbon Kid in Santa Mondega. Wenn der sich nämlich 'nen Bourbon bestellt ist danach die halbe Stadt massakriert. So geschehen vor 5 Jahren. Einziger Überlebender der Barmann Sanchez der Tapioca Bar. Auch dieses Mal wird es wieder blutig werden, auch wenn alle Welt glaubt, dass der Bourbon Kid beim letzten Mal getötet worden ist.

Und mit alle Welt meine ich diverse Kopfgeldjäger wie: Jefe oder Elvis; Gangsterboss El Santino und seine Handlanger; Kleinganoven wie ‚das Wiesel‘ und Dante mit Kacy; Vampire, professionelle Armdrücker, Mönche und die Ermittler: Somers und Jensen. Ach ja und eine Vogelscheuche und der Deckenventilator. Aber hinter Bourbon Kid sind die alle gar nicht her, die wollen einen Stein. Angeblich kann das Ding nämlich den Mond anhalten und passenderweise soll das passieren, wenn dieser gerade eine Sonnenfinsternis verursacht.

"Zu schreiben, die Menge drehte durch, wäre eine Untertreibung."
Und das alles hat auch gar nichts mit dem Titelgebenden Buch ohne Namen zu tun. Nur eins ist klar: Wer dieses Buch liest, wird sterben.
Das wir also nicht in einem Krimi sind, obwohl es eine ungelöste Mordserie gibt, wird spätestens dann klar, wenn der Ermittler für Übernatürliches ins Spiel kommt. Wir sind aber auch nicht in der klassischen Fantasy, nur weil es Vampire geben soll, über die man allerdings noch nichts so richtig weiß. Und das eine Mädchen in der anderen Bar, die zwecks Demonstration einfach über den Haufen geschossen wurde soll auch angeblich ein völlig unbeteiligter und darüber hinaus unschuldiger Werwolf gewesen sein. Und da sie zu Staub zerbröselt, lässt sich das nun nicht mehr überprüfen.

Die Atmosphäre des Buches verschlägt uns in eine verrauchte, heiße, sich mexikanisch anfühlende Gegend Amerikas. Dreckig und zwielichtig, oder wie es das Buch selbst sagt: rau. Ein Indikator dafür wie gefährlich dein Gegenüber ist, wie rau dessen Stimme sich anhört. Oder schlichtweg wie viele Schimpfworte er benutzt. Auf jeder vierten Seite gibt es „Scheiße“. Hier fliegen die Fetzen, werden Zungen heraus gerissen und Leute mit nicht weniger als hundert Kugeln erschossen. Hört sich nicht nur an wie ein Tarantino, könnte glatt einer werden.

"Es wäre eine Untertreibung zu schreiben, dass(...)."
Ich muss schon wieder gestehen, dass ich diese Serie hinten angefangen habe. Deswegen habe ich die Chance genutzt an einer Leserunde teilzunehmen um vorne weiterzumachen. Leider muss ich sagen, die ersten Szenen sind grandios. Voller Witz und Stil - bis hin zum erwähnten Deckenventilator. Über das ganze Buch hinweg hat man das Gefühl immer auf der Spur zu sein und mitzuraten wer hier wer ist, wen umgebracht hat und was will. Am Ende kommt es aber anders. Allerdings nimmt die Geschichte zum Showdown schon beinah zu viel Fahrt auf und lässt viel, von dem was am Anfang maßgeblich für Stimmung sorgt, liegen.

Fazit
"Was zur Hölle war nur aus der Welt geworden,
wenn Papa Schlumpf nicht mehr über die Straße gehen kann,
ohne von wütenden Nonnen zusammengeschlagen zu werden?"

Nicht jedermanns Geschmack. Was das genau ist kann ich gar nicht sagen, aber ich weiß was es nicht ist. Es ist jedenfalls keine Romanze. Und einen Helden sucht man auch vergeblich. Hier wird mehr der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und Mitleid ist optional. Das einzige was hier schön ist, ist der gelbe Cadillac und das CatWoman Kostüm zum FinsternisFest. Das hat schon was von diesen ‚Noir‘ Filmen. Und neben dem Dreh- und Angelpunkt der Bar, stellt die einzige Konstante und klar zuordnenbare Person Sanchez dar. Darüber hinaus sagt hier wohl nur einer in der ganzen Stadt die Wahrheit und das dürfte dann der indirekt erwähnte Kostümverleiher sein. Ansonsten sollte man niemandem in diesem Werk glauben.

Ein riesiges Plus für den markanten Humor (zum Wasser trinken in die Olé au lait-Kaffeebar) und all die Querflieger in Sachen Film und Fernsehwelt (u.a. StarWars, Mork vom Ork). Ein Minus für die zum Teil dann am Ende schluderig wirkenden Herleitungen und Aufklärungen die mir persönlich ein wenig ins unlogische abglitten, wobei ansonsten alles optimal Häppchenweise vorgelegt worden war. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

Meinem Urteil werfe ich einen Kaffeepott hinterher.
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am 26. Januar 2016
Zwielichtige Gestalten beherrschen die Straßen von Santa Mondega - der vermutlich einzigen Stadt der Welt, in deren Bars man nicht rauchen darf, sondern muss. Eine Sonnenfinsternis wird dieses gottverlassene Fleckchen Erde bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird Blut fließen. Mehr Blut als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.

Genauso verwirrend wie der Klappentext ist die Handlung des Buches. Im Fokus der Handlung steht ein magischer Stein, das so genannte Auge des Mondes. Sämtliche Akteure, von denen es eine Vielzahl gibt, stehen mit diesem Klunker in Verbindung. Die Story an sich ist ein Genremix aus Western, Krimi, Fantasy und Splatter mit einer Wagenladung Schwarzem Humors. Aufgrund der vielen Handlungsstränge könnte man leicht den Überblick verlieren. Auf jeden Fall bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten, da meist mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden.

Eine eigentliche Hauptfigur ist in diesem Buch eigentlich nicht erkennbar, da es einen häufigen Perspektivenwechsel gibt. So lernt man jede Figur kennen, aber natürlich nicht so sehr, dass man sie durchschauen würde. The Bourbon Kid ist dabei so etwas wie die Fleisch gewordene Nemesis, vor dem jeder Respekt hat. Obwohl er eine der wichtigsten Figuren ist, erfährt man wenig über ihn und er taucht auch nur selten im Buch auf. Die meisten Figuren sind hart gesottene Männer wie aus einem Italo-Western, die sich weder vor Tod noch Teufel fürchten (um Goethes Faust indirekt zu zitieren). Leider muss man sich auch von einigen, meiner Meinung nach zu vielen, Figuren verabschieden. Das Gemetzel ist halt ein wichtiger Bestandteil des Buches.

Die sprachliche Gestaltung des Buches ist auf jeden Fall anders. Die Situationen werden sehr anschaulich beschrieben bis in das ekligste Detail. Die Dialoge sind nicht sehr tiefgründig, dafür aber vulgär, sarkastisch und mit vielen Hinweisen auf diverse Kinofilme wie Star Wars, Die üblichen Verdächtigen, Sieben usw. Der Autor scheint ein großer Filmfan zu sein. Wahrscheinlich steht Tarantino besonders hoch in seiner Gunst, da ich nicht umhingekommen bin zu bemerken, dass das Buch eine Mischung aus "seinen" Filmen ist. Ich denke da an: From Dusk Till Dawn, Pulp Fiction, Machete, Sin City usw.

Letztendlich polarisiert "Das Buch ohne Namen" vielleicht mehr als andere Bücher. Ich glaube, dass nicht jeder etwas mit diesem Stil anfangen kann.
Mir kam es ein bisschen vor, als wollte der Autor einen Comic oder einen Tarantino-Film in einen Roman pressen. Das ist ihm meiner Meinung nach auch gut gelungen. Die Auflösung war für meinen Geschmack aber zu vage. Da hätte ich mir dann doch mehr Tiefgang gewünscht! Den zweiten Teil werde ich trotzdem lesen, weil ich mehr über Bourbon Kid erfahren will!
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