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Kundenrezensionen

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am 1. Mai 2008
Hier geht es um:
Einen Mord an einer Deutschen in Rom...
Einen deutschen Antiquar, der seine Schulfreundin tot in der Badewanne findet...
Einen Kardinal aus dem Vatikan, der den Mord vertuschen möchte, und der das Turiner Grabtuch an eine mysteriöse Bruderschaft auf einer Burg am Rhein verkauft...
Eine römische Journalistin, die den Mord aufklären möchte...
Einen bei der Papstwahl übergangenen Kardinal, der aus Rache zum Teufel überläuft und die geheime Bruderschaft gründet...
Jede Menge hochrangiger Wissenschaftler, die dieser Bruderschaft angehören...
Jede Menge stehlender, betrügender, bestechlicher Geistlicher aus dem Vatikan...
Und zum Schluß: ein altes Buch mit einer verschlüsselten Botschaft...
Ich finde: das ist ein bißchen viel.
Zwar hat die Geschichte durchaus spannende Elemente, aber durch die Vielzahl der Handlungsstränge wird nichts richtig zu Ende erzählt.... Und auch der Schluß ist dann ganz "plötzlich und unerwartet..."
Allerdings: Vandenberg nun vorzuwerfen, dass er Dan Brown nacheifert, ist nicht fair: er hat schon lange vor Brown über dieses Thema geschrieben, und zwar richtig gute Thriller, wie zum Beispiel: DAS FÜNFTE EVANGELIUM.
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Einer der schriftstellerischen Grundsätze lautet: Egal, was du schreibst, schreibe es glaubhaft! - Daß ein tumber Dieb in die Versuchung gerät, ein Jahrhunderte altes Leinentuch zu entwenden, indem er es um seinen Leib wickelt und hunderte Kilometer so transportiert, mag ja noch wahrscheinlich anmuten. Spätestens beim Abwickeln dieses Tuches stelle man sich dann sein blödes Gesicht vor, anbetracht des in sich zerbröselnden und zerbrechenden mürben Textils. Doch - chè miraculo! - das Turiner Leichentuch übersteht diese Prozedur in Vandenbergs Machwerk unbeschadet - und führt somit nicht nur den Hauptbestandteil des Plots ad absurdum sondern gleich mit die These, es handele sich dabei um das zweitausend Jahre alte originale Leichentuch des Herrn, worauf sich das Buch stützt.
Vandenberg wäre jedoch nicht Vandenberg, beließe er es allein auf dieser Unwahrscheinlichkeit. Dem Autoren gefällt es, die Poebene nördlich von Mailand anzusiedeln und den Rhein ausgerechnet an seiner engsten Stelle in Köln zwischen Konrad-Adenauer-Ufer und Schääl Sick "träge" dahinfließen zu lassen. er überläßt der spanischen "guardia civil" statt der ortsansässigen polizia giudiziaria Ermittlungstätigkeiten in Rom, wie er auch großzügig aus einem einzelnen CarabinierE die multiple Persönlichkeit von CarabinierI erschafft. Ebenso läßt er eine Lufthansa-Stewardeß wochenlang spurlos - da tot und verscharrt - verschwinden, ohne ihren Arbeitgeber eine Vermißten-Anzeige aufgeben zu lassen. Statt dessen läßt Vandenberg seinen Protagonisten in München wie selbstverständlich ein Buch aufschlagen, das dieser selbst einige Seiten zuvor in das Regal einer römischen Mietswohnung zurück gestellt hatte, ohne diese je wieder zu betreten. (Amazon wüßte sicher zu gern um diese körperlose Buchversendung)
So viel zu nur einigen formalen Fehlern in diesem Machwerk, die zumindest ein hellköpfiger Lektor hätte ausmerzen können.
"Die achte Sünde" ist geradezu kontraproduktiv zu all anderen klerus-kritischen Romanen, da es nicht mit allzu plumpen Plattitüden und gähnmanipulierenden Klischees geizt, die schon tausendfach in der Trivialliteratur wiederholt wurden.
Zu schlimmer Letzt wartet der Autor mit der These auf, die die Echtheit des Turiner Tuches belegen soll: Ein in jedem Menschen vorhandenes "Glaubens-Gen" müsse in den Blutstropfen in dem Leichentuch fehlen, wenn sie denn von Jesus abstammten, da Jesus, als Sohn Gottes nicht glaube, da wisse. ... Aha! Nur so am Rande: Gleichfalls ließe sich damit die Darwinsche Evolutionslehre "belegen", als Jesus direkt vom Affen abstammt und ihm somit, wie auch den Affen jedwedes "Glaubens-Gen" fehle. Mit Verlaub, selbst ein von Däniken käme nie auf einen solch abstrusen Gedanken. Die Phantasiewelt der "achten Sünde" ist eine Scheibe, ist eine Scheibe, ... ist literarischer Scheibenkleister und keinesfalls der "deutsche Dan Brown", wie der "stern" herausposaunen zu müssen glaubt. Es ist nicht mal die das Trompetensignal von Jericho, geschweige denn eine Kindertröte.
Es steht jedem Autoren frei, sein geistiges Ejakulat zu Papier zu bringen. Daraus ergibt sich jedoch daraus kein Muß, es zu veröffentlichen oder gar hochzujubeln. - Halleluja!
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Im Jahre 1990 veröffentlichte Thomas Gifford seinen Roman "The Assassini", der zum Weltbestseller avancieren sollte. An Dan Brown hatte damals noch niemand gedacht.....

......der deutschsprachigen Leserschar waren jedoch die bereits zahlreichen Sachbücher und Historischen Romane des 49jährigen Hans Dietrich Hartel bekannt, die er unter seinem Pseudonym "Philipp Vandenberg" publiziert hatte. Schon 1988, also zwei Jahre zuvor, hatte er mit "Sixtinische Verschwörung" den Grundstein für das neue Genre der "Vatikan-Thriller" gelegt. 1993 lieferte er mit seinem Kracher "Das fünfte Evangelium" die Blaupause für alle späteren Epigonen.

Bei "Die 8.Sünde" bedient sich der Altmeister selbst bewährter Stilmittel und interessanter Ingredienzien. Drei parallele Handlungsstränge touchieren sich an mehreren Stellen und werden gekonnt zusammengedrillt. Oftmals verwischt sich die Grenze zwischen Realem und Fiktion. Plötzliche Wendungen und Fehlpfade der Protagonisten erhalten die Spannung der Handlung. Exorzismus (Epilog), unkeusche, abtrünnige Kardinäle und Sekretäre, (un)bestechliche Staatsanwälte, der geheimnisvolle Tod Johannes Paul I. (S. 152), das Istituto per le Opere Religiose (S. 423) und eine inflationäre Mordrate bilden inzwischen das "legitime" Gerüst der Genreromane! Auch Genetik spielt spätestens seit Michael Cordy's "Nazareth-Gen" in einigen Vatikan-Romanen eine Rolle. "Makellose Beine in schwarzen Strümpfen und hochhackigen Pumps" (S. 42), "hochhackige Sandaletten" (S. 83), "verführerische Posen, in Korsage und Strapsen und schwarzen Strümpfen" (S. 268),"ein rosafarbener Unterrock mit sündhaft teuren hochhackigen Schuhen von Prada" (S. 305) und andere erotische Einsprengsel haben jedoch erst nach einem Gespräch mit timediver®, das Vandenberg Mitte der 1990er Jahre auf der Frankfurter Buchmesse führte, den Einzug in seine Romane gefunden.

Während Burg Layenfels im Wispertal und der Geheimbund "Fideles Fidei Flagrantes" und der geniale Antwerpener Kunstfälscher Ernest de Conick genannt "Leonardo" (S. 189) der Fantasie Vandenbergs entsprungen sind, offenbart er hervorragende Ortskenntnisse für Rom, München und Frankfurt. Daneben zeigt sich in vielen Details, wie z. B. der Fotophysik und des Alten und Neuen Testaments, die umfassende Recherche, die dem Roman vorausgegangen ist. Hier nur einige Bonbons: Der Brand in der Turiner Kathedrale am 12. April im Jahre 1997, bei dem ein Feuerwehrmann das berühmte Grabtuch retten konnte, wurde geschickt umgedeutet und der Leser mit dem wohl weniger bekannten St. Borromäus vertraut gemacht. Eine (unfreiwillige) Reminiszenz an den Symbolologen Robert Langdon ist das abgebildete "Runenkreuz" (S. 390), das an das durchgestrichene Kreuz im Logo der Gruppe "Bad Religion" erinnern lässt. Das Gregor Mendel verfasste und von Pius IX. verbotene Werk "Peccatum Octavum" (S. 400) ist nicht nur ein origineller Einfall Vandenbergs, sondern ins deutsche übersetzt auch der Titel seines Romans. Ein ehemals papabile Kardinal namens Tecina, der als Abtrünniger die Buchstaben seines Namens rückwärts liest, lässt an Anicet, den elften Papst (155-166), denken. 20,7 der Johannes Apokalypse ist indes als Losung für abtrünnige Bruderschaft selbst keine gelungene Wahl, folgt ihr doch letztendlich das "Jüngste Gericht"!

"Die 8.Sünde" ist sicherlich nicht der beste Roman Vandenbergs, bietet aber eine solide und geistreiche Unterhaltung. Hierzu bedarf es weder der aberwitzigen Rasanz und Verfälschungen historischer Fakten à la Dan Brown, noch surrealistischer Ausflüge in die Mystik wie bei Scott McBain oder Jörg Kastner. Dem "Vater des Vatikan-Thrillers" ist wieder einmal eine detailfreudige, niemals langweilig werdende Lektüre gelungen, die sich von der mittlerweile produzierten Massenware angenehm abhebt und mit 4 Amazonsternen zu bewerten ist.
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am 18. Februar 2016
Eigentlich mag ich Vandenbrg und Vatikan-Thriller. Die Idee zum Buch "Die achte Sünde" ist eigentlich auch ganz gut (Turiner Grabtuch), die Handlung dann aber doch etwas zu weit hergeholt. Teilweise bleibt man bei einigen Handlungssträngen bis zuletzt ratlos zurück, was diese mit der Handlung zu tun haben..
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am 16. November 2013
... ist dieser "Kirchen-Thriller".

Die Handlung plätschert ohne echte Spannung vor sich hin. Eine konspirative Abordnung aus dem Vatikan transportiert heimlich das Leichentuch Jesu zu einem Schloss am Rhein. In Rom wird eine alleinstehende Frau ermordet und von ihrem lange nicht gesehenen Schulfreund Malberg gefunden. Dieser flüchtet und versucht die Umstände aufzuklären. Dabei begegnet er der Journalistin Catarina, die ihn bei der Suche unterstützt.

Die Charaktere sind oberflächlich skizziert und schnell eingeordnet. Überraschende Wendungen gibt es in dem Buch nur am Ende wo sich innerhalb weniger Seiten alles mit hanebüchenen Erläuterungen und Ereignissen auflöst.

Das war leider nix.
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am 19. August 2008
Spannender Krimi um Kirche, Vatikan, Frauen und die eigene Macht im Kirchenstaat. Das Turiner Grabtuch bekommt eine Hauptrolle und der Exorzismus eine Nebenrolle. Dazu die späte Rache einer eiskalten Frau an ihrer Schwester und die Liebe einer ital. Journalistin.

Das Ende fällt flach aus, als ob der Autor keine Lust mehr hatte weiter zu schreiben. Allerdings waren auch alle Themen von Gerüchten, Klatsch und Tratsch über die Kirche abgearbeitet worden.
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am 5. Mai 2008
...nahezu im wahrsten Wortsinne des Titels konstruiert der Autor eine haarsträubende Story im Dunstkreis des Vatikans und bedient alle diejenigen Klischees, die man allenfalls in einem drittklassigen Pfennigsroman erwartet...So garniert er seine unglaubhaft zusammenfantasierte Geschichte mit dem geheimnisvollen Buch über die "Weltformel" (?), mit Teufelsaustreibungen, mit zwielichtigen Kardinälen, die ihr böses Spiel im Kirchenstaat treiben und vor keinem Verbrechen zurückschrecken, mit dem finsteren Ex-Papstkandidat und Sektenchef, der sich nunmehr dem Satan verschrieben hat, aber natürlich auch mit sex and crime. Und wenn die Handlung allein nicht mehr zur Weiterentwicklung reicht, muss der Zufall der zeit- und ortsgleichen Zusammenkunft gnadenlos weiterhelfen, in dem die entscheidenden Personen sich - begründungsfrei - auf der Piazza in Rom oder der Kunstauktion in München treffen...Und natürlich muss schließlich auch noch das bereits auf dem Buchumschlag abgebildete berühmte Turiner Grabtuch als Forschungsobjekt der obskuren Sekte dazu herhalten, um der aberwitzigen Geschichte eine - vermeintliche - Plausibilität zu verleihen. Vorsorglich wird das Grabtuch rettungslos zerstört...Insbesondere, wenn man die aktuellen Forschungsergebnisse des Turiner Grabtuches kennt, ist man um so mehr von der an den Haaren herbeigezogenen Erzählung enttäuscht; die wahren Fakten des Turiner Grabtuches sind jedenfalls ungleich spannender (vgl. nur Siliato, "Und das Grabtuch ist doch echt"); aber auch gut gemachte Fiktion - die man mit viel antizipiertem Lesevergnügen erwartet, mehr soll das Buch ja auch nicht sein - sieht anders aus (vgl. Eschbachs "Jesus-Video"). Also fällt das Fazit ernüchternd aus: weder ein "himmlisch" gutes Buch, noch eine "teuflisch" gute story, sondern nur: alles kalter Kaffee...
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am 4. Januar 2012
Zu Unrecht erhält der "Großmeister des Vatikanthrillers" für "Die achte Sünde" vielfach negative Bewertungen. Zugegeben, das Genre ist vielfach deckungsgleich und Vandenberg outet sich auch hier nicht als übermäßiger Freund der Kurie.Wieder wimmelt es im Vatikan - und erst recht außerhalb - von bösartigen und psychotischen Kardinälen, wieder steht eine obscure halbkirchliche Sekte im Mittelpunkt, die über eine malerische Trutzburg am Rhein verfügt.
Aber Vandenberg -so zumindest sein Künstlernahme - versteht es gleichwohl, Realität und abenteuerliche Fiktion zu einer spannenden Erzählung zu verweben.
Dem (realen)Gregorius Mendel ein (fiktives )Buch mit dem Titelnamen zuzuschreiben,
das ganze mit gut profilierten Figuren in eine überwiegend plausible Handlung zu bringen, das ist Erzählkunst.

Einzig das aprupte Ende im Feuersturm ist abträglich, es scheint, als habe der Autor plötzlich die Lust am eigenen Werk verloren. (So was mag vorkommen!) Deshalb ein Stern Abzug. Ansonsten steht fest:
Ich habe das Buch gerne gelesen und hoffe, dass die Feder des Autors bald wieder Neues hervorbringt. Chapeau, Mr. Vandenberg!
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am 21. Juni 2010
Um es vorwegzunehmen, ich bin absolut kein Gegner von leichter Lektüre, oder auch Trivialliteratur wie sie ja von manchen gerne genannt wird, deshalb finde ich es auch regelmäßig ärgerlich, wenn Leute Bücher dieser Art dafür zerreissen, dass sie in diese Kategorie fallen.
Ich bin mit einer neutralen Erwartung in dieses Buch eingestiegen, weil ich den Autor nicht kannte, aber wie gesagt gerne mal Bücher dieser Art lese.
Dieses Buch ist jedoch einfach ärgerlich, ich muss sogar sagen dilletantisch.
Die Figuren sind wie fast immer in dieser Art Bücher sehr eindimensional und farblos, so weit so gut. Jedoch reiht sich ein unlogisches Verhalten an das Nächste, was mir schon gleich zu Beginn sauer aufstieß.Ein Beispiel:Warum verschwindet Malberg nachdem er die Leiche findet und zieht damit den Verdacht der Polizei auf sich?
Natürlich sind die auftretenden Frauen allesamt wunderschön, um nicht zu sagen atemberaubend. Is zwar irgendwie immer so, stört mich aber auch jedes mal weils unrealistisch ist und man merkt, dass es ein männlicher Autor ist, der den perfekten Körper beschreibt.
Der Protagonist Malberg ist außerdem ausgesprochen unsympathisch. So unsympathisch, dass man sich bisweilen fragt, was Caterine überhaupt von ihm will.
Die Gespräche sind zum Teil wirklich absolut lächerlich, als ob sie ein Grundschüler geschrieben hätte.
Die Story ist halbwegs solide, natürlich etwas unrealistisch, aber das muss man nun wirklich in Kauf nehmen. Zum Ende hin wird es jedoch etwas zu abstrus und das Ende kommt dann auch sehr abrupt. Aus dem Mendelschen Buch hätte man viel mehr machen können, es ist ja auch schließlich namensgebend, aber kaum wurde es quasi als neuer Handlungsstrang eingeführt ist das Buch auch schon zu Ende.
Dan Brwon wird ja von vielen Rezensenten teilweise auch zu Recht gescholten, dass er quasi dasselbe Buch immer und immer wieder unter anderem Namen veröffentlicht, aber vergleicht man auch das neue Werk "Das verlorene Symbol" mit "Der 8ten Sünde" muss man einfach feststellen, dass Dan Brown viel mehr Spannung aufbaut und einfach auch sonst nicht ganz soviele Ärgernisse einbaut wie Vandenberg.
Ich bin kein großer Dan Brown Fan, aber seine Werke ziehen einen doch irgendwie immer wieder in den Bann, dass kann man von Vandenberg nicht behaupten, er ist keinesfalls der deutsche Dan Brown.
Absolut nicht zu empfehlen!
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am 2. Mai 2013
Dies ist das erste Buch, das ich von Phlipp Vandenberg gelesen habe. Und es bleibt auch das letzte. Ich mag Verschwörungsthriller, wenn sie gut gemacht sind, wie Illuminati oder Sakrileg von Dan Brown, und lese davon auch noch weitere.

Dieses Buch allerdings hat mit den genannten gar nichts gemeinsam. Nach einem guten ersten Kapitel fällt die Geschichte und die Spannung ab. Dazu kommt der etwas merkwürdige, holprige Schreibstil des Autors. Sätze, die mit "Da" beginnen, gehören eher in Kinderbücher. In einem Thriller wirken sie hilflos und kindisch. "Da sprang Frantisek Sawatzki auf und rief in höchster Erregung ..." klingt nur lächerlich.

Obligatorisch und vorauszusehen ist die Liebesgeschichte, die wohl immer unbedingt dabei sein muß. Keiner der Protagonisten im Buch wird besonders sympathisch, die Dialoge sind teilweise fürchterlich ("Erhebe endlich Deinen Arsch und steh auf."), spannende Situationen Mangelware.

Der Schluß ist eine vor der Nase und fünf Minuten zu früh zugeschlagene Ladentür, wobei man dem Autor hier durchaus noch attestieren kann, auf den letzten Seiten so etwas wie ein Überraschungsmoment zu erzeugen - dafür der zweite Stern. Das Einzige, das an dem Buch nicht vorhersehbar war, wird auf drei Seiten lieblos abgehandelt. Der ganze Schluß wirkt hingetackert, als ob dem Leser jetzt noch schnell die Antworten auf offene Fragen eingebläut werden, wobei noch nicht mal das gelingt.

Der "Stern" betitelt Philipp Vandenberg auf der Rückseite des Umschlags als den deutschen Dan Brown. Vermutlich ist das eine Art Gegenleistung dafür, daß der Autor dieses Magazin im Buch äußerst positiv erwähnt. Korrekt wäre "Vandenberg ist beileibe nicht der deutsche Dan Brown. Da fehlt einiges.".

Richtig gelangweilt hat das Buch nicht. Aber wie so oft in letzter Zeit ein weiteres, das nicht wirklich Lust aufs Lesen machte.
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