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am 26. Juni 2003
Die Ich-Erzälerin Astrid, ein kluges und sensibles Mädchen, wächst mit ihrer egozentrischen Mutter im heißen Los Angeles auf. Dabei lebt sie in der ständigen Angst, ihre Mutter könne sie verlassen oder werde nicht mehr zu ihr zurückkehren. Als Astrid 12 Jahre alt ist, wird ihre Mutter zu einer lebenslangen Haft verurteilt, nachdem sie ihren Liebhaber Barry mit einem Mix aus Oleanderblüten und Milch vergiftet hat.
Astrid wird von nun an von einer Pflegestelle zur nächsten gereicht. Eindrucksvoll werden dabei die vielschichtigen Charaktere, von denen sie umgeben ist, beschrieben. Astrid selbst wird von jedem einzelnen dieser Menschen auf eine andere Weise geprägt, gelehrt und geformt.
Der Leser begleitet Astrid auf ihrem persönlichen Weg, bei der Suche nach ihrem Platz im Leben. Das zentrale Thema hierbei ist der Einfluss ihrer Mutter, selbst als diese im Gefängnis ist. Doch Astrid wächst mit jedem Verlust und jeder Erfahrung und ist schließlich stark genug, sich vom Einfluss ihrer Mutter zu lösen.
Janet Fitsch hat mit "Weißer Oleander" ein Kunstwerk geschaffen. Mit Hilfe zahlloser lyrischer und bildhafter Elemente werden Emotionen und Eindrücke umschrieben. Ein großes Lob gilt auch der Übersetzerin Ute Leibmann, die es auf wundervolle Weise geschafft hat, Metaphern und Bilder in deutsche Worte zu fassen. Ich selbst habe aus diesem Buch viel über das Leben und die Kraft der Liebe gelernt. Einmal angefangen zu lesen, fällt es schwer, dieses Buch wieder auf die Seite zu legen.
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am 13. März 2003
Ich hatte ja am Anfang nur mal reinlesen wollen, aber das Resultat war, dass ich gleich beim ersten Lesen bereits 80 Seiten verschlungen habe. Janet Fitch schreibt in einer wunderbaren, poetischen Sprache, wie man sie nur ganz selten trifft.
Astrids Mutter, die immer wieder aus der Ferne auftaucht, um die Welt ihrer Tochter auf's Neue aufzuwühlen, spielt eine ganz besondere Rolle. Schon in ihrem Auftreten ("die Augen eisblau, gefärbt in einer Mischung aus Schönheit und Grausamkeit") wird sie als zwiespältige, kalte Person dargestellt, die auch aus der Ferne noch einen großen Einfluss auf ihre Tochter hat. Astrids Prozess der Abkapselung von den Worten ihrer Mutter, die all ihr Tun begleiten und beeinflussen wollen, ist ein zentrales Thema des Romans, das behutsam und feinfühlig beschrieben wird.
Viele Personen kreuzen den Weg ihres Lebens. Hinter jedem zeigt sich eine große Verletzlichkeit und eine Schwere des Seins. Niemand, dem sie begegnet, hat es leicht und hinter jeder noblen Fassade steht eine unschöne Vergangenheit. Da wäre Starr, ihre erste Pflegemutter, die es zumindest für eine Weile geschafft hat, dem Alkohol zu entkommen und sich fanatisch zu Jesus wendet. Claire, eine Pflegemutter in späteren Jahren, die sich so in die Liebe zu einem Mann verliert, bis sie es im Leben nicht mehr erträgt.
Immer wenn Astrid einmal glaubt glücklich zu sein, folgt früher oder später ein noch tieferer Sturz. Immer wieder verliert sie Menschen, die sie mögen oder gar lieben gelernt hat. Ray, ihren Liebhaber im zarten Alter von 14 Jahren. Olivia, eine Freundin und Edelhure, die sie bewundert. Doch aus jedem schlechten Erlebnis wird sie ein wenig stärker. Aus Zeiten voller Einsamkeit in denen sie blutet, ihr Leben nur mit Drogen erträgt und sich mit Selbstmordgedanken trägt, werden Zeiten, in denen sie fähig ist andere zu stützen und ihrer Mutter die Stirn zu bieten.
Wie bereits erwähnt, ist die Sprache, die Fitch das ganze Buch hindurch
lebendig erhält, eine unvergleichlich schöne. Ihre langen Sätze sind voll von Metaphern und verträumten Vergleichen, die einen ständig an mehreren Orten gleichzeitig sein lassen. Dem Ort, an dem die Szene spielt, und dem Ort, an dem man gern wäre. Die Bilder und Farbspiele der Natur, die man jetzt gern sehen würde, in leiser Melancholie. In jedem Satz des Romans kann man Düfte sehen und Farben schmecken wie in einer riesigen abstrakten Zweitwelt, in der Astrid sich immer befindet. Jeder Absatz ist ein kleines Kunstwerk für sich, eine ebenso lebendige Darstellung wie Astrids Zeichnungen, mit der sie alles und jeden festhält und verewigt. Einfach wunderschön.
Der Gedanke um die Bedeutung der Schönheit wird ebenfalls durch alle Kapitel weitergetragen. Astrid ist schön, doch nicht immer will sie es wahrhaben. In manchen Zeiten möchte sie die Hässlichkeit ihrer Seele nach außen kehren. Was ist schon Schönheit? Sie denkt viel darüber nach. Doch ich denke, dass schon die wunderbaren Worte, in denen das Buch geschrieben ist, zeigen, dass Schönheit nicht immer nur im Äußeren liegen muss.
Nicht an einer einzigen Stelle verfällt die Autorin in Kitsch oder
Albernheit. Die geschwungenen Sätze wirken nie sentimental oder schnulzig. Melancholie und Traurigkeit kippen nie ab in endlose Depression. Eine Grenze, die die Autorin nie überschreitet. Auf schlechte Zeiten folgen irgendwann immer bessere.
Fazit:
Joan Fitch hat mit ihrem Debüt die Literatur wirklich um ein großartiges Stück Lesestoff bereichert.
Astrid ist ein starker Charakter, und ihre Stärke wächst aus jeder Erfahrung, ob gut oder schlecht. Wahrscheinlich ist dies die Botschaft des Buches. Bleibe Du selbst, sei dir treu, gib die Hoffnung nie auf, und denke daran, dass auch immer wieder bessere Zeiten kommen werden. Denn es gibt nichts wichtigeres als das Leben und das Vertrauen in sich selbst.
Man muss es einfach gelesen haben!!!
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am 27. August 2016
Ich habe dieses Buch von der Schwester meines Freundes ausgeliehen bekommen, die sowohl das Buch als auch den Film sehr mag. Bis sie mir es zeigte, habe ich noch nichts darüber gehört.

Den Einstieg ins Buch fand ich auch eher langwierig. Die Thematik an sich fand ich interessant, aber stellenweise recht zäh. Ich hatte ein wenig Mühe, an der Geschichte dran zu bleiben, habe mich aber immer wieder an dem festgehalten, dass es ein Tipp war und ich wissen wollte, warum es so gefällt..

Eigentlich mag ich beschreibende Sprache wirklich gern. Man hat oft Bilder vor Augen, kann sich in Gefühle / Gedanken / Situationen hineinversetzen, wird in eine Welt gezogen, die den Alltag oftmals vergessen lässt. Auch Janet Fitch benutzt solch eine Sprache, aber meines Erachtens nach manchmal ein bisschen zu viel. Sie verliert sich darin und hat den Inhalt einfach nicht mehr vor Augen. Obwohl sie mit ihren Sätzen oft sehr präzise ausdrückt, was manch einer nicht auszudrücken vermag, hätte ich mir hier und dort ein wenig mehr Fokus gewünscht.

Die Zeit, die mich am meisten berührte, war die, die Astrid bei Claire verbrachte. Da hat die Autorin wirklich jegliches Gefühl reingelegt und konnte für mich auf ganzer Linie punkten. Da waren auch keine Beschreibungen zu viel - da stimmte für mich einfach alles. Zu diesem Zeitpunkt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Danach war es streckenweise leider wieder recht langweilig. Zwar hat mich die Entwicklung Astrids erstaunt und auch, welche Macht ihre Mutter auf sie hat - trotz der räumlichen Trennung -, aber vielleicht lag es auch einfach am Verlauf der Geschichte an sich..

Trotzdem kann ich das Buch teilweise wirklich empfehlen.
Für mich war einfach die Sprache zum Beispiel gut: Auch wenn sie mich nicht vollends überzeugen konnte, so hebt sie sich doch deutlich von dem "Einheitsbrei" ab.
Ebenso hat mich die Geschichte sehr zum Nachdenken gebracht: Hier möchte ich gerne Sabine zitieren: "Es werden sehr viele Themen in dem Buch angeschnitten - immer wieder aber geht es um die Frage der Selbstständigkeit und Abhängigkeit, um Freiheit und Gefangensein, um Hass und um Liebe." Dies sind Themen, mit denen sich die meisten schon auseinandersetzen mussten und die uns im Alltag einfach immer wieder begegnen - egal, wer wir sind..

©2016
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TOP 1000 REZENSENTam 25. März 2012
Astrid ist gerade mal 12 Jahre alt, als ihre dominante Mutter wegen Mordes an ihrem Liebhaber zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wird. Für Astrid beginnt eine aufreibende Odyssee von einer Pflegemutter zur nächsten, eine Suche nach ihren Wurzeln. Trotz aller Widrigkeiten findet Astrid zu sich selbst und den Platz in ihrem Leben.

Die sehr schöne poetische Sprache und die harte Story stehen in starkem Kontrast zu einander. Das hat mich anfangs sehr fasziniert und gefesselt. Bis zur Hälfte habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Aber im weiteren Verlauf hat sich die Sprache etwas abgenutzt und konnte mich nicht mehr begeistern. Die unschönen Dinge, die Astrid erleben musste, fand ich dann doch etwas überzogen. Manches wurde dann auch unglaubwürdig und ich konnte Astrids Verhalten nicht immer nachvollziehen und verstehen. Man sollte nicht zu zart besaitet sein, denn das ist schon harter Tobak, was Astrid in den diversen Pflegefamilien erleben muss. Es verändert sie, es macht sie stärker, aber nicht unbedingt sympathischer. Der Oleander spielt immer wieder eine Rolle und deshalb finde ich den Titel des Buches sehr gut gewählt.

Es ist ein gutes Buch und es ist ein wichtiges Buch - aber man muss sich schon darauf einlassen können und das ist mir nicht ganz gelungen. Mich hat das Buch zum Ende hin sehr deprimiert, es war mir zu lang und letztendlich war ich froh, als ich endlich den letzten Satz gelesen habe.
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am 5. Dezember 2002
Eine problematische Mutter-Tochter-Beziehung im Zeichen des weißen Oleanders... Hört sich giftig kitschig an, aber ich habe nunmal eine Schwäche für dieses Thema. Ganz auf Kitsch eingestellt wurde ich eines besseren belehrt. Ein wirklich tolles Buch, das bei mir an die Schmerzgrenze führt, denn es schmerzt, mit dabei zu sein, wenn ein Mädchen von einer Pflegefamilie zur nächsten wandert, sich immer wieder eine Bezugsperson sucht, um deren Liebe kämpft und immmer wieder verliert; im Hinterkopf das Bild der übermächtigen, dominanten Mutter, das es zu verbannen gilt, um endlich ein eigenständiger Mensch zu werden, ohne dieser besonderen Bindung und der heimlichen Bewunderung für sie je entfliehen zu können. Beeindruckt hat mich vor allem die Atmosphäre des Buches, die ich beim Lesen förmlich "riechen" konnte. Mir fällt außer schwül kein treffendes Adjektiv dafür ein und in Verbindung mit dem Titel, der meiner Meinung nach Schwülstigkeit vermuten läßt, hätte das wohl eher gruselige als verlockende Wirkung.
Sinnlich würde es vielleicht beschreiben, aber auch hier sehe ich Verständnisschwierigkeiten. Die Atmosphäre hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen und ich habe für beide Hauptpersonen, sowohl für Mutter als auch Tochter, mehr Verständnis als Sympathien aufgebracht. So geschrieben, daß auch bedrückende Situationen sehr spannend sein können. Trotz all des Leids vermittelt das Buch keine bedrückte Stimmung, sondern eine besondere Art von Stärke, die beiden Hauptpersonen trotz Verletzlichkeit und viel angestauter negativer Emotionen zu eigen ist.
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am 17. März 2014
Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe das Buch, ich liebe die Geschichte!
ABER
Diese Sprecherin ist wirklich eine Zumutung höchsten Grades! Ihre Stimme passt weder zu der Hauptfigur Astrid, noch zu irgendeiner der anderen Figuren. Wer hat ihr eigentlich erlaubt, die Mutter mit so einem schrecklichen Dialekt zu lesen, das klingt einfach nur total albern und dämlich, ist obendrein unpassend und man hat Mühe und Not, überhaupt ein Wort von diesem Kauderwelsch zu verstehen! Ganz ganz schlimmes Hörbuch und definitiv not worth the money!

Übrigens finde ich es bezüglich der Gesamtwertung etwas verzerrend, wenn hier die Hörbuch- und Buchrezensionen zusammengeschmissen werden. Alleine das Buch hätte von mir glatt 5 Sterne gekriegt.
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am 8. April 2012
Die Handlung des Buches ist rasch wiedergegeben. Die Mutter des Teenagermädchens Astrid begeht einen Mord und muss ins Gefängnis. Da Astrid vaterlos aufwuchs wird sie so praktisch zu einem Waisenkind und wird in der Folge von Pflegestelle zu Pflegstelle weiter gereicht. Während Die Geschichte am Anfang noch eine gewisse Neugier weckt, verkommt sie zusehend zu einer Anneinderreihung beliebiger Episoden, die versuchen einander in konstruierter Tragik zu übertrumpfen.

Die Autorin erzählt die Geschichte in einer sehr blumigen, poetischen Sprache. Über lange Passagen erstrecken sich Sätze wie Im April hatte die Wüste den Frühling bereits aus der Luft gesaugt wie Löschpapier" oder Im August lag die Stadt wie gelähmt da, stumpfsinnig betäubt von Hitze. Die Luft war chloriert, dick, feindselig wie die Atmosphäre auf einem toten Planeten". Was zu Beginn vielleicht noch ungewöhnlich, interessant sein kann wird zunehmend langweilig. Man kann einen solchen Schreibstil mögen, muss sich aber die Frage stellen, ob man dann mit einem Poesiealbum nicht besser bedient wäre.

Ingrid Magnusen, die Mutter von Astrid, kommt daher wie von einem anderen Stern, einen Eisplaneten um genau zu sein, extrem kalt und egozentrisch. In ihrer berechnenden und manipulativen Art, treibt sie selbst vom Gefängnis aus noch die Menschen um sich in den Abgrund. Auch in Astrid selbst bleibt, ungeachtet des Umstandes, dass das ganze Buch praktisch nur von ihr handelt, unnahbar. Es gelang mir nicht mich in sie hineinzufühlen.

Insgesamt ein recht bescheidenes Buch, von einem Kauf würde ich abraten.
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am 15. Oktober 2014
Habe dieses Buch auf eine Empfehlung hin gelesen und es hat mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Es handelt von der Angst eines Kindes, verlassen zu werden und der Suche nach Liebe. Sosehr sich Astrid auch für ihre Mutter verbogen hat, sie kann nicht verhindern, dass ihre Mutter sie im Stich lässt. Die Liebe, die Astrid bei Ihrer Mutter nicht bekommen hat, sucht sie nun bei verschiedenen Menschen in den Pflegefamilien und wird dabei ausgenutzt, misshandelt und beinahe umgebracht. Zum Glück hat sie einmal eine Pflegemutter, die ihr Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringt, so wie es ein Kind braucht. Auch dieses Pflegeverhältnis ist eigentlich ein Ausnutzungsverhältnis, denn sie soll die schwer depressive Pflegemutter vom Selbstmord abhalten. Leider treibt Astrids leibliche Mutter aus Eifersucht die Pflegemutter in den Tod. Aber in der kurzen Zeit, in der Astrid bei dieser Pflegefamilie sein durfte, hat sie genügend Kraft getankt, um ihrer Mutter entgegenzutreten und ihr Leben selbstständig nach und nach auf die Reihe zu bringen. Besonders bewegend fand ich den Moment, als Astrids Mutter aus Rücksicht auf die Tochter auf deren Aussage vor Gericht verzichtet und damit zu verstehen gibt, dass sie Astrid wirklich liebt. Leider ist es in Wirklichkeit ziemlich unrealistisch, dass ein Mensch mit so offensichtlich psychopathischen Wesenszügen wie Ingrid irgendwann einmal Liebe für irgend jemanden außer für sich selber empfindet. Dennoch gibt das Buch Mut, Kraft und Hoffnung, sein Leben eigenständig zu gestalten und auch irgendwann Liebe zu finden, selbst wenn man sie in der Kindheit nicht erhalten hat. Insbesondere Kinder von egozentrischen Eltern werden verstehen, worum es in diesem Buch eigentlich geht.
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am 29. Januar 2015
Wie kann man so einen Roman schreiben ohne es selbst erlebt zu haben? Beruflich und privat habe ich mehrfach mit Pflegekindern zu tun gehabt. Das Schicksal der jungen Astrid ist ergreifend und doch kommt es immer wieder vor. So emotionale Romane zu rezensieren empfinde ich als schwierig. So lange man noch so ergriffen von der Geschichte ist, fällt es schwer, weil es nicht einfach ist die Gefühlsduschen auf Papier zu bringen. Hat man das Geschehen etwas verdaut, will man auch nicht zuviel verraten über den Inhalt, um anderen diese Gefühlsduschen nicht zu nehmen. Noch später kommt einem alles trivial vor, was man dazu sagen kann. Genügend Leser haben hier geschrieben, worum es geht, das brauche ich meiner Ansicht nach nicht mehr. Es ist ein unbedingtes lesenswertes Buch, was sich von Seite zu Seite steigert und Einblicke in viele verschiedene Leben und Typen von Menschen ermöglicht. Nicht umsonst ist es mit Spitzenbesetzung verfilmt worden. Kein Buch zum Genießen, sondern ein Buch zum Nachdenken. Man wird es nie vergessen.
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am 30. November 2000
Weisser Oleander beschreibt die Reise eines jungen Maedchens durch mehere Pflegefamilien in Los Angeles, nachdem ihre Mutter wegen Mordes an ihrem Freund im Gefaengnis gelandet ist. Das Buch folgt dem Maedchen ueber ein Jahrzehnt, waehrend es von Pflegefamilie zu Pflegefamilie wandert. Traumatische Erlebnisse wechseln sich mit Menschlichkeit ab. Ueber die Jahre findet das Maedchen zu sich selbst, trotz oder wegen der vielen Widrigkeiten, die ihr den Weg verstellen. Reflektiert werden die Erfahrungen des Maedchens durch den Briefwechsel mit der Mutter. Unglaublich intensive Darstellung der Facetten des Lebens in Los Angeles konstratrieren in der detailierten Beschreibung der Beziehung zur gefangenen Mutter. Ein Buch, das man nicht zur Seite legen und lange nicht vergessen kann.
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