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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 21. März 2007
... an "Die Säulen der Erde" von Ken Follett. Die ganze Lokation, das Thema, die Charaktere sind Follett's Roman doch recht ähnlich. Beim Hörbuch hat man sich auch noch für die gleiche Titelmusik entschieden wie beim "Konkurrenz-Roman". Blöder Zufall oder Sparmaßnahme des (übrigens gleichen) Verlags?

Die Story selbst ist zwar ganz interessant, aber wesentlich flacher und linearer als bei den "Säulen der Erde". Oft auch nicht ganz glaubwürdig und die Charaktere verhalten sich unlogisch - selbst mittelalterlichen Bildungsstand vorausgesetzt. (BEISPIEL: Es wird recht bald entdeckt, dass das Pergament beweist, dass ein wichtiges Kirchendokument eine Fälschung ist, aber keiner der Charaktere findet es für nötig oder interessant mal herauszufinden, um was es denn in diesem Kirchendokument eigentlich geht, obwohl offensichtlich alle hinter dem Pergament her sind.)

Die Sprecherin des Hörbuchs macht ihre Sache so weit ganz gut, obwohl ich finde, dass hier ein männlicher Sprecher besser gepasst hätte.

Trotz allem: akzeptable Unterhaltung für ein paar Stunden Autobahnfahrt. Reicht für 3 Sterne. Um 4 Sterne zu erreichen hat die Story einfach zu wenig Tiefgang. Wer's noch nicht kennt sollte lieber zu Ken Follet's "Die Säulen der Erde" greifen.
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am 24. Oktober 2006
Die bisherigen Bewertungen waren mir zu einseitig, denn das Hörbuch ist weder herrauragend noch schlecht. Die mittelalterliche Geschichte ist recht nett geschrieben und wem die Epoche gefällt der findet hier eine kurzweilige Unterhaltung. Die recht angenehme Stimme von Katrin Fröhlich lässt so eine lange Autofahrt schnell vergehen, nicht mehr und nicht weniger. Also eine teils spannende, aber (evt. auch durch Kürzungen) nicht immer schlüssiges Hörbuch.

Und mal wieder ein Punkt Abzug für die gekürzte Fassung :-(

Zusammenfassung:

6 CD's mit 424 Minuten

Sprecherin: 4 ****

Inhalt: 3 ***

Aufmachung: 3 ***

Preis/Leistung: 3 ****
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am 4. Juli 2007
Was mir als erstes beim Lesen dieses Buches in den Sinn kam, war: Düster; düster, deprimierend, beklemmend.
Der Roman ist ohne Zweifel brilliant recherchiert. Man fühlt sich regelrecht ins Mittelalter zurück katapultiert. Mir ist es beim Lesen so ergangen, dass ich das Gefühl hatte, den Gestank auf den Straßen zu riechen, die Städte vor mir zu sehen, als ob ich selber hindurch gegangen wäre.
Das verbohrte Denken der Leute, die Kirche und all das verlogene Handeln was im Namen des Herrn getan wurde. Diese Doppelmoral hat mich beim Lesen fast verrückt gemacht.
Die Angst der Leute, wegen irgend einer Kleinigkeit, eines falschen Blickes oder weil einem vielleicht die Nase nicht passte, der Hexerei bezichtigt zu werden und auf dem Scheiterhaufen zu landen, wird vom Autor hervorragend herübergebracht. Die Schilderungen der Pest-Szenen in Venedig sind ebenfalls sehr gut gemacht.
Die Protagonistin dieses Romans, Afra, ist gut herausgearbeitet. Sie arbeitet als Magd auf dem Hof des Landvogts Melchior von Rabensteins. Sie hat zwar nichts, führt aber nach dem Unfalltod ihrer Eltern hier zumindest ein sorgenfreies Leben. Doch dann wird sie vom Landvogt vergewaltigt und bringt Monate später heimlich einen Sohn zur Welt. Sie setzt ihn aus und flieht. Ihren wertvollsten und einzigen Besitz nimmt sie mit. Eine Schatulle, die ihr Vater, ein Bibliothekar,ihr hinterlassen hat. Sie soll die Schatulle nur in äußerster Not öffnen, ansonsten könne sie viel Leid bringen. Afra landet in Ulm, wo sie bei einem Fischer-Ehepaar Heim und Arbeit findet. Durch einen Zufall rettet sie kurz darauf dem Dombaumeister Ulrich von Ensingen das Leben und die beiden verlieben sich ineinander. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Ulrich ist verheiratet. Afra ist verzweifelt und öffnet die Schatulle. Darin ist ein geheimes Dokument, in Geheimschrift verfasst. Sie macht sich auf den Weg zu einem Alchimisten, mit deren Hilfe sie den Text lesbar machen möchte. Dies gelingt auch, aber Afra hat keine Ahnung, was für eine Lawine sie damit losgetreten hat; enthält der Text doch brisante Informationen, die das Ende der Kirche bedeuten könnten, und für den zahlreiche Personen bereit sind zu morden, um in den Besitz des Dokumentes zu gelangen. Plötzlich sieht sich Afra der Hexerei angeklagt, ihr Geliebter landet im Gefängnis, und sie muss erkennen, dass sie niemanden mehr trauen kann...
Mich stören an diesem Roman einige Sachen, deshalb gibt es von mir auch nur 3 Sterne.
Ich finde die Länge der einzigen Kapitel sehr unglücklich, die teilweise mehr als 80 Seiten umfassen. Das machte es für mich, die ich Bücher immer von Kapitel zu Kapitel lese und ungern zwischendrin aufhöre- sehr schwierig zu lesen.
Dann hätte ich es schön gefunden, wenn der Autor etwas mehr auf jenes geheimnisvolle Pergament eingegangen wäre. Es wurde zwar kurz auf den Inhalt eingegangen, bei mir lässt es allerdings noch viele Fragen offen.
Die Liebesgeschichte zwischen Afra und Ulrich von Ensingen ist für mich viel zu kurz und emotionslos formuliert. Hier hätte man auch mehr rausholen können.
Einige Passagen des Romanes waren für mich schlicht zu unlogisch. Wie es im Mittelalter ohne entsprechendes Werkzeug einer einzigen oder auch zwei/drei Personen gelang schwere Quader aus Gewölben und Pfeilern herauszubrachen und so zum einstürzen zu bringen, ist für mich mehr als weit hergeholt.
Warum ihr vor Jahren von ihr ausgesetzter Sohn auf einmal in der Geschichte auftauchen muss, ist mir auch nicht ganz klar geworden? Oder war er jener geheimnissvolle Mann der ihr prophezeit wurde? Nur mit welchem Sinn und Zweck? Und wo ist das wichtig für den Verlauf der Geschichte?
Auch das Ende des Buches, welches ich hier natürlich nicht verraten werde, hinterlässt einen als Leser-mich auf alle Fälle- unbefriedigt. Mein Gedanke war:"Wie? Das warŽs?"
Fazit zum Schluss: Das Buch hinterlässt bei mir zwiespältige Gefühle. Zum einen Teil ein dickes Lob an den Autor wegen brillanter Recherchen, seiner Fähigkeit, den Leser so in die Geschichte hineinzuziehen, dass er meint, persönlich vor Ort zu sein, und dann auch Unglaube/ Unverständnis darüber wie er in anderen Teilen der Geschichte so unlogisch, bzw. unausgereift, teilweise sogar lieblos schreiben kann.
Aber macht euch am besten selber eine Meinung, es hat nun mal jeder eine eigene Ansicht darüber, wie ein gutes oder auch schlechtes Buch zu sein hat.
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am 20. März 2007
Philipp Vandenberg versteht es wieder einmal, Fakten und Fantasien zu einem Meisterwerk zu verknüpfen, was man in einem Rutsch durchlesen möchte. Auch wenn er den Leser in den ersten Kapiteln teilweise im Dunkeln darüber lässt, wohin denn nun die Reise gehen soll.

Da ist ein Schatz, den die weibliche Hauptdarstellerin von ihrem Vater geerbt hat. Und wie sie ihn in Not dann öffnet findet sie - ein altes Pergament. Eh sie recht versteht, was rings um sie herum passiert, gehört sie auch schon zu den Gejagten, denn dieses Pergament hat es in sich!

Bald schon muss sie sich fragen, wem kann ich eigentlich noch trauen? Und dann auch noch die Pest in Venedig. Das Klosterleben in Monte Cassino und das Konzil von Konstanz.

Mit diesem Buch haben Sie ein paar schöne Lesestunden, in denen Vandenberg Sie ins Europa des frühen 15. Jh. entführt. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Aber zum Glück darf man aus Büchern anschließend wieder zurück in die Gegenwart.
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am 18. Oktober 2007
Ein weiterer historischer Roman aus dem Mittelalter. Wer Geschichten liebt, wie sie unter anderen auch von Iny Lorentz geschrieben werden, ist auch mit diesem Buch gut bedient.

"Das vergessene Pergament" erzählt von einer jungen schönen Magd namens Afra und ihren Erfahrungen zu der damaligen Zeit. Unter anderem wird sie sie Geliebte des berühmten Dombaumeister Ulrich von Ensingen. Zudem vererbte ihr Vater ihr nach dessen Tod ein Kästchen, in dem sich ein geheimnisvolles Pergament befindet. Der Inhalt dieses Pergaments ist so brisant, dass verschiedene mächtige Personen und Geheimlogen alles daran setzen, dass niemand davon erfährt. Afra wird deswegen gejagt. Sie flieht durch das pestverseuchte mittelalterliche Europa nach Italien in das Kloster Montecassino. Dort erhofft sie mehr über den Inhalt des Pergaments zu erfahren.

Eine Handlung jagt die andere. Für Spannung und Unterhaltung ist gesorgt. In meinen Augen eine nette Verschwörungsgeschichte in der auch ein paar authentische Zeitgenossen mitspielen. Und das hat es mit dem "vergessenen Pergament" auf sich? Leider nicht so brisant wie ich erhofft hatte und dies wird von dem Autoren auch in ein paar kurzen Sätzen erklärt.

Was ich Philipp Vandenberg zugute halte, sind seine geschichtlichen Recherchen.
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am 26. März 2006
Als das Mittelalter am dunkelsten war... Afra ist eine junge und schöne Magd am Hofe eines lüsternen Landvogts. Als dieser zudringlich wird flieht sie in eine Odysee durch das mittelalterliche Europa, durch finstere Klöster, pestverseuchte Städte, die Paläste korrupter Kirchenfürsten und übers piratenbevölkerte Meer. Ihre einzige Habe ist ein Kästchen, welches ihr einst ihr Vater vererbte und das ein geheimnisvolles Pergamnent enthält. Dieses zieht alsbald finstere Gestalten an, die übermächtig und scheinbar allwissend hinter jede Ecke lauern...
"Das vergessene Pergament" bietet eigentlich alle Zutaten für eine aufregende Abenteuergeschichte: Eine schöne und mutige Heldin, finstere Schurken, zwielichtige Gestalten und geheimnisvolle Orte. Nichts ist so wie es scheint. Allerdings scheint das Buch mit heißer Nadel gestrickt worden zu sein. Die Handlung überschlägt sich, hastet von einem Aufreger zum nächsten, ohne auch nur einmal zur Ruhe zu kommen. Nun, so wird es wenigstens nicht langweilig. Allerdings bleiben die Protagonisten so nichts weiter als kurz skizzierte Abziehbilder, die wenig interessant und nach ihrem meist kurzen Auftritt auch schnell wieder vergessen sind. Lediglich Afra darf stellenweise ein wenig mehr Charakter (und Haut...) zeigen, wenn sich auch die Sorge um ihr Schicksal in Grenzen hält; nach der zigsten Abenteuerepisode hat man ein gewisses Vertauen aufgebaut, dass alles schon irgendwie gut ausgehen wird.
Und was hat es mit dem vergessenen Pergament auf sich? Die große Überraschung hält sich in Grenzen, denn wer ein wenig im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, ahnt recht rasch was hinter Verschwörung steckt. Und weil das der Autor wahrscheinlich ahnt, wird die große Auflösung am Schluss recht unspektakulär und in einem Nebensatz abgehandelt.
Alles in allem eine nette Verschwörungsgschichte in historischem Gewand mit ein paar authentischen Zeitgenossen. Eine von vielen, leidlich gut recherchiert. Es schadet nicht, sie zu lesen. Man verpasst aber auch nichts.
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am 4. Februar 2007
Das Buch führt uns in die Welt des Mittelalters zum Zeitpunkt des Baus der großen Kathedralen. Aber, diese fangen an allen Orten an, einzustürzen. Ist das einfach nur handwerkliche Fehlleistung, oder straft Gott den Wunsch der Menschen solche großen Bauwerke zu erstellen oder ist das Ganze Teufelswerk? In diesem Unfeld spannt Philip Vandenberg gekonnt wiederum ein Netz von klerikalen Verschwörern, die es auf ein geheimes Pergament abgesehen haben, welches die Constantinische Schenkung als Betrug entlarvt. Hierzu sind den Gotteskämpfern alle Mittel recht.

Afra, die schöne Tochter eines unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen Bibliothekars, ist auf der Flucht vor ihrem Zuhause, ihrem Herrn, der sie vergewaltigt hat und ihrer Schuld, das Neugeborene ausgesetzt zu haben. Aber das Unglück bleibt ihr weiter treu; sie wird von verwahrlosten Bettlern gejagt, kommt bei einer Müller Familie für kurze Zeit gut unter bevor deren Zuhause zerstört wird und findet sich schließlich in einem Kloster. Bald merkt sie, dass hinter der freundlichen Fassade böse Seelen stecken. Sie entkommt mit viel Glück und findet sich in Ulm wieder. Dort verliebt sie sich in den Dombaumeister Ulrich von Ensingen. Beiden wird nachgestellt und noch ist unklar warum. Erst nach und nach erkennen beide, dass geheime Kräfte einem Pergament, das Afras Vater ihr überließ, die Ursache der Nachstellungen ist. Nach dem ebenfalls mysteriösen Tod Ulrichs Frau, fliehen Afra und er, zunächst nach Strassburg, aber auch dort ist ihnen das Glück nicht hold, vielmehr hintertreibt der dortige Bischof ihre Beziehung und Afra flieht erneut zumal ihr das Pergament abhanden kam, sie hatte es zu gut versteckt. Ihr Weg führt sie durch halb Europa bis nach Venedig, das von der Pest heimgesucht wird. Auf dem Konzil von Konstanz, viele Jahre später kommt es dann zum großen Show-down. Afra möchte will nun endlich die Wahrheit über die Constantinische Schenkung aufdecken und wendet sich an Jan Hus. Zugleich verliebt sie sich in einen Vagabunden, aber auch der trägt ein für Afra fürchterliches Geheimnis (wird natürlich nicht verraten, was) und sie trifft Ulrich wieder. Und das Ende? Typisch Vertuschung, so wie es mit schon so vielen Wahrheiten, die den Gottesmännern nicht passen, geschehen ist.

Fazit: Eine nette Lektüre, aber anders als bei anderen Vandenberg Büchern rund um klerikale Geheimnisse herum, ist hier klar erkennbar, dass es sich um reine Fiktion handelt. Teilweise zu viel Action und zu viel Zufälle und zu viele Geheimnisse. Gut, aber nicht das beste Buch von Vandenberg.
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am 16. Februar 2007
aber nichts unvergessliches.

Das Hörbuch ist genau was man bei längeren Autofahrten braucht. Unterhaltsam ohne jedoch so fesselnd zu sein, dass man sich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren kann ;-)

Die Geschichte ist handwerklich gelungen ohne sehr originell zu sein. Wieder eine Frau im Mittelalter, die sich gegen alles und jeden durchsetzt und den Mächtigen das Fürchten lehrt. Gabs schon zum Teil besser aber auch sehr oft schlechter
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am 3. Oktober 2013
Wie immer spannend. Afra, eine Magd, muss vom Hof ihres Herrn verschwinden und kommt so nach Ulm, wo sie Ulrich von Ensigen kennenlernt. Die beiden verlieben sich, aber die Liebe steht unter keinem guten Stern. Schließlich beschließt Afra, die Hinterlassenschaft ihres Vaters, ein scheinbar leeres Pergament, zu Hilfe zu nehmen. Ein Alchimist hilft ihr dabei, die Schrift sichtbar z machen, allerdings kann sie mit dem Inhalt nichts anfangen. Von da an wird sie aber gejagt. Denn der Alchimist hatte dem Papst von der Existenz des Pergaments erzählt und dafür mit seinem Leben bezahlt. Afra muss durch halb Europa reisen. Immer mit der Befürchtung, von einem der zahlreichen Häscher geschnappt zu werden. Sie und Ulrich wurden getrennt. Afra nutzte den Tod einer angeblichen Freundin, ihren eigenen Tod vorzutäuschen und unter deren Namen weiterzureisen. Und eines Tages steht sie in Konstanz wieder Ulrich von Ensingen gegenüber. Auch andere bekannte und unbekannte Gesichter hatten sich dort eingefunden. Auch der Papst, denn dieser hatte das Konstanzer Konzil einberufen. Ach ja, es war Papst Johannes XXIII. Schließlich gab es zu jener Zeit drei Päpste. Nämlich noch Papst Benedikt XIII. Und Papst Gregor XIII. Die hatten es aber wohl alle nicht so wirklich mit Armut, Demut und dergleichen. Sie lebten im Wohlstand und waren wohl auch den Reizen des anderen Geschlechts nicht abgeneigt, übrigens auch nicht den Reizen des eigenen Geschlechts.
Dieses ganze Leben und Wirken der Päpste und anderer hochrangiger Kirchenvertreter brachte wiederum Jan Hus auf den Plan. Dieser wetterte nur allzugern gegen die Kirche und durfte dies mit offizieller Bestätigung von König Sigismund auch auf dem Konzil, ohne das er dafür zum Tode verurteilt würde.

Eine spannende Geschichte, die, wie so oft, im Großen und Ganzen auf Tatsachen beruht. Zumindest die dargestellten Päpste waren wohl nicht ganz so heilig, dafür Jan Hus wohl genauso ehrlich wie beschrieben. Selbst Ulrich von Ensingen gab es und hielt sich wohl auch immer gerade da auf, wo der Autor des Buches ihn brauchte. Einzig Afra, die Hauptfigur, ist erfunden, passt sich aber wunderbar in die Geschichte ein.
Die Charaktere sind glaubwürdig geschildert. Man leidet mit Afra und bangt um sie. Auch die anderen, wie Ulrich von Ensingen, werden so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann und je nach Bedarf Mitgefühl oder eher Abneigung empfindet. Das Ganze wird natürlich durch die Wortwahl, die einen automatisch in die Zeit versetzt, verstärkt.

Das Pergament gab es wohl in dieser Form nicht. Zumindest ist es nicht belegt. Wäre ja aber auch nicht das erste Mal, dass die katholische Kirche etwas unter den Teppich kehrt, was ihrem „guten Ruf“ abträglich wäre.

Fazit:
Summa sumarum ein lesenswertes Buch.

Rezension © 2013 by Ute Spangenmacher für BookOla.de
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am 25. Oktober 2014
Wie immer eine fesselnde Erzählung über eine Frau die viel erlebt und überlebt hat. Über die ganze Geschichte hinweg wartet man förmlich auf die Begegnung mit Ihren Sohn. So fortschrittlich diese Frau auch ist konnte ich ihre Vertrauen gegenüber der Bischöfe nicht verstehen. Dann nahm die Geschichte ein zu schnelles Ende. Ich hatte den Eindruck der Autor will den Leser nicht länger quälen. Auch wenn ich in Anlehnung des geschichtlichen Hintergrund keinen anderen Verlauf bzgl. des Pergaments erwartet habe, so hätte ich mir eine interessanteres Ende gewünscht.
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