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Hiobs Brüder
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 21. Mai 2010
Rebecca Gablé und Detlef Bierstedt sind ein Dream-Team.

Mich hat bis jetzt nichts, was ich von ihr gehört habe, enttäuscht. Historische Fakten sind i.d.R. sauber recherchiert und sie schafft es immer wieder in ihrer unvergleichlichen Art, die Leben ihrer Protagonisten mit der Zeitgeschichte zu verknüpfen. Spannend und mit enormer Leichtigkeit.

In Hiobs Brüder macht sie thematisch eine ungewöhnliche "Baustelle" auf: Der junge Simon, Sproß eines Adelsgeschlecht, gerät wegen seiner Fallsucht in die Hände der Kirche, die ihn, den Bessenen, nach einem wirkungslosen Exorzismus auf eine Inselfestung bringen lässt, auf der körperlich und geistig behinderte Menschen ein karges Schicksal fristen. Diesen Menschen, so unterschiedlich sie auch sind, bleibt keine andere Möglichkeit, als zusammenzuhalten, um zu überleben. Und diese Personen beschreibt Gablé so liebe- und würdevoll, dass das Zuhören eine reine Freude ist. Ob es sich nun um den an Trisomie 21 leidenden Oswald handelt, den Ritter mit Gedächtnisverlust, die siamesischen Zwillinge Godric und Wulfric (für die wohl die im England des 12. Jahrhunderts dokumentierten Biddenden Maids Pate gestanden haben dürften), der alte Geistliche, der steif und fest behauptet, der Märtyrerkönig Edmund zu sein, der alte Luke, der felsenfest davon überzeugt ist, eine Schlange im Leib zu haben, die ihn von innen heraus auffrisst, und Reggie, der Psychopath, gefährlich und clever.

Diese Gruppe "komischer Heiliger" erlangt die Freiheit, als eine Sturmflut die Insel verwüstet. Sie begeben sich auf einen Marsch durch England und mitten hinein ins Geschehen um den Kampf um die englische Krone.

Kurzweilig, voller Gefahren, Verwicklungen und mit netten Liebeleien gespickt, eröffnet Gablé hier eine ganz neue (alte) Welt. Bierstedt trifft wie immer den richtigen Ton, und dezente Hintergrundgeräusche und zuweilen Musik sind gekonnt und stimmungsvoll eingesetzt.

Ich kann das Hörbuch uneingeschränkt empfehlen. Für Gablé-Fans ist es ohnehin ein Muss. Alle anderen haben hier die Gelegenheit, sich bekehren zu lassen.

Volle Punktzahl.
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am 25. September 2017
Die faszinierende Geschichte eines kleinen Grüppchens körperlich oder geistig behinderter Menschen, die sich durchs mittelalterliche England bewegen, schafft es auch beim zweiten und dritten Lesen, einen völlig in seinen Bann zu ziehen. Ich habe alle historischen Romane von Gablé verschlungen, aber der hier wird immer mit Abstand mein Favorit sein.
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am 19. Juli 2012
Es ist schwierig zu sagen, ob es das beste Buch von Rebecca Gablé ist. Ich liebe die Waringham-Triologie (+den vierten Band, der für mich aber nicht direkt mehr dazugehört). Und diese Autorin ist einfach spitze. Was ich an diesem Buch so genial finde ist, dass es eine Kombination ihres eh sehr interessanten und toll zu lesenden Schreibstils ist, gleichzeitig aber hat es noch eine tiefe Ebene. Einer ernsthafte Ebene, die man selten so in historischen Romanen findet. In diesem Roman geht es um ausgestoßene. Von "Krüppel" (nicht wirklich), Fallsucht, Daunsyndrom, Gedächtnisverlust etc. Man liest in einer sehr schönen historischen Thematik verstrickt, auf welch verschiedene Art und Weisen das Leben einen treffen kann und wie schnell man in der Gesellschaft verstoßen ist. Das hat sich bis heute wohl leider nicht geändert. Es ist aber auch großartig zu lesen, wie wertvoll dennoch jeder einzelne ist und wie viel man schaffen kann, wenn man zusammenhält. Dazu ist es auch schön, wie sie auf die christlich/jüdische Problematik der damaligen Zeit eingeht.

Normal sind historische Romane oftmals gar nicht als inhaltsreich wertvoll angesehen. Hier ist es aber etwas andere und das macht vielleicht noch den kleinen Tick aus, weshalb dieses Buch und nicht die Waringham-Triologie mein Favorit von Rebecca Gablé ist.

Jeder, der auch nur einen kleinen Hang zu historischen Romanen hat, sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben!
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am 6. April 2017
Wunderbar arrangierte Protagonisten. Eine ständig unterschwellige Spannung, die einem das Gefühl gibt, Zeit und Raum zu vergessen. Trotz der vielen Charaktere verliert man nicht den Überblick. Ein Buch, deren Story lange Nachwirkungen in Form von "froh sein / glücklich schätzen" hinterlässt, das wir nicht mehr in Mittelalter leben.
Jedem dem Geschichte, England, Frankreich und das Herrschergeschlecht interessiert, könnte dies Buch gefallen.
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am 9. Januar 2014
Zwei Normannen aus der Oberschicht werden mit behinderten Angelsachsen von Mönchen auf eine Insel gestgehalten, können fliehen. Ein Normanne findet seine Identität und findet heraus, dass er der Spross einer hochadeligen Familie ist. Im Land herrscht Krieg und Anarchie. Es findet eine Liebesgeschichte zwischen einer Jüdin und einem verheirateten adeligen und verheirateten Christen statt.

Mir hat das Buch sehr gefallen, es war spannend und unterhaltsam (teilweise mit englischerm Humor gewürzt) und ich lernte auch viel über die Geschichte Englands der damaligen Zeit.

Was mir weniger gefallen hat: Spannungsbögen werden nach meinem Geschmack zu abrupt und nüchtern abgebaut, so dass man nicht überrascht ist über die Auflösung eines Rätseös, sondern sich denkt "ja, das wars schon".

Die Autorin scheint eine seltsame Meinung zur Sexualität des Mannes zu haben: Sie scheint es nicht für möglich zu halten, dass ein heterosexueller Mann eine Frau anders als lüstern betrachten kann. Männer scheinen ihrer Meinung nach ihre Sexualität nicht beherrschen zu können. Überhaupt gibt es viele Sexszenen in dem Buch. Ich habe sie immer leicht überflogen, ich wollte das Buch aus Wißbegierde und Spannungslust lesen und brauche keine Ersatzbefriedigung meiner Sexualität.
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am 20. März 2017
Wieder ein wunderschönes spannendes Lesevergnügen,Rebecca Gable versteht es Meisterhaft den Leser zu fesseln und man kann mit dem lesen nicht aufhören bevor man den Schluss erreicht hat!
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am 22. Juli 2011
Nach Abschluss dieses Buches war mein erster Eindruck "habe ich nicht so schnell gelesen, wie die anderen Bücher von Gable und dass die gewohnte Spannung irgendwie nicht da war".
Woran lag das nur? Das historische Thema war ja wieder mal super erklärt und man bekommt wirklich einen sehr guten Eindruck, wie der Verlauf dieser Zeit war. Das kann sie einfach, keine Frage.
Aber ich fand, dass die Personen einem nicht so sehr ans Herz wachsen, es bleibt etwas oberflächig, und es gibt Stellen, die einfach nicht so spannend waren.
Ein guter historischer Roman, kein Zweifel; aber wenn man "Gablé - Level" erreicht hat, kann man hier sagen, dass dieses Buch zu den schwächeren gehört. Daher "nur" 4 Sterne; irgendwie muss man ja mal eine Abstufung schaffen, wenn man z.B. für "Das Lächeln der Fortuna" 5 Sterne vergibt.
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am 28. Januar 2014
Es ist so leicht mit dieser Schriftstellerin in mittelalterliche Historie einzudringen. Der Leser lebt mit ihren Geschöpfen - hier solchen von besonders eindringlich geschilderter Individualität! Wer hat schon von Epileptikern oder siamesischen Zwillingen neben Feudalherren und -Frauen, Geistlichen und Königen und Volksvertretern jeder Kategorie in einem historischen Roman gelesen:
atemberaubende, aber auch bis in alltägliche Details ausgearbeitete Fiktion auf historischem Hintergrund. Ich mag diese Gablé!!
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am 23. November 2016
Ich liebe diese Bücher mit fundierten geschichtlichem Hintergrund. Zwischen drin etwas langatmig, trotzdem immer wieder spannend. Wieder eines der Bücher, bei welchem ich bedauere, das es auch mal ein Ende hat.
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am 17. April 2013
R. Gablé ist für mich die beste Autorin historischer Romane, gleichauf mit Ken Follett. Sie versteht es meisterhaft, auch in diesem Roman eine fein gewobene Handlung in das Netz historischer Tatsachen einzubringen und schreibt so spannend und unterhaltsam, daß man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Wie auch in ihren anderen Werken nimmt sie den Leser mit in eine andere Zeit, die so vollkommen wieder ersteht, als sei sie real. Ich habe ihre Bücher mehrfach gelesen und mir sind bisher keinerlei "Fehler" aufgefallen, also Authentizitätslücken.
Tatsächlich liegt das Buch auch in der Taschenbuchausgabe schwer in der Hand und hat einiges Gewicht. Ich möchte daher fast anraten, die ebook-Version vorzuziehen, wenngleich ich persönlich das Rascheln der Seiten vorziehe.
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