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am 12. Juni 2017
Das war seit Jahren mein erster Roman, den ich gelesen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Spannende Geschichte, teils sehr brutal, aber auch aufregend und romantisch - also von allem etwas. Allerdings, und deswegen einen Stern Abzug, mir persönlich stellenweise etwas langatmig.
Dennoch würde es das Buch weiterempfehlen!
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am 16. November 2015
Ich sag's gleich: Normalerweise bin ich kein Fan von Büchern, die über 400 Seiten lang sind, weil ich lieber eine schnelle Handlung mag und mich allzu detaillierte Beschreibungen schnell langweilen. Dieses Buch ist die große Ausnahme. Es ist eine Zeitreise ins New York der 10er und 20er Jahre, und das so erzählt, dass man glaubt, man erlebt es selbst gerade mit. Mehr kann ein Buch nicht leisten. Natürlich könnte man jetzt darüber diskutieren, ob das Ende - gerade was den Verbrecher Bill betrifft und der daraus folgenden Überwindung des Traumas seines Opfers Ruth - nicht ein wenig abrupt kam. Ich denke aber, es rundet das Finale sehr gut ab. "Der Junge, der Träume schenkte" ist ein Buch, dass auch langfristig in Erinnerung bleiben wird, da bin ich mir sicher. Empfehle ich also sehr gerne!
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am 18. September 2014
Dieser Roman ist mir eher durch Zufall in den Schoß gepurzelt, als das ich ihn unbedingt hätte lesen wollen. Zu dem Zeitpunkt als ich mir das Buch kaufte, wollte ich mir einfach ein Wohlfühlbuch zu Gemüte führen. Doch bevor ich anfing zu lesen, hatte ich einige Kritiken und Besprechungen zu diesem Werk gesehen, die mich einerseits abschreckten, aber andererseits dem Buch eine weitere Ebene hinzufügten, die es interessanter werden ließen, als ich zuerst annahm. Darauf möchte ich später näher eingehen. Jedenfalls lag das Buch über ein Jahr im Schrank, bevor ich mich traute, es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Und was soll ich sagen? Ich konnte mich diesem Sog aus Gewalt, Liebe und familiärer Wärme nicht entziehen und habe das Buch innerhalb weniger Tage ausgelesen. Es gab manche Passagen, die mir nicht gefallen haben, aber in der Summe ist es ein lesenswertes Buch über einen jungen Mann, der mit seiner Gabe die Menschen verzaubern kann. Worum geht es in diesem Buch im Allgemein? Zuallererst um die Liebe zweier Menschen, die sich immer wieder aus den Augen verlieren und doch nah beieinander sind und gegen alle Stürme, die ihnen entschlagen, gewappnet sind. Doch es mischen sich viele andere Dinge unter diese Liebesgeschichte. Da werden Entwurzlungen beschrieben. Es geht um das Leben in einer neuen, fremden Welt, um Entscheidungen und wie sie das weitere Leben beeinflussen, um Freundschaft und Verrat, um Neid und Missgunst und wie diese einen Menschen auffressen und zerstören können. Man sollte an dieser Stelle annehmen, dass es dem Ganzen zu viel wird und es ein Buch ist, in welchem vor überladenen Szenen nur so wimmelt. In gewissen Passagen ist das auch der Fall, doch in der Summe präsentiert uns di Fulvio ein waschechtes ausgewachsenes Epos um eine junge italienische Frau, die gezwungenermaßen nach Amerika auswandert und ihr Leben allen Widerständen zum Trotz gestalten kann, und deren titelgebendes Kind, der mit einer Gabe ausgestattet ist, die die Menschen träumen lässt und die ihn vor einer Karriere als Gauner des New Yorker Untergrunds bewahrt.

Dieser Roman ist zeitlich zweigeteilt aufgebaut. Der zeitlich frühere Teil spielt in einem Rahmen ab 1909. Wir lernen das Mädchen Cetta kennen, die von ihrer Mutter zu einem Krüppel gemacht wird, um einer Vergewaltigung durch den Gutsherren zu entgehen. Dieses Vorhaben gelingt der Mutter, doch eine Vergewaltigung ihrer Tochter durch einen anderen Gutsherren kann sie trotzdem doch nicht verhindern. Aus dieser Vergewaltigung entsteht Natale. Mit der Schmach der Vergewaltigung und weil Cetta ihrem Sohn ein Leben in ständiger Abhängigkeit von irgendwelchen Gutsherren ersparen und ihm ein besseres Leben ermöglichen möchte setzt sie sich in den Kopf nach Amerika zu fliehen, denn wo, wenn nicht in Amerika soll das funktionieren? Sie setzt ihren Plan in die Tat um, doch da sie kein Geld hat muss sie ihren Körper verkaufen um ihr Ziel zu erreichen, was sie demütig hinnimmt. Kaum in New York angekommen wird sie bei der Einwanderungskontrolle von einem Edelbordellbesitzer aufgenommen, der sogleich ihre Dienste in Anspruch nehmen will. Da sie sich aber weigert ihren Jungen, der bei der Einwanderungskontrolle den Namen Christmas in seinen Pass gestempelt bekam, zur Adoption freizugeben, wird sie in die Hände des skrupellos erscheinenden Sal gegeben. Der bringt sie bei einem älteren italienischen Ehepaar unter und sie darf ihren Sohn behalten. Als Prostituierte muss sie aber trotz allem arbeiten. Sie fügt sich in ihr Schicksal, welches sie zum Wohle ihres Kindes auf sich nimmt. In den nun folgenden Jahren arrangiert sie sich in ihrem Job, verliebt sich in Sal , lernt die englische Sprache und eignet sich die amerikanische Mentalität an, ohne ihre italienischen Wurzeln zu vergessen. Als das alte Ehepaar, bei dem Cetta untergekommen ist, stirbt, überlässt ihr Sal zuerst den Wohnkeller, in dem das alte Ehepaar gelebt hatte und dann, als sich ihm die Möglichkeit bietet, verschafft er ihr eine eigene Wohnung im rasant wachsenden New York. Im Wechsel dazu erleben wir den mittlerweile 13jährigen Christmas, der mit den rauen Sitten der New Yorker Straßen zurechtkommen muss. Um Stärke gegenüber anderen Gangs, die in etwa im gleichen Alter sind, zu beweisen gründet er mit Santo, seinem besten Freund, zusammen eine Straßengang namens Diamond Dogs, die es aber aufgrund verschiedener Gründe nicht über den Status Gründung hinausbringen, doch werden die Diamond Dogs in einem anderen Zusammenhang zu Berühmtheit gelangen. Das Schicksal führt den Jungen mit Ruth zusammen, die er auf der Straße gefunden hatte. Sie wurde von einem anderen Jungen namens Bill aus Neid und Missgunst (Ruth stammt aus einer reichen jüdischen Familie) vergewaltigt und verstümmelt. Christmas bringt sie in ein Krankenhaus, wo sie gut versorgt wird und die Wunden, jedenfalls die, die zu sehen sind, verheilen können. Aus diesem Ereignis heraus entsteht zwischen den beiden eine tiefe, innige Freundschaft, die unter dem Wohlwollen des Großvaters von Ruth erhalten bleibt. Als dieser stirbt, verlässt die Familie New York, um in Los Angeles ihr Leben weiter zu leben. Christmas verspricht ihr, als sie mit dem Zug den Bahnhof verlassen, dass er sie finden wird, egal wo sie ist. Weitere 5 Jahre vergehen. Christmas ist mittlerweile zu einem kleinen Straßengangster geworden und geht den harten Weg, den viele Emigranten in New York irgendwie durchlaufen müssen. Doch als er vom mächtigsten Gangsterboss New Yorks entführt wird, um Informationen aus Christmas über die Diamond Dogs herauszupressen, setzt er unter Todesangst seine Fähigkeit ein, die Menschen mit seinen Geschichten zu verzaubern und darüber hinaus zu versichern, dass die Geschichte mit den Diamond Dogs keine ernste Angelegenheit wurde. Aus dieser einen Situation heraus ändert sich das Leben von Christmas um 180°. Er findet eine Stelle als Technikassistent bei einem der großen New Yorker Radiosender, wird da zufällig entdeckt, als er heimlich eine Radiosendung einspricht, wird gefeuert und macht seinen eigenen illegalen Radiosender auf, um seine erfundenen Geschichten über die Diamond Dogs auf Sendung zu bringen. Der Rest ist dann der vielbesungene American Dream, der ihm von seiner Mutter immer wieder eingeredet wurde und der er nun träumen kann. Nur ein Mensch fehlt ihm noch zu seinem perfekten Glück und die er in all den Jahren nie vergessen hat. Jetzt macht er sich auf die Suche nach ihr…

Diesen Roman sollte man mit Vorsicht genießen und man sollte sich von dem lieblichen Titel/Titelbild nicht täuschen lassen. Gerade wenn man sich zu den Zartbesaiteten zählt ist manches, was der Autor in den Roman eingebaut hat, hart an oder sogar über der Schmerzgrenze des Ertragbaren was Gewaltdarstellungen betrifft. Ich habe manche Kommentare zu diesem Buch gelesen, die aus diesem Grund, wie die Gewalt in die Geschichte eingebaut ist, das Buch als schlecht einstuften und abgebrochen haben, weil sie es nicht ertragen haben. Das wird dem Gesamtwerk aber nicht gerecht beziehungsweise sollten die Kritikpunkte anders gesetzt werden. Das Buch deswegen als schlecht zu bewerten, nur weil darin Gewaltszenen vorkommen und man damit überfordert ist, greift zu kurz. Mir persönlich ist mit diesem Buch ein seltsames Zwitterwesen begegnet. Auf der einen Seite beschreibt der Autor dem Leser über die angesprochenen, sehr realistischen Gewaltdarstellungen, die zwar nur kurz auf einen einwirken, eine Realität, wie es sie zu dem Zeitpunkt der 20er Jahre des 20.Jahrhunderts in den westlichen Ländern gegeben haben mochte und die an Heftigkeit nichts vermissen lassen. Dem Gegenüber stellt di Fulvio alles um die Hauptfigur Christmas auf eine eher märchenhafte Stufe, ganz so, als ob eine Aura genau diesen Charakter beschützen will. Ich will damit ausdrücken, dass man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, dass diesem Jungen/jungen Mann etwas zustoßen wird und ebenso allen Menschen, die ihn umgeben. Alle meinen es gut mit ihm und bringen ihm auf seinen Weg voran. Ihm werden keine Steine in den Weg gelegt, die er mal umgehen müsste, um aus dieser oder jener Situation zu lernen. An manchen Stellen hat man ein wenig das Gefühl, dass er und die ihn umgebenden Leute es schwer im Leben haben, aber insgesamt wird es allen zu leicht gemacht, ihre Ziele zu erreichen, was im Endeffekt aber dem Titel des Buches und seiner Rührseligkeit wieder gerecht wird. Doch genau diese Mischung aus Gewalt und träumerischen Erzählungen macht dieses Buch für mich zu einem seltsamen Gebilde, welches sehr fragil wirkt und bedrohlich nahe daran ist einzustürzen und mir damit im Endeffekt das Buch zu vermiesen. Doch genau hier greift der Autor mit seiner wunderbaren Sprache ein. Er bekommt immer genau an den richtigen Stellen die Kurve und hält dieses wackelige Konstrukt in der Waage. Dabei hilft es einem, dass sich di Fulvio einer recht einfachen, aber trotzdem verzaubernden Sprache bedient, die einen durch die Geschichte trägt. Auf wunderbar sanften Sohlen schleicht man so durch das Leben von Cetta, Natala/Christmas, Ruth, Santo, Sal und all den anderen Personen, dass man am Ende fast traurig ist, genau diese Charaktere nun in ihrer Welt weiterziehen zu lassen, ohne zu wissen, was hinter dem Horizont der letzten Seite, die man gerade zugeklappt hat, auf sie wartet.

Als Fazit schließe ich für mich persönlich, dass ich mit „Der Junge der Träume schenkte“ ein schönes Märchen mit realistischem Einschlag gelesen habe. Die Gewalt, die an manchen Stellen einfließt, ist sehr hart beschrieben und für manchen sicher nichts. Doch wenn man über diesen Punkt hinweggeht oder diese Passagen einem weniger ausmachen, dann kann man dieses Buch auch „genießen“. Ich für meinen Teil werde mir diesen Autor im Hinterkopf abspeichern und weitere Werke von ihm zum Lesen vormerken.
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am 18. Dezember 2017
Das Buch hat mir grundsätzlich gefallen. Es sind tolle Szenen dabei; schön zu sehen, wie man es im Leben 'schaffen' kann, manchmal durch Zufall, Engagement oder Glück.
Es sind drei spannende Stränge die nach einem Ereignis entstehen und sich langsam wieder verweben und am Ende - zum Glück - in ein happy end münden - das hofft man doch sehr nach so viel Brutalität und Gewalt.

Die Antipathie gegenüber einem der drei Protagonisten und das Leid, das er verbreitet, hat doch oft dazu geführt, dass ich das Buch immer wieder liegen gelassen habe; denn diese Bilder im Kopf möchte ich mir nicht so oft antun.
Man darf die Augen vor der Realität nicht verschließen, aber sich künstlich damit belasten, ist auch nicht notwendig.
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am 1. Mai 2015
Hier erhält man neben einer äußerst spannenden Geschichte einen ungeschminkten Einblick in das Leben der Einwanderer im New York der Zwanziger als auch in die Aufbruchstimmung de neuen Film und Autoindustrie.

Die Allgegenwart wohn kleinen und großen Betrügern und Gangstern und dem gewissenlosen Streben aller, nach der großen Karriere und dem großen Geld. Dabei wird gezeigt, dass es auch keinen Unterschied machte, welcher Sozialschicht man angehörte. Vieles zeigt bedenkliche Parallelen zu heute.

Die Hauptfiguren sind in Ihrem Handeln und Denken sehr detailliert beschrieben und lassen so den Fortgang als Leser gut nachvollziehen.
Hier beginnt auch die Kritik an dem Buch:
Das Hin- und Herspringen in den Zeitabläufen der Kinderzeit und der späteren Jugend der Hauptfigur "Christmas"erscheint mehr willkürlich, als dass mit diesem Mittel die Gründe für das Handeln begründet werden.
Ein zweiter Punkt sind die Beschreibungen der wirren Gedanken sowohl der jungen Frau und der Weg Ihrer Genesung als auch die -zu - ausführliche Gedanken- und Gefühlswelt des ehemaligen Peinigers.

Zuletzt fällt auf, dass alle Beteiligten permanent und z.T. auch nur wegen geringfügiger Anlässe wütend sind. Dieses Wort wir mir einfach zu undifferenziert verwendet.

Trotz aller Kritik hat mich das Buch insgesamt bis zur letzten Seite sehr gefesselt und ist damit eine klare Empfehlung.
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am 5. April 2014
Liebe Bücherfans,

vorneweg: dieses Buch hat mich immer wieder richtig angeekelt, die Person "Bill" und seine gewaltverliebten Kunden / Produzenten waren mir zuwider. Vieles konnte und kann ich mir nicht vorstellen, z. B., dass ein 14-jähriges Mädchen sich so einfach damit abfindet, als Prostituierte zu arbeiten. Oder dass eine Prostituierte noch Lust am eigenen Körper empfinden kann, der so vielfach missbraucht wurde.

Aber das Buch hat mich darüber hinaus sehr fasziniert: Die Beschreibungen der Personen Cetta, Sal, Christmas, Ruth, Santo ist intensiv und fascettenreich. Beim Lesen konnte ich ihre Freude, ihre Bestürzung, ihre Angst, ihre Wut, ihre Liebe mitempfinden. Mir gefiel, dass Christmas die Chancen ergriff, die das Leben ihm bot und dass er immer die richtigen Worte fand. Luca di Fulvio hat mit der richtigen Lupe auf das Leben in NY und Los Angeles zwischen 1909 und 1929 geblickt. So kann es gewesen sein: brutal, intolerant, mit Abgründen zwischen reich und arm, voller Angst und Verlierern.

Christmas hatte Glück und Ruth hatte Glück. Sie beide konnten den amerikanischen Traum leben und sich (selbst) am Ende dabei finden.

Gut gefallen haben mir folgende Szenen:

- die Hilfe beim Aufbau des illegalen Senders hinter der Atrappe der Uhr (der Zusammenhalt der Menschen untereinander)
- alle Beschreibungen des Seelenlebens von Ruth
- die Lampe auf der Bank, auf der sich Christmas und Ruth immer getroffen haben
- die Beschreibungen von Christmas, wenn er erkannte, dass er dabei war, einen "falschen Weg" einzuschlagen
- Sal, der es sich verbat, von Christmas finaziell unterstützt zu werden, weil es seine Aufgabe ist, für Cetta zu sorgen

Euch wünsche ich viel Spaß beim Lesen und nicht allzu viele Knoten im Magen...
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am 10. Dezember 2013
In diesem Buch geht es im Wesentlichen um die Lebenswege vierer Menschen und ihrer Angehörigen: Cetta, ihr Sohn Christmas (Natale), Ruth und William. Was zunächst als klassische Einwanderergeschichte" beginnt, entfaltet sich zu einer wunderbaren Erzählung über das Leben an und für sich. Darüber, dass jeder im Leben seine Chance erhält; man muss sie beizeiten erkennen, ergreifen und nutzen. Über den Wert wahrer und echter Freunde sowie über die einzige, wahre Liebe eines Lebens, die alles überwinden kann. Und über allem steht die Hoffnung, dass letztlich alles gut werden möge.

Und dies ist genau das, was Christmas seiner Umgebung zu geben vermag: Hoffnung. Durch kleine mehr oder minder erfundene Geschichten, durch das Vergessen", Situationen richtig zu stellen und sein ehrliches, liebenswertes Wesen, welches er auch in der dunklen Phase seines jungen Lebens nicht zu verbergen mag. So verschafft er sich auch Zugang zu mächtigen Menschen, die ihm an der einen oder anderen Stelle bereitwillig seinen Weg ebnen.

Der Junge, der Träume schenkte" hat mich sofort berührt. Die Geschichte der jungen Cetta, der so viel Unrecht geschieht, dass sie keine andere Möglichkeit sieht, als die italienische Heimat zu verlassen, um für ihren Sohn ein lebenswertes Leben begründen zu können, ging mir direkt nahe. Cetta ist sich nicht zu schade, ihren Lebensunterhalt als Hure zu bestreiten. Ihren Stolz und ihre Vision, ihrem Sohn ein besseres Dasein zu ermöglichen, gibt sie nicht auf. Denn das ist ihr Traum: Christmas soll Amerikaner" sein.

Das Buch ist gut und flüssig zu lesen, die Handlung jederzeit problemlos zu verfolgen. Die notwendigen Zeitsprünge in die Vergangenheit fügen sich homogen in die aktuelle Handlung ein, bis es schließlich nur noch die Gegenwart gibt.
Nachdem anfangs mein Mitgefühl für Cetta angesprochen wird und ich unbedingt schon direkt auf ein Happy End hinlesen möchte, mag ich den klischeehaft anmutenden Mittelteil eigentlich gar nicht wirklich verfolgen, welcher ein wenig im Widerspruch zum Titel des Buches zu stehen scheint. Aber ohne die knallharte Realität kann dieses Buch nicht auskommen, um den Leser letztlich in einen wahren Gefühlsstrudel zu versetzen, damit er die vielen Höhepunkte auch wirklich schätzen kann.

Für mich ist dieses Buch ein echter Lesegenuss, ein Buch, welches auch mich hat ein wenig träumen lassen.

Rezension: Luca Di Fulvio, Der Junge, der Träume schenkte, Roman, Bastei Lübbe Taschenbuch, 783 Seiten, 9,99 €, Erscheinungsdatum: 22.07.2011
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am 31. August 2017
Tolle Geschichte, wenn auch nicht immer leicht zu verdauen.
Das Schicksal spielt den Personen im Buch ganz schön mit, aber es ist faszinierend, wie sie trotzdem ihren Weg gehen und sich dem Leben stellen. Am besten fand ich aber den Schreibstil des Autor, welcher die Geschichte erst so fesselnd macht.... umbedingt lesen und sich eine eigene Meinung bilden.
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am 23. Dezember 2013
Eines vorweg: Gewalt gegenüber Frauen war sicherlich damals ein fester Bestandteil des Alltags. Daher finde ich (weiblich) es in Ordnung, dass diese Teil des Buches ist und mit all ihrer Grausamkeit beschrieben wird. Nur so entsteht ein realistisches Portrait einer Zeit. Wie man den schlechten Bewertungen entnehmen kann, ist dies einer der Hauptgründe, warum andere Rezensenten das Buch - leider - so schlecht beurteilen. Mich hat die Geschichte von Anfang an gefesselt. Mal brutal, mal bedrückend traurig, mal zum herzlich Lachen - dieses Buch hat viele Facetten. Ich habe mich vom Buchcover und dem Hype um das Buch abschrecken lassen und es immer wieder aus dem Warenkorb gelöscht. Ein Fehler. Die Charaktere sind gut vorstellbar und detailliert beschrieben, man fiebert mit den Protagonisten mit und möchte wissen, wie es weitergeht. 5 Sterne.
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am 13. Juni 2016
Am Anfang braucht es ein paar Minuten Zeit, bis man diesem Hörspiel folgen kann und ich war schon wieder kurz davor, das Hörbuch abzubrechen-Gott sei Dank habe ich en nicht getan.
Die Geschichte packt einen auf einmal total und wird wunderbar erzählt. Die Geschichte ist total spannend und man wünscht sich fast, dass sie noch viel länger geht.
Oft höre ich Hörbücher während einer Autofahrt, da im Radio einfach ständig die gleichen Lieder gespielt werden und man oft nicht viel brauchbares hört.
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