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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
103
4,5 von 5 Sternen
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am 19. Oktober 2013
Das Buch war, wie beschrieben, in einem guten Zustand. Es kam rechtzeitig und die Geschichte war wie erwartet interessant. Bei diesem Händler würde ich jederzeit wieder Bücher kaufen. Der Erzählstil sollte, sich an dem der Triologie von Jennifer Donnely orientieren. Dies ist leider vom literarischen Schreibstil nicht annähernd der Fall. Wer diese Bücher kauft, wei er sich eine ähnliche Triologie wie die von Jennifer Donelly erhofft, wird nicht zufriedengestellt. Da gibt es gewaltige Unterschiede. Unterhaltsam ist es jedoch allemal.
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am 31. August 2016
Dies ist der letzte mit Neugier und Spannung gelesene Teil der ehemaligen Auswanderer. Es ist wieder mal hervorragend zu lesen was so passierte in "Down under". Es macht riesigen Spass den Charakteren zu folgen, auf ihrem Weg durchs Leben. kaum zu glauben und sehr schade das die Geschichte um Gwyneira und Co hier endet.
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am 3. April 2017
Alle Sarah Lark Hörbücher sind ganz toll geschrieben und gelesen. Bin zwischenzeitlich auch schon fast ein Neuseelandfan geworden und werde mich intensiver mit dem Land beschäftigen. Da ich ohnehin nach Australien fliegen werde, ist Neuseeland auch noch drin.
Kann die Bücher nur weiterempfehlen
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am 30. Juni 2009
Wie sehr hatte ich mich auf "Der Ruf des Kiwis" gefreut! Endlich findet die Trilogie einen Abschluss, aber nun bin ich einfach nur enttäuscht.
Nach "Im Land der weißen Wolke" und "Das Lied der Maori", die mich sehr begeistert haben, hatte ich auf einen ähnlichen Effekt beim neuen Buch gehofft.
Ich habe das Buch zwar immer noch gerne gelesen und auch in Rekordtempo geschafft, aber richtig schön war es nicht.
Was mich an den Büchern von Sarah Lark bisher so fasziniert hat, sind die Beschreibungen der Natur, der Landschaft und der Kultur der Einwohner von Neuseeland in Verbindung mit einer ans Herz gehenden Geschichte. Über Generationen hinweg begleitete man Gwyneira, Helen und ihre Familien, doch die neue Generation und besonders deren Erlebnisse haben mich leider nicht mehr so begeistert. Das mag zum einen an der Zeit liegen, in der "Der Ruf des Kiwis" spielt. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges bringt viele Veränderungen mit sich und geht auch an den Hauptfiguren des Romans nicht spurlos vorbei. Worauf ich jedoch wirklich hätte verzichten können, sind die richtigen Kriegsszenen. Ebenso hat sich Sarah Lark mit Gloria Martyn (Gwyneiras Urenkelin) einen sehr schwierigen Charakter erwählt, mit dem ich leider nicht so recht warm wurde. Insgesamt werden in diesem Buch mehr Probleme angesprochen und negative Ereignisse aufgegriffen, als es gut für die Geschichte ist.
Ich wurde auch den Eindruck nicht los, dass dieses Buch auf dem Reißbrett entstanden ist und sich nur von Szene zu Szene hangelt. Die Figuren blieben dabei auf der Strecke.
Mit über 800 Seiten handelt es sich hier nicht gerade um ein dünnes Buch, so dass ich zumindest nicht die Veranlassung sehe, die Handlung durch unglaubliche Geschehnisse künstlich zu strecken. 200 Seiten weniger wären an dieser Stelle mehr gewesen.
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am 16. März 2010
Neuseeland 1907: Gloria Martyn, die Tochter von Kura und William, wächst glücklich unter der Obhut ihrer Urgroßeltern Gwyn und James sowie deren Sohn Jack auf Kiward Station auf, derweil ihre Eltern auf den Bühnen im fernen Europa die Erfolge feiern, von denen sie immer geträumt hatten. Doch dann beschließt Kura, dass Gloria in den 'Genuss' einer künstlerisch/musikalischen Ausbildung kommen soll und meldet sie kurzerhand, ohne überhaupt zu wissen geschweige sich denn dafür zu interessieren ob das auch Gloria's Wunsch sei, in einem Internat in England an.

Um Gloria den Abschiedsschmerz ein wenig erträglicher zu machen, wird sie von ihrer Großcousine Lilian, der Tochter von Elaine und Tim, die glücklich über diese Aussicht auf ein völlig neues und vor allem aufregendes Leben ist, in die Fremde begleitet. Während die kontaktfreudige Lilian schnell Anschluss und Freunde unter ihren Mitschülerinnen findet, zieht sich Gloria immer mehr in sich zurück. Vor allem, da sie sehr zum Leidwesen und anfänglichen Unglaubens des Lehrpersonals nicht den Hauch einer musikalischen Begabung ihrer berühmten Mutter geerbt hat.

Derweil hat Jack in Charlotte Greenwood, die sich für alles was mit der Kultur und Geschichte der Maoris zusammenhängt interessiert, seine große Liebe gefunden und unterstützt seine junge wissensdurstige Frau in all ihren Projekten die sie quer durch Neuseeland führt und dem Leser wieder viele Einblicke in die Lebensweise der Maoris gewährt. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer und so meldet sich Jack um zu vergessen, als Freiwilliger beim ANZAC, dem Australian and New Zealand Army Corps ...

Inzwischen ist der 1. Weltkrieg ausgebrochen und Lilian wird nach Neuseeland zurückgeholt. Gloria hingegen, die die Hoffnung hatte ebenfalls wieder in die geliebte Heimat zu kommen, wird wieder einmal nicht gefragt sondern muss ihre Eltern auf deren Tourneen durch Europa und Amerika begleiten. Völlig verzweifelt darüber, dass sie nach dem ursprünglich geplanten halben Jahr in Amerika weiterhin ihre Eltern begleiten soll, fasst sie einen riskanten Entschluss, der sie einen hohen Preis kosten wird ...

Nachdem in den ersten beiden Bänden fast ausnahmslos Neuseeland Schauplatz der Geschehnisse war, so begleitet man diesmal Gloria, Lilian und Jack (und auch Roly, Tim's Pfleger) während eines Großteils der Handlung fernab ihrer Heimat. Gemeinsam mit Gloria und Jack lernt man die Hölle auf Erden kennen. Gloria während ihrer Überfahrt von Amerika nach Australien auf dem Zwischendeck und Jack und Roly vor Gallipoli, eines der furchtbarsten Kapitel des 1. Weltkrieges, dem zehntausende junge Männer (hauptsächlich ANZAC-Angehörige und Türken) vollkommen sinnlos zum Opfer fielen. Doch so grausam dieser Teil auch manchmal ist, so versteht Sarah Lark es wieder, den Leser völlig in ihren Bann zu ziehen so dass man sich wünscht, dass es doch noch eine Fortsetzung dieser wunderbaren Familien-Saga geben möge.

Die Trilogie im Überblick:
Teil 1: Im Land der weißen Wolke: Roman
Teil 2: Das Lied der Maori
Teil 3: Der Ruf des Kiwis
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TOP 500 REZENSENTam 18. April 2009
Sarah Lark legt mit diesem Buch"Der Ruf des Kiwis"nun ihren dritten Band um die neuseeländische Familie Warden bzw. Mc Kenzie von Kiward Station vor.

Wir treffen und hören von vielen Personen aus den vorhergehenden Bücher, deshalb wäre es von Vorteil die Vorgängerbände gelesen zu haben.Da es aber eine abgeschlossene Geschichte ist und Sarah Lark auf ihre unnachahmliche, sehr unterhalsame Art und Weise die Familiengeschicke und Schicksale der Familien Warden bzw. Mc Kenzie weiterführt, werden auch Neueinsteiger auf ihre Kosten kommen, da die Verwandschafts -und Freundschaftsverhältnisse auch häufig erklärt
werden.

Dieser Band schildert überwiegend die Geschichte Glorias, der Tochter der Halb- Maori Kura-Maro-Tini. Kura hat eine Laufbahn als Künstlerin eingeschlagen und bereist mit ihrem Mann die ganze Welt,um ihre Konzerte zu geben. Ihre Tochter Gloria soll Kiward Station weiterführen und scheint auch dafür geschaffen, da sie sich ein Leben außerhalb der Farm nicht vorstellen kann. Trotzdem bestimmen ihre Eltern, die kaum Kontakt zu ihrer Tochter haben, dass Gloria in England zur Schule gehen soll, um dort auf einer Schule, die künstlerisch musikalisch arbeitet, ihren Abschluss zu machen. Gloria ist totunglücklich und wehrt sich mit Händen und Füßen. Um ihr die Schulzeit zu erleichtern, soll ihre Großcousine Lilian sie begleiten.Für Lilian wird es ein unterhaltsames Abenteuer auf dem englischen Internat, doch Gloria wird nicht glücklich in Europa .Als ihre Eltern sie kurz vor Ausbruch des I. Weltkrieges auf eine Tournee mit nach Amerika nehmen und der Aufenthalt auf Grund des Krieges verlängert werden soll, ersinnt Gloria einen gefährlichen Plan.
Aber auch die Bewohner von Kiward Station, allen voran Jack, der Sohn Gwyneiras,haben Schicksalsschläge hinzunehmen und müssen ihr Leben neu ordnen.

Auch mit ihrem dritten Buch ist Sarah Lark wieder ein sehr unterhaltsamer,spannender und teilweise sehr berührender Familienroman gelungen. Schicksalsschläge, die die agierenden Personen stark werden lassen, obwohl sie zu Anfang daran zu zerbrechen drohen, Liebe und tiefe Gefühle , die Jahre und Enfernungen überdauern, werden spannend und mitreißend erzählt.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinem Weltkrieg und den Auswirkungen auf die Soldaten und deren Familien werden mitfühlend und nachvollziehbar geschildert.
Aber auch die Kultur der Maori, der Ureinwohner Neuseelands findet wieder einen Platz in der Geschichte.Sie wird immerwieder geschickt in das Geschehen integriert.

Alles in allem wieder ein toller Unterhaltungsroman. Wenn sie also für eine Weile abtauchen wollen, um dem Alltag zu entfliehen , ist diese Familiengeschichte dafür bestens geeignet.
Ich hoffe, dass Sarah Lark noch viele Ideen kommen diese Familiengeschichte weiterzuspinnen, denn es wäre doch schade, wenn dies das Ende wäre.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. August 2013
Die Bestseller-Reihe rund um die neuseeländische Schaffarm Kiward Station geht in die dritte Runde. Dieses Hörbuch handelt zum größten Teil von der Enkelin Gwyn Mc Kenzies, der Tochter der Halb-Maori Kura Maro-Tini, die bei ihrer „Grandma Gwyn“, deren Ehemann James und ihrem 27jährigen Sohn Jack ein glückliches Leben auf der Schaffarm führt. Ihre Mutter, die berühmte Maori-Sängerin, tourt bereits viele Jahre mit ihrem Ehemann und ihrer Truppe durch die Welt und kümmert sich kaum um ihre Tochter. Als Gloria zwölf wird, besinnen die Eltern sich scheinbar doch auf sie und lassen das schüchterne, unscheinbare Mädchen in ein englisches Internat bringen, das sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr nicht mehr verlassen wird. Um Gloria die Trennung von den geliebten Menschen, ihrer Stute und ihrem Border Collie auf Kiward Station erträglicher zu machen, darf ihre Großkusine Lillian sie begleiten. Während Lillian voller Vorfreude und Elan im englischen Internat eintrifft und sofort Anschluss findet, bleibt Gloria die ganzen Jahre lang isoliert und einsam. Das Mädchen hält sich lediglich von ihrer Vorfreude auf die Rückkehr nach Kiward Station aufrecht, bis sie die bittere Nachricht erhält, dass ihre Eltern sie nach Ausbruch des Krieges in Europa auf eine Tournee durch die USA mitzunehmen beabsichtigen. Dann, endlich, widersetzt Gloria sich den Anordnungen ihrer Eltern, zu denen sie niemals ein inniges Verhältnis aufbauen konnte, und flieht. Der Weg nach Neuseeland ist weit, und ein alleine reisendes Mädchen tausenden Gefahren ausgesetzt. Am Ende ihrer entbehrungsreichen und sehr harten Odyssee kommt ein völlig veränderter Mensch bei ihrer Großmutter an – Gloria wähnt sich von allen ungeliebt, ist verbittert und voller Hass. Ob ihr ehemals geliebtes Kiward Station und die Menschen, die dort leben, etwas daran ändern können?

Als begeisterter Hörer der beiden Vorgänger dieser Trilogie hat mich auch diese Geschichte wieder in ihren Bann gezogen. Die Autorin geht auf die einzelnen Protagonisten – auch aus den Vorgängerromanen – ein, konzentriert sich jedoch in diesem Hörbuch auf Gloria, Kura-Maro-Tinis Tochter und Erbin von Kiward Station. Glorias Lebensweg ist hart, dornig und voller Entbehrungen. Viele schreckliche Erfahrungen, die sie in ihrem kurzen Leben bereits machen musste, sind durchaus dazu fähig, einen Menschen zu brechen. Wie Gloria damit umgeht, was mit ihrer Familie und auf der geliebten Farm passiert, schildert Sarah Lark in prächtigen Farben, vortrefflich vorgetragen von der grandiosen Ranja Bonalana. Ein Hörgenuss, vor allem, wenn man die beiden Vorgängerromane bereits kennt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Oktober 2010
1. Teil: Im Land der weißen Wolke
2. Teil: Das Lied der Maori
3. Teil: Der Ruf des Kiwis
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Nun ist es vorbei und schweren Herzens lege ich eines der besten Bücher aus meinem Regal zur Seite. Dieser Teil ist anders als seine beiden Vorgänger aber nicht minder spannend und berührend. So geht es in diesem Buch um mehrere Schicksale und nicht wie gewohnt "nur" um zwei Frauen. Da ist z.B. die junge Charlotte die viel zu früh an einem Gehirntumor stirbt und ihr Mann Jack, einziger vertrauter Glorias, der seelisch gebrochen aus dem Krieg um Gallipoli zurück kehrt. Lilian die mit ihrem Freund Ben ausbüxst um auf eigene Faust das Glück zu suchen und natürlich Gloria selbst, die von ihren Eltern aus dem englischen Internat geholt wird als der Krieg beginnt. Ihre Rückreise nach Kiward Station ist eine reine Tortur.

Sarah Lark ist eine Meisterin wenn es darum geht Schicksale lebendig zu erzählen und Gefühle spürbar zu machen. Um ehrlich zu sein vermisse ich die OKeefes, McKenzies, Billers, Lamberts und natürlich die Greenwoods jetzt schon. Und ich finde wenn jemand es schafft so authentisch zu schreiben dann ist es schlicht und ergreifend genial. Besonders hervor heben möchte ich die Tatsache, dass Sarah Lark Charakterliche Veränderungen auf Grund der Umgebung und Ereignisse so geschickt einfließen lässt das der Charakter stück für stück geformt wird. Wie im echten Leben. Es wirkt in keinster Weise plump und aufgesetzt so wie es oft der Fall ist. Kurz und Gut auch dieser Teil ist ein voller Erfolg und in meinem Innern schreit alles: MEHR DAVON!!!
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am 1. Februar 2010
So nachdem ich Teil 1&2 förmlich verschlungen habe, habe ich erstmal ein paar andere Bücher gelesen, damit es mir nicht zuviel werden kann und habe mich sehr gefreut auf das Buch. Meine Erwartungen wurden wieder erfüllt: Schnell tauchte ich die Welt auf und um Kiward Station ein und kam "zurück zu Freunden". Allerdings gab es streckenweise Abschnitte die ich einfach übersprang und ich denke wenn man das 800Seitenwerk um ca. 150 Seiten gekürzt hätte, täte dies keinen Abbruch..Ausserdem sind es diesmal fast zuviele Handlungen und Nebenstränge die doch dann alle recht schnell gelöst werden und alle einigen sich friedlich. Die Figur des Ben gefiel mir überhaupt nicht. Ich kann und will nicht glauben das es Menschen gibt die so gestrickt sind sich nur in einer literarischen Welt zu unterhalten. Er ist so flach gezeichnet und so ohne jede Wendung, Entwicklung und Kanten das er schlicht langweilig ist. Das dazu seine Frau nie auch nur ein Sterbenswörtchen sagt, obwohl Sie komplett allein für Geld und Haushalt sorgt finde ich auch recht seltsam.
Gloria ist das ganze Buch voll Wut, als sie ausbricht ist es wie ein Befreiiungsschlag. Dann diese komische Art als sie zurück in der Heimat ist und urplötzlich verliebt sie sich in Jack und nach der Hochzeit ist sie eine ganz normale Person? Auch etwas zu konstruiert für meinen Geschmack.

Den Tod von James so kurz innerhalb von 3 Seiten abzuarbeiten ist einfach nur gemein. Eine Figur die man seit dem ersten Buch kennt einfach so ohne alles sterben zu lassen finde ich einfach seltsam.

So das waren meine Kritikpunkte.

Alles in allem aber ein würdiger Abschluss und jeder der Band 1 & 2 kennt und liebt wird auch Band 3 mögen! Man sollte es definitiv lesen und nochmal abtauchen in die Welt um Kiward Station!!
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Mai 2012
Gloria, Tochter der legendären Kura-maro-tini, hat so gar keine Ähnlichkeit mit ihrer schönen und talentierten Mutter. Während Kura durch Europa tourt, lebt Gloria mit ihrer Großmutter Gwyneira, die nun beinahe 80 Jahre alt ist, auf Kiward Station. Dort fühlt sie sich wohl, bis ihre Mutter entscheidet, dass es Zeit ist, dass Gloria eine künstlerische Ausbildung in einem Internat in England erhält. Nun beginnt Glorias Martyrium und ihre lange Reise zurück nach Neuseeland.

Damit Gloria sich in England nicht einsam fühlt, möchte Gwyneira ihre Großnichte Lilian ebenfalls nach England schicken. Lilian ist begeistert und findet sich gut ein. Doch als in Europa der erste Weltkrieg ausbricht, trennen sich ihre und Glorias Wege. Doch besonders traurig macht Lilian die Trennung von Ben, einem Jungen, den sie während eines Bootsrennens kennenlernt. Doch Lilian kann ihn einfach nicht vergessen.

Während Gloria in England weilt geht das Leben auf Kiward Station weiter. Jack, Gwyneiras Sohn, findet und verliert eine große Liebe. Auch schmerzt ihn Glorias Abwesenheit sehr. Um seinen Schmerz zu betäuben, schließt er sich dem ANZAC an. Patriotische Neuseeländer werden nach Europa geschickt, um England im Krieg zu unterstützen. Dort gerät Jack in die verlustreiche Schlacht um Gallipoli.

Dies sind die drei Handlungsstränge, aus denen sich "Der Ruf des Kiwis" zusammensetzt. Alle drei Geschichte sind sehr verschieden, aber alle hochdramatisch. Sie handeln von jungen Menschen und ihren Träumen und Wünschen. Die Geschichte der Warden-Dynastie, der Kiward Station gehört, ist nun im beginnenden 20. Jahrhundert angekommen. Das Familienoberhaupt und Protagonistin des ersten Bandes, Gwyneira Warden, ist nun 80 Jahre alt. Helen O'Keefe, ebenfalls Protagonistin des ersten Bandes ("Im Land der Weißen Wolke"), ist bereits tot. Dieses Buch handelt nun von den Kindern ihrer Enkelinnen Kura-maro-tini und Elaine, beide selbst Protagonistinnen des zweiten Bandes ("Das Lied der Maori"). Wem diese Abstammungsverhältnisse zu verwirrend sind, der kann sich zu Beginn des Buches über eine Abstammungstafel freuen.

Auch der dritte Band ist eine in sich geschlossene, eigene Geschichte. Allerdings scheint vieles nicht mehr neu und originell zu sein. Die ständige Streitigkeiten zwischen den Maori und den Farmbesitzern setzen sich aus dem zweiten Band fort. Das Durchbrennen um eine unerlaubte Liebe auszuleben kam mir auch aus dem zweiten Band bekannt vor. Zudem konnte mir die Autorin dieses Mal die historische Zeit nicht so gut und überzeugend vermitteln, wie in den Vorgängerbänden. Interessant fand ich die Geschichte des ANZAC, da ich bei einem Australien-Aufenthalt den ANZAC-Day miterleben durfte, aber nicht genau verstanden habe, worum es da ging. Trotzdem waren mir die Kriegsszenen dann teilweise zu überfrachtet und zu viel. Ich hätte lieber mehr über die Mädchen erfahren und beispielsweise über Glorias Aufenthalt in Australien.
Alles in allem ist aber auch dieses Buch wieder ein dicker Schmöker mit einer komplexen Familiengeschichte, dem sich Fans von Kiward Station kaum entziehen können und der sich gut und schnell wegliest, wenn auch einige der Handlungsstränge nicht mehr allzu überraschend sind.
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